Mittagsjournal 1981.10.29

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    Rechtliches

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    KI-generiertes Transkript

    Die Zeit in 5 Sekunden ist es 12 Uhr.
    12 Uhr.
    Hier ist der österreichische Rundfunk.
    Schönen guten Tag meine Damen und Herren, Louis Glück begleitet Sie heute durchs Mittagschanal.
    Wir planen nach den Nachrichten Berichte unter anderem zu folgenden Ereignissen.
    ÖVP-Klausur in Villach, Wirtschaftssprecher Robert Graf erneuert als erster Referent Kooperationsbereitschaft der Volkspartei in Sachen verstaatlichter Krise.
    Vor heutiger Entscheidung über die Beamtengehälter Pressekonferenz von Staatssekretär Franz Löschnack in Wien.
    Gesundheitsminister Kurt Steirer präsentiert eine Studie Umweltschutz als Arbeitsplatzbeschaffer.
    Dazu aus dem Inland noch die Presseschau.
    Ausland großer Erfolg für US-Präsident Reagan, das AWACS-Geschäft mit Saudi Arabien ist perfekt.
    OPEC-Tagung in Genf, Ölpreiserhöhung könnte Österreich im kommenden Jahr rund 160 Millionen Schillen oder etwa 1% der gesamten Ölrechnung kosten.
    Bundesrepublik Deutschland nun auch in der CDU-Friedensdiskussion.
    Stellvertretender Parteichef Kurt Biedenkopf erteilt kurz vor dem Parteitag der herrschenden Theorie von der atomaren Abschreckung eine Absage.
    Kulturex-Aktionist Günther Bruce stellt in Graz aus, nach dem Nitschwirbel natürlich ein Ereignis von gesteigertem Interesse.
    Zunächst aber jetzt die Nachrichten.
    Verantwortlich als Redakteurin ist Elisabeth Manas und Sprecher ist Josef Fenzl-Natek.
    USA.
    Präsident Reagan hat an den wichtigen innen- und außenpolitischen Erfolgerungen.
    Der Senat in Washington stimmte der geplanten Lieferung von fünf fliegenden Radarstationen des Typs Airwags an Saudi-Arabien zu.
    Reagan war es gelungen, knapp vor der Abstimmung einige zögernde Senatoren für das umstrittene Geschäft zu gewinnen.
    Das Repräsentantenhaus hatte die Lieferungen Saudi-Arabiens im Wert von etwa 137 Milliarden Schilling mehrheitlich abgelehnt.
    Nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses sprach Reagan dem Senat sein Lob aus und wertete die Entscheidung als positiv für den Friedensprozess im Nahen Osten.
    Die Zustimmung des amerikanischen Senats zur Airbags-Lieferung an Saudi-Arabien hat in Israel erwartungsgemäß heftige Kritik ausgelöst.
    Die Regierung ist heute früh in Jerusalem zu einer Sondersitzung zusammengetreten.
    Von der Sitzung wird eine erste offizielle Stellungnahme zu der Senatsentscheidung erwartet.
    Der israelische Verteidigungsminister Sharon bezeichnete die Erwerbslieferung als die größte Gefahr, der sich Israel gegenüber sehe.
    Der Führer der Oppositionellen Arbeiterpartei Rabin betonte, das amerikanische Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien werde sehr große politische Auswirkungen haben.
    Der Staatsminister im ägyptischen Außenministerium, Ghali, begrüßte die Entscheidung des amerikanischen Senats als einen Sieg für alle arabische Nationen.
    Außenminister Hassan Ali sprach von einem Wendepunkt in den Beziehungen zwischen den USA und den arabischen Staaten.
    Von Seiten Saudi-Arabiens liegt noch keine offizielle Stellungnahme vor.
    Sowjetunion.
    Moskau hat die Zustimmung des amerikanischen Senats zum Airwags-Geschäft mit Saudi-Arabien kritisiert.
    In einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur TASS heisst es heute, die Lieferungen würden eine neue Runde des Wettrüstens im Nahen Osten einleiten und die militärische Präsenz der USA in dieser Region ausweiten.
    Österreich.
    Mit einem ausführlichen wirtschaftspolitischen Referat des Wirtschaftssprechers der Volkspartei Graf hat heute früh in Warnbad Villach die diesjährige Klubtagung der ÖVP begonnen.
    Graf meinte, es liege wieder einmal ein schwer defizitärer Staatshaushalt für das kommende Jahr vor.
    Und dies zu einer Zeit, in der alle verstaatlichten Industriebetriebe in den roten Zahlen steckten.
    Die Regierungspolitik führe lediglich zu neuen Steuererhöhungen, neuen Defiziten und neuen Schulden.
    Es sei symptomatisch, dass die sozialistische Regierung diesen angeblich österreichischen Weg dadurch schmackhaft zu machen versucht, dass sie den Blick ständig von Österreich weglenkt, sagte Graf.
    Die Nationalratsfraktion der Freiheitlichen Partei beendet heute eine dreitägige Klausurtagung in Dürrenstein.
    Gestern einigten sich die Freiheitlichen darauf, trotz seiner generell kritischen Haltung zum Budgetentwurf unter Umständen vier einzelnen Ressortansätzen des Budgets 1982 zuzustimmen.
    In Wien beginnen heute die Beamtengehaltsverhandlungen.
    Die Beamtengewerkschaft fordert 7,5 bis 8 Prozent Mehrgehalt.
    Finanzminister Salcher ließ gestern durchblicken, dass das derzeitige Angebot des Bundes von 4,6 Prozent erhöht werden könnte.
    Die größte Entlassungswelle seit dem Krieg befürchtet die Vereinigung industrieller Bauunternehmungen Österreichs für die heimische Bauwirtschaft.
    Nach einer Aussendung der Vereinigung seien dafür der Finanznotstand der öffentlichen Hand und die schwache Auftragsvergabe in den letzten Wochen maßgebend.
    Besonders gravierend wirkt sich nach Ansicht der Bauwirtschaft der Umstand aus, dass von Seiten des Bundes und der Länder in der überwiegenden Zahl der Fälle erklärt wurde, die heuer fälligen Zahlungen nicht termingerecht begleichen zu können.
    An Finanzminister Salcher ist in diesem Zusammenhang wiederholt die Förderung nach Erhöhung der vierprozentigen Verzugszinsen herangetragen worden.
    In Genf hat heute eine Sonderkonferenz der OPEC, der Organisation Erdöl exportierender Länder, über die Wiedereinführung eines einheitlichen Ölpreises begonnen.
    Bereits vor Beginn der Sitzung waren die Aussichten auf eine Einigung allgemein als gut bezeichnet worden.
    Zur Diskussion steht ein Basispreis von 34 Dollar pro Fass Rohöl.
    Der EU-Öl-Minister der Vereinigten Arabischen Emirate, Al-Otaiba, erklärte, die wahrscheinlichste Lösung sei die Einigung auf einen Durchschnittspreis zwischen 34 und 37 Dollar pro Fass.
    Derzeit beträgt der OPEC-Grundpreis 36 Dollar, Saudi-Arabien verlangt aber nur 32 Dollar.
    Alle bisherigen Kompromissversuche scheiterten an der Weigerung Saudi-Arabiens, seinen Ölpreis weiter zu erhöhen.
    Polen.
    Ohne die allgemein erwarteten personellen Veränderungen ist in Warschau die Plenarsitzung des Zentralkomitees der Vereinigten Arbeiterpartei zu Ende gegangen.
    In einer Reaktion auf den gestrigen landesweiten Warnstreik der Unabhängigen Gewerkschaft Solidarität
    Erinnerte ZK-Sekretär Barczykowski daran, dass das Parlament die Vollmacht habe, Streiks zu verbieten.
    Barczykowski quindigte nicht näher bezeichnete weitreichende Entscheidungen für den Fall an, dass die Solidarität ihre Haltung nicht ändern sollte.
    Auch Partei- und Regierungschef Jaruzelski übte heftige Kritik an der Solidarität.
    Die Feinde des Sozialismus deckten nun ihre Karten ganz auf, meinte Jaruzelski.
    Schweden.
    Die Havarie eines sowjetischen Unterseebootes in der Nähe des schwedischen Marinerstützpunktes Karlskrona hat zu einer dramatischen Verschlechterung der Beziehungen zwischen Stockholm und Moskau geführt.
    Schweden protestierte in einer offiziellen Note gegen die, wie es heißt, schwerwiegende Verletzung schwedischer Hoheitsgewässer.
    Außerdem lehnte die Regierung in Stockholm ein Ersuchen Moskaus ab, das gestrandete U-Boot mit sowjetischen Schiffen zu bergen.
    Das festgefahrene Boot liege in einer militärischen Sperrzone, wurde von schwedischer Seite argumentiert.
    Der sowjetische U-Boot-Kommandant gab an, die Havarie sei durch einen Navigationsfehler infolge einer Radarstörung ausgelöst worden.
    Diese Darstellung wurde vom schwedischen Außenministerium als unannehmbar zurückgewiesen.
    Die Sowjetunion hat in der vergangenen Nacht etwa zehn Kriegsschiffe vor den schwedischen Hoheitsgewässern zusammengezogen.
    Schweden hat seinerseits Marine- und Luftwaffenverstärkungen in das Gebiet entsandt.
