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KI-generiertes Transkript
12 Uhr, Mittagsjournalzeit, Redakteur im Studio, Udo Bachmeier, guten Tag.
Wichtigstes Inlandsthema, die Firma Atomic wird in den Konkurs geschickt.
In diesen Minuten beginnt eine Pressekonferenz mit BAWAG-General Flöttl.
Da erwarten wir erste Einzelheiten über das weitere Schicksal von Österreichs größter Skifabrik.
Ausland in Liberia sind weiterhin zwei österreichische UNO-Beobachter in der Gewalt von Rebellen.
Die Vorbereitungen für eine US-Militärintervention in Haiti laufen auf Hochtouren.
Dann wieder Österreich.
Innenminister Löschnack ist weiterhin in kreuzfeuerte Kritik, und zwar wegen Fahndungsmisserfolgen nach dem Bombenattentat von Klagenfurt.
In Wien wurde heute eine neue Methode der Penisverlängerung präsentiert.
Und Kultur?
In Mürzzuschlag haben die Brahms Tage begonnen.
Erster Programmpunkt.
Die Nachrichten zusammengefasst von Edgar Theider, gelesen von Ingeborg Tschanni.
Österreich Die BAWAG wird für die Skifabrik Atomic den Konkurs beantragen, den Betrieb aber weiterführen.
Details werden in Kürze in einer Pressekonferenz in Wien bekannt gegeben.
Nach bisher vorliegenden Angaben wird die Bank für Arbeit und Wirtschaft eine Bestandsgarantie für Atomic abgeben und auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung des Betriebes bereitstellen.
Atomik ist bei einem Jahresumsatz von etwa 1,8 Milliarden Schilling mit bis zu 1,7 Milliarden verschuldet.
Hauptgläubiger ist die BAWAG.
In den beiden Werken Altenmarkt und Wagereien sind 1000 Mitarbeiter beschäftigt, weitere 100 sind im Ausland tätig.
Finanzminister Latziner hat jetzt eine neue Initiative im Falle CA ergriffen.
Er hat die internationale Beratungsfirma Booz Allen damit beauftragt, Angebote für den Kauf der Anteile des Bundes an der Kreditanstalt zu prüfen.
Der bisher meistgenannte Interessent steht allerdings nicht mehr zur Verfügung.
Die schweizerische Credit Suisse zog Anfang der Woche nach innenpolitischen Debatten in Österreich ihr Angebot zurück.
Der Kampf gegen die Kriminalität ist den meisten Österreichern ein ganz wichtiges Anliegen.
Dies geht aus einer sozialwissenschaftlichen Studie hervor, die gestern bei der Tagung des Kuratoriums Sicheres Österreich präsentiert wurde.
Demnach sind zwei von drei Österreichern der Ansicht, dass Verbrechensbekämpfung genauso wichtig ist wie die Sicherung der Pensionen.
Weniger wichtig sind den Österreichern die Belange Umweltschutz, Eindämmung des Budgetdefizits und Inflationsbekämpfung.
Liberia.
Zwei österreichische UNO-Beobachter in Liberia befinden sich immer noch in der Gewalt von Rebellen.
Sie wurden zusammen mit weiteren 40 UNO-Beobachtern von Mitgliedern der Rebellenorganisation Nationale Patriotische Front Liberias verschleppt.
Mit einem von ihnen konnte Kontakt aufgenommen werden, von dem anderen fehlt nach wie vor jede Spur.
Ein dritter österreichischer UNO-Offizier ist unterdessen zusammen mit anderen Geiseln wieder freigelassen worden.
Er ist jetzt im Nachbarstaat Elfenbeinküste.
Nach Einschätzung eines Diplomaten kann man nicht von einer Entführung, sondern eher von einer Zwangskasernierung sprechen.
USA Haiti Präsident Clinton hat der Militärregierung Haitis eine letzte Chance zum freiwilligen Rücktritt eingeräumt.
Noch hätten die Militärmachthaber die Gelegenheit, es nicht auf eine Konfrontation mit den USA ankommen zu lassen.
Abtreten müssten sie aber in jedem Fall, unterstrich Clinton.
Die Militärregierung Haitis zeigt sich nach wie vor unbeeindruckt.
Präsident Jonassin wies die Rücktrittsforderung zurück.
Wörtlich sagte er, er werde sich vorsätzlichen Fehlern der amerikanischen Politiker entschlossen entgegenstellen.
Unter Hinweis auf die angedrohte Militärintervention der USA haben die Machthaber Haitis Verkehrsbeschränkungen erlassen.
Serbien An der Grenze zu den serbisch besetzten Gebieten Bosniens werden demnächst internationale Beobachter stationiert.
Die Regierung Rest-Jugoslawiens hat heute offiziell dem Vorhaben zugestimmt.
Die internationalen Beobachter sollen bereits ab dem kommenden Wochenende die Einhaltung der Blockade überwachen, die Restjugoslawien gegen die bosnischen Serben Anfang August verhängt hat.
Für dieses Entgegenkommen ist der Regierung in Belgrad eine Lockerung der UNO-Sanktionen in Aussicht gestellt worden.
Im Gegensatz zur Restjugoslawien lehnen die bosnischen Serben den internationalen Teilungsplan für Bosnien-Herzegowina kategorisch ab.
Bosnien-Herzegowina Die bosnische Hauptstadt Sarajevo ist neuerlich ohne Strom- und Wasserversorgung.
Die Wasserzufuhr wurde gestern Abend von serbisch kontrolliertem Gebiet aus unterbrochen und Mitternacht wurde dann auch der Strom abgeschaltet.
Gestern haben die Präsidenten Bosniens und Kroatiens, Izet Begovic und Tudjman, vertraglich vereinbart, die Föderation von Moslems und Kroaten in Bosnien so rasch wie möglich zu verwirklichen.
Griechenland.
In Athen herrscht wieder Smog-Alarm.
Bei einer Temperatur von 38 Grad im Schatten und extrem hohen Abgaswerten hat das Umweltministerium ein absolutes Fahrverbot für die Innenstadt verfügt.
Die Industrie muss ihre Abgasemissionen um 30 Prozent drosseln.
Zahlreiche Bewohner Athens leiden unter Atem- und Kreislaufbeschwerden.
Hitze also weiterhin in Athen, bei uns aber scheint der Sommer nun wirklich vorbei zu sein.
Gunter Schuller, wie sieht's aus?
Ja, vorbei ist es mit den sommerlichen Temperaturen bei uns.
Aber nicht nur in Österreich.
Kalte Luft drängt aus dem hohen Norden bis weit ins westliche Mittelmeer vor.
Was die Feuchtigkeit betrifft, so werden die Regenmengen in den nächsten Tagen nicht mehr allzu hoch sein.
Und schon gar nicht vergleichbar mit denen der letzten Nacht.
In Dellach im Trautal waren es ja immerhin 120 Liter.
Die aktuellen Meldungen Wienwolkig 19°, Eisenstadt-Heiter 21°, St.
Pölten-Heiter 17°, Linz-Heiter 16°, Salzburg-Heiter 17°, Innsbruck-Wolkig 12°, Bregenz stark bewölkt 12°, Graz-Heiter 20°, Südwind 25 km pro Stunde und Klagenfurt-Wolkig 18°.
Mehr Sonne als erwartet jetzt noch vor allem in der Osthälfte Österreichs.
Über den Alpen entwickeln sich in den nächsten Stunden immer mehr gewittrige Regenschauer.
Einzelne erreichen am späten Nachmittag auch das Flachland.
Groß die Temperaturspanne heute, nämlich zwischen maximal 14 Grad in Bregenz und bis zu 25 in Eisenstadt.
Etwas kühler und teilweise regnerisch präsentiert sich der morgige Freitag.
In Vorarlberg, Tirol und Salzburg kann es sogar bis auf 1300 Meter herunterschneien.
Im Westen und Süden Österreichs bleibt es nahezu den ganzen Tag trüb.
In Ober- und Niederösterreich, Wien im Burgenland sowie in der östlichen und südlichen Steiermark erlaubt hingegen lebhafter Westwind zwischendurch auch etwas Sonne.
