Mittagsjournal 1984.12.27

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    Rechtliches

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    Die Zeit in fünf Sekunden ist es zwölf Uhr.
    Zwölf Uhr.
    Hier ist der österreichische Rundfunk.
    In der Innenpolitischen Berichterstattung versuchen wir heute die politischen Folgen der Ereignisse um Hainburg am Beispiel der FPÖ festzumachen.
    Innerhalb der kleinen Koalitionspartei gehört deswegen der Position der FPÖ-Regierungsmannschaft
    in Sachen Heimburg ziemlich heftig.
    Einige Landespolitiker der Freiheitlichen wollen mit der Partei nicht mitgehen und verlangen jetzt eine außerordentliche Sitzung des Bundesparteivorstandes und zwar noch vor der von Kanzler Sinovac angekündigten Ministerratssitzung zum Thema Heimburg am 3.
    Jänner.
    Wir versuchen im Mittagsjournal Aussagen und Reaktionen aus den Reihen der FPÖ zu bekommen.
    Außerdem fassen wir noch Kommentare heutiger Tageszeitungen zum Thema Heimburg zusammen.
    Aus dem innenpolitischen Bereich kommt noch ein Bericht über eine Pressekonferenz des ÖVP-Agrarsprechers Josef Riegler zum Thema Biosprit.
    Aus der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad berichten wir über eine Umweltkatastrophe.
    Dort sind zu Weihnachten Tonnen hochgiftiger Substanzen ins Erdreich gesickert und bedrohen nun die Trinkwasserversorgung der ganzen Stadt.
    In der nordpolnischen Stadt Torun begann heute der Prozess gegen die Mörder des Priesters Jerzy Popieluszko.
    Aus Italien hören Sie einen Beitrag über die Folgen und die Ermittlungen nach dem Bombenanschlag auf den Schnellzug Neapel-Mailand.
    Am Abend vor Weihnachten kamen ja mindestens 15 Menschen ums Leben und vieles deutet darauf hin, dass die rechtsextreme, neofaschistische Organisation Neue Ordnung hinter diesem Attentat steckt.
    Und dann analysieren wir noch den Regierungswechsel an der Spitze Maltas.
    Der bisherige Ministerpräsident Dom Mintov übergab die Macht über diese Mini-Insel an seinen engen Vertrauten.
    Im Kulturteil schließlich stellen wir Ihnen ein neues Buch vor, und zwar Richard Strauß persönlich, so heißt dieses Buch im Kindler Verlag erschienen.
    Jetzt aber die Meldungsübersicht im Journal.
    Georg Schalgrube ist der Nachrichtenredakteur und der Sprecher heißt Peter Fichner.
    Afghanistan.
    Am heutigen 5.
    Jahrestag der Invasion hat die sowjetische Armee ihre Winteroffensive fortgesetzt.
    Nach Angaben westlicher Diplomaten verfolgt sie dabei das Ziel, die Widerstandskämpfer von ihren Nachschubwegen abzuschneiden.
    Dabei kommt es immer wieder zu Flächenbombardierungen und Überfälle auf einzelne Dörfer.
    Der Flüchtlingsstrom über die Grenze nach Pakistan hat sich wieder verstärkt.
    Auch die Sicherheitsvorkehrungen um die Hauptstadt Kabul sind verschärft worden.
    Insgesamt dürften zurzeit etwa 115.000 sowjetische Soldaten in Afghanistan stationiert sein.
    Präsident Reagan hat aus Anlass des 5.
    Jahrestages der sowjetischen Invasion in Afghanistan den sofortigen Abzug der Sowjets aus dem Land gefordert.
    Reagan betonte, die Präsenz sowjetischer Soldaten in Afghanistan sei ein ernsthaftes Hindernis für die Verbesserung der sowjetisch-amerikanischen Beziehungen.
    Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat die Sowjetunion ebenfalls zum Rückzug aus Afghanistan aufgefordert.
    Außenminister Genscher richtete außerdem einen Appell an Moskau, den Weg für die Selbstbestimmung des afghanischen Volkes freizumachen.
    Der japanische Außenminister forderte heute die Wiederherstellung der politischen Unabhängigkeit Afghanistans und seines blockfreien Status.
    Darüber hinaus verlangte er eine ehrenhafte und gesicherte Rückführung der Flüchtlinge.
    In Österreich hat das sozialistische Afghanistan-Komitee die andauernde sowjetische Militärintervention verurteilt.
    Das österreichische Hilfskomitee für Afghanistan hat darauf hingewiesen, dass die Zahl der Flüchtlinge aus diesem Land auf fünf Millionen gestiegen ist.
    Polen.
    Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat heute in Torn der Prozess gegen die vier Sicherheitsbeamten begonnen, die des Mordes an dem regimekritischen Priester Jerzy Popieluszko angeklagt sind.
    Drei der Polizisten haben das Verbrechen bereits gestanden.
    Ihr Direktor Vorgesetzter im Innenministerium bestritt jede Beteiligung an dem Mord.
    Er muss sich wegen Anstiftung und Beihilfe verantworten.
    Den Angeklagten droht ein Strafmaß von acht Jahren Gefängnis bis zur Todesstrafe.
    Lediglich sechs Journalisten aus dem Westen wurde es gestattet, den Prozess zu verfolgen.
    Das Urteil soll am 21.
    Jänner verkündet werden.
    Indien.
    Die am Montag begonnenen Parlamentswahlen werden heute fortgesetzt und morgen abgeschlossen.
    380 Millionen Inder sind stimmberechtigt.
    In 180 Wahllokalen muss der Urnengang vom vergangenen Montag wegen Unregelmäßigkeiten wiederholt werden.
    Seit Beginn der Wahlen sind mindestens 25 Menschen bei Ausschreitungen getötet worden.
    Mit ersten Teilergebnissen ist nicht vor Freitagnacht zu rechnen.
    Nach Ansicht der Meinungsforscher wird die regierende Kongresspartei unter Ministerpräsident Rajiv Gandhi den Sieg erringen.
    Italien.
    Nach dem blutigen Terroranschlag auf den Expresszug Neapel-Mailand haben die Behörden bei den Ermittlungen noch keine Fortschritte erzielt.
    15 Todesopfer wurden inzwischen identifiziert.
    Von den Schwerverletzten sind noch einige in Lebensgefahr.
    In Bologna findet heute in Anwesenheit von Staatspräsident Sandro Pertini und Ministerpräsident Bettino Carxi die Trauerfeier statt.
    Israel.
    Beim Besuch einer Delegation der Grünen aus der Bundesrepublik Deutschland im israelischen Parlament ist es gestern zu einem Tumult gekommen.
    Als die Abordnung die Knesset betrat, entrollten rechtsgerichtete israelische Abgeordnete ein Plakat, auf dem die Grünen mit den Nationalsozialisten verglichen wurden.
    Ein Abgeordneter einer linksgerichteten Partei versuchte, ihnen das transparent zu entreißen.
    Daraufhin kam es zu einem allgemeinen Tumult, der erst nach längerer Zeit beigelegt werden konnte.
    Schweiz Die zweite Runde der am vergangenen Freitag unterbrochenen Jahreskonferenz der OPEC ist nicht, wie ursprünglich geplant, am Vormittag fortgesetzt worden.
    Es wird damit gerechnet, dass die vorher angesetzten Einzelgespräche der 13 Delegationen bis zum Nachmittag dauern werden.
    Die Ölminister der Organisation Erdöl-Exportieren der Staaten wollen in Genf über die Bildung eines Kontrollausschusses beraten, der die Einhaltung der vereinbarten Fördermengen und Preise überwachen soll.
    Jugoslawien
    Mit Beginn kommenden Jahres hebt die Regierung in Belgrad die Benzinrationierung auf.
    Außerdem müssen Jugoslawen ins Ausland reisen, die bisher verlangte Kaution von 5000 Dinarn nicht mehr hinterlegen.
    Beide Maßnahmen sind als Teil eines umfangreichen Sparprogramms im Oktober 1982 eingeführt worden.
    Sowjetunion.
    Eine Gruppe sowjetischer Wissenschaftler bezeichnet die Trunksucht in ihrer Heimat als die größte Tragödie in der tausendjährigen Geschichte.
    In einem alarmierenden Geheimdokument wird darauf hingewiesen, dass jede sechste Neugeborene geistesschwach oder mit einer Erbkrankheit behaftet sei.
    Die vertrauliche Studie wurde in der sowjetischen Akademie der Wissenschaften erstellt und ist einzig für die Führungskräfte der KPDSU bestimmt.
    Auszüge daraus wurden aber der Nachrichtenagentur Agence France-Presse zugespielt.
    In der Studie heißt es, dass 1980 40 Millionen Trinker offiziell erfasst waren und dass die Zahl der klinisch Kranken unter ihnen auf 17 Millionen geschätzt wird.
    Jährlich gehen 1 Million Menschen an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zugrunde.
    Österreich.
    Im Gebiet des Scharecks im Bundesland Salzburg brannte gestern auf der Riffelscharte das Niedersachsenhaus aus noch unbekannter Ursache völlig ab.
    Das Niedersachsenhaus lag in fast 2500 Meter Höhe und gehörte dem Deutschen Alpenverein.