    Vereinten Nationen.
    Dem Weltsicherheitsrat in New York ist es bisher insgesamt in sechs Wahlgängern noch nicht gelungen, sich auf einen künftigen Generalsekretär der UNO zu einigen.
    Weder UNO-Generalsekretär Waldheim noch der tansanische Außenminister Salim erreichten die erforderliche Mehrheit.
    Unterdessen kursieren Gerüchte über einen möglichen Kompromisskandidaten.
    Genannt wird unter anderem der frühere UNO-Untergeneralsekretär Pérez de Cuéllar aus Peru.
    USA.
    Die Gewerkschaft der amerikanischen Fluglotsen hat den vor drei Monaten ausgerufenen Streik offiziell für beendet erklärt.
    Sobald die Luftfahrtbehörde die Kündigungen widerruft, sollen die Fluglotsen aufgefordert werden, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren.
    Aus Regierungskreisen in Washington verlatete dazu jedoch, dass keiner der seinerzeit entlassenen 12.000 Lotsen wieder eingestellt werden soll.
    Präsident Reagan hatte die Entlassung der Beamten angeordnet, weil sie gegen das Streikverbot verstoßen hatten.
    Vereinte Nationen Die UNO-Vollversammlung in New York hat gestern mit überwältigender Mehrheit eine Resolution gebilligt, in der Israel zur Einstellung der archäologischen Ausgrabungen in der Altstadt von Jerusalem aufgefordert wird.
    In der von mehreren islamischen Ländern vorgelegten Entschließung heißt es, die Ausgrabungen seien eine ernste Behinderung für das Zustandekommen eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten.
    Besonders werden in der Resolution die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom erwähnt, die angeblich durch die archäologischen Arbeiten vom Einsturz bedroht sind.
    Soweit die Meldungen.
    Die Wetterlage.
    Über Westeuropa sowie über den nördlichen Gebieten Mitteleuropas liegt eine Störungszone.
    Sie beeinflusst in der Folge teilweise auch das Wetter im Alpenraum.
    Die Wetteraussichten bis morgen früh.
    Aufgelockerte bis geringe.
    In der Folge im Westen und Norden Österreichs zunehmende Bewölkung.
    Schwachwindig.
    Nachmittagstemperaturen 8 bis 12.
    Nachts an der Alpen-Nordseite teilweise Regen.
    Temperatur morgen früh zwischen 2 und 8 Grad.
    Die Wetteraussichten für morgen Freitag.
    Veränderliche an der Alpen-Nordseite, eher reichliche Bewölkung und strichweise Regen.
    Auffrischende westliche Winde, Tageshöchsttemperaturen 8 bis 14 Grad.
    Nun die Messwerte von 12 Uhr Mittag.
    Wien heiter, 11 Grad, Südostwind 5 km in der Stunde.
    Eisenstadt, stark bewölkt, 12 Grad, Südwind 10.
    Linz heiter, 8 Grad, Ostwind 3.
    Salzburg heiter, 9 Grad, Südostwind 10 km in der Stunde.
    Innsbruck, wolkig, 5 Grad, Windstille.
    Bregenz, heiter, 9 Grad, Südwind, 20 km in der Stunde.
    Graz, heiter, 9 Grad, Südwestwind, 5 km in der Stunde.
    Und schliesslich Klagenfurt, heiter, 9 Grad, Nordwind, 3 km in der Stunde.
    Zwölf Uhr war es und elf Minuten.
    Unter dem Stichwort Klausur finde ich im Brockhaus abgesperrter Raum, abgesperrtes Gebäude vom Lateinischen die Einschließung.
    Die Eingeschlossenen, das sind in dieser Woche fast alle österreichischen Spitzenpolitiker.
    Als mehr oder minder abgesperrte Räume fungieren ein Kongresszentrum in Wien, wo die SPÖ in der ersten Wochenhälfte die Weichen für den politischen Spätherbst stellte, ein Hotel in Dürrenstein in der Wachau, wo die Blaue Riege tagt und seit gestern der Warmbaderhof bei Villach.
    In diesem Kärntner Hotel macht die Volkspartei traditionsgemäß die Herbstklausur vor der Budgetredeschlacht.
    Wirtschaftspolitik dominiert nicht nur deshalb, die Krise der verstaatlichen Industrie etwa zum Beispiel ist auch ein hochaktuelles Thema.
    Ein Hauptthema auch beim Referat am Vormittag vom Wirtschaftssprecher der Großen Oppositionspartei von Robert Graf, Markus Sommersacher, berichtet.
    Das alljährliche herbstliche Kraft-Auftanken der Parlamentspartei nimmt die ÖVP heuer wörtlich.
    Sie bietet ihren Mandataren hier im Kurort Warnbad-Villach nach einem Biotraining unter Prof. Baldur Preiml ein Bio-Frühstück an, mit dem schon die jungen Adler die österreichischen Skispringer zu neuen rekordweiten flogen.
    Gestärkt mit dieser Kraftnahrung gingen die Abgeordneten und Bundesräte der ÖVP heute also zum Referat ihres geschäftsführenden Klubobmanns Robert Graf.
    Sein Motto?
    Unsere Wirtschaft stärken, unsere Zukunft sichern.
    Die ÖVP ist der Ansicht, dass die Wirtschaftslage wesentlich kritischer ist, als sie die Regierung darstellt.
    Und gerade in dieser Situation verfolgt die Regierung nach Ansicht der Volkspartei die falsche Politik.
    Die wachsende Staatsschuld für aufgenommene Gelder binde dem Staat selbst die Hände, der Wirtschaft fehle sein Eigenkapital und die wachsende Steuerbelastung stoße auf grenzendes Widerstand, resümiert Wirtschaftssprecher Graf.
    Kurz gefasst, gerade jetzt, wo die Wirtschaftsprobleme eindeutig größer würden, sei die Problemlösungsfähigkeit der Regierung meilenweit entfernt von den Erwartungen, die die SPÖ zu Beginn der 70er Jahre geweckt habe.
    Gegenrezept der Volkspartei, sofortiger Belastungsstopp, gefolgt von einer Steuerreform und schließlich eine gezielte Steuersenkung.
    Soviel zur Wirtschaftspolitik im Allgemeinen.
    Graf benützte heute natürlich auch die Gelegenheit, um die Diskussionsschraube rund um die anstehende Sanierung der verstaatlichen Industrie eine Drehung weiterzudrehen.
    Bei den verstaatlichen Industriebetrieben sei die Chance für Strukturbereinigungen vertan worden, durch die Schuld der Regierung, und jetzt sei es eben Sache des Eigentümers Staat, den Kapitalbedarf dieser Unternehmungen zu decken, meinte er.
    Die ÖVP sei aber bereit, an einer Sanierung mitzuwirken, aber nicht ohne Bedingungen.
    Auch wir wollen eine große verstaatlichte Industrie, wenn sie in rote Zahlen gerät, nicht einfach in Stich lassen.
    Aber lassen Sie mich gleichfalls namens der Volkspartei etwas dazu sagen.
    Obwohl man bei 100 mittleren oder bei 1000 kleinen Betrieben mit der gleichen Zahl von Arbeitsplätzen in solchen Fällen bei der Regierungspartei ohne Wimperzucken zur Tagesordnung übergeht,
    Diesen Unterschied muss sich namens unserer Partei hier klarstellen.
    Und meine Damen und Herren, wir haben auch immer den Grundsatz vertreten, dass die verstaatlichten Unternehmungen nach den gleichen Grundsätzen geführt werden sollen wie private Unternehmungen.
    Daran bitteschön hat und wird sich an der Einstellung der Volkspartei nichts ändern.
    Für eine Überbrückungshilfe sei die ÖVP zu haben, Dauerzustand dürfe dies aber nicht werden, meinte Wirtschaftssprecher Graf.
    Aber ich möchte aus Gründen der Aktualität dem Herrn Klubobmann Fischer
    Auf seine Unterstellung, wir suchen einen Kuhhandel hier über die Alp, meine Botschaft vermitteln, es geht der Volkspartei nicht um einen Kuhhandel.
    Wir wünschen ihn nicht nur zu tätigen und was unser Kollege Taus formuliert hat, ohne Bedingungen,
    Bestand für Sozialisten scheinbar schon unverständlich geworden in der Bedingung des Führens nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen der Verstaatlichen, nach Erstellung eines großen Konzeptes.
    Das ist eine Bedingung, die sich durch die wirtschaftliche Notwendigkeit aufdrängt.
    Herr Fischer, wir suchen keinen Kuhhandel.
    Zwischen dem, was der ehemalige Parteiobmann Taus in diesem Zusammenhang angeboten habe und dem, was der jetzige Parteichef Mock erklärt habe, gäbe es keine Differenzen, betonte Graf.
    Mock werde sicherlich den Vorschlag von Taus über einen Verhandlungsplan von fünf Jahren, die Verstaatlichte zu sanieren, zeitgerecht einbinden.
    Meinungsunterschiede gäbe es hier nicht.
    soviel zur verstaatlichen Industrie.
    Am Rande des heutigen Vormittags kam auch die jüngste Auseinandersetzung zwischen der Wiener SPÖ und ÖVP über weitere Fortführung des sozialen Wohnbaus zur Sprache.