Nur 4 bis 10 Grad in der Früh.
Aber auch tagsüber werden es morgen nicht mehr als 12 bis 17 Grad sein.
Der wechselhafte und kühle Trend setzt sich am Wochenende fort.
Regnen wird es besonders im Bergland.
Im Norden und Osten scheint zeitweise die Sonne.
Höchstwerte am Samstag und Sonntag etwa 12 bis 18 Grad.
Zwölf Uhr und sieben Minuten.
Danke, Gunter Schuller.
Die Zukunft von Österreichs größter Skifabrik Atomic, die ist vorerst besiegelt.
Die Bank für Arbeit und Wirtschaft BAWAG wird den Salzburger Skihersteller in Konkurs schicken und dann selbst das Ruder übernehmen.
Das ist das Ergebnis der hektischen Verhandlungen der vergangenen Stunden.
Vor einer Woche hatte der Atomic-Chef Rohrmoser die Mehrheitsanteile an eine Treuhandgruppe übertragen.
Zu Unrecht kritisierte die Hausbank BAWAG.
Nun ist also die Entscheidung gefallen.
Von einer in diesen Minuten stattfindenden Pressekonferenz mit BAWAG-Generaldirektor Flöttl meldet sich jetzt Herbert Huter.
Vor wenigen Minuten hat die bereits mit großer Spannung erwartete Pressekonferenz der BAWAG, die ja mit 1,7 Milliarden Schilling Hauptgläubiger von Atomic begonnen.
Die BAWAG wird, wie gesagt, Atomic in den Konkurs schicken, selbst das Ruder übernehmen und eine Bestandsgarantie mit Finanzierungsgarantie übernehmen.
Derzeit ist BAWAG-Generaldirektor Walter Flöttl am Wort.
Er sagte eingangs, ohne die BAWAG wäre Atomic nicht so groß geworden.
Er sei mit einer Partensuche schon sehr weit gewesen und Rohrmoser habe aber über Nacht die sehr umstrittene treue Handlösung dann Flöttls sozusagen vor vollendete Tatsachen gestellt.
Wir schalten uns jetzt direkt in die Ausführungen von Generaldirektor Walter Flöttl ein.
Es ist eine unhaltbare Situation und wir kommen zu der Überzeugung, dass einzig und allein durch den Konkurs und den damit verbundenen gesetzlichen Arbeitnehmerschutz die Interessen der Belegschaft am besten gewahrt sind und das Unternehmensinteresse, natürlich auch für die Belegschaft, durch die beabsichtigte volle Unterstützung
bei Annahme des Konkurs durch die BABAG abgesichert ist.
Ziel ist die Wiederherstellung einer handlungsfähigen Geschäftsführung, die allseits Vertrauen genießt und dies kann aufgrund der rechtlichen Situation nur über den gesetzlichen Weg der Konkurseröffnung ermöglicht werden.
Wir haben darüber hinaus
heute Vormittag entsprechende Anordnungen vorsorglich beim Konkursgericht beantragt, um zu verhindern, dass Dritte sich betriebsnotwendige Unternehmenswerte oder Verfügungsrechte bemächtigt.
Und wir haben in unserem Konkursantrag auch erklärt, dass wir, wenn der Konkurs angenommen ist,
voll unterstützen, um den Betrieb weiterzuführen, um die Arbeitsplätze zu erhalten.
Wir glauben an die Lebensfähigkeit des Betriebes, wenn eine entsprechende Führung dort eingesetzt wird.
Das ist die Situation.
Wir fordern den Kommissariat Rohrmoser, aber auch diese Dreihandgruppe auf,
Sobald das möglich ist, diesen Konkurs anordnen.
Wenn Sie das heute annehmen, geht der Betrieb morgen weiter.
Wenn Sie es finanzzögern, Einwendungen machen und weiß Gott, dann wird es ein gewisses in der Regelung geben.
Aber ich glaube, die Verhältnisse sind so klar und eindeutig, dass hier der Konkursrichter sehr bald zu einem Entschluss kommt und dann wird das in der Regelung nur kurze Zeit dauern.
Wenn das vorbei ist, ist der Betrieb gesichert und kann weitergeführt werden.
Wir stehen voll dahinter und werden dann weiter versuchen, weiter schauen, wie wir hier neue Gesellschafter bekommen, die Kapital zuführen, denn das braucht der Betrieb dringend.
Das ist die Erklärung, die ich Ihnen zu geben habe.
Ich stehe zu weiteren Fragen und unseren Kollegen zur Verfügung.
Bitte!
Herr Generaldirektor Flöttl, wer sind diese Partner, die Sie haben wollen?
Sie haben gesagt, Sie waren schon sehr weit.
Ich kann Ihnen heute noch nicht die Namen nennen, aber ich darf Ihnen sagen, es sind internationale große Firmen.
Von einer Firma haben wir eine Letter of Intention.
Es sind international tätige
Aljos Rohrmoser wollte immer den Betrieb für Österreich erhalten.
Wird das in irgendeiner Form stattfinden?
Die Frage ist, wie erhält man einen Betrieb für Österreich, wenn in Österreich niemand da ist, der bereit ist, Kapital zuzuführen?
Und das ist der Fall.
Wir hätten ebenso wohl liebend gern österreichische Kapitalgeber gefunden.
Wir haben sie nicht gefunden.
Die Einzigen, die vielleicht dafür in Frage kämen, vom Kapital, vom Geld her, die ATW,
Die hat es schon erklärt, ja schon, aber ohne dass wir Geld in die Hand nehmen.
Weil sie sind irgendwie gebunden, nicht?
Und der Finanzminister erklärt...
Der Finanzminister erklärt, er will keine Verstaatlichung der Skiindustrie durchführen.
Das ist also auch verständlich.
Also Sie können sicher sein, das ist vorhanden.
Natürlich muss man jetzt dann weiter noch verhandeln, die Bedingungen noch besser ausprägen und so weiter.
Aber etwas, was wir wären wahrscheinlich im September fertig gewesen,
Herr Generaldirektor Flöttl, ist damit die sogenannte große österreichische Skilösung vom Tisch?
Schauen Sie, von der sogenannten großen Skilösung höre ich nur Schlagworte.
Was darunter versteht, hat mir noch keiner sagen können.
Ich weiß nicht, ob Sie mehr wissen, wie die große österreichische Skilösung ausschaut.
Ich bin sehr begehrt, das zu hören.
Abschließende Frage vielleicht noch, was passiert mit dem Privatvermögen von Herrn Rohrmoser?
Es ist ja immer das Gerücht umgegangen, die BAWAG will den Privatkonkurs von Alois Rohrmoser.
Schauen Sie, wir waren zuerst bemüht, ihm das zu erhalten, aber so dieses Verhalten, das zu einer Verschlechterung der gesamten Betriebssituation führt, ist nicht geeignet, dass wir sein Privatvermögen jetzt plötzlich freigemäher haftet.
Er ist ja ein Einzelunternehmer gewesen.
Das muss man sich ja vorstellen.
Und wenn Sie sich die Bilanzen durch Jahre hindurch anschauen, letzten Endes kommt es nie zu einem Gewinn.
Trotzdem hat er ein Privatvermögen.
Und ich frage Sie, wie das möglich ist.
Das heißt also mit anderen Worten, Sie kritisieren zu große Privatentnahmen von Alois Romoßer aus seiner Firma?
Muss so sein, weil anders versteht man es ja nicht.
Haben Sie ein Konzept, um das wirtschaftliche Überleben von Alois Romoßer persönlich zu sichern?
Wir haben versucht zuerst ein Konzept zu machen, aber dann sind wir völlig überrascht worden durch diese Handlung und wir zahlen 65 Millionen blind hinaus.
und kriegen keine Eingänge auf unseren Konten.
Soweit die ersten Ausführungen von BAWAG-Generaldirektor Walter Flöttl und damit vorerst zurück ins Studio des Mittagsschonals.
Ja, danke Herbert Huter.
