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Schönen guten Tag zum Ersten Mittagschanal.
Nach den Weihnachtsfeiertagen begrüßt Sie Louis Glück.
Und das sind unsere Themen für die kommende Stunde.
Countdown am Golf, die Zeichen stehen eher auf Krieg.
Dämpfer für Gorbatschow, sein Vizepräsidentenkandidat scheiterte knapp.
Jugoslawien zerfällt, Slowenien erklärt sich für unabhängig.
Wende in Albanien, die KP macht Konzessionen.
Sorge in Israel, täglich kommen tausende Sowjetjuden.
Schattenwirtschaft in Polen, der Schwarzmarkt blüht.
Der Neue in der Kärntnerstraße, Pressekonferenz des ÖVP-Generalsekretärs Raimund Solonar.
Chaos auf der Westautobahn, Massenkarambolage auf Eisklatterfahrbahn.
Und Kultur, der französische Filmstar Michel Piccoli wird heute 65.
Vorerst der gewohnte Nachrichtenüberblick, Redakteur Stetgard Haider und Sprecher Stefan Pokorny.
Sowjetunion.
Der ehemalige Gewerkschaftschef Gennady Janájev ist im Kongress der Volksdeputierten nicht zum Vizepräsidenten der Sowjetunion gewählt worden.
In der geheimen Abstimmung verfehlte Janájev die erforderliche Anzahl der Stimmen.
Dies wird als Niederlage für Staatspräsident Gorbatschow gewertet, der gestern den als konservativ geltenden Janájev für das neu geschaffene Amt des Vizepräsidenten vorgeschlagen hat.
Gorbatschow hatte vor den Abgeordneten unterstrichen, Janájev sei kein Konservativer, sondern ein Mann fester Prinzipien und aktiver Befürworter der Perestroika.
Janájev bekannte sich vor dem Volksdeputiertenkongress als Kommunist, der die Mittel der Demokratie akzeptiere.
Jugoslawien.
Die Teilrepublik Slowenien hat sich zum selbstständigen Staat erklärt.
Dies wurde gestern Abend in einer feierlichen Proklamation vor dem slowenischen Parlament verkündet.
Der Beschluss beruht auf der jüngsten Volksabstimmung, die eine überwältigende Mehrheit für die Selbstständigkeit Sloweniens ergeben hat.
Der slowenische Präsident Kucan warnte die jugoslawischen Kräfte noch einmal, in Slowenien gewaltsam einzugreifen.
Nach seinen Worten beabsichtigt Slowenien, in den kommenden sechs Monaten mit den anderen jugoslawischen Teilrepubliken ein Abkommen über eine Konföderation zu schließen.
Sollte dies nicht möglich sein, werde Slowenien aus dem jugoslawischen Staatsverband austreten, ergänzte Kucan.
Aus Belgrad liegt eine erste Reaktion vor.
Ministerpräsident Marković rief dazu auf, Jugoslawien nicht in ein Chaos abgleiten zu lassen.
Albanien.
Staats- und Parteichef Ramiz Alija hat eine Parteireform angekündigt.
Vor den Delegierten eines Parteikongresses in Tirana sagte Alija, die Kommunisten müssten viele ihrer alten Grundsätze aufgeben und frühere Positionen korrigieren.
Grundsätzlich werde die KP aber an marxistischen Prinzipien festhalten.
Gedacht ist an die schrittweise Einführung der Marktwirtschaft und an die Aufnahme ausländischer Kredite.
Albaner werden künftig im Ausland arbeiten dürfen.
Nahe Osten.
Der irakische Präsident Saddam Hussein setzt seine verbalen Drohungen fort.
In einem Fernsehinterview sprach Hussein vom Recht des Irak, chemische Waffen einzusetzen, sollte die internationale Golfstreitmacht sein Land angreifen.
Fragen nach irakischen Atomwaffen wich Hussein aus.
Wörtlich sagte er, im Kriegsfall werde man Köpfe rollen und die Throne von Verrätern und Aggressoren verschwinden sehen.
Der Irak werde als Symbol der arabischen Nation, des Widerstandes und des Rechts bestehen bleiben.
Vor Diplomaten in Bagdad erklärte sich Hussein neuerlich zu einem Dialog mit den USA bereit.
Er warf den Amerikanern jedoch Arroganz und Aufgeblasenheit vor.