    Bekanntlich hat die Wiener SPÖ beschlossen, über diese Frage eine Volksbefragung einzuleiten, nachdem eine Bürgerinitiative ihrerseits eine Unterschriftenaktion für eine Volksbefragung über die geplante Verbauung der sogenannten Steinhofgründe in die Wege geleitet hat.
    Dazu heute der Wiener ÖVP-Chef Busek als Antwort auf Bürgermeister
    Soweit wir Informationen haben, was die Sozialisten hier beabsichtigen, ist es eindeutig eine Flucht nach vorne.
    Während wir eine Volksbefragung ermöglicht haben zur Frage des Vorranges der Stadterneuerung und zur Frage des Ausbaus der Hofburg und des Messepalastes anstelle des Konferenzzentrums bei der Ohnesitte,
    und dazu 90.000 Unterschriften gesammelt haben, werden morgen oder vor Aussicht nach 62 sozialistische Gemeinderäte eine Volksbefragung auslösen.
    Und das kann man nur als Flucht nach vorne betrachten.
    Vor allem dann, wenn es um die Probleme des sozialen Wohnbaus geht.
    Wenn die Sozialisten 50 Jahre in Wien an der Regierung sind und jetzt eine Volksbefragung brauchen, um drauf zu kommen, dass sie einen sozialen Wohnbau machen sollen, dann ist das eigentlich ein politischer Rückschritt.
    Weil nämlich damit die Frage verbunden ist, offensichtlich muss der Wohnbau, so wie ihn jetzt die Sozialisten in Wien machen, ihnen selber nicht sozial vorkommen, sonst würden sie nicht den Bürger befragen.
    Parallel dazu haben heute die ÖVP-Landeshauptleute in einer Konferenz mit Parteiobmann Mock eine familiengerechte Gestaltung der Wohnbauförderung auf Bundesebene gefordert.
    Das wär's von der Klubklausur der ÖVP und wieder zurück nach Wien.
    Ein Beitrag von Markus Sommersacher aus Villach über den ersten Tag der Klausur der Volkspartei im Warnwaderhof.
    Durchaus nicht verklausuliert äußern sich zum selben Thema die Kommentatoren der heimischen Tageszeitungen.
    Sie fassen heute in mehreren Kommentaren die Ausgangssituation dieser ÖVP-Klausur zusammen.
    Zitate von Leopold Esterle.
    In der sozialistischen Arbeiterzeitung vertritt heute Ilse Brandner-Radinger unter dem Titel Mocks Problem die Ansicht, dem ÖVP-Obmann wäre nichts unangenehmer, als an wirtschaftspolitischen Entscheidungen nicht mitwirken zu können.
    Ilse Brandner schreibt,
    Bei den diversen Wirtschaftsgesprächen mit Bundeskanzler Kreisky und Regierungsmitgliedern wird zwar Mock aus dem Regen geholt, für den ÖVP-Chef ist es aber schwierig, sich zwischen jenem Flügel seiner Partei, wo er von den Scharfmachern Bergmann, Steinbauer und Kohlmeier getrieben wird, und jenem, der nach dem Prinzip wenigstens dabei sein agiert, einzupendeln.
    Das ist freilich Mocks Problem.
    Liest man im Leitartikel der Arbeiterzeitung weiter.
    Dennoch wurde auf der Klausurtagung der SPÖ der Rahmen für mögliche Kompromisse und möglichen Konsens klar und deutlich abgesteckt.
    Nein zu einem Kurswechsel, nein zu einem quasi-Koalitionspakt, mit dem sich Taus im Zusammenhang mit der Verstaatlichten angebietet hat, wohl aber ja zu handfesten und sinnvollen und vom Staat verkraftbaren Einzelmaßnahmen.
    Dies sollte sich die ÖVP bei ihrer Klausur durch den Kopf gehen lassen, meint die Autorin und schließt.
    Denn mitreden kann bekanntlich nur, wer mehr leistet als mit demagogischen Stehsätzen die heimische, verstaatlichte Industrie in Misskredit zu bringen.
    Soweit die Sozialistische Arbeiterzeitung.
    In der kleinen Zeitung Graz glaubt Kurt Vorhofer anlässlich der ÖVP-Klubklausur in Warnbad-Villach, die ÖVP und der Obmann Mock habe bereits oft genug die politische Anzahlung aufs Mitregieren dürfen geleistet.
    Man liest
    Ich lege es nicht nur im Interesse der Volkspartei, sondern wirklich im Staatsinteresse, wenn sich SPÖ und ÖVP in absehbarer Zeit auf ein wirtschaftspolitisches Aktionsprogramm einigen könnten.
    Aber kann sich die ÖVP als große Oppositionspartei so weit vorwagen, ohne damit in den eigenen Reihen, wo die Orientierungslosigkeit ohnehin schon sehr groß ist, noch mehr Verwirrung zu stiften?
    Und Kurt Vorhofer weiter.
    Leichter hätte es die ÖVP-Führung derzeit sicherlich, wenn es in den letzten zehn Jahren nicht so viele Versäumnisse in der Parteiarbeit gegeben hätte.
    Jetzt, da die ÖVP-Führung sehr beweglich sein müsste, rächt es sich eben, dass es schon lange sehr wenig Grundvertrauen bei den Anhängern in die Führung, ja überhaupt in die Partei als politische Gesinnungsgemeinschaft gibt.
    Mit der gestrigen Ankündigung von Sozialminister Dallinger nach Einführung einer Arbeitsmarktförderungsabgabe beschäftigt sich heute Gerhard Neureiter in den Salzburger Nachrichten.
    Neureiter findet es sinnvoll, dass im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit von jenen, die Arbeit haben, ein gewisses Opfer verlangt wird.
    Was Sozialminister Dalinger bei seinem Vorschlag aber vergessen hat, ist die Frage, ob der Österreicher den Kassieren dieses Sonderzuschlags zutraut, mit den Geldern wirklich im Sinne einer Arbeitsmarktförderung umzugehen oder ob damit nicht nur weiter Geschenke verteilt werden sollen.
    Diese Regierung versäumte es, dieses Vertrauen in den letzten Jahren aufzubauen.
    Das verlangte Sonderopfer stößt auf wenig Verständnis, solange in Sozialversicherungsanstalten Papierkörbe zu 1000 Schilling pro Stück gekauft und bei Eisenbahnanlagen anstatt Hallen für Bahnkunden Tennisplätze zu Ehren des Gewerkschaftsobmanns gebaut werden.
    Abschließend ein Blick in die Kronenzeitung, in der sich heute der Herr Strudl, wie immer mit Kaffeeheferl, Dalmatinerhund und Kleinformat, mit der gestern zu Ende gegangenen SPÖ-Clubklausur beschäftigt.
    Wenigstens die sozialistischen Abgeordneten haben sich das Verbot zu Herzen genommen und bei der Clubtagung keine unsinnigen Fragen gestellt.
    Die Inlandspresse Schau, zusammengestellt von Leopold Esteri.
    Jetzt ein internationales Thema mit einem Österreich-Bezug.
    OPEC-Konferenz in Genf.
    Was in der freien Wirtschaft sonst eher verpönt ist, nämlich Preisabsprachen innerhalb von Branchen, die offensichtlich auf Kosten des Konsumenten gehen, das ist die erklärte Politik der Vereinigung der rohölfördernden Länder der OPEC.
    Das Kartell der 13 Produzenten konnte sich allerdings jahrelang nicht auf diese einheitliche Preistrategie einigen, denn die Interessen der Mitglieder der OPEC waren und sind verschieden.
    Auf der einen Seite Saudi-Arabien, das seinen Anteil am gesamten Ölaufkommen durch Niedrigpreis und Hochförderung von einem Drittel auf die Hälfte angehoben hat,
    Die reichen Scheichs wissen, dass Preisterror die Abnehmer im Westen noch schneller in andere Energieformen treibt.
    Die Saudis haben Quellen, die noch lange ins nächste Jahrtausend hineinspudeln werden.
    Sie haben also Zeit und sie planen langfristig.
    Anders Länder wie etwa Nigeria, das möglichst schnell möglichst viel verdienen möchte, weil die Vorkommen geringer sind,
    Doch die Hochpreispolitik von 40 Dollar pro Fass führte dazu, dass etwa Nigerien nur mehr die Hälfte verkaufte und nicht einmal mehr die Riesenkredite abzahlen konnte, die man zur Modernisierung dieses afrikanischen Entwicklungslandes aufgenommen hat.
    Jetzt geben es die Nigerianer auch zum Teil schon für 34,5 Dollar.
    Denn nach wie vor sind die Lager weltweit voll.
    Nun nimmt die OPEC in Genf unweit des Sommersitzes des saudischen Ölministers Jamani wieder einen Anlauf zum einheitlichen Ölpreis.
    Er könnte auch Österreich treffen.
    Herbert Hutter dazu aus Genf.
    Was bereits als unterschriftsreiche Einigung gehandelt wurde, verzögert sich.
    Der Bruderkuss, den der saudi-arabische Ölminister Sheikh Jamani gestern am späten Abend noch mit seinem revolutionären iranischen Amtskollegen getauscht hat, scheint etwas voreilig gewesen zu sein.
    Das, was angeblich schon fix ausgehandelt ist, sieht etwa so aus.