Wir werden ganz sicher im weiteren Verlauf der Sendung, im weiteren Verlauf des Mittagsschonals noch einmal speziell auf die Pressekonferenz mit BAWAG-Chef Flöttl zurückkommen, um dann noch eventuell weitere Einzelheiten zu erfahren.
Atomic muss also in Konkurs gehen, die BAWAG gibt eine Bestandsgarantie ab.
Am Nachmittag übrigens soll in Salzburg in einer Pressekonferenz dann Näheres über den genauen Konkursverlauf bekannt gegeben werden.
Näheres dazu dann im Journal um 5.
Naheliegende Frage nach dem Konkursantrag, wie wird die Entwicklung bei Atomic selbst aufgenommen?
Aus Salzburg dazu ein Bericht von Hans-Christian Unger.
Ja, hier aus Hans Christian Unger aus Altenmarkt.
Hier in den Atomikwerk Altenmarkt und Wackrhein hat man diese Entscheidung um 11 Uhr erfahren.
Da wurde der Betriebsratsobmann Steger informiert.
Und derzeit sitzt ein Großteil der Mitarbeiter in beiden Werken vor den Radios, um hier sozusagen mehr oder weniger live über die Entwicklung informiert zu werden.
Betriebsratsobmann Steger hat gesagt, es gilt jetzt vorerst einmal Ruhe zu bewahren.
Er hat die Mitarbeiter bereits dahingehend informiert, dass die Weiterführung gesichert ist.
Er hat eine Garantie dafür, dass die Arbeitsplätze gesichert sind und das ist ihm vorerst einmal und natürlich auch seinen Kollegen das Allerwichtigste.
Wie es jetzt weitergeht, darüber ist ja hier auch noch keine Information vorhanden.
Betriebsratsobmann Steger hat nur gesagt, ganz gleich welcher Partner jetzt reinkommt, ganz gleich welches Management hier jetzt dann ans Ruder kommt.
Wortwörtlich, Steger, ich kann mit jedem arbeiten.
Die Stimmung im Werk ist eher ruhig.
Ich bin vormittags vorbeigegangen.
Es wird vollkommen normal gearbeitet.
Von Lois Rohrmoser war bisher keine Stellungnahme zu erhalten.
Ich habe mich hier bemüht.
Es heißt, er ist
unterwegs und sollte vielleicht irgendwann am Nachmittag im Werk wieder auftauchen.
Soviel hier aus Altenmarkt und ich gebe zurück.
Die Stimmung also eher ruhig im alten Markt.
Sie hörten dazu Hans Christian Unger.
So viel also vorerst zum Thema Atomik.
Ein Blick auf die Uhr, 12 Uhr und 16 Minuten war es soeben ins Ausland.
In den USA, da laufen die Vorbereitungen für eine Militärintervention in Haiti zum Sturz des Bouchisten-Regimes auf Hochtouren.
An die 20.000 Mann, das sind doppelt so viel ursprünglich vorgesehen, sind für die Invasionsstreitmacht abgestellt worden.
Der US-Flugzeugträger Eisenhower hat bereits seinen Stützpunkt in Norfolk im Bundesstaat Virginia verlassen.
Dutzende Kampfhubschrauber und rund 2000 Mann Landungstruppen befinden sich an Bord.
Gut 20 Schiffe der US-Marine befinden sich bereits vor der Küste des Inselstaates, dessen Armee auf 7000 Mann Stärke geschätzt wird.
Amerikas Präsident Bill Clinton hat sich mit seiner Entscheidung für eine Invasion mehrere Ablehnungsfronten geschaffen.
Fronten, die seine innenpolitisch ohnehin laidiertes Ansehen noch weiter beschädigen könnten.
Michael Kerbler informiert über die jüngsten Entwicklungen in Haiti und Bill Clintons Versuch, das politische Schicksal zu seinen Gunsten zu wenden.
Haiti's Junta wird angesichts des näherrückenden Invasionstages X, kolportiert wird der 21.
September, offenbar immer nervöser.
Ein nächtliches Fahrverbot auf bestimmten Routen wurde erlassen.
Flugzeuge und Schiffe, die Haiti verlassen wollen, benötigen seit kurzem eine Sondererlaubnis.
Nach außen hin geben sich die Militärs und der von ihren Gnaden amtierende Präsident Émile Jonasson gelassen bis kämpferisch.
Der 81-jährige Präsident appellierte, flankiert vom gesamten Kabinett in einer Rede an die internationale Staatengemeinschaft, die USA an einer Invasion in Haiti zu hindern.
An das Gewissen der Welt und seine moralische Autorität appelliere ich, diesem Vorhaben Einhalt zu gebieten, damit die Haitianer ihr Schicksal künftig selbst bestimmen können", sagte Jean Assang, der versprach, dass im Dezember frei Wahlen abgehalten und wenig später auch Präsidentenwahlen stattfinden werden.
Die Bevölkerung rief der ehemalige Verfassungsrichter auf, Ruhe zu bewahren.
Die Regierung wird ihre Mission fortfahren und dabei nicht versäumen, ihre wichtigste Aufgabe zu erfüllen, und das ist die vollständige Übernahme der Verteidigung der Republik und die Vertretung der grundlegenden Interessen des haitianischen Volkes.
Ich appelliere heute an die Einheit unseres Volkes.
Möge Gott uns beistehen.
Bill Clinton sei von Gott verlassen, eine Invasion in Haiti anzuordnen, meinen in Washington nicht nur Abgeordnete der oppositionellen Republikaner, sondern auch zahlreiche Kommentatoren führender Zeitungen.
Clinton agiere am Kongress vorbei, dessen Zustimmung für die Intervention er bewusst nicht einhole, da er eine Abstimmungsniederlage riskieren würde.
Drei Viertel der amerikanischen Bevölkerung ist laut jüngsten Meinungsumfragen gegen eine Invasion.
Die Hauptbegründung für die ablehnende Haltung, es befinde sich kein einziger Amerikaner in Haiti in Lebensgefahr und es existiere kein bedeutendes nationales Interesse, das einen solchen Schritt rechtfertige.
Clintons Gefolgsleute argumentieren, die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Außenpolitik stehe zur Disposition.
Die Verpflichtung der USA, die Demokratie zu verteidigen, müsse eingelöst werden.
Außerdem würde ein Nichthandeln zur Folge haben, dass die Region von einer neuen Flüchtlingswelle à la Kuba erschüttert wird, argumentiert Clintons Sicherheitsberater Tony Lake.
Tatsache ist, dass sich Bill Clinton bereits so weit vorgewagt hat, dass ein Zurück ohne desaströsen Schaden für seine Amtsführung und sein persönliches Ansehen unmöglich erscheint.
Nur im Fall eines freiwilligen Abzugs der Junta-Generäle, denen US-Unterhändler angeblich ein goldenes Exil in einem lateinamerikanischen Staat angeboten haben, könnte den Einmarsch der Invasionsstreitmacht verhindern.
Für die Strategen im Pentagon ist indes alles klar.
Die Invasion werde innerhalb von zehn Tagen beendet sein.
Das sei der wahrscheinlichste Zeitpunkt für die Heimkehr des Exilpräsidenten Aristide.
Danach werde binnen zweier Monate die zivile Ordnung wiederhergestellt und die Verantwortung einer 6000 Mann starken multinationalen Eingreiftruppe der Vereinten Nationen übergeben.
Soweit die Theorie.
Das Beispiel Somalia allerdings lehrt, dass sich die Praxis nicht immer an die Aufmarschpläne der Generäle hält.
Für Bill Clinton dürfte die Invasion auf der Karibikinsel zum haitianischen Roulette werden.
Vor US-Militärintervention in Haiti, Sie hörten Michael Kerbler.
Gestern Abend wurde bekannt, dass unter den 43 UNO-Beobachtern, die schon vor einigen Tagen im westafrikanischen Bürgerkriegsstaat Liberia in die Gewalt einer Rebellengruppe gekommen waren, auch drei Österreicher waren.
Einer, Major Bernhard Semanek, ist inzwischen freigelassen worden.
Er ist schon im Nachbarland Elfenbeinküste eingetroffen.