Ein Abzug der irakischen Truppen aus Kuwait kommt für ihn nach wie vor nicht in Frage.
In zweieinhalb Wochen endet die vom UNO-Sicherheitsrat festgelegte Räumungsfrist.
Israel.
Die Einwanderung sowjetischer Juden nach Israel nimmt immer stärker zu.
Allein in der vergangenen Nacht kamen 4000 Sowjetjuden auf dem Flughafen Tel Aviv an.
Bis zum Jahresende werden somit nahezu 200.000 Sowjetjuden nach Israel eingewandert sein.
Aufgrund der derzeitigen Entwicklung erwarten Experten im nächsten Jahr bis zu 600.000 Sowjetjuden, die sich in Israel niederlassen werden.
Kolumbien.
Im Kampf gegen die Drogen-Mafia sind heuer 420 Polizisten getötet und mehr als 500 verletzt worden.
Nach offiziellen Angaben wurden mehr als 2.100 Kolumbianer und sieben Ausländer als mutmaßliche Rauschgifthändler festgenommen.
Die kolumbianische Polizei beschlagnahmte seit Jahresbeginn 15.000 Kilogramm Kokain.
26 Geheimlabors für die Herstellung von Rauschgift und mehr als 500 Kokainplantagen wurden zerstört.
Österreich.
Im Mordfall der 8-jährigen Nicole Strau ist die Polizei bisher nicht weitergekommen.
Die Kriminalisten gehen den etwa 100 bisher eingegangenen Hinweisen nach.
Fraglich ist nach wie vor, welchen Weg das Mädchen nach dem Besuch bei seiner Tante in der Simmeringer Hauptstraße gewählt hat, um zur elterlichen Wohnung in die Florian-Geier-Gasse in Wien Favoriten zu gelangen.
Die Behörden ersuchen die Bevölkerung weiter um Hinweise an das Wiener Sicherheitsbüro.
Die Stadt Wien hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Prämie von 50.000 Schilling ausgesetzt.
Auf der Westautobahn in Niederösterreich ist es in den frühen Morgenstunden aufgrund von Glatteis zu Serienunfällen gekommen.
Zwischen Böheimkirchen und Altlenkbach war die Westautobahn stundenlang blockiert.
Querstehende PKW und LKW behinderten auch den Einsatz der Streufahrzeuge.
Ein Vorwärtskommen war nur mit Schneeketten möglich.
Am Vormittag entspannte sich die Situation weitgehend.
Auch in Oberösterreich ereigneten sich durch Glatteis mehrere spektakuläre Verkehrsunfälle.
Das waren die Meldungen.
Die Wetteraussichten bis morgen früh.
Meist noch stark bewölkt bis bedeckt und strichweise Regen.
Oberhalb 1000 Meter Schneefall.
Regional aber auch Bewölkungsauflockerungen.
Westlicher Wind.
Nachmittagstemperaturen 2 bis 7 Grad.
Frühtemperaturen morgen minus 5 bis plus 3 Grad.
Die Wetteraussichten für morgen Freitag.
Heiter bis wolkig.
Wind aus West bis Nordwest.
Tagestemperaturen 1 bis 5 Grad.
Das Wetter übermorgen Samstag stark bewölkt bis bedeckt, doch kaum Niederschlag.
Die Wettermeldungen von 12 Uhr Mittag.
Wien stark bewölkt, leichter Regen, 4 Grad.
Eisenstadt stark bewölkt, 3.
St.
Pölten bedeckt, leichter Regen, 2 Grad.
Linz bedeckt, Nieselregen, 0.
Salzburg bedeckt, leichter Regen, 4.
Innsbruck stark bewölkt, leichter Regen, 3 Grad.
Westwind, 20 Kilometer in der Stunde.
Bregenz stark bewölkt, 6 Grad.
Graz heiter, 4.
Klagenfurt heiter, bei 0 Grad.
12 vor 7 und wir bleiben am Beginn des Beitragsteils noch beim Wetter und bei der vorletzten Meldung zuvor.
Zu den Weihnachtsfeiertagen selbst gab es in Österreich keinen Verkehrstoten.
In der Weihnachtswoche seit dem 17.
Dezember starben aber 27 Menschen im Straßenverkehr.
Im Vorjahr waren es zum Vergleich 43 Unfalltote und 8 Überweihnachten.