    Saudi-Arabien erhöht seinen Rohölpreis um 2 Dollar auf 34 Dollar, das fasst zu 159 Litern.
    Und die teuren Produzentenländer wie Libyen, Algerien, Nigerien und Iran senken ihre Preise von derzeit etwa 39 bis 40 Dollar, ebenfalls um 2 Dollar.
    Hier aber spießt es sich.
    Denn die Nordafrikaner haben besseres, leichteres Rohöl anzubieten,
    Und allein schon von der Qualität her erscheint ein entsprechender Preisunterschied gerechtfertigt.
    Über die Höhe aber ist man sich bis jetzt noch alles andere als einig.
    Unter dem Druck der weltweiten Ölschwämme hat Nigeria bereits von 40 auf etwa 35 Dollar reduziert, was von Algerien und Libyen als mangelnde Solidarität angeprangert wurde.
    Der Irak, dessen Öl in der Qualität etwa dem saudischen zu vergleichen ist,
    hat schon klein beigegeben.
    Das Öl wird um die 34 Dollar verkauft, nach 36 Dollar noch vor einigen Monaten.
    Für die Verbraucherländer am wichtigsten ist aber das Verhalten der Saudis.
    Bei gleichbleibender Förderung bringt der 2-Dollar-Kompromiss nicht weniger als 103 Milliarden Schilling im Jahr.
    Das ist etwa ein Viertel des österreichischen Budgets.
    Das heißt, auch bei einer Produktionsdrosselung wird das Geld in der Staatskasse in Riyadh nicht weniger.
    1980 z.B.
    hat Saudi-Arabien die Produktion nur um 4% erhöht, die Einnahmen stiegen aber um 88%.
    Dies als Folge der Preisexplosion nach der iranischen Revolution.
    Riyadh hat seither schon einmal den übrigen OPEC-Mitgliedsländern Kompromissbereitschaft signalisiert, und zwar im September 1980 in Wien.
    Auch damals stieg der Saudi-Ölpreis um 2 Dollar auf die jetzigen 32 Dollar das Fass.
    Was bedeutet die heutige OPEC-Konferenz für Österreich?
    Saudi-Arabien ist nicht zuletzt durch die Initiative von Bundeskanzler Kreisky zum wichtigsten Öllieferanten geworden, nachdem der Irak durch den Krieg mit Persien stark zurückgefallen war.
    Heuer bekommen wir etwa 40 Prozent unseres Rohöls aus Saudi-Arabien und ein Preissprung um zwei Dollar würde aufs Jahr gerechnet ein Plus von 740 Millionen Schilling in unserer Ölrechnung ausmachen.
    Sollten andererseits die teuren Lieferanten um zwei Dollar reduzieren, so wäre dies bei einem Lieferanteil von 25 Prozent ein Minus von etwa 580 Millionen Schilling.
    Unter dem Strich würde der OPEC-Kompromiss Österreich also etwa 160 Millionen Schilling im nächsten Jahr kosten.
    Denn das heurige Jahr ist so gut wie gelaufen.
    Denn was im Dezember als Benzin aus der Zapfsäule fließt, ist als Rohöl jetzt schon auf den Tankern unterwegs.
    Der erste Bericht von Herbert Ruther von der OPEC-Tagung in Genf.
    Zur 11 Uhr ist es und 26 Minuten.
    Senator Jespern aus Dakota wurde eingeladen, der amerikanischen Delegation für das Dayan-Begrebnis anzugehören.
    Senator Boschwitz aus Minnesota wurde versprochen, dass eine umstrittene Luftwaffenbasis in seinem Heimatstaat geschlossen bleibt.
    Senator Conchini aus Arizona erhielt die Zusage, dass man seine Wiederkandidatur nächstes Jahr zweifellos fördern werde.
    Und Senator Grassley aus Iowa gab man zu verstehen, dass man seinen Vorschlag für den neuen Generalstaatsanwalt mit Wohlwollen prüfen werde.
    So kämpft, wie das amerikanische Magazin Newsweek beschreibt, Ronald Reagan um Stimmen, in diesem Fall Stimmen für sein Projekt Saudi-Arabien aufzurüsten.
    Und der Präsident kämpft erfolgreich.
    Mit 52 gegen 48 Stimmen billigte der zwar republikanisch dominierte, aber auch israelfreundliche Senat den 8,5 Milliarden Dollar Deal, das größte bekannte Waffengeschäft in Friedenszeichen, fast 130 Milliarden Schilling wert.
    Das Repräsentantenhaus hatte Reagan noch mit 301 zu 111 Stimmen abgeschmettert vor zwei Wochen, aber wirksam wird das Veto gegen die Präsidentenentscheidung laut Verfassung ja erst, wenn beide Häuser des Kongresses Nein zu einem Plan des Präsidenten sagen.
    Kernstück der Lieferung, die dem US-Flugzeugkonzern Boeing und 1600 Subunternehmen also mehr als 8 Milliarden Petrodollars bringt, sind die Avex Frühwarnsysteme.
    Boeing 707 mit einem untertassenartigen Aufsatz, der gegenüber dem Bodenradar den entscheidenden Vorteil hat, dass dieses Radar nicht unterflogen werden kann.
    Eines dieser elektronischen Superdinger kostet eine Milliarde Dollar.
    Fünf werden die Saudis erhalten.
    Politischer Hintergrund, für Reagan ist der Nahost-Primär ein Ost-West-Konflikt.
    In Israel ist man natürlich böse.
    Zum AWACS-Geschäft Harry Sichowski.
    Der Begriff AWACS beherrscht seit Wochen die Meldungen und Kommentare über die Nahostlage.
    Hinter der eigenartigen Abkürzung verbirgt sich die Bezeichnung Airborne Warning and Control System, also etwa Warnungs- und Kontrollsystem zur Luft, und stellt das modernste und gründlichste System dieser Art dar, tatsächlich ein technisches Wunder, das würdigeren Zwecken dienlich sein sollte als nur militärischen.
    Die Airwags-Maschinen sind im Grunde ehemalige Zivilflugzeuge vom Typ Boeing 707, auf deren Dach in Form einer Schüssel die Frühwarnantenne angebracht ist.
    Mittels dieser Anlage kann in einem Vorausfeld von 500 Kilometern alles erfasst und wahrgenommen werden, was als mögliches Feindziel in Frage kommt.
    Dabei werden gleichzeitig von einem Computer alle nicht interessanten, also vor allem zivilen Ziele automatisch ausgenommen.
    Der besondere Vorteil des AWACS-Systems liegt darin, dass auch Tiefflieger erfasst werden können.
    Im Gegensatz zum normalen Radarsystem, das vom Boden her erfasst, ist AWACS sozusagen looking down, das heißt es kann von oben her alles wahrnehmen.
    Die Briten haben übrigens ein ähnliches System mit der Bezeichnung Nimrod 3 entwickelt, wobei die Antenne jedoch unten befestigt ist.
    Zwei AWACS-Maschinen wurden übrigens bereits an Saudi-Arabien geliefert.
    Was die Wirksamkeit der AWACS betrifft, so liegen Meldungen vor, wonach diese Maschinen jene israelischen Flugzeuge erfassen konnten, die den Angriff auf den irakischen Kernreaktor durchführten.
    Unter idealen Bedingungen kann eine AWACS-Maschine bis zu 240 Objekte identifizieren und auch gleich nach Größe, Höhe, Identität, Geschwindigkeit und Flugrichtung klassifizieren.
    AWACS sind jedoch nicht nur Wareninstrumente, sondern lassen sich auch als Leitmaschinen bei Einsetzen der eigenen Luftwaffe verwenden.
    Nachdem nun der Senat in Washington sein Ja zur Lieferung von fünf AWACS-Flugzeugen an Saudi-Arabien gegeben hat, steht der Ausführung dieses Auftrags nichts mehr im Wege.
    Gleichzeitig ist damit eine neue Belastung des israelisch-amerikanischen Verhältnisses eingetreten.
    Den Auftrag im Wert von umgerechnet 137 Millionen Schilling bezeichnete Präsident Reagan als wirtschaftliche Nabelschnur zwischen den USA und dem Nahen Osten.
    Der Frieden im Nahen Osten sei damit wieder auf dem Vormarsch, meinte Reagan und betonte gleichzeitig die unerschütterlichen Verpflichtungen der USA für Israel.
    Während dieser Haltung der israelische Botschafter in den USA mehr oder weniger zustimmte, mit den Worten, die israelisch-amerikanische Freundschaft übertreffe zeitweilige Meinungsverschiedenheiten, führt Jerusalem eine weit härtere Sprache.
    Oppositionsführer Rabin stellte infrage, ob sich die USA überhaupt noch an Camp David gebunden fühlten, und ein Mitarbeiter, Ministerpräsident Begins, sprach von der Lieferung potenzieller Zerstörungswaffen an einen erklärten Feind Israels.
    Eine offizielle Erklärung ist heute von einer Sondersitzung des israelischen Kabinetts zu erwarten.
    In Moskau bezeichnete die Nachrichtenagentur TASS die E-Works-Lieferung als neue Runde des Wettrüstens im Nahen Osten, während der ägyptische Staatsminister Boutrous Ghali den Handel als einen Sieg für alle arabischen Nationen klassifizierte.