    Noch am Nachmittag sind in der Nähe des Hauses Bergwanderer gesehen worden.
    Vor allem im Osten des Bundesgebietes ist es gestern Abend und heute Nacht zu starken Schneefällen gekommen.
    Trotzdem ist der Straßenverkehr nur wenig betroffen.
    Einerseits ist das Verkehrsaufkommen relativ schwach, weil viele Menschen einen verlängerten Weihnachtsurlaub machen.
    Andererseits wurden die wichtigsten Hauptdurchzugsstraßen rechtzeitig geräumt.
    Auch die Autobahnen sind frei und höchstens salznass.
    In Wien setzte die zuständige Magistratsabteilung etwa 1700 Mann und fast 300 Fahrzeuge zur Schneeräumung ein.
    Der öffentliche Verkehr war kaum in Mitleidenschaft gezogen.
    Meldungen über schwere Verkehrsunfälle liegen nicht vor.
    Dagegen kamen in den vergangenen Tagen im Weihnachtsverkehr zahlreiche Menschen ums Leben.
    Und nun zum Wetter.
    Das bis in hohe Luftschichten reichende Tief über Nordostösterreich und der Slowakei füllt sich nur langsam auf.
    Gleichzeitig greift eine Störung von der Schweiz auf Westösterreich über.
    Im Laufe des Wochenendes wird der Störungseinfluss jedoch abnehmen.
    Aussichten bis morgen früh.
    Im Osten und Norden meist noch reichlich bewölkt, lokal etwas Schneefall.
    Im Westen Bewölkungsverdichtung und nachfolgend gebietsweise Schneefall.
    Im übrigen Bundesgebiet teilweise auch heiter, schwachwindig.
    Nachmittagstemperaturen minus 4 bis plus 1 Grad.
    Tiefstemperaturen der kommenden Nacht minus 10 bis minus 2 Grad.
    Wetteraussichten für morgen unterschiedliche, zum Teil starke Bewölkung und örtlich etwas Schneefall.
    Schwachwindig, Frühtemperaturen minus 10 bis minus 2 Grad, Tageshöchstwerte minus 4 bis 0 Grad.
    Das Wetter am Wochenende nur teilweise sonnig und kalt.
    In Aufklärungsgebieten strenger Nachtfrost.
    Wettermeldungen von 12 Uhr.
    Wien bedeckt minus 1 Grad.
    Eisenstadt bedeckt 0 Grad.
    Nordostwind 20 Kilometer pro Stunde.
    Linz bedeckt 0 Grad.
    Salzburg-Heiter minus 1 Grad.
    Innsbruck stark bewölkt minus 4.
    Bregenz stark bewölkt 0.
    Graz bedeckt minus 1 Grad und Südwind mit 10 Kilometern in der Stunde.
    Klagenfurt wolkig minus 2 Grad.
    Es ist 12 Uhr und 10 Minuten, Sie haben das Mittagsschnellen des aktuellen Dienstes und wir beginnen unsere ausführliche Berichterstattung.
    Einmal mehr im Inland.
    In der Stopfenreiterau ist die Situation seit Tagen eher ruhig.
    Etwa 200 Personen halten sich in der Au auf.
    Dafür klärt es innerhalb der kleinen Regierungspartei der FPÖ seit einigen Tagen wieder heftiger.
    Die Auseinandersetzung um Hainburg, aber nicht nur die, führt zu tiefgehenden Kontroversen zwischen jenen FPÖlern, die in der Regierung sitzen und jenen, die vor allen Dingen in den Ländern den Kurs der Regierungsmitglieder kritisieren.
    Der Fall Heimburg führte schon im Parlament vor zwei Wochen zu Dissonanzen unter den FPÖ-Abgeordneten, die eine andere Haltung der FPÖ im Fall Heimburg forderten.
    Und dann goss noch der Kärnten FPÖ-Jungpolitiker Jörg Haider Öhl ins Feuer.
    Haider hatte am Samstagemittag schon alle im Hinblick auf Heimburg erklärt, er werde nicht zuschauen, wie die FPÖ im Zug ihrer Regierungstätigkeit scheibchenweise Vertrauen und Wähler verliere und damit ihre Rolle als dritte Kraft aufs Spiel setze.
    Haider sprach sich dann für einen Austritt der Freiheitlichen aus der Regierungskoalition aus.
    Mehrere Landesobläute der FPÖ griffen die Kritik Haiders auf.
    Der Tiroler FPÖ-Chef Herbert Eigentler drohte Bundesparteiobmann Stege an einem Interview mit einem parteiinternen Wirbelsondergleichen.
    Erster Stein des Anstoßes für Eigentler war die Unterstützung der freiheitlichen Regierungsmannschaft für die Verfassungsklage gegen den Salzburger Landeshauptmann Haslauer.
    Der Tiroler FPÖ-Chef will den Fall in der nächsten Bundesparteileitungssitzung am 12.
    Jänner nochmal aufrollen.
    Für Parteiobmann Steger sieht Eigentler zwei Möglichkeiten, entweder aus der Regierung auszutreten oder das Amt des Parteichefs zurückzulegen.
    Nicht bis zum 12.
    Jänner will der steirische FPÖ-Chef Klaus Turek warten.
    Er fordert einen außerordentlichen Bundesparteivorstand noch vor dem 3.
    Jänner, dem offiziellen Ende des sogenannten Weihnachtsfriedens um Heimburg.
    Die FPÖ sollte dabei versuchen, einen Bauaufschub für das Kraftwerk zu erreichen.
    Andernfalls drohe, so Thorek jedenfalls, die parteiinterne Auseinandersetzung um Heimburg zu einer tiefgreifenden Vertrauenskrise zwischen FPÖ-Bundesführung und einigen Landesorganisationen zu werden.
    Steger kann sich gegenüber den Landesvorsitzenden vor allen Dingen auf seine freiheitlichen Ministerkollegen stützen.
    Justizminister Ofen hat er dem Kärnten Haider vorgeworfen, er agiere wie ein Schlachtenbummler, der von der schattigen Tribüne aus der Mannschaft gute Ratschläge gebe.
    Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager warf den Steger-Kritikern dann vor, ihre Äußerungen seien Wasser auf die Mühlen jener Kräfte.
    die eine große Koalition herbeiführen wollen.
    Heimburg müsse so Frischenschlager in einem Zeitungsinterview zeigen, wie regierungsfähig die FPÖ nicht nur bei Schönwetter sei, sondern auch dann, wenn ihr der Wind ins Gesicht blase.
    Und Frischenschlager verwendet für das Bleiben in der Regierung ein oft gehörtes Argument.
    Nämlich, wenn der Staat als solcher in großen Schwierigkeiten stecke, könne eine regierungsfähige Partei nicht einfach davon gehen.
    Eine solche Partei würde nicht mehr ernst genommen werden, mein Frischenschlager.
    Und was meint nun ein anderer FPÖ-Politiker, einer der gewichtigen Landespolitiker der Freiheitlichen Partei, der oberösterreichische Parteichef Horst Schender?
    Mit ihm sprach über all diese kritischen Momente in der FPÖ Werner Hofer.
    Herr Parteiobmann Schender, das Problem Hainburg wurde vielleicht für die FPÖ überraschenderweise plötzlich auch zu einem freiheitlichen Problem intern gesehen.
    Sehr kritische Stimmen etwas kehrten, die sogar gefordert haben, die FPÖ solle aus der Koalitionsregierung aussteigen.
    Wie sehen Sie, die es ja auch Bundesparteiobmann-Stellvertreter sind, derzeit die Situation der freiheitlichen Partei in Österreich?
    In der Sache Hainburg sind natürlich eine Menge von Fehlern und Ungeschicklichkeiten passiert, die allerdings nicht so sehr bei der Freiheitlichen Partei gelegen sind, sondern eher im Bereich des Koalitionspartners, der sozialistischen Regierungsmitglieder.
    Ich bekenne mich an sich zum Bau von Hainburg, glaube aber, dass die Situation jetzt so weit verfahren ist, dass man eine Denkpause einschalten sollte und dass man sich hüten sollte, jetzt die Dinge übers Knie zu brechen und voreilig Entscheidungen herbeizuführen, die man vielleicht dann nachträglich bereuen müsste.
    Herr Schender, Sie sagen wörtlich Ungeschicklichkeiten auf der Seite des Koalitionspartners.
    Beziehen Sie das im Konkreten auf den Innenminister?
    Hier sind manche Fehler passiert, sicherlich auch im Bereich der Exekutive.
    Ich möchte hier nicht einen einzigen Minister herausnehmen, sondern ich glaube, dass hier generell recht stümperhaft teilweise vorgegangen worden ist und dass man hier eine Reihe von Dingen hätte von vorne herein vermeiden können, wenn man mit etwas mehr Fingerspitzengefühl an die Dinge herangegangen wäre.
    Richten Sie diesen Appell zur Denkpause auch an Ihren Parteiobmann Dr. Steger?
    Dieser Appell richtet sich an beide Regierungsparteien.
    Ich glaube, es ist jetzt nicht der Zeitpunkt, wo man eine endgültige Entscheidung in dieser Frage treffen kann.
    Der Karren ist zu sehr verfahren.
    Man sollte jetzt Experten beiziehen, man sollte eine Menge von Fachgutachten auf den Tisch bekommen.