Gott sei Dank keinem Menschenleben forderte heute früh eine Massenkarambolage auf der vereisten Westautobahn in Niederösterreich.
Wolfgang Ritzbergers Reportage.
Der Tanz auf dem Eis ging gegen vier Uhr früh los.
Der gefrierende Regen überzog binnen Minuten die Westautobahn und alle Nebenstraßen mit einer fingerdicken Eisschicht.
Ein Pannenfahrer erzählt's.
Drei Viertel vier war der erste Anfall und da war ein Spiegel glatt, da hat man nicht einmal zu Fuß gehen können.
Und nachdem der Berg so glatt war, die LKW kreuz und quer gestanden ist, da hat es kein Fahren und kein Zurückkommen gegeben.
Das war unmöglich.
Gnadenlos machten die physikalischen Gesetze von ihrem Recht Gebrauch und führten den hilflosen Autofahrern vor, wie schmal der Grad der Bodenhaftung ist, den vier Gummiwalzen auf die Straße zu bringen imstande sind.
In der Dunkelheit konnte auch niemand ahnen, dass ihm so schnell der Boden unter den Rädern weggezogen werden würde.
Und bevor man noch richtig wusste, was geschah, war es auch schon geschehen.
So erging es auch denen, die unsere Schutzbefohlenen im Straßenverkehr sind, den Straßenmeistern, den Gendarmen und den Feuerwehrmännern, wie der Kommandant der Pressbaumer Feuerwehr erzählt.
Das Ganze war verstopft heraus.
Die Fahrzeuge haben sich überhaupt nicht sehr undiszipliniert verhalten.
Sie haben den Schwarzstreifen nicht freigehalten, sind kreuz und quer gefahren und haben nicht aufgepasst, dass die Exekutive oder die Rettung oder die Feuerwehr durchkommen wird.
Wir haben ca.
eine Dreiviertelstunde gebraucht, dass wir überhaupt zum Einsatz gekommen sind.
Wenn hier Verletzte gewesen wären oder Schwerverletzte oder Eingeklemmte, wäre das natürlich sehr tragisch gewesen.
Und wenn man dann im Auto sitzt, froh endlich zum Stillstand gekommen zu sein und gleichzeitig böse, weil dieses Glatteis nicht nur den Wagen ruiniert hat, sondern jetzt auch Zeit vom Urlaub stiehlt, Geld stiehlt, weil das Auto kaputt ist und weil vor ein paar Tagen oder Wochen das Leben unendlich kompliziert zu werden verspricht zwischen Versicherungen, Behörden und Kfz-Werkstätten.
Und in diesem Zorn sucht man dann den Schuldigen und hat ihn rasch gefunden.
Warum haben diese Kerle vom Winterdienst nicht gestreut?
Nachlässigkeit wird ihnen vorgeworfen.
Der Chef vom Winterdienst beruft sich auf höhere Gewalt.
Auch seine Einsatzfahrzeuge seien Opfer des Glatteises geworden.
Der Fahrer eines Tankwagens erzählt's.
Ich hab' gewartet am Streifwagen und bin hinter dem Streifwagen nachgefahren.
Bergauf ist da alles gegangen, der hat gestreut.
Und auf einmal ist nix mehr rausgekommen.
Und da war das Schloss und ich bin von der linken Seite parallel zur Straße umgerutscht.
Gemeinsam mit dem Streuwagen knallte er in die Leitplanke.
Und da muss man sich dann fügen, abfinden mit dem Unabänderlichen.
Am späten Vormittag war die Westautobahn gehörig.
Gesalzen, das Eis geschmolzen, die Wracks weggeräumt und die Temperaturen wieder über dem Gefrierpunkt.
Die zahllosen Autos, die sich zum Tanz auf dem Eis versammelt hatten, trollten sich.
Der kilometerlange Stau in beiden Fahrtrichtungen löste sich auf.
Etwa 30 Autos blieben allerdings auf der Strecke.
Und jetzt in die Sowjetunion, dort herrscht politisches Glatteis.
Auf dem Papier ist Michael Gorbatschow wohl der große Sieger des zu Ende gehenden Winterplenums des gesamtsowjetischen Parlamentes, trotz des vorläufigen Rücktritts seines Kampfgefährten Schewert-Nadze.
