Osterbräuche im Lavant- und Liesertal

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      Titel Osterbräuche im Lavant- und Liesertal
      Spieldauer 00:08:47
      Urheber/innen Wolfram, Richard [Wiss. Verfasser/in]
      Mitwirkende Österreichisches Bundesinstitut für den Wissenschaftlichen Film [Produzent]
      Datum 1940.03 [Aufnahmedatum]
      Ort Wolfsberg
      St. Johann
      Gummitsch
      Pleßnitz
      Schlagworte Wissenschaft und Forschung ; Gesellschaft ; Ethnologie ; Christentum ; Festakte ; Dokumentation ; Wissenschaftlicher Film ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme
      Örtliche Einordnung Bundesland / Kärnten
      Deutschland, Deutsches Reich
      20. Jahrhundert - 40er Jahre
      Typ video
      Format VKADB [Videokassette, DigiBeta]
      Nummern Z 1731/14
      Sprache stumm
      Signatur Österreichische Mediathek, vx-02835_01_k02, vx-02835_01_k01
      Medienart MPG-Videodatei

      Information

      Inhalt

      Der Film zeigt zunächst Szenen zur Palmweihe. Vor der Kirche versammeln sich die Gläubigen mit Palmbuschen. Zu sehen sind hier sehr hohe Palmbuschen, die eine Länge von mehreren Metern haben können und mit mehreren Ringen zusammengebunden sind, wie auch kleine Buschen. Nach der Weihe wird das Haus dreimal mit dem Buschen umkreist. Ein Buschen wird auf den Stock gesetzt und in die Mitte eines Kornfeldes aufgepflanzt, was in der nächsten Szene des Filmes zu sehen ist (Aufnahme in Pleßnitz). Vom Palm des Vorjahres werden zu Dreikönig kleine Kreuze gemacht und an die Haustüren zum Schutz angebracht. Der nächste Teil des Filmes zeigt das "Tafelngehen" in Pleßnitz, welches an Gründonnerstag und Karfreitag stattfindet, wenn die Glocken nicht läuten. Statt Ratschen werden hier Bretter mit beweglichen Hämmerchen verwendet. Die Kinder versammeln sich zunächst vor der Kirche, ziehen zu einem Kreuz, das sie dreimal umkreisen, beten dort und umkreisen das Kreuz nochmals. Die Kinder werden dann von Tod und Tödin verfolgt. Der Tod trägt eine weiße Tuchlarve, die Tödin eine schwarze. Der Tod trägt einen "Ofenzusl" mit einem nassen Fetzen mit sich und die Tödin einen nassen Besen, mit dem sie spritzt. Sobald die Kinder den Friedhof erreichen, hängen sie die beiden Gestalten ab, da diese ihnen dorthin nicht folgen dürfen. Nun wird die Kirche wieder dreimal umkreist. Der nächste Teil des Filmes zeigt Szenen rund um die Feuerweihe am Morgen des Karsamstages. Die Kinder tragen angeglühte Schwämme an einem Draht, mit denen sie das Feuer nach Hause bringen. Durch Schwingen werden diese glühend gehalten. In den Häusern werden alle Feuer gelöscht und neu entzündet (rituelle Feuererneuerung). Frauen nehmen erloschene Kohle aus dem Feuer, da auch diese als geweiht gilt. Der letzte Teil des Filmes zeigt Szenen zur Auferstehungsprozession und der Speisenweihe. In den Einzelhofgebieten am Hang der Saualpe werden die Körbe der benachbarten Höfe zusammengetragen, wo sie dann geweiht werden. Zum Schluss zeigt der Film das Böllerschießen, welches in der Osternacht und am Ostermorgen stattfindet. (vgl. Zeitschrift Wissenschaftlicher Film Nr. 36/37; Jahr 1987; Seiten 154-157)
      "Palmweihe, "Tafelngehen", Feuerweihe, Auferstehungsprozession und Speisenweihe wurden teils in Wolfsberg, in St. Johann und in Gummitsch, und teils in Pleßnitz aufgenommen." (Zeitschrift Wissenschaftlicher Film Nr. 36/37; Jahr 1987; Seite 154) - (8 min 46 s)

      Sammlungsgeschichte

      Sammlung ÖWF

      Art der Aufnahme

      Wissenschaftlicher Film

      Anmerkungen zur Geschichte des ethnographischen bzw. ethnologischen Films

      Technische Anmerkungen

      Videodigitalisierung an der Österreichischen Mediathek