    Herr Schender, was sagen Sie zu der Forderung aus Kärnten, die FPÖ solle überhaupt aus der Koalitionsregierung aussteigen?
    Ich halte das für unaktuell.
    Ich glaube, dass man aus einem einzigen Thema, wo die Dinge vielleicht nicht glücklich gelaufen sind, nicht die ganze Koalition, nicht die ganze Zusammenarbeit in Frage stellen darf.
    Wir haben uns grundsätzlich auf vier Jahre zu dieser Koalition bekannt.
    Sie hat bisher recht gut funktioniert.
    Was nicht so gut funktioniert hat, das ist die Eigendarstellung der Freiheitlichen innerhalb der Koalition.
    Wir haben sicherlich vieles durchgesetzt, vieles erreicht, vieles bewirkt, vieles verändert, aber wir konnten es nicht in der Öffentlichkeit erkennbar darstellen.
    Wir haben eine gute Politik gemacht, aber wir konnten sie schlecht der Öffentlichkeit präsentieren.
    Wir haben eine gute Ware schlecht verkauft.
    Und das kann man allenfalls der Bundesführung vorwerfen, aber nicht, dass sie gegen Grundsätze verstoßen hätte.
    Wir haben immer noch nicht die Umstellungsschwierigkeiten bewältigt von der Opposition zur Regierungspartei.
    Diese Umstellungsschwierigkeiten treten auf im Bereich der Parteiorganisation, diese Umstellungsschwierigkeiten treten auf im Bereich
    unserer Parlamentsmannschaft und im Bereich unserer Regierungsmannschaft zweifellos auch.
    Herr Parteiobmann Schender, was sagen Sie zum Verhalten Ihres Kollegen Dr. Jörg Haider in Kärnten und seiner jetzt wiederholten Kritik an Bundesparteiobmann Dr. Steger?
    Ich möchte mich dazu nicht äußern.
    Ich halte dafür, dass manches vielleicht sogar berechtigt gesagt worden ist, was aus Kärnten vernehmbar wurde.
    Allerdings glaube ich, in der Endkonsequenz waren die Folgerungen von Dr. Haider nicht berechtigt.
    Nun noch zu einem anderen Vorschlag, der jetzt geäußert wurde im Zusammenhang mit Hainburg, dass nämlich ein außerordentlicher Bundesparteivorstand der FPÖ noch vor dem dritten, jener dem Stichtag in der Affäre Hainburg stattfinden soll.
    Was halten Sie davon?
    Wäre das notwendig, so einen Parteivorstand oder vielleicht sogar einen außerordentlichen Bundesparteitag möglichst rasch einzuberufen, um die ganze Affäre offen zu diskutieren?
    Ich glaube, von einem Bundesparteitag war ja nicht die Rede, sondern es war von einer Sitzung des Bundesparteivorstandes die Rede.
    Von mir aus gesehen kann diese Sitzung jederzeit einberufen werden, nur kann ich mir sehr schwer vorstellen, dass das technisch noch möglich ist.
    Wäre sie notwendiger, als ich erwarte?
    Ich hielte es für gut, wenn zumindest die Führungsfunktionäre der Partei ihre Meinung in die Entscheidung der Bundesregierung einbringen könnten.
    Also noch vor dem 3.
    Jänner, wenn es technisch ginge?
    Zumindest würde ich es für notwendig halten, dass das Präsidium mit den Landesparteihauptmännern noch Kontakt aufnimmt.
    Das war ein Gespräch mit dem oberösterreichischen FPÖ-Chef Horst Schender zu den Auseinandersetzungen innerhalb seiner eigenen Partei.
    Horst Schender plädiert übrigens nicht für einen Austritt der FPÖ aus der Regierungskoalition.
    Der Wiener FPÖ-Landesparteiobmann Erwin Hirnschall hat sich heute für eine Volksabstimmung über den Bau des Donaukraftwerks Hamburg ausgesprochen.
    Im Gegensatz zu den anderen Landespolitikern oder zu einigen anderen Landespolitikern der FPÖ sieht Hirnschall aber auch keinen Anlass, wegen Hainburg die Regierungsbeteiligung der FPÖ in Frage zu stellen.
    Es geht nun weiter im Mittagsschnall mit dem Thema Hainburg, um die weiterhin besetzte Stopfenräuterau, natürlich dann um die Frage der Volksabstimmung über das Kraftwerk und auch um die Rolle der FPÖ, wie Sie schon gehört haben in diesem Zusammenhang, geht es auch in den Kommentaren der heutigen Tageszeitungen.
    Manfred Steinhuber hat da einige Zitate ausgewählt.
    Die Idee, die Christmette in der Au zu feiern, wäre vor ein paar Wochen den meisten noch völlig absurd erschienen, meint Ernst Trost in der Kronenzeitung.
    Nun aber seien Tausende in der kalten Nacht gestanden und hätten das Weihnachtsevangelium gehört und eine Predigt von Josef und Maria.
    Trost sieht darin eine Parallele zum Stall von Bethlehem.
    Und wenn ein leichter Windtauch die Menschen frösteln ließ, dann dachten sie vielleicht an die Hirten auf dem Feld bei Bethlehem.
    Auch dort kann es um diese Zeit recht eisig sein.
    Aber alle spürten die Wärme der Gemeinschaft.
    Jeder sah im anderen einen Freund und war ihm verbunden, weil er die Strapaze dieser Nacht auf sich genommen hatte.
    Dann reichten alle einander die Hände zum Friedensgruß und sie sangen und beteten oder waren nur mit dabei und erlebten Weihnachten wie nie zuvor.
    Was zählen solche Werte in der Politik?
    Die harten Macher tun sie als Sentimentalität ab.
    Aufgeklärte Skeptiker weisen darauf hin, wie oft Emotionen von politischen Hexenmeistern missbraucht wurden.
    Doch die Menschen in der AU und alle, die mit ihnen empfinden, wissen, dass etwas anders geworden ist in unserem Land.
    Für Erna Spreitzer im sozialistischen Oberösterreichischen Tagblatt sind die stillen Nachtszenen aus der AU rührselige Bilder.
    Mehr Weihnachtsseligkeit hätte die Tränendrüse fast nicht mehr ertragen.
    »Man fühle sich wie in Bethlehem«, sagte eine Aubesetzerin, »man schlafe auf Stroh und spüre die Kälte der Winternächte.« Was sie aber nicht dazu sagte, ist die Tatsache, dass alle jene Menschen, die derzeit die Stopfenräuter aubesetzt halten und bei Minusgraden im Freien frieren, dies freiwillig tun.
    Auf jeden von ihnen würde sicherlich ein geheiztes Zimmer und ein weiches Federbett warten.
    Deshalb ist der Vergleich mit Bethlehem wohl unpassend.
    Denn damals gab es nichts anderes als Stroh und einen kalten Stall, wie es in der Überlieferung heißt.
    Und Maria und Josef hätten sich sehr wohl nach einer warmen Wohnung gesehnt.
    Und weiter heißt es im Tagblatt, dass die 8.000 Menschen zur Weihnachtsmette nicht etwa zu Fuß, sondern im Auto gekommen seien und damit den Wald, um den sie so sehr kämpften, noch mehr mit Schadstoffen belastet hätten.
    Da werde Umweltschutz zur Show, meinte Erna Spreitzer.
    Im ÖVP-Organ Neues Volksblatt geht Peter Klar auf die Forderung des Kärntner FPÖ-Obmannes Jörg Haider nach Beendigung der Regierungsbeteiligung seiner Partei ein.
    Solch ein Verlangen muss natürlich von Norbert Steger zurückgewiesen werden.
    Denn nur solange die FPÖ in der Regierung ist und nur falls es gelingt, diese Gesetzgebungsperiode im Schlepptau der Sozialisten ohne allzu katastrophale Blessuren hinter sich zu bringen, hat der derzeitige Vizekanzler Chancen, politisch zu überleben.
    Ein vorzeitiger Abbruch der Zusammenarbeit mit den Sozialisten würde Steger von der Spitze der Partei und selbstverständlich aus seinen Regierungsämtern verbangen.
    Einer Volksabstimmung über Hainburg aber kann der FPÖ-Chef deshalb noch nicht zustimmen, weil diese Abstimmung die Gefahr der Verwerfung des Kraftwerks und damit der von Steger unterschriebenen Regierungserklärung in sich birgt.
    Peter Klar meint dann, dass sich die Situation seit dem Wahltag von 1983 gründlich geändert habe und gibt zu bedenken.
    Vielleicht sollte man wirklich anderes finden, als nur immer wieder Aufschübe von Entscheidungen bis zur Ausschöpfung aller Gesatzten, aller formalen Rechtsregel.
    Vielleicht sollten wir nicht über Hainburg abstimmen, sondern über weit mehr, über die ganze Politik.
    In Neuwahlen.
    Vor ihnen sollten alle wahlwerbenden Gruppen zu mehr Fragen als nur zu Hainburg Stellung beziehen.
    Denn Österreich hat wahrlich mehr Probleme als ein paar Hektar Aulandschaft.
    Auch im Kurier ist die Frage der Volksabstimmung das Kommentarthema.
    Ruth Pauli zeigt die Parallelen zur seinerzeitigen Zwentendorf-Abstimmung auf.