Gorbatschow setzt die Verfassungsreform, die den Präsidenten eine geradezu autoritäre Machtfühle bringt, ebenso durch wie den neuen Unionsvertrag, der den Einfluss der Moskauer Zentrale in den Republiken garantiert.
Aber es bleiben Zweifel, ob die Vergleiche auch stimmen, die Gorbatschow in einem Atemzug nennen, mit diktatorischen Vorgängern wie Stalin, Lenin oder den Zahnen.
Denn ob der Machthaber im Kreml nun wirklich die Macht hat, die Nationalitätenkonflikte zu entschärfen, die Perestroika durchzusetzen und die Wirtschaftsreform voranzutreiben, das bleibt fraglich.
Das Pädoyer der Volksdeputierten für einen starken Mann zeigt eher, dass sie die Verantwortung für die tiefe Krise der Sowjetunion abschieben wollen.
Einen Dämpfer hat Gorbatschow inzwischen allerdings auch erhalten.
Die Abgeordneten lehnten seinen Vizepräsidenten-Kandidaten Gennady Yanayev ab, Raimund Löw aus Moskau dazu.
Was dem Land nach dem Willen Gorbatschows eine starke Führung und eine stabile Machtstruktur hätte verleihen sollen, hat nach nicht 24 Stunden zu einer total blockierten Situation im Volkskongress geführt.
Gennady Janayev, der konservative Politbüro-Mann, den Gorbatschow gestern als seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten präsentiert hat, hat in der geheimen Abstimmung heute früh das erforderliche Quorum von 50 Prozent der gewählten Abgeordneten um haarscharf um 34 Stimmen verfehlt.
Nur ein einziger Name ist auf dem Stimmzettel gestanden.
Trotz mehrmaliger Aufforderung hatte sich Gorbatschow geweigert, den Abgeordneten mehrere Kandidaten zur Auswahl zu geben.
Als Präsident habe er das Recht, seine Mannschaft nach seinen Vorstellungen zusammenzusetzen und an der Entscheidung für den ehemaligen Gewerkschaftschef Janajew sei nicht zu rütteln.
Das war gestern.
Gorbatschow hat es in den vergangenen Tagen mit Einsatz aller Mittel geschafft, den Volkskongress zu der von ihm gewollten Verfassungsänderung in Richtung eines ausgeprägten Präsidialsystems zu drängen.
Die Ablehnung eines Personalvorschlages des Präsidenten
Für die Position des Vizepräsidenten oder des Regierungschefs gehört danach zu den ganz wenigen Möglichkeiten, die die Abgeordneten noch haben, um die Führung des Landes zu beeinflussen.
Die Nomination von Jan Najew ist als politisches Signal für das Comeback des KP-Apparats gewertet worden, von dem man sich dank der freieren Wahlen schon freigespielt zu haben glaubte.
Bei der geheimen Abstimmung heute früh haben sich offensichtlich alle aufgerafft.
radikale Demokraten, Befürworter von mehr Autonomie in den Republiken und wohl auch so mancher Gorbatschow-Anhänger aus dem politischen Zentrum, dem bei der jüngsten Personalpolitik seines Präsidenten Angst und Bange geworden ist.
583 Deputierte haben gegen den designierten Vizepräsidenten gestimmt, 1089 für ihn.
Weil aber nach sowjetischem Usus nicht die absolute Mehrheit der anwesenden Deputierten
sondern die absolute Mehrheit aller gewählten Abgeordneten inklusive der Abwesenden notwendig ist, ist Janajew damit abgelehnt.
Die Deputierten haben dieses für Gorbatschow niederschmetternde Ergebnis erst vor kurzem offiziell erfahren und seither ist im Volkskongress die Hölle los.
Eine starke Gruppe will einfach die Abstimmung wiederholen, weil doch niemand für Gorbatschow eine so schwere Krise aber heraufbeschwören wollen.
Ein Ergebnis muss respektiert werden.
Man kann doch nicht so oft abstimmen, bis es nach dem Wunsch des Präsidenten geht, rufen andere.
Die Geschäftsordnung gehört geändert.
Wenn 500 Abgeordnete nicht da sind, sei doch das Quorum viel zu hoch, ist ebenfalls eine weit verbreitete Meinung.