Ein zweiter, Major Eduard Schuster, soll ebenfalls frei sein und sich auf dem Weg zum UNO-Hauptquartier in Monrovia befinden.
Von einem dritten, nämlich Major Bernhard Bichlhuber, fehlt immer noch jede Spur.
Helmut Opletal hat über das Schicksal der UNO-Offiziere und den politischen Hintergrund des Vorfalls recherchiert.
Hier die neuesten Details.
In den letzten Stunden haben sich die Ereignisse in Liberia überstürzt und das könnte sich auch auf das Schicksal der UNO-Beobachter auswirken.
In der Hauptstadt Monrovia haben Einheiten der Armee den Regierungspalast gestürmt, wo die relativ machtlose Übergangsregierung und der Interimspräsident ihren Sitz haben.
Aus der Stadt werden heftige Schießereien gemeldet.
Ob der offensichtliche Putschversuch erfolgreich war und was das politisch letztlich bedeutet, das ist in diesen Minuten noch nicht bekannt.
Doch nun zum Schicksal der österreichischen UNO-Beobachter, die im Norden Liberias stationiert waren.
Das Verteidigungsministerium in Wien hat inzwischen bestätigt, dass mit zwei der drei betroffenen österreichischen Beobachter schon wieder Kontakt besteht und dass sie nicht mehr in der Hand der Rebellen sind.
Major Bernhard Zemanek ist, das hat mir ein UNO-Offizier im Krisengebiet heute telefonisch bestätigt, in der Grenzstadt Dananee im Nachbarland Elfenbeinküste eingetroffen.
Er ist in Umständen entsprechend wohlauf.
Major Eduard Schuster, der Zweite, war in Banga, dem Sitz der Rebellenbewegung Patriotische Front, im Zentrum Liberias stationiert.
Auch er soll wohlauf sein und befindet sich derzeit in Begleitung einer Einheit der westafrikanischen ECOMOC-Friedenstruppe.
auf dem Weg ins UNO-Hauptquartier in der liberianischen Hauptstadt Monrovia.
Mit dem dritten österreichischen UNO-Offiziermajor Bernhard Bichlhuber, er war in der Ortschaft Tabita stationiert, konnte bisher keine Verbindung hergestellt werden.
Doch es gibt keine Hinweise, dass ihm Ernsthaftes zugestoßen wäre.
Wahrscheinlich befindet er sich unter einer Art Hausarrest und so wie den anderen UNO-Beobachtern dürfte auch ihm sein Fahrzeug und das Funkgerät entwendet worden sein.
Was ist also in den letzten Tagen konkret passiert?
Schon vor einigen Tagen, als in Ghana gerade eine neue Runde von Friedensverhandlungen für den liberianischen Bürgerkrieg stattfand, brachen in Liberia selbst neue Kämpfe aus.
Innerhalb der Rebellenbewegung Patriotische Front unter Charles Taylor, die zuletzt zwei Drittel Liberias kontrolliert hatte, kam es zu einer Spaltung und gleichzeitig griff eine andere Gruppe, die im Westen des Landes beheimatete Olimo, die Rebellenhauptstadt Banga an.
Die patriotische Front, die sich auch schon in der Vergangenheit immer wieder als unberechenbar wiesen hatte, setzte kurzerhand 43 der insgesamt 370 UNO-Beobachter fest und nahm ihnen Fahrzeuge und Funkgeräte ab.
Physische Übergriffe auf die UNO-Einheiten hat es aber nach dem bisherigen Stand der Informationen nicht gegeben.
Der Bürgerkrieg in Liberia zieht sich mittlerweile schon fast fünf Jahre hin.
Charles Taylor, der populistische Führer der genannten Patriotischen Front, marschierte damals ein, um den diktatorischen Präsidenten Samuel Doe zu stürzen.
Es gelang Taylor damals aber nicht, auch die Hauptstadt Monrovia zu erobern.
Dort übernahm die westafrikanische Friedenstruppe ECOMOC die Kontrolle.
Teller kontrollierte aber zuletzt den Großteil des libyanischen Hinterlandes und er erhebt faktisch weiter Anspruch auf die ganze Macht.
Vor allem deshalb sind in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Friedenskonferenzen immer wieder gescheitert.
Informationen waren das von Helmut Opletal.
Fünf Minuten vor halb eins, Sie hören das ORF-Mittagsjournal zurück in der Berichterstattung nach Österreich.
Wie effizient ist die Hauskrankenpflege und welche Ansprüche werden an sie gestellt?
Für das Bundesland Niederösterreich liegt zu diesem Thema nun eine Studie vor.
Sie wurde vom Zentrum für Alternativwissenschaften der Kremser Landesakademie und der Abteilung für Sozialpolitik der Wirtschaftsuni Wien erstellt.
Der Forschungsbericht wurde heute Vormittag präsentiert.
Wichtigste Erkenntnis, die ambulanten Dienste müssen ausgebaut werden.
Einzelheiten aus der Studie von Otto Stangl vom Landesstudio Niederösterreich.
Im Jahr 2011, also in 17 Jahren, wird es in Niederösterreich etwa 105.000 Ein-Personen-Haushalte mit Menschen über 60 Jahre geben.
Eine Zahl, die in der alten Politik des Landes die Alarmglocken schrillen lässt.
Denn ein Großteil von ihnen wird in absehbarer Zeit Hilfe und Betreuung brauchen.
Und die kostet viel Geld.
In der Studie findet sich dazu ein Vergleich.
Pflegepatienten in Abteilungen von Akutspitälern kosten pro Monat 70.000 Schilling.
In einem Altenheim müssen für die Betreuung 22.000 Schilling aufgewendet werden und im ambulanten Bereich müssen für dieselbe Leistung knapp 9.000 Schilling bereitgestellt werden.
Wenn es gelänge, die Fehlbelegungen in den Spitälern zu reduzieren, dann könnten Einsparungen bis zu 300 Millionen Schilling pro Jahr erzielt werden.
Es kann aber keine Rede davon sein, dass durch die Schaffung von ambulanten Betreuungsmöglichkeiten einzelne Abteilungen in Spitälern überflüssig werden.
Das ist schon allein deshalb unmöglich, weil die Zahl der Alten und Hochbetagten immer größer wird.
So werden allein in Niederösterreich in 17 Jahren rund 90.000 Menschen älter als 85 Jahre sein.
Der Ausbau der ambulanten Einrichtungen ist deshalb nur als wichtige Ergänzung zu sehen.
Eine Situation, die nach Ansicht des Autors der Studie, Christoph Badelt von der Wirtschaftsuniversität Wien, auf ganz Österreich übertragbar ist.
Wir brauchen die ambulanten Strukturen.
Wir brauchen eine Umstrukturierung und Änderung des Finanzierungssystems in den Spitälern.
Und wir brauchen in der Zukunft wirklich eine expansive Politik, um alten Menschen ausreichende Dienstleistungen zu garantieren, die aber auf die möglichst kostensparendste Weise realisiert werden sollte.
Und möglichst kostensparend heißt, dass man sozusagen
maßgeschneidert für den Grad und die Art der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit die richtige Form der Betreuung findet.
Das kann bei vielen Menschen ein Netz von ambulanten Diensten sein, ist bei manchen dann schon das Pflege- oder Altenheim, aber fast nie das Spital.
Die Kosten für eine effiziente Altenbetreuung haben in Niederösterreich zum Umdenken gezwungen.
So wurde im neuen Raumordnungsprogramm für die nächsten Jahre die Schaffung von 1.200 ambulanten Pflegebetten beschlossen.
Woher die dafür notwendigen Mittel, etwa 2,5 Milliarden Schilling, kommen sollen, ist bisher aber noch nicht geklärt.
Im Blick auf die Uhr drei Minuten vor halb eins ist es jetzt Stichwort Datenautobahn.
In unserer lockeren Reihe über das Wachsen und Werden der Datenautobahn in Österreich geht es heute um internationale Computernetze.
Informationen von einem Computer zu einem anderen zu übertragen, das war bis vor kurzem nur etwas für besonders ausgebildete EDV-Spezialisten.
Inzwischen hat sich die elektronische Kommunikation rasant weiterentwickelt.