    Abzuwarten bleibt, ob die amerikanische Rechnung aufgeht, wonach die E-Works-Lieferung eine positivere Haltung Saudi-Arabiens zu den ägyptisch-israelischen Friedensbemühungen auslösen könnte.
    Ein Beitrag von Harry Sigrofsky, es ist 12.31 Uhr, kurzer Blick auf das, was wir unter anderem noch bis 13 Uhr planen.
    Es handelt sich um einen Beitrag von einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Kurt Steirer, der eine Studie präsentiert, nach der der Umweltschutz Arbeitsplätze nicht beseitigt, sondern sie schafft.
    Es gibt außerdem ein Pressegespräch mit dem Beamtenstaatssekretär Franz Löschnack, eventuell ein Beitrag über das gestrandete sowjetische Atom-U-Boot vor der schwedischen Küste und Kultur aus Graz, Ausstellung von Günther Bruch, Malereien und Zeichnungen.
    Zunächst aber in die Bundesrepublik Deutschland.
    Das vergangene Wochenende hat es wieder gezeigt, die Friedensbewegung in ganz Westeuropa wächst.
    Hunderttausende bei Demonstrationen in London, in Paris, Brüssel, Rom, zuvor schon in Bonn.
    Und Bonn ist auch das Stichwort, denn in der Bundesrepublik scheint das Friedensthema in seiner aktuellen Variante der Ablehnung des NATO-Raketenrüstungsbeschlusses am stärksten die Innenpolitik zu beeinflussen.
    Zunächst auf Seiten der regierenden Sozialdemokraten.
    Dort hat ja Bundeskanzler Helmut Schmidt sein politisches Schicksal mit dem sogenannten Doppelbeschluss verknüpft.
    Sein prominentester parteiinterner Gegner ist SPD-Präsidiumsmitglied Erhard Eppler.
    Der Hauptredner der Bonner Friedensdemonstration vor zwei Wochen fordert ein radikales Ende des Wettrüstens, auch mit einseitigen westlichen Vorleistungen.
    Bei drei Tonnen Bomben Sprengkraft pro Kopf der Weltbevölkerung seien Gleichgewichts- und Nachrüstungsrechnungen absurd, meint Eppler.
    Die Bonner Opposition war bisher ganz auf Schmidt und auf US-Linie.
    Ja zur Nachrüstung.
    Nur CSU-Chef Franz Josef Strauß deklarierte sich als Gegner des Doppelbeschlusses.
    Er plädiert für bedingungsloses Aufstellen der Pershing- und Cruise-Raketen.
    Den Verhandlungsteil dieses Doppelbeschlusses lehnt der Bayer ab.
    Insgesamt aber schien die Union einig in der Ablehnung der Friedensbewegung.
    Den Bonner Aufmarsch der 300.000 nannte etwa Helmut Kohl einen anti-amerikanischen Umzug.
    eine Volksfront und Strauß sprach vom umgekehrten Reichsparteitag.
    Nur der Philosoph Alfred Mechtersheimer profilierte sich als Friedensdissident der Union.
    Nun droht ihm der Parteiausschluss, zu dem er in einem Interview in der Zeit gesagt hat, wenn die CSU dies tut, dann hoffe ich zumindest,
    dass ein erheblicher Teil der CDU-CSU-Wähler sich fragt, ob eine Politik wirklich so gut sein kann, wenn man die Kritiker dieser Politik so behandelt.
    Inzwischen aber scheint die Friedensdiskussion in der Union zu eskalieren.
    Es scheinen hier Gräben aufzubrechen, die es bisher nicht gab.
    Dazu jetzt Paul Schulmeister.
    Von vielen Unions-Politikern mag es als danaher Geschenk empfunden werden, was Kurt Biedenkopf am Vorabend des CDU-Parteitages in Hamburg ausgebreitet hat.
    Öffentlich machte sich der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Oppositionsführer im Düsseldorfer Landtag den Grundsatzzweifel der Friedensbewegung zu eigen, ob nämlich die atomare Strategie der Abschreckung den Frieden auf Dauer sichern könne.
    Damit hat Biedenkopf, ohne die NATO-Nachrüstung direkt anzugreifen, den Keim des Zweifels in die eigene Partei hineingetragen.
    Das über Monate gepflegte Bild vollster sicherheitspolitischer Geschlossenheit, mit der sich die Union vorteilhaft von der im Nachrüstungsstreit zerrissenen SPD abheben wollte, erhält damit erste tiefe Kratzer.
    Und das zu einem Zeitpunkt, wo CDU-Chef Kohl die Regierungsmacht zum Greifen nahe hält und daher jetzt jede Kontroverse in den eigenen Reihen vermeiden will.
    Biedenkopfs Äußerungen in Interviews und einem heute veröffentlichten Artikel der Hamburger Wochenzeitung Zeit sind tatsächlich, wenn man so will, eine Zeitbombe für die Unionsparteien.
    Denn dort hat man sich bisher von einer grundsätzlichen Diskussion über die Sicherheitspolitik abgeschottet.
    Biedenkopf spricht in diesem Zusammenhang vom traditionellen Misstrauen gegen alles, was sich als Friedensbewegung ausgäbe, und zwar wegen der Erfahrungen der 50er und 60er Jahre, als es dem Ostblock ja gelungen war, die Begriffe Frieden und Friedenspolitik für seine Ziele zu besetzen.
    Es gebe zwar auch heute Elemente einer internationalen Strategie, um das westliche Verteidigungssystem zu schwächen.
    Doch die Dynamik, mit der sich heute die Zweifel hunderttausender Bahn brächen, ließe sich damit nicht erklären und sei weit elementarer.
    Das alte Misstrauen auf die Friedensbewegung von heute zu übertragen, wäre daher ein Fehler, meint Bidens.
    Friedenkopf, der damit neuerlich eine bis heute von der CSU vertretene Darstellung zurückweist, wonach es sich bei der Bonner Friedenskundgebung am 10.
    Oktober um eine kommunistisch gesteuerte Veranstaltung gehandelt habe.
    Dieser Volksfront-Vorwurf war zuerst von CDU-Chef Kohl erhoben worden und trotz aller Bemühungen um Differenzierung, die Kohl nachträglich unternommen hat, hängt dem Parteichef diese voreilige Abqualifizierung noch immer an.
    Laut Biedenkopf wird in der heutigen Friedensdiskussion ein Generationenkonflikt deutlich, denn die Generation, die in den 50er Jahren die Entscheidung über die Atombewaffnung traf, sei nicht die gleiche Generation, in der sich das Bewusstsein über die Auswirkungen eines möglichen Atomwaffengebrauchs entwickle.
    Diesen Prozess der Bewusstseinsbildung könne man weder revidieren noch stoppen.
    In ihm drücke sich nicht nur die Angst um das eigene Leben, sondern um die Existenz der Gattung Mensch selbst aus.
    Natürlich, so schreibt Biedenkopf, gäbe es Einwände.
    Etwa, dass die Anwendung der Atomwaffen ja in der Abschreckung, nicht in der Zerstörung bestehe und dass es auf die politische, nicht auf die Sprengwirkung der Waffen ankomme.
    Durch diese Argumentation, meint Biedenkopf, könnten viele nicht mehr folgen.
    Denn wenn der tatsächliche Einsatz von Atomwaffen prinzipiell ausgeschlossen werde, dann hätten sie ja auch keine glaubwürdige Abschreckungswirkung mehr.
    Ferner handele es sich um eine Grenzsituation auch deshalb, weil die historische Erfahrung lehre, dass man keine Strategie auf die Fähigkeit weniger Menschen aufbauen könne, verantwortlich über die Existenz eines ganzen Volkes, Kontinents oder der Gattung selbst zur Entscheidung.
    Grenzsituationen dieser Art seien nicht stabil.
    Sie ließen sich nur für eine gewisse Übergangszeit in der Hoffnung aufrechterhalten, dass sie überwunden werden.
    Diese Hoffnung ende aber, wenn die Zerstörung der Gattung Mensch auf Dauer als mögliche Folge der Sicherung des Friedens mitgedacht werden müsse.
    Menschen, so schreibt Biedenkopf, seien nicht in der Lage, einen solchen Widerspruch dauerhaft zu verarbeiten.
    Und damit kommt der stellvertretende CDU-Vorsitzende zu seiner Hauptaussage, nämlich, dass die nukleare Strategie der Abschreckung als Grundlage einer dauerhaften Friedensordnung ungeeignet und nicht konsensfähig sei.
    Mit dieser Darstellung hat sich Biedenkopf nicht nur in Widerspruch zur offiziellen Haltung seiner Partei begeben, er hat sich gleichzeitig als eine Art von Schutzpatron für jene 500 Jugendlichen etabliert, die in der nächsten Woche zum Hamburger CDU-Parteitag eingeladen wurden, um dort vor dem Plenum offen und vermutlich äußerst kritisch ihre Meinung zum Thema Frieden zu sagen.
    CDU-Generalsekretär Geisler hat mit der Einladung an diese Jugendlichen, die aus verschiedenen Verbänden kommen und in ihrer Mehrheit der CDU gar nicht angehören, ein Experiment durchgesetzt, das zu schweren Konflikten auf dem Parteitag führen kann.
    Geisler tritt ebenso wie Biedenkopf für eine Öffnung der Partei, für kontroverse Diskussionen im Ringen um die Antworten auf, so der CDU-Generalsekretär, die Menschheitsfragen von heute ein.