Michel Gorbatschow, der schon heute während des gesamten Vormittages hypernervös gewirkt hat, hat sich selbst noch nicht zu Wort gemeldet.
Und jetzt von einer latenten zu einer akuten Krise.
Am Golf tickt die Bombe.
20 Tage vor dem Inkrafttreten des UN-Ultimatums gibt es wenig Anlass zur Hoffnung, dass ein Krieg vermieden werden kann.
Nach wie vor streiten Bagdad und Washington um Termine für die von Präsident Bush vorgeschlagenen Gespräche.
Nach wie vor verknüpft Saddam Hussein Kompromisse in der Kuwait-Frage mit dem Palästina-Problem.
Ein Jungteam, das die USA auf israelischen Druck hin ablehnen.
Die Amerikaner verstärken täglich ihre Militärpräsenz und haben US-Bürger in Jordanien nun aufgefordert, das Land aus Sicherheitsgründen zu verlassen.
Ulrich Tildner berichtet.
Irak ist zu einem ernsthaften und konstruktiven Gespräch bereit.
Es muss auf gegenseitigem Respekt basieren.
Aber Irak weist die Arroganz, Eitelkeit und das Aufzwingen eines Willens zurück, wie die amerikanische Regierung es versucht.
Mit diesen Worten
hat Iraks Präsident gestern Abend noch einmal die Verhandlungsbereitschaft seines Landes bekräftigt.
Vor irakischen Botschaftern, die nach Bagdad zurückgerufen worden waren, betonte Saddam Hussein, alle Probleme der Region, insbesondere die Palästina-Frage, müssten zusammengelöst werden.
Das sind keine neuen Töne aus Bagdad, aber der Auftritt Husseins zeigt, dass Irak den politischen Kontakt zu den USA sucht.
Auch die diplomatische Eiszeit zwischen Bagdad und Washington scheint erst einmal beendet zu sein.
Mehrere Tage lang hatte es keine Kontakte zwischen beiden Seiten gegeben.
Seit Montag finden jedoch wieder Treffen zwischen dem Geschäftsträger der amerikanischen Botschaft und dem Außenministerium in Bagdad statt.
Damit wachsen die Hoffnungen, dass es doch noch zu den Treffen zwischen Iraks Außenminister Tariq Aziz und US-Präsident Bush in Washington und dem Gegenbesuch von US-Außenminister Baker in Bagdad kommen wird.
Geschäftsträger Joe Wilson gibt sich optimistisch.
Ich habe die Hoffnungen auf einen diplomatischen Fortschritt nicht aufgegeben.
Aber irakisch-amerikanische Gespräche können weiterhin nicht als gesichert gelten.
Und noch wichtiger, es wäre falsch, sich von ihnen bereits einen Durchbruch in der QV-Frage zu versprechen.
Dazu fehlt die Kompromissbereitschaft in Bagdad und in Washington.
Direkte Gespräche können jedoch einen wichtigen psychologischen Fortschritt darstellen.
Saddam Hussein ist nicht bereit, unter Druck einzulenken.
Ein Treffen mit US-Außenminister Baker zu einem Zeitpunkt, den US-Präsident Bush eigentlich nicht mehr akzeptieren wollte, könnte Hussein als Prestigegewinn darstellen und zum Anlass für erste Zugeständnisse nehmen.
Es ist kaum zu erwarten, dass Hussein einen Rückzug oder auch nur einen Teilrückzug seiner Invasionstruppen aus Kuwait anbieten wird.
Der irakische Präsident spielt weiter auf Zeitgewinn.
Nachrichtenoffiziere der in Saudi-Arabien stationierten US-Armee berichten sogar, Irak verstärke die Frontstellungen in Kuwait und verlege zusätzliche Einheiten in das besetzte Scheichtum.
Das Ziel Husseins liegt auf der Hand.
Er strebt einen Verhandlungsprozess an, durch den die USA in den kommenden Wochen an einem Angriff auf sein Land gehindert werden.
Hussein wird weiter versuchen, die gegen sein Land gerichtete Allianz aufzubrechen.
Er hofft darauf, dass sich neben Staaten der arabischen Welt auch Regierungen in Europa für Parallelverhandlungen zu einer gleichzeitigen Lösung der Kuwait-Krise und des Palästina-Problems aussprechen.