Immer mehr Computer sind mit Daten und Telefonleitungen verbunden.
weltweit und bis direkt in die Büros und Wohnungen.
Auch in Österreich wird das elektronische Netz immer dichter.
Ein Bericht von Josef Schweitzer.
Für die Datenreise braucht man einen Personalkomputer, einen Telefonanschluss und ein sogenanntes Modem, das die Bits und Bytes aus dem Computer in Tonfolgen umwandelt und auf die Leitung schickt.
Und dann kommt man mit wenigen Klicks der Maustaste in den Rechner einer Firma in Salzburg.
In einem Verzeichnis habe ich eine Referenz auf einen Server in Salzburg gefunden.
Ich verbinde mich dorthin.
Ich bekomme dort ein Menü präsentiert und ich habe einen Zugang zu einem fremden Verkehrsinformationssystem.
Zum Beispiel Land Salzburg Multimedia Show.
Ich lade jetzt zum Beispiel ein Audio-File über das Netz herunter.
Nach wenigen Sekunden tönt Mozart aus dem kleinen PC-Lautsprecher.
Diese Zauberflöte ist in New York genauso leicht abrufbar wie hier in Wien.
Der Salzburger Rechner hängt nämlich am Internet.
Damit ist er einer von mehr als drei Millionen Computern, die über dieses Netzwerk zugänglich sind.
Damit sind schätzungsweise 30 Millionen Menschen weltweit über Internet in Kontakt.
Monatlich kommen 12 Prozent dazu, auch in Österreich, wo sich derzeit rund 200.000 im Netz tummeln dürften.
Der größte Internet-Anbieter in Österreich heißt OINET.
Durch OINET hat sich das ehemals wissenschaftliche Internet in Österreich, heißt es ACONET, verändert, weiß Geschäftsführer Michael Haberler.
Seit etwa einem halben Jahr ändert sich die Teilnehmerschaft insofern, als das Spektrum wesentlich breiter wird.
Wir sehen zum Beispiel Übersetzerbüros, die Übersetzer im Außen in den neuen Demokratien vor Ort sitzen haben.
Die Übersetzungsbüros hier senden die Texte in elektronischer, aber wieder bearbeitbarer Form als Electronic Mail dorthin.
Es wird übersetzt und kommt über Electronic Mail zurück.
Beim Fax müsste man es abschreiben.
und wieder faxen und dann, wenn es zurückkommt, wieder abschreiben.
Electronic Mail oder E-Mail, das sind in den Computer getippte und über Leitungen verschickte Botschaften.
Jeder Internet-Teilnehmer hat eine Adresse, einen bestimmten Speicherbereich in einem Rechner, in den er sich E-Mails schicken lassen kann.
Ein eigener Sport ist Internetsurfen.
So heißt eine Weltreise durch das Internet, bei der man sich von Rechner zu Rechner hangelt, in Nachrichtenkästen stöbert und an Diskussionsforen teilnimmt.
Solche Newsgroups gibt es zu allem und jedem, von einem Forum über österreichische Literatur an einer Universität in North Dakota bis zu einer Gruppe namens Katholische Schwulen und Lesben.
Aber auch für das Image ist Internet gut.
Durchaus, also es gilt im Moment als sexy eine Internetadresse zu haben.
Für mich persönlich ist das eine Sache wie Fax oder Telefonnummer auf einer Visitkarte und auch nicht mehr und nicht weniger.
So hat auch die Politik Internet entdeckt.
Die ÖVP stellt ihr Programm im Internet dar und, so hört man, die SPÖ wird bald folgen.
Die Banken wollen Internet fürs Telebanking, die CA etwa will Studentenkonten gleich mit Internetadressen vergeben.
Und der Computerriese IBM verkauft seine nächste Ausgabe des Betriebssystems OS2 mit Internet-Software.
Internet hat praktisch keinen Konkurrenten.
Ein anderes weltweites Netzwerk ist CompuServe.
Aber mit nur zwei Millionen Mitgliedern ist es bedeutend kleiner.
In Österreich versuchen junge Firmen mitzuspielen.
Klaus Matzka zum Beispiel betreibt einen elektronischen Briefkasten mit Internetzugang namens Magnet.
Wir sind uns in der Lücke zwischen den kleinen, eher technischen, hobbymäßig betriebenen Systemen, zum Beispiel Filonet-Mailboxen, die im Großen und Ganzen keine Kategorie, und den großen Riesen wie CompuServe, die weltweit agieren, die englischsprachig sind, die kaum lokalen Inhalt schaffen können,
Da klafft eine Riesenlücke, in die wollen wir rein mit einem Bezug regional, lokal, regional deutschsprachige Services für Deutschland, Österreich, Schweiz.
Magnet ist ein Teil der österreichischen Mailbox-Szene.
Auch sie gehört zur Datenautobahn.
Und auch bei ihr tut sich einiges.
Doch dazu in einer späteren Folge unserer Serie.
Josef Schweinzer zur Frage der internationalen Computernetze und was die so alles können.
Zwei Minuten nach halb eins ist es jetzt zurück zur dramatischen Entwicklung rund um Atomik.
Wie er bereits ausführlich in der ersten Hälfte des Mittagsjournals berichtet, muss die bekannte Skifirma in Konkurs gehen.
Die BAWAG will den Betrieb weiterführen und hat eine Bestandsgarantie für Atomik abgegeben.
Zu weiteren Einzelheiten aus der Pressekonferenz mit BAWAG-General Flöttl rufe ich jetzt wieder meinen Kollegen Herbert Huter.
Ja, wie gesagt, der Konkurs ist unabweislich.
Allerdings hat die BAWAG mehrmals und ausdrücklich den Fortbestand der Firma garantiert.
Die Voraussetzung allerdings, das umstrittene Treuhänderkonsortium, muss diesem Konkursantrag unverzüglich zustimmen.
Damit spielt die BAWAG die Verantwortung für den Weiterbestand, vor allem für die ununterbrochene Fortführung des Betriebes, an die umstrittenen Treuhänder weiter.
Ergänzend hat die BAWAG-Spitze inzwischen Folgendes erklärt.
Der Privatkonkurs gegenüber Alois Rohrmoser ist kein Racheakt, sondern eine Vorsorge, damit Rohrmoser keine weiteren unberechenbaren Aktionen setzt, die der Firma schaden könnten.
Über die Fortführung des Betriebes, wie gesagt, die hängt von der Zustimmung der Treuhänder ab.
Und dann zur neuen Geschäftsführung.
Als neuer Geschäftsführer wird Fritz Schrempf gebeten, seinen Platz wieder einzunehmen.
Fritz Schrempf hat ja vor wenigen Tagen das Handtuch geworfen, weil er die Treuhänder nicht wollte.
Damit ist der vorläufige Schlusspunkt unter einen der aufsehenerregendsten Wirtschaftskrimis in Österreichs Industrie- und Bankenlandschaft gezogen und damit zurück zum Studie des Mittagsschanals.
Ja, danke Herbert Huter.
Die große Skifirma Atomic muss also in Konkurs gehen.
Wir werden Sie über alle weiteren Einzelheiten selbstverständlich genau informieren.
Was hoffen wir noch im Lauf dieses Mittagsschornals unterzubringen?
Innenminister Löschnack ist weiterhin im Kreuzfeuer der Kritik und zwar wirft man ihm Fahndungsmisserfolge nach dem Bombenattentat von Klagenfurt vor.
Eine neue Methode der Penisverlängerung wurde präsentiert und Kultur in Mürzzuschlag haben die Brahms Tage begonnen.
Und nun im Mittagsjournal ein Hinweis auf eine Sendung heute Abend.
Journal Panorama.
Jeder Mensch, der in der Lage ist, mit dem Herzen zu fühlen, was ich möchte, soll mich wählen.
Wer nicht dazu imstande ist, soll es nicht tun.
Von Adi Pinter bis Liesl Pittermann, von Franz Morag bis Liane Höbinger-Lehrer, von Karl Habsburg bis Hans-Peter Haselsteiner, die Parteien sind auf die Promis gekommen.