    Der seit langem schwelende Strategiekonflikt zwischen dem Generalsekretär und seinem Parteichef Kohl könnte sich nun nach der Schützenhilfe Biedenkopfs verschärfen.
    Jetzt hat also auch die deutsche christlich-demokratische Union, die CDU, ihre Friedensdiskussion.
    Ein Beitrag von Paul Schulmeister aus der Bundesrepublik nach Österreich vom Thema Frieden zum Thema Umweltschutz.
    Theoretisch wollen den Umweltschutz ja alle.
    In der Praxis wird er bisher vor allem mit zwei Argumenten verhindert.
    Erstens, er sei zu teuer und gefährde dadurch zweitens die Arbeitsplätze.
    In einer Zeit allgemein in ganz Europa, ja in der ganzen westlichen Welt, unsicherer werdender Arbeitsplätze sicherlich ein tödliches Argument.
    Nur, es ist falsch, behauptet eine heute vom Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz in Wien vorgelegte Studie.
    Umweltschutz sichert eher Arbeitsplätze, heißt es da.
    Wilfried Seifert meldet sich mit einem Direktbericht.
    Eigentlich sollte es gar keinen Minister für Umweltschutz geben, das wäre am besten.
    Diese Meinung hat gestern bei der SPÖ-Klub-Klausur Umweltschutzminister Steirer selbst vertreten.
    Denn dann wäre Umweltschutz eine von allen Betroffenen beachtete Selbstverständlichkeit.
    Nun, das ist es sicher nicht.
    Es ist vielmehr so, dass sich der Umweltschutz offenbar in einer Verteidigungsposition für sich selbst befindet.
    Umweltschutz kann offenbar nicht allein für sich als Wert bestehen, sondern er muss beweisen, dass er kein Luxus ist, dass er nicht Arbeitsplätze gefährdet, sondern vielleicht sogar welche schafft.
    Was bewusste Umweltschützer seit langer Zeit behaupten und mit einschlägigen Untersuchungen aus dem Ausland zu beweisen suchten, ist nun auch in Österreich offiziell schwarz auf grauem Umweltschutzpapier nachzulesen.
    Minister Steirer?
    Ihre Gemeinung, dass Umweltschutz Arbeitsplätze gefährdet, ist sicherlich durch diese Studie widerlegt worden.
    Es ist nachgewiesen worden, dass im Jahr durchschnittlich zwischen 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze durch Umweltschutzmaßnahmen gesichert
    oder überhaupt zusätzlich geschaffen worden sind.
    Rechnet man die vorliegenden Daten über Umweltschutzaufwendungen in Österreich in den Jahren 1974 bis 1979, etwa 51 Milliarden Schilling insgesamt, auf gesicherte oder geschaffene Arbeitsplätze um, dann ergibt das zwei Arbeitsplätze für jede Million Schilling.
    Nun, es gibt teurere Arbeitsplätze in Österreich, auch wenn keine Frage ist, dass Umweltschutz natürlich Geld kostet.
    Sicherlich ist der Einwand berechtigt, wenn viele Unternehmer, aber auch Betriebsräte, die sich hier immer gemeinsam treffen, sagen, Umweltschutzinvestitionen sind sehr teuer und beeinträchtigen die Konkurrenzfähigkeit unserer Betriebe.
    Das mag für den Anfang stimmen, aber Umweltschutzinvestitionen sind Langzeitinvestitionen, die letzten Endes auch in der Kosten-Nutzen-Rechnung
    ein Plus für den Umweltschutz bringen.
    Und vor einem Trugschluss sollte man sich auf jeden Fall hüten.
    Umweltschutzmaßnahmen müssen auf jeden Fall bezahlt werden.
    Wenn nicht über die Produktionskosten, wenn nicht zulasten der Gewinne, dann über die Öffentlichkeit, durch vermehrte Krankheitsanfälligkeit, durch Spitalsbau und sonstige Gesundheitskosten, durch aufwendige Kanalisationsbauten und andere Belastungsbeseitigungen und, und, und.
    Von immateriellen Werten und von so unwegbaren Dingen wie Wohlbefinden gar nicht zu reden.
    Einer der Autoren der Studie, Mag.
    Knodt, warnt daher vor dem falschen Ansatz.
    Ich glaube, man kann nicht argumentieren, dass Umweltschutz deshalb betrieben werden soll, weil er Arbeitsplätze schafft, weil er Beschäftigungsmöglichkeiten und geschäftliche Möglichkeiten schafft.
    Man kann aber auch nicht mehr umgekehrt argumentieren, dass Umweltschutz die Beschäftigung gefährde.
    Umweltschutz also als positiver Wert an sich.
    Motto, was nützt ein Arbeitsplatz dem, der gesundheitlich belastet, früher ins Gras beißen muss, das dann hoffentlich noch wächst.
    Wie ernst die Situation des Umweltschutzes in Österreich ist, wurde heute bei der Pressekonferenz des Gesundheitsministers nachdrücklich unterstrichen.
    Zwei Anwesende, die sich selbst als Vertreter der Wirtschaft bezeichneten, meinten, die Betriebe leisteten in Österreich ohnehin Ausreichendes für den Umweltschutz, nun sei die öffentliche Hand dran.
    Dazu vielleicht ein vorletzter Satz.
    Im nunmehr von allen Industrienationen so bewunderten Wirtschaftswunderland Japan mit all seinen zum Teil beängstigenden Exploiterfolgen sind die Umweltschutzaufwendungen beträchtlich höher als in den europäischen Industriestaaten.
    Bleibt abzuwarten, wie weit diese theoretischen Zahlen nun auch in praktische Politik umgesetzt werden können.
    Und soweit mein Bericht aus dem Presseclub Concordia und damit zurück an der Studie des Mittagsschnalls.
    Danke Wilfried Seifert und wir bleiben in Wien.
    Im Bundeskanzleramt fand heute Vormittag eine der seltenen Pressekonferenzen von Beamtenstaatssekretär Franz Löschner statt.
    Von besonderem Interesse deshalb, weil heute Nachmittag die vermutlich letzte Runde über höhere Bezüge der Beamten ablaufen wird.
    Vorgegebenes Thema beim Pressegespräch von Staatssekretär Löschner war aber der Entwurf eines Vergabegesetzes, wonach die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand gesetzlich geregelt werden soll.
    Wir schalten jetzt zu Erich Eichinger.
    Hauptinteresse, wie gesagt, was haben die 800.000 Aktiven und Pensionisten bei Bahn, Post, den Gemeinden oder im öffentlichen Dienst von den Gehaltsverhandlungen heute Nachmittag zu erwarten, sollte es zu einem Abschluss kommen?
    Finanzminister Salcher hat ja gestern erklärt, Lohnabschlüsse in dieser Zeit müssten in gesamtwirtschaftlichem Zusammenhang gesehen werden.
    5% Erhöhung für die Beamten seien im Budget geplant, 6% würden es wohl nicht werden.
    Während von Gewerkschaftsseite argumentiert wurde, die Metallarbeiter hätten erst mit 6% plus auf die Istlöhne abgeschlossen, schlechter dürften auch die Beamten nicht abschneiden.
    Mehr oder minder Außerstreit schien analog den letzten Jahren eine in Kraft tretende Erhöhung ab 1.
    Jänner, geltend für ein Jahr.
    Hier scheint Beamtenstaatssekretär Löschner neuen Verhandlungsspielraum geortet zu haben.
    Ich darf darauf verweisen, dass wir schon Gehaltsabschlüsse gehabt haben, die über eineinhalb Jahre gegriffen haben.
    Gehaltsabschlüsse, die in vier Etappen auf vier Jahre gezogen haben.
    Und ich darf letztlich auch darauf verweisen, dass auch die Metallarbeiter
    ihren letzten Abschluss in Wirklichkeit um einen Monat verlängert haben, um zu einem neuen Abschluss gelangen zu können.
    Also für den öffentlichen Dienst mag vielleicht die Frage des Zeitpunktes und des Zeitraumes unüblich sein, aber durchaus
    Auch schon in der Vergangenheit war das der Fall.
    Für die Bezieher kleinerer Einkommen im öffentlichen Bereich, darüber schänden sich einig, soll jedenfalls Zusätzliches getan werden.
    In diese Richtung könnte auch eine Begrenzung der Bezugssteigerung auf maximal 1.200 Schilling gemünzt sein.
    Sonst in der Pressekonferenz von Staatssekretär Löschnack eine bunte Mischung.
    Die neuerliche Ankündigung, dass trotz aller Kritik im Begutachtungsverfahren ein neues Vergabegesetz kommen soll, das war damals vor dem Ausscheiden von Finanzminister Andras aus der Politik
    einer der zehn Punkte von Bundeskanzler Kreisky, ein neues Vergabegesetz, eine Regelung des öffentlichen Auftragsvergabewesens, eine gesetzliche Verankerung der etwa aus der arge Kostenrechnung der früheren Gesundheitsministerin Leodolter oder aus dem AKH-Bereich bekannten Ölnorm 2050 mit Berücksichtigung der Bestbieter, aber auch volkswirtschaftlicher Interessen.