Zu einer Erfüllung des vom Weltsicherheitsrat gestellten Ultimatums nach einem bedingungslosen Abzug der Invasionstruppen aus Kuwait dürfte Hussein nicht bereit sein.
Im Rahmen von Verhandlungen könnte Irak jedoch zumindest einen Teilrückzug der Truppen anbieten.
Dass Hussein gegenüber dem mexikanischen Fernsehen darauf bestanden hat,
Der Emir von Kuwait dürfe niemals mehr an die Macht zurückkehren, ist bereits ein kleines Einlenken.
Hussein nannte Kuwait nicht mehr Teil Iraks.
Die Formel Kuwait ja, aber die Herrschaft des Emirs nein, könnte eine Kompromisslinie sein, die der irakische Präsident anstrebt.
Es ist kaum zu erwarten, dass die USA entsprechende Vorschläge Husseins akzeptieren werden.
Somit besteht die Gefahr eines Krieges um Kuwait in den kommenden Wochen weiter.
Dennoch.
haben die vergangenen Tage eine wichtige Veränderung gebracht.
Neben der zunehmenden militärischen Konfrontation sind auch wieder diplomatische Aktivitäten zu erkennen.
Und damit besteht doch noch Hoffnung, dass die Eigendynamik, mit der die Covid-Krise auf einen Krieg zuzusteuern scheint, durch politische Entwicklungen abgeschwächt werden kann.
Zumindest sollte auf diesem Wege Zeit gewonnen werden.
Damit steigen die Chancen, dass es doch noch zu einer friedlichen Lösung der
Und wir bleiben noch beim Thema Golf.
Als nach der Invasion der irakischen Truppen in Kuwait sich Flüchtlingsströme vor allem nach Jordanien ergossen, da waren das vor allem Gastarbeiter.
Gastarbeiter aus anderen Ländern der Dritten Welt, die auf diese Art und Weise am Ölreichtum der Scheichtümer am Golf mitverdienen konnten.
Für viele von ihnen war der Traum von einer sicheren Existenz dort in den Flüchtlingslagern von Jordanien dann zu Ende.
Sie mussten nach Hause.
Es waren sehr viele Pakistanis darunter, vor allem aber auch Ägypter.
Welche Auswirkungen hat das nun auf die Wirtschaft des Landes am Nil?
Die heimkehrenden Gastarbeiter treiben zwar die Arbeitslosigkeit in die Höhe, die klare Haltung Ägyptens im Golfkonflikt zahlt sich aber dennoch aus, berichtet Herbert Hutter.
Ägyptens Wirtschaft war schon vor der Golfkrise schwer angeschlagen.
Die Auslandsverschuldung von rund 50 Milliarden Dollar, das ist umgerechnet die astronomische Summe von 530 Milliarden Schilling.
Und das wachsende Außenhandelsdefizit zwangen bereits im April die Regierung in Kairo zu einem empfindlichen Sparprogramm unter der Oberaufsicht des Internationalen Währungsfonds.
Nachdem im Sommer rund 400.000 ägyptische Gastarbeiter aus dem Irak und Kuwait an den Nil zurückgekehrt waren, stieg nicht nur die Arbeitslosenquote von rund 25 Prozent noch weiter an.
Es fehlten auch die Deviseneinnahmen von Gastarbeiterlöhnen, die rund 3,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr noch ausgemacht hatten.
Eine weitere Milliarde Dollar, die Bagdad noch von Warenlieferungen her schuldig ist, muss Cairo abschreiben.
Schwer gelitten hat auch der Tourismus.
Seit der Nahe Osten wieder zum Krisenherd Nummer 1 in der Welt geworden ist, zieht es immer weniger Touristen an den Nil, um Pyramiden, Sphinxe oder das Tal der Könige zu besuchen.
Seit August war der Einbruch im Tourismus katastrophal.
Die Devisenernahmen von mehr als 2 Milliarden Dollar, wie sie noch 1989 eingenommen wurden, werden für heuer zu halbieren sein.
Adalas nicht nur auf den Devisenkonten.
Viele Ägypter, die sich im Tourismus ihren Lebensunterhalt verdienten, verloren ihre Arbeit.
Insgesamt wird der Schaden für Ägyptens Wirtschaft seit Beginn der Golfkrise auf rund 10 Milliarden Dollar geschätzt.
Das ist ein Fünftel der Auslandsverschuldung.