    Zwar können, ähnlich wie 1978, die Meinungsforscher auch in der Frage des Donaukraftwerks eine satte Mehrheit der Befürworter vorweisen.
    Doch in der Atomfrage waren laut Umfragen ebenfalls mehr als 10% mit der Regierung, bis Kreisky das Ganze politisierte.
    Genau davor fürchten sich viele.
    Dass nicht die Sachfrage, sondern politische Motive den Abstimmungsausschlag geben.
    Denn verpolitisiert, wenn auch anders als 1978, ist das Thema bereits genug.
    Genau an diesem Punkt erhebt sich die Frage, ob der mächtige ÖGB, der schon bisher nicht unerheblich Druck auf die Regierung ausgeübt hat, einer so riskanten Vorgangsweise zustimmen wird.
    Schickt sich die Gewerkschaft aber doch ins weitere Abwarten, könnte wohl gleich das Konrad-Lorenz-Volksbegehren abgewartet werden.
    Denn ob Abstimmung oder Unterschriftenaktion, der Rodungszeitraum bis Ende Jänner ließe sich in keinem Fall einhalten.
    Es wäre aber ein Versuch, politisch und atmosphärisch unbeschädigt ins Jubiläumsjahr der Republik zu wechseln.
    Ganz am Volk vorbeizugehen, Motto, die Regierung soll regieren und nicht das Volk fragen, das wird sich auf die Dauer nicht machen lassen.
    Und in den Salzburger Nachrichten prognostiziert das Redaktionsoriginal Kritikrax bereits, wie es in der AU weitergehen wird.
    Der Sinowatz wird den Weihnachtsfrieden in der Au sicher bis zum Sommer verlängern.
    Dann helfen ihm die Gelsen bei der Räumung.
    Das war zuerst jetzt ein Gespräch mit dem FPÖ-Politiker Horst Schender und dann Auszüge aus heutigen Zeitungskommentaren, beide zum Thema Heimburg.
    Es ist nun 12.25 Uhr.
    Nach dem Terroranschlag auf den italienischen Expresszug Neapel-Mailand am Tag vor dem Heiligen Abend finden heute in Bologna die Begräbnisfeierlichkeiten für die Opfer des Anschlages statt.
    Bei diesem Bombenattentat am 23., bei dem im 19 Kilometer langen Eisenbahntunnel zwischen Florenz und Bologna, der unter dem Apenninpass durchführt, 15 Menschen ums Leben kamen, wurden auch mehr als 100 verletzt.
    Zu dem Anschlag bekannten sich noch in derselben Nacht sowohl eine rechts- als auch eine linksextreme Untergrundorganisation.
    Der Tunnel durch den Apennin war schon einmal Schauplatz eines blutigen Eisenbahn-Terrors.
    Damals, 1974, kamen bei einem Bombenattentat rechtsextremer Terroristen 48 Menschen ums Leben.
    Die Hintergründe wurden damals aber nie wirklich aufgeklärt.
    An der Urheberschaft bestand aber kein Zweifel, weshalb man auch jetzt annimmt, dass die rechtsextreme Organisation neue Ordnung für den Anschlag verantwortlich zu machen ist.
    Tage nach dem Attentat dementierte aber die neofaschistische Ordine Nuovo die Urheberschaft.
    Man habe mit diesem Attentat nicht das Geringste zu tun.
    Wer nun wirklich diesen grauenvollen Mordanschlag auf den Schnellzug verübt hat, ist also noch einigermaßen im Dunkeln.
    Die Behörden haben auch wirklich kaum echte Chancen, die Täter zu finden, Rolf Gallus berichtet.
    Indirekt forderte der grausame Terroranschlag auf den Expresszug Neapel-Mailand R904 ein 16.
    Opfer, hat doch ein Unteroffizier der Bahnpolizei aus Bologna unter dem Eindruck des erlebten Schreckens und Grauens Selbstmord begangen.
    Ein Toter oder eine Tote des Attentats konnte noch nicht identifiziert werden, da die sterblichen Reste dieses Opfers bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt sind.
    Andererseits wird noch ein 22-jähriges Mädchen aus Bologna vermisst.
    Die also gleich nach der gründlichen Bestandsaufnahme im Unglückstunnel in den frühen Morgenstunden des 24.
    Dezember aufgenommenen und in vollem Gange befindlichen Ermittlungen und Nachforschungen haben bisher indessen zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt.
    Der Umstand, dass sich in den Stunden unmittelbar nach dem Bombenanschlag auf den Rapido 904
    mehrere rechtsextremistische und einige linksextremistische Untergrundorganisationen durch anonyme Telefonanrufe bei Zeitungsredaktionen entweder zum Verbrechen Bekannten oder nicht dazu Bekannten, wurde von den Staatsanwaltschaften Bolognas und Florenz nach sorgfältiger Überprüfung für nicht stichhaltig, möglicherweise sogar für bewusst irreführend erachtet.
    Obwohl naturgemäß die Untersuchungen unter strengster Geheimhaltung geführt werden, sind in den Justizkreisen über Urheberschaft und Täterschaft des Zugmassakers drei im Übrigen auch von der heutigen Morgenpresse geteilte Grundhypothesen aufgestellt worden.
    Erstens, Attentat von bisher völlig unbekannten rechts- oder linksextremen Terroristengruppen oder auch von beiden Seiten kombinierte Aktionen.
    blutiger Massenracheakt der Mafia oder der Camorra im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggeln und dessen Bekämpfung.
    Dritte Möglichkeit, internationale Terrormachenschaften.
    In Hinsicht auf letztere Annahme, sie wird jedenfalls ausführlich analysiert, wird daran erinnert, dass nach einem gescheiterten Sprengstoffanschlag eines libanesischen Terroristenkommandos auf die US-Botschaft in Rom Ende November
    Italien aus unbestimmter und ungewisser nahöstlicher Quelle die Mahnung erhielt, sich nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen, denn das hätte blutige Repressalien zur Folge.
    Daraufhin warnten sowohl Ministerpräsident Craxi als auch Innenminister Scalfroh wiederholt die Öffentlichkeit vor einer schlimmen Gefahr, die eintreten könnte.
    Es wurden zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen und Vorkehrungen getroffen, aber offensichtlich versäumten es die zuständigen Organe, gerade den dichten vorweihnachtlichen Reiseverkehr auf der Eisenbahn strenger zu überwachen.
    In der Zwischenzeit, gestern und heute, entwarf die Kriminalpolizei von Florenz zwei Phantombilder jener mutmaßlichen Bombenleger, die von einigen Reisenden des Unglückszugs angeblich beobachtet worden sind.
    Am Vormittag fand im Dom von Bologna in der Basilika des heiligen Petronius die religiöse Beisetzungsfeier für die Toten des Mordanschlags statt.
    Die Särge waren allerdings schon gestern in die Wohn- bzw.
    Heimatorte der Opfer verbracht worden.
    Auch Neapel gedachte heute Morgen der Toten des Unglücks in einer kirchlichen und in einer kommunalen Trauerfeier.
    Das war ein Beitrag von Rolf Gallus, 12 Uhr und 30 Minuten ist das gleich halb eins.
    Wir berichten in der zweiten Hälfte des heutigen Mittagsschonals noch aus dem Ausland über einen Umweltunfall in der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad, über den Regierungswechsel an der Spitze der Regierung der Mittelmeerinsel Malta und im Kulturteil hören Sie eine Buchrezension über ein neues Buch, Richard Strauss persönlich heißt es.
    Im innenpolitischen Teil erwarten wir schließlich noch einen Bericht von einer ÖVP-Pressekonferenz
    zum Dauerbrenner Biosprit.
    Aber zunächst gehen wir weiter mit der außenpolitischen Berichterstattung.
    In der nordpolnischen Stadt Torn begann heute der Prozess gegen die Mörder des regimekritischen polnischen Priesters Jarzy Popieluszko.
    Zumindest gegen jene Männer, die offenbar unmittelbar an der Ermordung beteiligt gewesen waren.
    Es sind vier Polizeibeamte, die sich direkt an der Tat beteiligt hatten und den jungen katholischen Priester am 19.
    Oktober auf offenkundig brutale Weise nach einer Folter umgebracht hatten.
    Sie hatten Popieluszko im Kofferraum eines Wagens erstickt und dann in einen Stausee geworfen.
    Die Hintermänner dieses Attentats auf den Priester, der als Sympathisant der Solidarność galt, sind im polnischen Innenministerium zu suchen.
    Wie weit aber dieser Prozess die Struktur und die politische Taktik hinter diesem Mord auffällen wird, das ist mehr als fraglich.
    Zum Prozess in Torun sind jedenfalls sechs westliche Korrespondenten zugelassen.
    sowie zwei Vertreter der katholischen Presse Polens.
    Jana Radzina nun im folgenden Beitrag über den heute begonnenen Prozess gegen die Mörder Jerzy Popieluszkos.
    Er möge nicht nur das Schwert aufzeigen, sondern auch die Hand, die es führte, betete Pfarrer Bogucki von der Warschauer Stanisław-Kostka-Kirche.
    und der prominente Oppositionelle Jan Józef Lipski warnte vor Willkürjustiz.