    Weiters der Entwurf einer Novelle zum Verwaltungsgerichtshofgesetz, vorgesehen sind Verfahrenserleichterungen und schließlich eine Umfrage, ob die Österreicher für den Fall von Katastrophen Schutzräume in den Gebäuden wollen.
    Eine Mehrheit sagt ja nach dieser Umfrage, 36 Prozent würden eine Zusatzsteuer in Kauf nehmen.
    Sie würden monatlich 50 Schilling dafür bezahlen.
    Und damit gebe ich wieder zurück an das Studio.
    Ein Beitrag von Erich Eichinger und wir wechseln aus Wien jetzt nach Graz.
    Als Beitrag zum steirischen Herbst wird heute Abend im Kulturhaus der Stadt Graz die Ausstellung Bilddichtungen von Günther Brues eröffnet.
    Brues, der einst mit Hermann Nitsch zu den Hauptvertretern des Wiener Aktionismus gehörte,
    und der im kommenden Jahr Österreich bei der großen Kunstausstellung Documenta 82 in Kassel vertreten wird.
    Pus also zeigt in Graz zum ersten Mal einen Überblick über sein Gesamtwerk, wobei der Schwerpunkt auf Arbeiten der letzten fünf Jahre liegt.
    Aus Graz berichtet Wilhelm Rossbaut.
    Der stufenweise gesteigerte Paukenwirbel zur Fotodokumentation des Orien-Mysterien-Theaters Hermannitsch ist verklungen.
    Vernehmbar höchstens noch unterirdisches Grollen.
    Im Kulturhaus der Stadt Graz ist wieder Friede eingekehrt, keineswegs aber mit Langeweile gleichzusetzen.
    Das Gegenteil ist der Fall.
    Günther Bruce zeigt seine Ausstellung Bilddichtungen.
    Bruce hatte sich vor zehn Jahren vom Wiener Aktionismus getrennt, eine Zeit, die er heute eine Sturm- und Trankperiode nennt.
    Der gebürtige Obersteirer lebt seit zwei Jahren in Graz, zeichnet, malt, dichtet.
    Dennoch wurden, ehe noch die Bilder hingen, Stimmen laut, die die Abwesenheit des Künstlers bei der Ausstellungseröffnung forderten.
    Eine Forderung durch nichts begründet.
    Bruce mit unerhörtem Fantasiereichtum begabt, zeichnet und malt ohne Gefühle zu verletzen.
    Er malt gegenständlich.
    Vorwiegend sind es Zyklen, Folgen, die sich symbolhaft mit Menschen oder mit dem Naturempfinden auseinandersetzen.
    Denken Sie an Herzmanowski, Orlando, auch an Kubin, dann haben Sie etwa eine Vorstellung, wie Bruce mit Pinsel und Farbe umgeht und mit dem Wort.
    Denn die meisten Zyklen, auch Einzelarbeiten, sind mit Texten versehen, die Bruce als einfühlsamen Prosa-Dichter oder Lyriker ausweisen.
    Die Ausstellung Bilddichtungen zeigt über 500 Arbeiten, eine Auswahl aus dem 10.000 Blätter umfassenden Gesamtwerk.
    Präsentationen in Hamburg, London und Luzern haben dem Künstler internationale Anerkennung gebracht.
    Die Auswahl traf der Leiter des Bruce-Archivs in Hamburg, Arnulf Meifert.
    Sind die Bilddichtungen von Günther Bruce eine Einheit?
    Selbstverständlich, die Einheit liegt auf der untersten Ebene da, dass er ja Herr schaffender all dieser Arten von Kunstbetätigung ist.
    Im Speziellen aber dort, dass er eben den Begriff der Bilddichtung für seine Arbeit geschaffen hat.
    Das heißt, dass die
    Zeichnungen, die er in so einer Bilddichtung vorstellt, den Text nicht illustrieren.
    Andererseits aber auch, der Text nicht einfach die Zeichnungen erklärt, sondern Text und Bild sind in einem Art dialektisch-musikalischen Spannungsverhältnis.
    Sie umspielen sich gegenseitig, stellen sich in Frage, verstärken sich.
    Günther Pruß als Dichter, Arnulf Meifert liest eine Stelle aus der Selbstdarstellung Das Ende des Akrobaten.
    Man sagte, er könne mehr als alle anderen Akrobaten.
    Er könne, was eigentlich nicht mehr gekonnt werden kann und darf.
    Man sagte, er habe mit dem Rücken auf den Zinken einer Säge liegend eine Küchenkredenz auf einem hochgestreckten Bein balanciert und mit den Zehen des anderen Beines ein Glas Marmelade herausgeholt, es geöffnet und den Inhalt auf seinen Körper geschmiert.
    Und anschließend habe er das Ganze und die Details in ein Bildnis eines Augsburger Kaufmanns verwandelt.
    Nun, er trat auf.
    und streichelte ein weiches Ei.
    So viel über die Grazer Ausstellung Bilddichtungen von Günther Prus, dessen Werk der Leiter des Kulturhauses so beurteilt.
    Sein höchst eigenartiges Verflechten von Text und Bild, zeichnerischem Wurf und dichterischem Ausholen ist in künstlerischer wie literarischer Hinsicht bedeutend.
    Das so Geschaffene gehört zum Wichtigsten, das heutzutage entsteht.
    Bilddichtungen des Künstlers Günther Brusap heute in Graz, ein Beitrag von Wilhelm Rossbaut.
    Heute beginnt im Schloss Kitzee der erste internationale Josef-Joachim-Violin-Wettbewerb, der von der Kulturvereinigung Nördliches Burgenland in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der burgenländischen Landesregierung durchgeführt wird.
    27 Geiger aus 15 Ländern, alle unter 30 Jahre alt, stellen sich einer internationalen Jury unter Vorsitz von Professor Franz Samohin.
    Über den Wettbewerb informiert uns Walter Gellert.
    Was den Josef-Joachim-Violin-Wettbewerb noch vor Beginn für den Steuerzahler so sympathisch macht, ist, dass 80 Prozent der sich auf 1,3 Millionen Schilling belaufenden Kosten von privaten Firmen, darunter auch von einer Wiener Tageszeitung, aufgebracht werden.
    Leidvolle Erfahrungen mit anderen Wettbewerben haben die zuständigen Ministerien veranlasst, mit Unterstützungen eher sparsam umzugehen.
    Dass man gerade Josef Joachim als Namenspatron für die Veranstaltung gewählt hat, hat seinen guten Grund.
    Vor 150 Jahren wurde der geigenvirtuose Dirigent, Komponist, Leiter eines berühmten Quartetts und langjährige Direktor der Berliner Musikakademie in Kitze geboren.
    Der am Wiener Konservatorium ausgebildete Musiker verbrachte seine Lehrzeit bei Mendelssohn in Leipzig.
    Die Freundschaft mit Schumann und Brahms prägte seine künstlerische Tätigkeit ebenfalls.
    Joachim, für den Komponisten wie Brahms, Bruch oder Dvořák Werke geschrieben haben, ist auch für die Entwicklung des modernen Virtuosentums von Bedeutung.
    Professor Michael Frischenschlager, der stellvertretende Vorsitzende der internationalen Jury.
    Josef Joachim.
    war natürlich ein Virtuose des 19.
    Jahrhunderts.
    Und er ist in der zweiten Hälfte des 19.
    Jahrhunderts zusammen mit Sarasate und Wieniawski der letzte große Vertreter des Virtuosentums geworden.
    Und darin besteht seine große Bedeutung für die Geschichte des Violinspiels, eben im Hinblick auf das 20.
    Jahrhundert.
    Er hat einen völlig neuen Aspekt hineingebracht, nämlich, dass die Virtuosität Diener der Musik ist.
    Und das ist ja das,
    was wir heute im 20.
    Jahrhundert als selbstverständlich annehmen, aber zur Zeit des jungen Joachim war das keinesfalls selbstverständlich.
    Die Beteiligung am Wettbewerb ist mit 27 Geigern relativ gering im Vergleich zu anderen großen Bewerben bei denen oft bis zu 100 junge Musiker antreten.
    Die Teilnehmerzahl bei einem Wettbewerb sollte nicht
    ausschlaggebend sein für die Qualität eines Wettbewerbes, weil in allen Dingen in der Kunst die Qualität vor der Quantität gehen soll.
    Im spezifischen Fall beim Joachim-Wettbewerb muss man dazu sagen, dass die Anforderungen des Programmes durch das Miteinbeziehen des Joachim-Konzertes eine enorm hohe Forderung stellt,
    die für uns eine Garantie schon bedeutet, dass nur ganz hochqualifizierte Geiger kommen, weil das Joachim-Konzert erstens heute nicht im Repertoire ist.
    In diesem Sinne soll auch dieser Wettbewerb bahnbrechend sein.
    Es soll das Werk Joachims wieder erweckt werden.
    Und zweitens, weil eben dieses Joachim-Konzert von Virtuosen her enorm hohe Anforderungen stellt.
    Da kann einfach nicht jeder antreten.
    Auf die Problematik von Wettbewerben angesprochen, meint Professor Frischenschlager.
    Aus der Sicht des Jurors ist das Problem eben die Messbarkeit einer künstlerischen Leistung.
    Die ist eben der Subjektivität unterworfen und dessen muss man sich bewusst sein.