Prominente Quereinsteiger prägen diesen Nationalratswahlkampf wie keinen anderen zuvor.
Doch warum soll man sie wählen?
Weil ich nicht feig bin, weil ich mich zu sagen getraue, was ich denke.
Deswegen ist für mich das eigentlich ein weiterer logischer Schritt, eine weitere logische Konsequenz in meiner politischen Tätigkeit.
Ich werde recherchieren und werde dann aufdecken, was aufzudecken ist.
Ich glaube, dass es äußerst wichtig ist, dass auch ein sozialdemokratischer Arzt oder in meinem Fall eine Ärztin ihre Ideen für die Gesundheitspolitik einbringt.
Ich finde,
Ich möchte jetzt nicht, dass das zu großspurig klingt, aber ich fühle mich irgendwie der Aufklärung verpflichtet.
Neun Prominente, neun Quereinsteiger im Wahlkampf.
Heute Abend um 18.20 Uhr im Programm Österreich 1 in unserem Journal Panorama.
Ein neuer Fall von Kindesweglegung wird gemeldet und zwar aus Golling im Bundesland Salzburg.
Christoph Lindenbauer aus dem Landesstudio Salzburg mit Einzelheiten dazu.
Wahrscheinlich ist das Findelkind mehrere Stunden lang in der Telefonzelle vor der Gollinger Feuerwehrzeugstätte gelegen.
Erst dann ist der Zeitungsverkäufer Eidogan Karac auf das Babygeschrei aufmerksam geworden.
Das war ein ganzer Zufall.
Und wie ich an die Stelle gekommen bin, auf einmal habe ich Babygeräusche gehört, also Schreien.
Momentan habe ich mich überrascht, wo das herkommt.
Dann habe ich geschaut, auf der Telefonzelle drinnen liegt es, halbblutig, so mit dem Handtuch gewickelt.
Babys habe ich gesehen.
Dann habe ich auf der Autodrinne ein Telefon gehabt und habe sofort
Notrufverständlich, Notarzt.
Bis Gendarmerie und Notarzt an der Fundstelle eingetroffen sind, hat der Türke erste Hilfe geleistet.
Das Baby ist nämlich bis auf 30 Grad Körpertemperatur abgekühlt.
Ich hab mir mit der Jacke das Kind so angenommen, dass es ein bisschen warmer wird, weil das Baby schon vom Blutergold so blau war.
Im Kinderspital in Salzburg haben die Schwestern das Findelkind Sebastian getauft und es vor allem wieder gründlich aufgewärmt.
Es geht ihm jetzt gut, aber es war knapp, sagt der Leiter der neugeborenen Station Josef Rücker.
Der Zustand an der Kühlung war sehr bedrohlich.
Hier war es notwendig, dass die Hilfe sehr rasch zu dieser Normalisierung geführt hat, weil eine Unterkühlung für das Kind ein sehr ernster Faktor darstellt.
Von der Mutter fehlt jede Spur, die Kriminalisten überprüfen zur Zeit alle schwangeren Frauen in der Umgebung.
Informationen aus Salzburg von Christoph Lindenbauer.
12 Uhr und 38 Minuten ist es jetzt.
Für gar nicht so wenige Männer ist er ein großes Problem.
Ein zu kurzer Penis.
Die plastische Chirurgie kann da helfen.
Operative Methoden gibt's viele, es gibt aber auch Scharlatane, die gute Geschäfte machen mit Männern.
die ihren Penis um jeden Preis verlängern lassen wollen.
Derzeit befindet sich der südafrikanische Mediziner Dr. Henry Rose in Wien, um hier seine neue Methode der operativen Penisverlängerung vorzustellen.
Er geht dabei neue Wege und der Erfolg kann sich sehen lassen, wie Martin Heidinger berichtet.
Eines stellt Dr. Henny Roos gleich zu Beginn klar.
Seine Methode der Penisverlängerung dient nicht der Potenzsteigerung des Patienten.
Gelöst werden soll damit kein sexuelles, sondern ein biologisches Problem.
Die neue Methode, sagt Dr. Rost, unterscheidet sich von früheren dadurch, dass keinerlei künstliches Material verwendet wird, kein Silikon und auch keine Fettimplantate.
Der im Körper befindliche Teil des Gliedes wird herausgezogen, der Penis wird dadurch vorgerückt und durch mehrere Stiche in der neuen Position bleibend befestigt.
Aus dem Schamhaarbereich wird Haut entnommen, um die neue Länge des Gliedes an seiner Basis zu bedecken.
Das Ergebnis ist eine dauerhafte Verlängerung des Penis um ca.
4 cm.
Die erste Methode, die das zu Wege bringt.
Wichtig wäre noch zu erwähnen, so sagt Dr. Henny Roos weiter, dass wir keinerlei gefährliche Eingriffe im Bereich des Nervs oder der Blutversorgung des Penis vornehmen.
Das bleibt wie es ist.
Deswegen bleibt auch die sexuelle Funktion unverändert und wir sagen den Patienten auch vor der Operation, dass sie danach nicht potenter sind als vorher.
Strenge Maßstäbe legt der südafrikanische Mediziner auch bei der Auswahl seiner Patienten an.
Männer, die eine normale Penislänge aufweisen, beim Europäer sind das im erregierten Zustand ca.
15 cm, werden von Dr. Roos nicht operiert.
Das chirurgische Risiko ist gering, wichtig ist die psychologische Betreuung der Patienten.
Dr. Roos schult derzeit österreichische Mediziner auf seine Methode ein.
Eine österreichische Gesellschaft für Operationsmethoden bietet dazu ein Betreuungspaket an.
Martin Heidinger zu neuen Methoden der Penisverlängerung.
Sicherheit und Kriminalität, so lautet der Titel einer Tagung, die vom Kuratorium Sicherheitsösterreich auf dem Semmering veranstaltet wird.
Das Thema Sicherheit ist ja im Bewusstsein der Österreicher ganz nach oben gerückt.
Wie im Morgensjournal berichtet, hat eine neue Studie ergeben, dass zwei von drei Österreichern die Bekämpfung der Kriminalität als außerordentlich wichtige Aufgabe der nächsten Regierung sehen.
Schwerpunkt des heutigen Veranstaltungstages auf dem Semmering war eine Diskussion zwischen Innenminister Löschnack und den Sicherheitssprechern von ÖVP, FPÖ und Grünen.
Und der Innenminister wurde erneut zur Zielscheibe heftiger Kritik, vor allem wegen der bisher weitgehend erfolglosen Ermittlungen nach dem Bombenanschlag in Klagenfurt.
Es berichtet Robert Stoppacher.
Mit Sicherheit sollen Wahlen gewonnen werden und daher nützen die Parteien jede Gelegenheit, sich als Schutzschild gegenüber handnehmende Kriminalität zu profilieren.
Heute Vormittag wurde Innenminister Franz Löschner hier bei der Sicherheitstagung auf dem Semmering nicht ganz unerwartet zur Zielscheibe von Kritik der Oppositionsparteien, aber auch der ÖVP.
Der Anlass, die bisher wenig erfolgreichen Ermittlungsergebnisse nach dem Bombenattentat auf die zweisprachige Schule in Klagenfurt.
Der grüne Sicherheitssprecher Rudi Anschober will nicht verstehen, warum das Innenministerium jeden politischen Hintergrund, konkret rechtsextremistischen Hintergrund a priori ausgeschlossen habe.
Wir Krampf haben versucht,
Jede Möglichkeit eines politischen Hintergrundes fast auszuschließen mit verschiedenen anderen Möglichkeiten, die in den Raum gestellt werden, der tut, glaube ich, der Sache nichts Gutes.
Es ist insgesamt die Situation unbefriedigend, dass die rechtsextremen Gruppen in Österreich derzeit jenseits einer wirklich effizienten Kontrolle der Exekutive stehen.
Noch schärfer geht die FPÖ-Sicherheitssprecherin Helene Patrick-Pablé mit Löschnack ins Gericht.
Sie spricht im Zusammenhang mit der Klagen vor der Bombe von peinlichen Pannern.