    Dieser Prozess gegen die Mörder von Kaplan, Jerzy Popiewuszko, werde die öffentliche Meinung prägen und könnte von seinen politischen Konsequenzen her der wichtigste Nachkriegsprozess in Polen werden.
    Schon die Wahl eines nur 100 Sitzplätze fassenden Gerichtssaales scheint allerdings bereits gegen die Annahme zu sprechen, dass die Regierung den Prozess einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen wollte.
    Nur sechs westliche Korrespondenten wurden zugelassen.
    Zehn andere haben gegen ihren Ausschluss beim polnischen Justizministerium protestiert.
    Nicht minder interessant ist auch der Ausschluss von Tygodnik Powszechny nur drei Tage vor der heutigen Prozesseröffnung.
    Tygodnik Powszechny, eine bedeutende katholische Wochenzeitschrift, die dem Papst nahe steht.
    Andere Ereignisse der letzten Zeit wiederum lassen die Vermutung zu, dass auch die Regierung um die Bedeutung dieses Prozesses weiß, der schließlich zum ersten Mal in der polnischen Nachkriegsgeschichte Mitglieder des Sicherheitsdienstes auf der Anklagebank sieht.
    Regierungschef General Jaruzelski, der den Mord an Pater Popieuszko konsequent als politische Provokation gegen seinen Normalisierungskurs interpretiert, hat dem Ausgang des Prozesses in gewisser Hinsicht schon die politische Spitze genommen.
    Auf der letzten Tagung des Zentralkomitees der Partei wurde nicht nur beschlossen, dass der Regierungschef persönlich die ideologische Aufsicht über das Innenministerium übernimmt, sondern auch eine stärkere parlamentarische Kontrolle über das Ministerium verfügt.
    Es geht also in erster Linie um Glaubwürdigkeit gegenüber der Bevölkerung.
    Politisch bedeutet das nichts weniger, als dass der bisherige ZK-Beauftragte für das Innenministerium, Mielewski, stillschweigend dieses Amtes enthoben wurde.
    Mielewski, ein früherer Innenminister, gilt als Protagonist des orthodoxen Parteiflügels oder des Parteibetons, wie die Polen sagen.
    Es war in wohl informierten Kreisen in Warschau seit langem bekannt, dass ein Teil des Sicherheitsapparates trotz der formalen Leitung des Innenministeriums durch General Kischak weiterhin eben Milewski untersteht.
    Die drei Angeklagten, denen heute und morgen eine 78 Seiten lange Anklageschrift vorgelesen wird, erwartet für den Mord an Kaplan Popiuszko eine Strafe von mindestens acht Jahren Gefängnis oder die Todesstrafe.
    Angesichts solcher Strafandrohung, so meinte zumindest General Jaruzelski vor Journalisten einige Wochen vorher, würden die Täter womöglich mit den Namen ihrer Auftraggeber herausrücken.
    Als vierter Angeklagter muss sich ein Oberst verantworten, der unmittelbare Vorgesetzte der drei Mitarbeiter in der Abteilung für Kirchenfragen im Innenministerium.
    Die Anklage lautet in seinem Fall auf Beihilfe zum Mord.
    Als Privatkläger treten Popiewuszkos Eltern auf und der Kronzeuge der Entführung, Popiewuszko-Chauffeur Chrostowski.
    Ohne ihn wäre die Affäre möglicherweise vertuscht worden.
    Nach der heutigen und morgigen Sitzung wird der Prozess auf den 2.
    Jänner vertagt.
    Mit sensationellen Enthüllungen kann erst das neue Jahr aufwarten und auch dann ist Zurückhaltung geboten.
    Manche Gerüchte wollen von einem Widerstand Moskaus gegen die Enthüllung von Hintermännern des Mordes wissen.
    Andere Stimmen verweisen nicht grundlos auf den Ausgang der Ermittlungen im Falle von vier weiteren Entführungsaffären in der Gegend von Thorn im Februar und März dieses Jahres.
    Die Untersuchungen wurden Mitte Oktober ad acta gelegt, mit dem Verweis des Staatsanwalts, dass es für eine Aktion von Sicherheitsbeamten gegen die vier Aktivisten der verbotenen Gewerkschaft Solidarität keine Anhaltspunkte gebe.
    Ja, die Entführung, Folterung und Bedrohung der vier Solidaritätsleute sehr wohl auch die Tat illegaler Strukturen der Solidarität sein konnte.
    Das war ein Bericht von Joanna Ratziner über den heute begonnenen Prozess in der nordpolnischen Stadt Torun gegen die Mörder des polnischen Priesters Jerzy Popieluszko.
    Aus der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad wird nun eine Umweltkatastrophe größeren Ausmaßes gemeldet.
    Die Wasserversorgung der Hauptstadt dort ist gefährdet.
    Ein Eisenbahnwagon, der mit Fässern der hochgiftigen Chemikalien Xylol beladen war, war beim Rangieren im Bahnhof in einen Unfall verwickelt.
    Darauf liefen rund 40 Tonnen des Giftes aus und sickerten in den Erdboden.
    Das ist deswegen umso gefährlicher, als genau unter dem Bahnhof in Belgrad ein Netz von unterirdischen Brunnen für die Trinkwasserversorgung der Stadt liegt.
    Wie groß das Ausmaß der Umweltgefährdung ist, berichtet nun Gustav Kaluber.
    40 Tonnen hochgiftiges Zylol, die aus einem Zisternenwagen auf dem Rangierbahnhof Mackisch in Belgrad ausgeflossen sind, bedrohen die Trinkwasserversorgung der jugoslawischen Hauptstadt.
    Feuerwehr- und ABC-Einheiten der jugoslawischen Volksarmee sind bemüht,
    ein Versickern des Giftstoffes in das nahegelegene Röhren- und Bunkersystem der zentralen Trinkwasseranlage der Millionenstadt zu verhindern.
    Das in der Raffinerie Zagreb erzeugte Xylol dient als Grundsubstanz zur Herstellung von Farben- und Kunstfasern.
    Die Trinkwasserversorgung der US-Hauptstadt wird immer prekärer, da weitere vom Grundwasserspiegel des Flusses Saave gespeisten Anlagen und arktische Brunnen ebenfalls bedroht werden.
    Bereits vor wenigen Wochen hatte der Bürgermeister der Stadt Belgrad den Bau aufwendiger Trinkwasseranlagen angekündigt, um das Wasser der Donau für die Einwohner der wachsenden Millionenstadt nutzbar zu machen.
    Seit Wochen fahnden Suchtrupps des Sanitätsdienstes vergeblich nach den Ursachen immer wieder auftauchender Öllachen auf der Saave.
    Der Ölflimmer ist oft kilometerlang und fließt saaveabwärts in Richtung Belgrad, wo der Fluss in die Donau mündet.
    Gegen sechs Industriegiganten und ein Bergwerk, ermittelt die Staatsanwaltschaft.
    Sie stehen im Verdacht, gebrauchtes Motoröl und giftige Abwasser in die Sarwe zu leiten und ökologische Auflagen zu missachten.
    Das dichte Netz von Industriebetrieben zwischen Bosnien und Serbien bedroht neben der Sarwe auch die Flüsse Drina, die Kolobara und Jabra.
    In den Landesregierungen Serbiens und Bosniens wird die Ausschreibung einer Volksanleihe erwogen.
    Dadurch sollen die Mittel für aufwändige Filter-, Reinigungs- und Schutzanlagen aufgebracht werden.
    Allein für die Anschaffung entsprechender Anlagen der Industrien im Städtchen Schabbatz an der Sawe werden 350 Millionen Dinar benötigt.
    Die bedenkenlose Industrialisierung fordert jetzt ihren Tribut.
    Jugoslawien zählt zwar zu den ersten Staaten in Europa, das vorbildliche Umweltschutzgesetz in der Verfassung verankert hat, nur hat sich darum eben kaum jemand gekümmert.
    Die im Frühsommer vom Jugoslawischen Parlament verabschiedeten Gesetze und Auflagen für die Betriebsneugründungen, die eine drastische Verschärfung der Vorschriften vorsehen, scheinen zumindest spät gekommen zu sein.
    Katastrophenmeldungen aus allen Landesteilen häufen sich.
    Die Umweltschutzkommission bei der Bundesregierung in Belgrad kommt kaum nach, diese zu registrieren und Empfehlungen für Sofortmaßnahmen zu erteilen.
    In manchen Städten in Ostserbien und Mazedonien, etwa in Kraljevo,
    wagen die Hausfrauen nicht mehr, den Wasserhahn aufzudrehen.
    Mit Kübeln und Eimern holen sie von Zisternenwagen das notwendige Trinkwasser.
    Im Städtchen Tettewo mussten jetzt einige Tonnen frischgebackenes Brot aus den Verkaufsständen zurückgeholt werden, da in der kommunalen Brotfabrik der Teig mit verseuchtem Wasser angesetzt worden war.
    Das Heizöl aus einem Arbeiterholungsheim war in einem städtischen Leitungssystem ausgeflossen, weshalb auch hier das Wasser aus Zisternenwagen geholt werden muss.
    des Weiland, die Großmütter aus städtischen Brunnen und Öffentlichen.
    Das war ein Bericht von Gustav Kaluba über einen Umweltunfall in der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad.
    Das Trinkwasser ist dort seit Tagen besonders gefährdet.