    Aus der Sicht des Teilnehmers ist eigentlich nur ein Problem sehr stark und das ist eben, ein Teilnehmer darf sich nicht auf den Preis fixieren, sondern er muss das Ganze drumherum sehen, das für ihn so außerordentlich positiv ist.
    das positive dabei ist eben kennenlernen anderer junger virtuosen das positive ist
    einen Wettbewerb, sich selbst zu einer großen Steigerung zu zwingen.
    Und das Dritte heute, also in unserem Musikbetrieb natürlich, das ist die Chance, durch einen Wettbewerb in die große Karriere einzusteigen.
    Die Preisträger des Joseph-Joachim-Violin-Wettbewerbes werden in drei Durchgängen ermittelt.
    Nach dem Abschlusskonzert am 7.
    November in Eisenstadt, bei dem das ORF-Sinfonieorchester unter Karl Österreicher begleitet,
    werden die drei großen Preise in der Höhe von 80.000, 60.000 und 40.000 Schilling sowie drei Sonderpreise vergeben.
    Der Josef-Joachim-Wettbewerb soll übrigens auch in Zukunft veranstaltet werden, wobei man an einen Fünf-Jahres-Rhythmus denkt.
    Möglich ist auch eine Zusammenarbeit mit der DDR, die schon seit Jahren versucht hat, einen Josef-Joachim-Wettbewerb auf die Beine zu stellen, was aber bis jetzt, wie man hört, an finanziellen Gründen gescheitert ist.
    Und jetzt, vier Minuten vor 13 Uhr, das allerneueste vom Tag aus dem Nachrichtenstudio.
    Österreich.
    Den Sicherheitsbehörden in Salzburg ist ein empfindlicher Schlag gegen den Palästinenser Terror in Österreich geglückt.
    Nach Angaben des Innenministeriums wurde gestern Abend in Salzburg der 28-jährige jordanische Staatsbürger Bahi Yunis festgenommen.
    Der Mann, in dessen Besitz Maschinenpistolen, andere Handfeuerwaffen und mehrere Handgranaten sowie einige Reisepässe sichergestellt wurden, steht unter dem dringenden Verdacht, der Drahtzieher hinter dem Anschlag auf den Wiener Verkehrsstadtrat Nittel zu sein.
    In Warmbad Villach hat heute die diesjährige Klubtagung der ÖVP begonnen.
    Wirtschaftssprecher Graf hielt das einleitende Referat, indem er unter anderem erklärte, die Regierungspolitik führe lediglich zu neuen Steuererhöhungen, neuen Defiziten und neuen Schulden.
    Bei der Klubklausur der Freiheitlichen Partei in Dürrenstein hat der Finanz- und Budgetsprecher Bauer ein 12-Punkte-umfassendes Konzept zur Budgetsanierung vorgelegt.
    Im Zusammenhang mit der Steuer- und Abgabenlast sprachen sich die Freiheitlichen Abgeordneten für ein Einfrieren der sogenannten Staatsquote.
    Das ist die Summe der Steuern und Abgaben in der derzeitigen Höhe von etwa 42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.
    Die Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen Österreichs befürchtet die größte Entlassungswelle seit dem Krieg.
    In einer Aussendung der Vereinigung heißt es dafür sein, der Finanznotstand der öffentlichen Hand und die schwache Auftragsvergabe in den vergangenen Wochen maßgebend.
    Der Plan der VÖST Alpine AG im sogenannten Hintergebirge bei Reichraming im Enztal einen Kanonentestplatz einzurichten, stößt auf Widerstand.
    Der Vorsitzende der Sektion Steyr des Alpenvereins meinte, dadurch würde ein romantisches und bisher weitgehend unberührtes Tal unmittelbar betroffen.
    Der Sprecher des Alpenvereins meinte, es würde von einem Berghang zum anderen und damit direkt über die Köpfe der Wanderer hinweg geschossen.
    USA.
    Der Senat in Washington hat der geplanten Lieferung von fünf fliegenden Radarstationen vom Typ AWACS an Saudi-Arabien zugestimmt.
    Dies wird als wichtiger innen- und außenpolitischer Erfolg von Präsident Reagan gewertet.
    Israel.
    In Jerusalem hat die Entscheidung des US-Senats heftige Kritik ausgelöst.
    Die Regierung ist zu einer Sondersitzung zusammengetreten.
    Verteidigungsminister Sharon bezeichnete die Airbags-Lieferung an Saudi-Arabien als die größte Gefahr, der sich Israel gegenüber sehe.
    Ägypten.
    Außenminister Ghali hat die amerikanische Entscheidung als Sieg für alle arabischen Nationen bezeichnet.
    Die Regierung in Kairo hat den AWACS-Verkauf an Saudi-Arabien als Wendepunkt in den amerikanischen Beziehungen zu den arabischen Staaten begrüßt.
    Sowjetunion Moskau hat die Zustimmung des amerikanischen Senats zum AWACS-Geschäft mit Saudi-Arabien kritisiert und betont.
    Dadurch werde das Wettrüsten im Nahen Osten beschleunigt.
    Polen.
    Die Arbeiter von 65 Baufirmen in der Region von Stettin streikten heute zwei Stunden lang.
    Sie wollten damit gegen den Mangel an Baumaterial protestieren.
    Im Norden Polens ist angeblich eine Typhus-Epidemie ausgebrochen, die wegen Medikamentenmangels nicht wirksam bekämpft werden kann.
    Diese Ansicht vertritt eine französische Ärzte-Hilfsorganisation unter Berufung auf Berichte von Solidaritätsmitgliedern.
    Nun die Wetteraussichten für Österreich bis zum Abend.
    Zunächst sonnig, später im Westen und Norden Bewölkungsverdichtung.
    Nachmittagstemperaturen heute 8 bis 12 Grad.
    Neue Beiträge unter anderem über die Festnahme eines vermutlichen Palästinenser Terroristen in Salzburg.
    Es gibt am Nachmittag eine Pressekonferenz der Staatspolizei.
    Die hören Sie im Abend-Journal um 18 Uhr.
    Die Mittagsredaktion ist jetzt geschlossen.
    Durch Glück verabschiedet sich für alle Mitarbeiter der Sendung.
    Auf Wiederhören.
    Untertitel der Amara.org-Community

    Beiträge dieses Journals

    Nachrichten
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wetterbericht
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Natur ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    ÖVP-Klausur in Warmbad Villach
    Interview: Wirtschaftssprecher Graf und Wiener Vizebürgermeister Busek
    Mitwirkende: Sommersacher, Markus [Gestaltung] , Graf, Robert [Interviewte/r] , Busek, Erhard [Interviewte/r]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Ort: Villach, Warmbad
    Schlagworte: Politik Österreich ; Gesellschaft ; Wirtschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Beginn der OPEC-Tagung in Genf, höherer Ölpreis droht
    Mitwirkende: Hutar, Herbert [Gestaltung]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Ort: Genf [Veranstaltungsort]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Wirtschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Erläuterungen zu AWACS (Airborne Warning and Control System) und politische Folgen der Lieferung aus Saudi-Arabien
    Mitwirkende: Sichrovsky, Harry [Gestaltung]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Politik ; Wirtschaft ; Technik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Boeing, Frühwarnsysteme , Nachrichten
    Friedensbewegungen / Friedensdiskussion lässt auch in der CDU Gräben aufbrechen
    Mitwirkende: Schulmeister, Paul [Gestaltung]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Politik ; Wissenschaft und Forschung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrüstung, Franz Josef Strauss , Nachrichten
    Studie beweist: Umweltschutz schafft Arbeitsplätze
    Interview: Gesundheitsminister Steyrer
    Mitwirkende: Seifert, Wilfried [Gestaltung] , Steyrer, Kurt [Interviewte/r]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Wissenschaft und Forschung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Pressegespräch: Beamtenstaatssekretär Löschnak
    Interview: Beamtenstaatssekretär Löschnak
    Mitwirkende: Eichinger, Erich [Gestaltung] , Löschnak, Franz [Interviewte/r]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Gesellschaft ; Medien und Kommunikation ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Günter Brus Ausstellung beim steirischen Herbst in Graz
    Einblendung: Trommeln , Interview: Leiter des Brus-Archivs in Hamburg Arnulf Meifert
    Mitwirkende: Rosbaud, Wilhelm [Gestaltung] , Meifert, Arnulf [Interviewte/r]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Ort: Graz [Veranstaltungsort]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Kultur ; Bildende Kunst ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Interview: Violin-Wettkonzert im Burgenland
    Interview: Professor Michael Frischenschlager
    Mitwirkende: Gellert, Walter [Gestaltung] , Frischenschlager, Michael [Interviewte/r]
    Datum: 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Musik ; E-Musik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten

    Katalogzettel

    Titel Mittagsjournal 1981.10.29
    Spieldauer 00:59:48
    Mitwirkende Glück, Luis [Moderation]
    Bachmair, Udo [Regie]
    ORF [Produzent]
    Datum 1981.10.29 [Sendedatum]
    Schlagworte Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt
    20. Jahrhundert - 80er Jahre
    Typ audio
    Format TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, jm-811029_k02
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Gesamtwerk/Reihe Mittagsjournal

    Information

    Inhalt

    Nachrichten

    Verortung in der digitalen Sammlung

    Schlagworte

    Gesellschaft , Radiosendung-Mitschnitt