Da hätte man nach Aussagen von Experten beispielsweise mit Geräten, mit einem Roboter, der feststellen kann, ob es sich um ein Sprengmittel handelt, den wir schon gefordert haben, dass es in jeder Landeshauptstadt sein sollte, hätte man diese schweren Unkriegsfälle verhindern können.
Mit einem Lasergerät hätte man dringende Fingerabdrücke feststellen können.
Dieses Lasergerät gibt es nur in Wiesbaden.
In Österreich gibt es ein solches Gerät überhaupt nicht.
Kostet 800.000 Schilling beispielsweise nur.
Man hätte da wirklich wertvolle Erkenntnisse schon am Anfang gewinnen können.
Außerdem ist mir gesagt worden, dass ein katastrophaler Kompetenzkonflikt gerade bei der Aufdeckung dieses Deliktes stattgefunden hat.
Man hat keine Leute vom EKF zugelassen.
Sicherheitsdirektion, Polizeidirektion hat sich gestritten, wer jetzt da etwas tun darf.
Und Leute, die wirklich Erfahrung haben, wurden nicht zugezogen.
Gemäßigter im Ton, aber hart in der Sache attackiert dann auch ÖVP-Sicherheitssprecher Hubert Pirker, den Innenminister.
Die Informationspolitik habe versagt.
Wenn ich im Glauben, ich müsste möglichst rasch der Bevölkerung Ergebnisse liefern,
rasch an die Öffentlichkeit gehe, mit durchaus widersprüchlichen Aussagen, mit Vermutungen, wie in Klagenfurt, wo die Vermutung einmal in die Rotlichtszene geht, dann gibt es Kfz-Beschreibungen, die schwanken in der Farbgebung.
Das nächste Mal kommen Äußerungen, wo es um Racheakte von Schülern geht, dann meine ich, ist das nicht der richtige Weg in der Informationspolitik.
Man sollte hier die Arbeit machen und dann, wenn Ergebnisse vorliegen, sollte man sie als konkrete, verifizierte Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.
Innenminister Franz Löschner selbst wehrt sich gegen die Angriffe.
Ich wollte mit der Darlegung der Rotlichtszene nicht ablenken, sondern auf den kriminellen Hintergrund hinweisen.
Und der, meine sehr geehrten Damen und Herren, der ist vollgegeben, es war wirklich in der Szene fast jeder, dass zwischen Wien und den westlichen und südlichen Bundesländern tatsächlich ein beinharter Kampf
um Marktanteile auf diesem Gebiet stattfindet, stattgefunden hat mit Stoßen und Verletzten.
Nur jetzt, wo das ausgeleuchtet werden sollte, darf es auf einmal nicht mehr stattfinden, weil das kann ausschließlich nur eine politisch motivierte Tat gewesen sein, die sie vielleicht war.
Im derzeitigen Stadium ebenfalls noch niemand ausschließen kann, nur beide Überlegungen mussten wir anstellen und müssen wir ihn weiterhin anstellen.
Was den aktuellen Ermittlungsstand betrifft, kann Löschnack übrigens nichts Neues berichten.
Sie hörten Robert Stoppacher.
Zurück jetzt zum Thema Atomic.
Österreichs größte Skifirma wird von der BAWAG in den Konkurs geschickt.
Die Bank will aber den Weiterbestand der Firma garantieren.
Soeben hat sich Vizekanzler Erhard Busseck mit einer Kritik zu Wort gemeldet.
Und dass die Gewerkschaft jetzt dafür sorgt, dass ein Unternehmer in den Konkurs geht und Unsicherheit bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einzieht, ist mir unverständlich.
Dass insbesondere als diese Gewerkschaftsbank auch eine lange Zeit, ich weiß nicht, ob sie es jetzt noch tut, Geschäfte von einer gewissen dubiosen Eigenart betrieben hat.
Also ich würde sagen, das Interesse an der Karibik und die Bewältigung dieses Problems geschah rascher als die Sorge um die Arbeitsplätze in Salzburg und auch in anderen Bundesländern.
Ich persönlich bin schon der Meinung, dass wir interessiert sein sollten, und das ist, glaube ich, die Auflage von jenen staatlichen Maßnahmen, die da eingefordert werden, dass es ein renommiertes Skierzeugungsunternehmen in Österreich gibt.
Da hängt viel davon ab.
Das hat eine gewisse nationale Bedeutung.
Strich darunter, was soll geschehen?
Zunächst einmal soll die Sache aus der Öffentlichkeit.
Zweitens, die Betriebswirte sollten das Sagen haben.
Und drittens, die BABAG soll sich, glaube ich, hier ihre Rolle gut überlegen.
Kritik von Vizekanzler ÖVP-Chef Erhard Bussegg an der Entwicklung rund um Atomik.
Zwei Minuten nach dreiviertel eins ist es jetzt.
Zu Österreichs kleinen, aber feinen Musikfestivals gehören seit vier Jahren auch die Brahms Tage im steirischen Mürzzuschlag.
In Konzerten, Vorträgen und Diskussionen wird dabei manch Unbekanntes aus der Musikwelt zutage gefördert.
Heuer geht es etwa um das Thema Brahms im Hause Schumann.
Michael Ackermann hat mit dem Festival-Mitveranstalter Ronald Fuchs gesprochen und den folgenden Beitrag zu den vierten Brahmstagen gestaltet.
Eröffnet wird die Veranstaltung heute um 18.30 Uhr mit einem Vortrag des Direktors des Zwickauer Schumann Hauses und einem anschließenden Kammermusikabend, gestaltet unter anderem von Altenberg Trio, einem der Hauptinterpreten der insgesamt acht Konzerte, die durchaus bunt gemischt sind und auch mit einer Reihe von Komponistennamen aufwarten, die heute so gut wie unbekannt sind.
Voldemar Bargiel, Heinrich von Saar, Albert Dietrich oder Julius Otto Grimm.
Es sind zum Teil Freunde von Schumann aus dem Schumann-Kreis in Düsseldorf.
Es sind zum Teil Freunde von Brahms.
Es sind Kompositionen, die eigentlich zu Unrecht vergessen sind.
Und es sind vor allem auch Werke, die damals in der gleichen Stufe standen mit Brahms und Schumann.
So zum Beispiel auch einige Kompositionen von Josef Joachim, die heute kaum mehr gespielt werden, die aber also durchaus damals von Schumann und Brahms sehr bewundert wurden.
Der besondere Reiz dieser Programme liegt ja in der Mischung aus bekannten, dem klassischen Standardrepertoire sozusagen entnommenen Stücken,
Und sehr, sehr selten gespielten Dingen, einerseits von Clara Schumann, auch von Robert Schumann sind sehr viele Kompositionen dabei, die im normalen Konzertpodium kaum zu hören sind.
Und es ist naturgemäß nicht ganz einfach, entsprechende Interpreten zu finden, die diese selten gespielten Dinge in hervorragender Qualität aufführen können.
Aber wir haben
Besonders darauf spezialisierte Künstler gefunden wie Josef de Benhauer oder Klaus-Christian Schuster oder auch Christian Altenburger, die sich mit viel Liebe und Engagement bereit gefunden haben, diese Werke extra für unser Musikfest Brahms im Hause Schumann einzustudieren.
Ergänzt wird das Konzertangebot durch einen Interpretationskurs »Das romantische Lied« mit Kammersänger Walter Perry und durch eine schon seit Juli laufende Sonderausstellung im Brahms-Museum, dessen Aktivitäten heuer mit dem Europapreis ausgezeichnet wurden.
Mit dem Zuspruch an Ausstellungs- und Konzertbesuchen zeigt sich der Veranstalter durchaus zufrieden, hat aber dennoch einen Wunsch.
Das Publikum wendet sich meist zu bekannteren Namen der Interpreten und das ist auch ein großes Anliegen von uns, dass wir, obwohl wir also wirklich erstrangige Interpreten gewinnen konnten, vor allem die Thematik und die Musik dieser hervorragenden Komponisten und Meister in den Mittelpunkt stellen wollen und die Interpreten doch
nicht in der vordersten Linie stehen sollen, sondern eben die Musik und der Gedanke des gesamten Themas.