    Auf dem Mittelmeerinselstaat Malta kam es zu Weihnachten zu einem Machtwechsel, der allerdings keinerlei Änderung der politischen Verhältnisse bringen dürfte.
    Der Langzeitregierungschef Domintov trat mit 68 Jahren ab.
    Sein Nachfolger ist der bisherige Erziehungsminister und enge Vertraute Domintovs, der 51-jährige Karmelomif Sotornitschi.
    Der maltesische Regierungschef war trotz der Kleinheit seines Landes ja weltweit bekannt.
    Erstens, weil die Insel Malta strategisch nicht unwichtig ist und zweitens, weil Domintov mit seiner Politik der steten Abkehr vom demokratischen Parlamentarismus immer wieder kritische Aufmerksamkeit auf sich zog.
    13 Jahre lang regierte Domintov mehr oder minder autoritär.
    Die Opposition Maltas klagt auch seit Jahren über eine Beschneidung der politischen Möglichkeiten.
    Die Kirche der Insel kritisiert die starken antiklerikalen Züge der Regierungspolitik.
    Auch außenpolitisch sorgte Malta immer wieder für Aufsehen, weil die Linkspolitik Domintovs sowohl bei Verbündeten als auch bei den Gegnern immer wieder Verwirrung stiftete.
    Brigitte Fuchs analysiert nun die Situation auf Malta und was der Wechsel an der Regierungsspitze bedeutet.
    Wenn die Bezeichnung umstrittene Persönlichkeit auf einen Politiker zutrifft, dann auf den maltesischen Ex-Premier Don Mintov.
    Bei seinen Anhängern gilt er als großartiger Sozialreformer, seine Gegner bezeichnen ihn als Westentaschen Napoleon.
    Seine politischen Freunde preisen ihn als denjenigen, der die Blockfreiheit und die Neutralität Maltas gegenüber den Interessen der Großmächte verteidigt hat, seine politischen Feinde beschuldigen ihn, eine sozialistische Diktatur auf der Insel errichten zu wollen.
    Die Wahrheit dürfte wahrscheinlich wie immer in der Mitte liegen.
    Eine Tatsache ist jedoch, dass Domintov seine politischen Ansichten im Laufe der Jahre und Jahrzehnte seiner politischen Karriere immer wieder gründlich geändert hat.
    So etwa wollte er noch vor mehr als 20 Jahren als stellvertretender Ministerpräsident Malta unbedingt als einen Fixbestandteil des britischen Weltreichs sehen.
    Ein Plan, den er gleich aus zwei Gründen nicht durchführen konnte.
    Nämlich, weil die maltesischen Nationalisten dagegen waren und, was Domintow noch viel mehr ärgerte, weil die Briten gar kein Interesse daran hatten.
    Aus dem bis dahin ausgesprochen anglophilen Domintow wurde in der Folge ein scharfer Kritiker der britischen Politik.
    Während der letzten 13 Jahre als Ministerpräsident suchte sich Domintov dann auch außenpolitisch die widersprüchlichsten Verbündeten.
    Das NATO-Land Italien gehörte da ebenso dazu wie Libyen-Staatschef Gaddafi, wobei allerdings solche Bündnisse nie von langer Dauer waren.
    Obwohl der Inselstaat offiziell neutral und blockfrei ist, wurde aber gerade in den letzten Jahren die Beziehungen zur Sowjetunion auffällig verstärkt.
    Innenpolitisch ist Malta seit Jahren eine gespaltene Nation.
    Der regierenden sozialistischen Arbeiterpartei Domintovs steht nämlich eine ebenso starke konservative Oppositionspartei gegenüber.
    Die Konservativen hatten sogar bei den letzten Parlamentswahlen die Stimmenmehrheit erzielt.
    Durch eine Wahlkreisreform Domintovs blieben sie im Parlament jedoch knapp in der Minderheit, was dem Regierungschef prompt den Vorwurf der Wahlmanipulation eindrug.
    Die Wähler Domintovs kamen vor allem aus den ärmeren Schichten, die von den zahlreichen sozialen Reformen seiner Amtszeit am meisten profitierten.
    So wurden in den letzten 13 Jahren etwa die Mindestlöhne massiv angehoben, eine staatliche Gesundheitsfürsorge wurde eingeführt und erstmals auch eine staatliche Pensionsversicherung gegründet.
    Die Art und Weise, wie Domentow aber derartige Reformen durchsetzte, rief immer wieder heftige Kritik hervor.
    Als zum Beispiel die Ärzte in den Krankenhäusern gegen die Verstaatlichung des Gesundheitswesens streikten, wurden sie entlassen und durch Mediziner aus der Tschechoslowakei, aus Polen und aus Jugoslawien ersetzt.
    Obwohl dieser Konflikt nun schon Jahre zurückliegt, arbeiten die meisten maltesischen Ärzte nach wie vor im Ausland.
    Der jüngste innenpolitische Konflikt, der in den letzten Monaten wiederholt Zehntausende der insgesamt 320.000 Bürger Malters aus Protest auf die Straße brachte, ist der Streit um Mintows mit der katholischen Kirche.
    Zuerst ordnete er die Enteignung von rund der Hälfte des kirchlichen Grundbesitzes an.
    Und dann untersagte er den katholischen Privatschulen, Schulgeld zu kassieren.
    Sollten die Privatschulen weiterhin Schulgeld verlangen, so würden sie durch staatliche Schulen ersetzt werden, kündigte er an.
    Dass sein Vorgehen gegen die Kirche im zu 98 Prozent katholischen Malta möglicherweise sehr unpopulär sein könnte, kümmerte Domentow dabei herzlich wenig.
    Dass die Arbeiterpartei gerade im Schulstreit, aber auch nach Domintofs Abgang hart bleiben dürfte, zeigt die Wahl seines Nachfolgers.
    Neuer Ministerpräsident wurde nämlich der Erziehungsminister Malters.
    Dass auch der neue Mann im Amt des maltesischen Ministerpräsidenten zu einem umstrittenen Politiker werden könnte, zeigt die unterschiedliche Beurteilung seiner Person durch die Zeitungen.
    Während die Süddeutsche Zeitung den neuen Premier als undogmatischen Marxisten mit hoher Intelligenz und politischer Geschmeidigkeit bezeichnet, warnt die Frankfurter Allgemeine Zeitung zur Vorsicht.
    Denn die jüngeren Sozialisten, die jetzt ans Ruder kämen, so die Frankfurter Allgemeine, könnten sich bald als reine Leninisten erweisen.
    Birgitte Fuchs analysierte den Regierungswechsel an der Spitze der Regierung Maltas.
    Zwölf Uhr und 44 Minuten ist es nun, eine Minute vor dreiviertel eins und wir kommen nun in unserer Berichterstattung noch einmal zurück nach Österreich und zwar da zum Stichwort Biosprit.
    Eines der Hauptprobleme der Landwirtschaft in allen Industrieländern ist ja die Überproduktion.
    Von einem Butterberg ist die Rede und auch von Getreide wird auf der nördlichen Halbkugel, zumindest im Westen jedenfalls, wesentlich mehr erzeugt als verbraucht werden kann.
    Das Ergebnis dieser Situation ist ein ebenso kompliziertes wie teures Subventionssystem, das nicht nur die europäische Gemeinschaft schon öfters in die Krise getrieben hat, sondern auch Österreichs Bauern und Konsumenten natürlich viel Geld kostet.
    Die Landwirtschaft versucht nun deshalb schon seit Jahren auf Alternativproduktionen umzusteigen und eine dieser Möglichkeiten ist der schon erwähnte Biosprit, also der Anbau von Pflanzen, aus denen dann Alkohol hergestellt werden kann.
    Dieser Alkohol könnte dann dem Benzin beigemischt werden.
    Wir haben in den vergangenen Monaten und Jahren
    schon oft darüber berichtet.
    Es ist eine langanhaltende Diskussion.
    Bisher ist aber diese Diskussion um das österreichische Biospritprojekt noch nicht so recht von der Stelle gekommen.
    Fahrzeugtests zahlreicher Institutionen, von den Automobilclubs über die Post bis zu einzelnen Landesregierungen, haben bisher eigentlich lediglich ergeben,
    dass unsere Motoren 5% Alkoholzusatz problemlos vertragen könnten.
    Ein Prozentsatz allerdings, der den Agrarpolitikern vor allen Dingen auf ÖVP-Seite viel zu gering erscheint.
    Es könnte, so sagen sie, und es müsste auch wesentlich mehr geschehen.
    So auch heute wurde das auf einer ÖVP-Pressekonferenz präsentiert.
    Herbert Huter berichtet von dort.
    Blei heraus, Alkohol hinein.
    So etwas stellen sich die ÖVP-Agrarier vor, wie das Problem der Umweltschädigung durch Autoabgase zumindest entscheidend verringert werden könnte.
    Eine Vorstellung, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich umstritten ist.
    Kammeramtsdirektor Heinrich Koppetz von der Steirischen Landwirtschaftskammer erklärte,
    dass die Beimischung von Ethanol den Gehalt an Kohlenmonoxid in den Abgasen um knapp ein Drittel senken würde, den Gehalt an unverbrannten und daher giftigen Kohlenwasserstoffen um ein Fünftel.
    Gleichzeitig könnte man auf Blei im Benzin ebenso verzichten wie zum Teil auf jene Klopfbremsen im Motor, die in der Raffinerie schwächert erzeugt werden.
    Das Ganze soll nur acht Groschen je Liter Treibstoff zusätzlich kosten, was die Mineralölindustrie und die ÖMV heftig bestreiten.
    Im Benzin und auch da nur im Normalbenzin könnte nur der eine Alkohol, nämlich das jetzt schon beigegebene billige Methanol, durch das teure Ethanol ersetzt werden.
    Der Umwelteffekt sei daher gering einzuschätzen.
    Als Klopfbremse im Motor ist Ethanol denkbar schlecht geeignet, sagt die ÖMV.
    Die ÖVP-Agrarier geben zwar zu, dass heimischer Biosprit teurer ist als das bisher von der chemischen Industrie bezogene oder importierte Methanol, dass dabei aber auch volkswirtschaftliche Fragen zu berücksichtigen seien.
    Die Landwirtschaft hätte eine wertvolle Alternativproduktion, die Handelsbilanz würde entlastet und als Nebenprodukt könnte man sogar Eiweißfuttermittel herstellen, ÖVP-Agrarsprecher Josef Riegler.
    Die Biosprit
    Produktion ist ja nicht nur zu sehen aus dem Gesichtspunkt eines Zusatzes zum Benzin, sondern sie ist gleichzeitig der mögliche Einstieg in die sogenannte Biotechnologie und damit eine Grundvoraussetzung, dass in der gesamten Entwicklung der chemischen Industrie die Abkoppelung von der Abhängigkeit vom Erdöl herbeigeführt werden kann.
    Nachdem wir
    im Bereich der Elektronik in Österreich die Entwicklung ohnehin weitestgehend versäumt haben, wäre es glaube ich naheliegend auch aus der industriepolitischen Sicht heraus zumindest in diesem Bereich rechtzeitig die Entwicklung
    zu sehen und auch die Chancen, die in dieser Entwicklung gelegen sind.
    Ich wollte das deshalb nennen, weil bei der reinen Preisbeurteilung alle diese Argumente volkswirtschaftlich gesehen auch etwas wert sein müssen.
    Und weil es eine wesentlich verkürzte Sicht wäre zu sagen, Methylalkohol können wir derzeit billiger importieren als
    dass Ethanol aus nachwachsenden heimischen Rohstoffen derzeit erzeugt werden kann.
    Sondern es ist hier dieser längerfristige Aspekt zu sehen, zumindest in der politischen Entscheidung.
    Und letztlich wird sich eben die österreichische Mineralölwirtschaft auch im Rahmen der ihr vorgegebenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen bewegen.
    Nötig ist allerdings eine politische Entscheidung, betonte wie gesagt Regler, wobei die Frage der Mehrkosten für den heimischen Biosprit geregelt werden müsste und zwar in den nächsten Monaten, bevor die Zusammensetzung für das Bleifrei- und Normalbenzin gesetzlich festgelegt wird.
    Dies, obwohl die nötigen Anlagen erst in zwei Jahren die benötigten 50 Millionen Liter Biosprit pro Jahr voll produzieren könnten.
    Kritisiert wird vom ÖVP-Agrarsprecher zunächst der Energiebericht der Regierung, in dem bloß der Standpunkt der ÖMV abgeschrieben worden sei, aber auch Landwirtschaftsminister Günther Heiden den Regler in der Frage der Biospritproduktion in Österreich als Gegner bestenfalls als Wetterfahne je nach Stimmung in der Bundesregierung beurteilt.
    Das war ein Bericht von Herbert Hutter von einer ÖVP-Pressekonferenz zum Thema Biosprit.
    12.50 Minuten ist das gleich.
    Jetzt habe ich noch einen kurzen Nachtrag zu unserer innenpolitischen Berichterstattung zu Beginn des Schanals.
    Da haben wir ja gemeldet und berichtet über die Forderungen von einigen FPÖ-Politikern nach Abhaltung einer Bundesparteivorstandssitzung der eigenen Partei zum Thema Heimburg und zwar noch bevor sich der Ministerrat am 3.
    Jänner mit dem Thema Heimburg befasst.
    Die FPÖ gab nun offiziell bekannt, dass eine solche Bundesparteivorstandssitzung am 3.
    Jänner selbst, also am Tag der Ministerratssitzung, abgehalten wird.
    Soviel als Nachtrag jetzt noch.
    Und jetzt kommen wir zum Kulturteil im Mittagsjournal.
    Man kennt ja Richard Strauss als weltberühmten Komponisten.
    Er war zu Lebzeiten ein gefeierter Dirigent.
    Aber wie war er als Mensch?
    Wie lebte er?
    Wie erlebt er seine Zeit als junger Musiker in seiner Heimatstadt München, dann als Operndirektor nach dem Ersten Weltkrieg in Wien, als Sympathisant des Nationalsozialismus?
    Die umfangreiche Bildbiografie von Kurt Wilhelm, die unter dem Titel Richard Strauss persönlich nun im Kindler Verlag erschienen ist, beschäftigt sich mit all diesen Fragen und bringt dem Leser, den Menschen Richard Strauss näher.
    Der Autor, bekannt als Regisseur und Schriftsteller, hat seit über 40 Jahren Kontakt zur Familie Strauß und hat in dieser Zeit natürlich eine Menge von Material gesammelt, das er nun im vorliegenden Buch verarbeitet.
    Maria Renhofer hat dazu den folgenden Beitrag gestaltet.
    Der Rosenkavalier ist vielleicht die gängigste Assoziation zum Stichwort Richard Strauss.
    Und man kann sich heute nicht mehr vorstellen, dass es bei der Uraufführung dieser Oper moralische Bedenken gegen die Handlung gegeben hatte.
    In seiner dickläubigen Bildbiografie versucht Kurt Wilhelm ein Porträt des Menschen Richard Strauss zu zeichnen.
    Einer der zwiespältigsten, interessantesten und vielleicht immer noch unterschätzten Komponisten-Persönlichkeiten, die sich Zeit ihres Lebens Verwechslungen mit dem Walzerkönig Johann Strauss gefallen lassen musste.
    Johann Strauß und Richard Strauß hintereinander begegnet hier in München im Hotel 4 Jahreszeiten zu einem Gespräch und haben sich sehr gut verstanden.
    Johann Strauß hat Richard dann auch eingeladen, aber bei einem Aufenthalt in Wien hat Richard Strauß so wenig Zeit gehabt, dass er gesagt hat, beim nächsten Mal.
    Und es kam nicht zum nächsten Mal, Johann Strauß starb.
    Ähnlich einem Puzzle trägt Biograf Kurt Wilhelm eine Fülle von Details zusammen, die ein Bild des 1864 in München geborenen Musikers ergeben.
    Anekdoten, Zitate und Berichte, ergänzt durch fast 1000 zum Teil erstmals veröffentlichte Bilder aus dem Archiv der Familie Strauß, beleuchten nicht nur seinen Lebensweg, sondern auch seine Umwelt und seine Zeitgenossen, seine Meinungen und Ansichten und sein Privatleben, von der allseits belächelten und gefürchteten Ehefrau Pauline bis zu den Urenkeln.
    Auch Richard Strauß' nicht ungetrübte Wiener Zeit wird eingehend behandelt.
    Hier hat es jahrelange Kontroversen und Gerüchte um sein Haus gegeben.
    Es geht wohl um das Grundstück, von dem immer wieder behauptet wird, es sei Strauss geschenkt worden.
    Das hat er hart abgearbeitet, nämlich mit sehr vielen über Jahre gehenden Dirigierverpflichtungen an der Wiener Staatsoper.
    Und vor allem hat er die Original-Partituren des Rosenkavaliers, der ägyptischen Helena und des Schlagobers,
    nach Wien in die Archive gegeben.
    Und die stellen heute einen Verkehrswert dar, der weit über dem liegt, was das Grundstück heute repräsentiert.
    Nachgetragen hat natürlich Strauß den Österreichern nie etwas.
    Er ist, das wissen nicht alle Leute, zu Ende seines Lebens ein österreichischer Staatsbürger geworden.
    Er kam als Bayer auf die Welt und ist dann Österreicher worden, also Süddeutschland ist vereint.
    Richard Strauss' Persönlichkeit war wohl mehr als zwiespältig.
    Hier der Großbürger, der derbe Münchner, der Millionär, dort der großzügige Förderer der jungen Nachwuchskomponisten, die Drucklegung ihrer Werke finanzierte.
    Hier der Opportunist, dem man seine gute Beziehung zu den Nazis vorwarf, dort die Zusammenarbeit mit einem jüdischen Librettisten.
    Auf der einen Seite die Meinung, er sei ein weit überschätzter Opernkomponist, der, so ein Zitat aus dem Buch, Operetten schreiben sollte, statt seiner in klanglichen Fettpolstern dahinduselnden Spätromantik.
    Auf der anderen Seite hymnische Urteile über einen der großen Neuerer der Musik, dessen Werke immerhin schon bald 100 Jahre im Repertoire von Konzertprogrammen und Opernhäusern zu finden sind.