Soviel im ORF-Mittagsjournal zu den vierten Bramstagen in Mürzzuschlag, die heute am Abend beginnen werden.
Zehn Minuten vor 13 Uhr ist es jetzt.
In Berlin präsentiert heute der bekannte Modeschöpfer Gianni Versace Werke aus Schöpfungen, die bereits auch in anderen Modehauptstädten gezeigt wurden und einen großen Erfolg hatten.
Alles Nähere dazu jetzt von Hubert Nowak.
Die Ausstellung von Versace versucht, die Kurzlebigkeit der Mode zu umgehen.
Die Schöpfungen des Mailänders werden hier nicht als, wenn auch teure und exklusive Gebrauchsartikel präsentiert, sondern gleichsam als museale Objekte.
Die sogenannten zeitlosen Kleider sind hier ausgestellt wie in einer echten Galerie.
So als wären sie Bilder, lenken sie die Aufmerksamkeit auf die Linien und Schnitte der meist in Schwarz gehaltenen Klassiker.
Ein anderer Teil der Schau ist den Stickereien gewidmet.
Dieses wesentliche Element der Haute Couture stellt auf spektakuläre Weise ein Bühnenbild dar.
Mit Lichteffekten werden die handgestickten Modelle in all ihrer Kostbarkeit noch besonders betont.
Ein weiterer Teil der Ausstellung entführt den Zuschauer in die gerade bei Versace besonders farbige Welt der Drucke.
Mit gleichsam orientalischer Farbenpracht sind die bekannten Versace-Tücher angeordnet wie Fächer.
Details sind herausvergrößert und reflektieren in großen Spiegeln.
Hier dominieren Farben und Fantasie.
Und schließlich sind auch noch Elemente aus dem Schaffen Versages für Theater und Ballett ausgestellt.
Skizzen und Theaterkostüme geben Einblick in seine wichtigsten Arbeiten.
Der Meister selbst wird die Ausstellung heute Abend eröffnen.
Mit Dreitagespart, weißem Leibchen, schwarzer Weste und schwarzem Bläser erklärte er heute Mittag, warum er die Schau gerade jetzt in Berlin zeigt.
Berlin ist sehr wichtig in Sachen Mode.
Die Stimmung ist hier in Umbruch und es ist notwendig, gerade jetzt hier zu sein.
Die Urfassung dieser Ausstellung hat der 48-jährige Modezar selbst zusammengestellt, und zwar schon vor fünf Jahren in seiner Heimatstadt Mailand.
Damals war sie wie eine Museumsschau gestaltet.
Dann war die Ausstellung in New York, dort war sie lebendiger.
Denn ich bin eigentlich noch nicht reif fürs Museum.
Ich arbeite und das ist ein Teil meiner Arbeit, meine Vergangenheit.
Sieben vor eins, zurück zum Wichtigsten.
Sie hören einen neuen Nachrichtenüberblick.
Österreich.
Die Salzburger Skifabrik Atomic muss in den Konkurs gehen.
Die Bank für Arbeit und Wirtschaft, Hauptgläubiger von Atomic, will den Betrieb jedoch weiterführen.
BAWAG-Generaldirektor Walter Flörtl hat in einer derzeit stattfindenden Pressekonferenz eine Bestandsgarantie für Atomic abgegeben, unter der Bedingung, dass das umstrittene Treuhänderkonsortium dem Konkurs zustimmt.
Flörtl sagte, dass Alois Rohrmoser mit seinem Privatvermögen für die Verluste der Firma haften müsse.
Eine große österreichische Skilösung kommt für Flörtl nicht in Frage, da keine konkreten Pläne vorliegen.
Die neue Geschäftsführung der Firma Atomic soll Fritz Schrempf übernehmen.
Finanzminister Latziner hat jetzt eine neue Initiative im Falle CA ergriffen.
Er hat die internationale Beratungsfirma Booz Allen damit beauftragt, Angebote für den Kauf der Anteile des Bundes an der Kreditanstalt zu prüfen.
Der bisher meistgenannte Interessent steht allerdings nicht mehr zur Verfügung.
Die schweizerische Credit Suisse zog Anfang der Woche nach innenpolitischen Debatten in Österreich ihr Angebot zurück.
Liberia Österreich.
In der Hand liberianischer Rebellen befindet sich nur mehr ein österreichischer UNO-Beobachter.
Einer der UNO-Offiziere ist bereits im Nachbarland Elfenbeinköste eingetroffen und den Umständen entsprechend wohl auf.
Der zweite wird derzeit ins UNO-Hauptquartier nach Monrovia transportiert.
Mit dem dritten österreichischen UNO-Offizier konnte bisher keine Verbindung hergestellt werden.
In Liberia sind 370 UNO-Beobachter stationiert, sie sollen gemeinsam mit einer von westafrikanischen Staaten gestellten Friedenstruppe ein Wiederauflammen des Bürgerkrieges verhindern.
Unter ihnen sind zehn Österreicher.
USA Haiti Präsident Clinton hat der Militärregierung Haitis eine letzte Chance zum freiwilligen Rücktritt eingeräumt.
Noch hätten die Militärmachthaber die Gelegenheit, es nicht auf eine Konfrontation mit den USA ankommen zu lassen.
Abtreten müssten sie aber in jedem Fall, betonte Clinton.
Die Militärregierung Haitis zeigt sich nach wie vor unbeeindruckt.
Präsident Jonassin wies die Rücktrittsforderung zurück.
Wörtlich sagte er, er werde sich vorsätzlich Fehlern der amerikanischen Politiker entschlossen entgegenstellen.
Unter Hinweis auf die angedrohte Militärintervention der USA haben die Machthaber Haitis Verkehrsbeschränkungen erlassen.
Serbien.
An der Grenze zu den serbisch besetzten Gebieten Bosniens werden demnächst internationale Beobachter stationiert.
Die Regierung Rest-Jugoslawiens hat heute offiziell dem Vorhaben zugestimmt.
Und jetzt zum Wetter.
Wechselnd bewölkt, am meisten Sonne zwischen Oberösterreich und dem Burgenland, Regenschau und Gewitter zunächst nur im Bergland, gegen Abend auch im übrigen Österreich.
Temperaturen zwischen 14 Grad im Westen und 25 Grad im Osten.
Und das war's wieder, ein dicht gefülltes ORF-Mittagsschonal.
Tonmeister war Kurt Kvater, Studioregisseur Christian Moser und Moderator Udo Bachmeier.
In der Reihe über den geplanten Datenhighway in Österreich geht es um internationale Computernetze. Die elektronische Kommunikation hat sich rasant weiterentwickelt. Immer mehr Computer sind mit Daten- und Telefonleitungen verbunden, dem sogenannten Internet bzw. emails. Interview: EU-net Michael Haberler, Interview: Magnet Klaus Matzka
Mitwirkende:
Schweinzer, Josef [Gestaltung]
, Haberler, Michael [Interviewte/r]
, Matzka, Klaus [Interviewte/r]
Datum:
1994.09.15 [Sendedatum]
Schlagworte:
Technik
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Internet
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Technik
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Reportage
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Radiosendung-Mitschnitt
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
;
Österreich
Typ:
audio
Inhalt:
Nachrichten
Hinweis auf die Sendung "Journal Panorama" betreffend prominente Quereinsteiger im Nationalratswahlkampf 1994. Einblendung: Fussballtrainer Adi Pinter, Interview: diverse anonyme Politiker, Interview: Politiker Alexander Van der Bellen.
Mitwirkende:
Simbürger, Franz [Gestaltung]
, Pinter, Adolf [Interviewte/r]
, Van der Bellen, Alexander [Interviewte/r]
, Anonym, Politiker [Interviewte/r]
Datum:
1994.09.15 [Sendedatum]
Schlagworte:
Politik Österreich
;
Wahlen
;
Interview
;
Reportage
;
Vorschau
;
Radiosendung-Mitschnitt
;
20. Jahrhundert - 90er Jahre
;
Österreich
Typ:
audio
Inhalt:
Nachrichten