    So ganz klar und geradlinig verlief wohl nichts im Leben von Richard Strauss, auch nicht seine Beziehung und jahrelange Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal, die zu Opern erfolgen wie Rosenkavalier, Frau ohne Schatten, Arabella und noch einigen mehr geführt hat.
    Ja, Gott, es gab natürlich die Spannungen in der Arbeit, wenn Strauss sagte, das ist nicht bühnenwirksam genug, das ist zu esoterisch, zu dichterisch, literarisch.
    Und es kommt noch etwas dazu.
    Hofmannsthal hat insofern ein bisschen mit Thomas Mann Ähnlichkeit.
    Er hätte an seinem Künstlergnadentum nie zweifeln können, während Strauss über sein eigenes Schaffen immer wieder Witze gemacht hat.
    Es liegt ein bisschen daran, dass Hofmannsthal nicht unmäßig mit Humor gesegnet war.
    Man sollte sich von den fast 500 Seiten des großformatigen Buches nicht abschrecken lassen.
    Denn Kurt Wilhelm bietet keine akademisch trockene Lebensbeschreibung, sondern hat in 40 Jahren eine Fülle von Material zusammengetragen, die dem Leser den Eindruck vermitteln soll, Richard Strauss persönlich kennengelernt zu haben.
    Richard Strauss persönlich, so heißt eine Bildbiografie des Komponisten von Kurt Wilhelm, erschienen nun im Kindler Verlag.
    Eine Rezension hörten Sie von Maria Renhofer.
    Und wir beenden unser heutiges Mittagsschanal wieder mit dem Meldungsteil, gelesen von Peter Fichner.
    Afghanistan.
    Am heutigen 5.
    Jahrestag der Invasion hat die sowjetische Armee ihre Winteroffensive in Afghanistan fortgesetzt.
    Nach Schätzungen westlicher Diplomaten ist es das militärische Ziel, die Widerstandskämpfer von ihren Nachschubwegen abzuschneiden.
    Dies wird mit Hilfe von Flächenbombardierungen und Überfällen auf einzelne Dörfer versucht.
    Der Flüchtlingsstrom über die Grenze nach Pakistan hat sich wieder verstärkt.
    USA, Europa.
    Aus Anlass des 5.
    Jahrestages der sowjetischen Invasion in Afghanistan hat Präsident Reagan den sofortigen Abzug der Sowjets aus diesem Land gefordert.
    Reagan betonte, die Präsenz sowjetischer Soldaten in Afghanistan sei ein ernsthaftes Hindernis für die Verbesserung der sowjetisch-amerikanischen Beziehungen.
    Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat an die Sowjetunion appelliert, den Weg für die Selbstbestimmung des afghanischen Volkes freizumachen.
    In Österreich hat das sozialistische Afghanistan-Komitee die andauernde sowjetische Besetzung verurteilt.
    Polen.
    In Torn hat heute der Prozess gegen vier Sicherheitsbeamte begonnen, die des Mordes an dem regimekritischen Priester Jerzy Popieluszko angeklagt sind.
    Drei der Polizisten haben das Verbrechen bereits gestanden.
    Ihr Direktor, ehemaliger Vorgesetzter im Innenministerium, bestreitet aber jede Beteiligung an dem Mord.
    Den Angeklagten droht ein Strafausmaß von acht Jahren Gefängnis oder auch die Todesstrafe.
    Lediglich sechs Journalisten aus dem Westen sind zum Prozess zugelassen.
    Das Urteil soll am 21.
    Jänner verkündet werden.
    Österreich.
    Nach Ansicht des oberösterreichischen FPÖ-Landesparteiobmanns und stellvertretenden Bundesparteiobmanns der Freiheitlichen, Horst Schender, sind im Fall Heinburg viele Fehler und Ungeschicklichkeiten geschehen.
    Schender sagt in einem ORF-Interview, diese Fehler seien jedoch eher im Bereich des Koalitionspartners SPÖ gemacht worden.
    Nun sei eine Denkpause nötig, es dürfe nichts voreilig entschieden werden.
    Die Forderung des Kärntner Landesparteiobmanns Jörg Haider nach einem Austritt der FPÖ aus der Regierungskoalition bezeichnete Schender als unaktuell.
    Der Agrarsprecher der ÖVP, Josef Riegler, hat sich neuerlich für die Verwendung von Biosprit ausgesprochen.
    Riegler forderte eine Beimengung von 5% Biosprit zum Normalbenzin ab 1.
    April 1985.
    Er argumentierte, damit könnte die ab diesem Zeitpunkt geplante Beimengung von teilweise importiertem Methylalkohol ersetzt werden.
    Die Produktion von jährlich 40 bis 70 Millionen Liter Biosprit würde neben einer dadurch möglichen Entbleiung des Normalbenzins auch eine Entlastung der Agrarwirtschaft bringen, sagte Riegler.
    Indien.
    Die am Montag begonnenen Parlamentswahlen werden heute fortgesetzt und morgen abgeschlossen.
    Stimmberechtigt sind etwa 380 Millionen Inder.
    Seit Beginn der Wahlen sind mindestens 25 Menschen bei Ausschreitungen getötet worden.
    Dennoch spricht die staatliche Wahlleitung von der bei weitem friedlichsten Wahl in der Geschichte Indiens.
    Mit ersten Teilergebnissen ist nicht vor Freitagnacht zu rechnen.
    Italien.
    Nach dem Terroranschlag auf den Expresszug Neapel-Mailand haben die Behörden bei den Ermittlungen noch keine Fortschritte erzielt.
    15 Todesopfer wurden unterdessen identifiziert.
    Von den Schwerverletzten sind noch einige in Lebensgefahr.
    In Bologna findet heute in Anwesenheit von Staatspräsident Bertini und Ministerpräsident Craxi die Trauerfeier statt.
    Israel.
    Beim Besuch einer Delegation der Grünen aus der Bundesrepublik Deutschland im israelischen Parlament ist es gestern zu einem Tumult gekommen.
    Als die Abordnung die Knesset betrat, entrollten rechtsgerichtete israelische Abgeordnete ein Plakat, auf dem die Grünen mit den Nationalsozialisten verglichen wurden.
    Ein Abgeordneter einer linksgerichteten Partei versuchte, ihnen das Transparent zu entreißen.
    Daraufhin entwickelte sich ein allgemeiner Tumult, der erst nach längerer Zeit beigelegt werden konnte.
    Das Wetter in Österreich bis heute Abend im Norden und Osten sowie in Vorarlberg und Tirol bewölkt, örtlich Schneefall.
    Sonst teilweise auch Heiter.
    Nachmittagstemperaturen minus vier bis plus ein Grad.
    Das war eine Stunde Informationen.
    Im Mittagsschanal im Mikrofon war Reinhold Henke.
    Einen schönen Nachmittag noch.
    Auf Wiederhören.
    Untertitel der Amara.org-Community

    Beiträge dieses Journals

    Nachrichten
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wetterbericht
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Natur ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Landesparteiobmann Horst Schender zu Haiders Kritik wegen Hainburg
    Interview: Landesparteiobmann Horst Schender
    Mitwirkende: Hofer, Werner [Gestaltung] , Schender, Horst [Interviewte/r]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Wirtschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Inlandspresse zu Hainburg
    Mitwirkende: Steinhuber, Manfred [Gestaltung]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Politik ; Gesellschaft ; Medien und Kommunikation ; Wirtschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Zugsattentat: Stand der Ermittlungen
    Mitwirkende: Gallus, Rolf [Gestaltung]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Politik ; Wirtschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Prozeß gegen Mörder von Popieluszko in Polen
    Mitwirkende: Radzyner, Joana [Gestaltung]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Umweltunfall in Belgrad
    Mitwirkende: Chalupa, Gustav [Gestaltung]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Ort: Belgrad [Aufnahmeort]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Politik ; Wirtschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Technik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Neue Regierung in Malta
    Mitwirkende: Fuchs, Brigitte [Gestaltung]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Politik ; Medien und Kommunikation ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Pressekonferenz: Agrarsprecher Riegler zu Biosprit
    Einblendung: Agrarsprecher Riegler
    Mitwirkende: Hutar, Herbert [Gestaltung] , Riegler, Josef [Interviewte/r]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Medien und Kommunikation ; Wirtschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Buch "Richard Strauß persönlich" im Kindler - Verlag erschienen
    Einblendung: Musik ("Rosenkavalier"), Autor Kurt Wilhelm
    Mitwirkende: Rennhofer, Maria [Gestaltung] , Strauss, Richard [Komponist/in] , Wilhelm, Kurt [Interviewte/r]
    Datum: 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte: Medien und Kommunikation ; Bildung ; Literatur ; Musik ; E-Musik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten

    Katalogzettel

    Titel Mittagsjournal 1984.12.27
    Spieldauer 01:00:01
    Mitwirkende Henke, Reinhold [Moderation] [GND]
    Fuchs, Wolfgang [Regie]
    ORF [Produzent]
    Datum 1984.12.27 [Sendedatum]
    Schlagworte Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt
    20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ audio
    Format TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, jm-841227_k02
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Gesamtwerk/Reihe Mittagsjournal

    Information

    Inhalt

    Nachrichten

    Verortung in der digitalen Sammlung

    Schlagworte

    Gesellschaft , Radiosendung-Mitschnitt