Soweit die schlechten Nachrichten.
Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille.
Entgegen allen Befürchtungen stiegen die Einnahmen aus den Gebühren für den Suezkanal und zwar um knapp 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.
Das sind allerdings Schätzungen und ebenso wenig über den Extraprofit aus den explodierten Ölpreisen gibt es genaue Angaben.
Man spricht von einigen hundert Millionen Dollar.
Ägyptens Präsident Hosni Mubarak streicht nun aber auch seinen Lohn für seine strikt irakfeindliche Haltung ein, und zwar auf dem Konto der Auslandsschulden.
Washington strich Schulden für Rüstungslieferungen in Milliarden-Dollar-Höhe, ebenso die Scheichtümer am Golf, einschließlich Saudi-Arabien.
Zusätzliche Wirtschaftshilfe pumpten die arabischen Bruderstaaten im Ausmaß von rund 7 Milliarden Dollar an den Nil, Washington gab mehr als 2 Milliarden Dollar dazu.
Finanzielle Hilfe bekommt Ägypten auch für seine massive Truppenpräsenz an der irakischen Front, vor allem von Japan und von der EG.
Präsident Mubarak reicht das allerdings nicht.
Er fordert auch einen Schuldennachlass von den EG-Staaten für Rüstungslieferungen, an erster Stelle von Frankreich.
Derzeit laufen Verhandlungen über eine allgemeine Umschuldung ägyptischer Kredite.
Der internationale Währungsfonds hat aber noch nicht endgültig entschieden.
Die Umschuldung dürfte aber demnächst abgesegnet werden.
Der Schuldenerlass hilft zwar massiv die Staatskasse in Kairo zu sanieren, er ist aber noch keineswegs ein Heilmittel gegen die ägyptische Wirtschaftskrise.
Touristen kommen sicher erst nach der Golfkrise wieder an den Nil und von einem Abbau der Arbeitslosigkeit, von einem Ankurbel der Exporte ist weit und breit noch nichts in Sicht.
Herbert Hutter hat berichtet und wir bleiben noch im Nahen Osten.
In Europa fürchtet man sich vor einem millionenfachen sowjetischen Einwandererstrom.
In Richtung Israel hat er schon begonnen.
Alleine in der vergangenen Nacht trafen 4.000 Sowjetjuden in Tel Aviv ein.
Insgesamt 200.000 werden es in diesem Jahr sein.
Für das kommende Jahr werden 50.000 Immigranten im Monat erwartet.
Das ist mehr als das am Zustrom an sich Interessierte Israel verkraften kann.
Der politische Druck von nationalreligiöser Seite, die Einwanderer im besetzten Westjordanien unterzubringen, wird steigen.
Martin Wagner berichtet.
Tag und Nacht, selbst am jüdischen Feiertag Schabbat, landen Flugzeuge auf Israels Ben-Gurion-Flughafen und bringen neue Bürger ins Land.
Heute landen an einem Tag so viele Juden aus der Sowjetunion in Israel wie zu Beginn des Jahres in einem Monat.
Ein Traum wird wahr für den Staat der Juden, doch die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass er zu einem Albtraum wird.
Die Zahlen machen das Problem deutlich, vor dem der kleine Staat steht.
In diesem Jahr sind bis jetzt 180.000 Neubürger in Israel angekommen.
Allein im Monat Dezember dürften nochmals zwischen 30.000 und 50.000 Juden aus der Sowjetunion hier landen und für das nächste Jahr werden bis zu 400.000 Einwanderer erwartet.
Doch auch höhere Zahlen sind durchaus vorstellbar.
Die Juden in der Sowjetunion
haben offensichtlich das Gefühl, es sei besser, heute als morgen das Land zu verlassen, da sie befürchten, die liberalen Ausreisegesetze könnten zu ihrem Nachteil geändert werden.
Der erst kürzlich vorgelegte Haushaltsplan der Regierung Freilicht geht lediglich von 300.000 Einwanderern aus.
Und dennoch müssen die Bürger Israel teuer für die Einwanderung bezahlen.
Die Einkommensteuer wird um 5 Prozent erhöht, die Mehrwertsteuer soll von 16 auf 18 Prozent steigen, Subventionen auf bestimmte Lebensmittel werden gestrichen.
Doch auch die Einwanderer
bekommen, die angespannte finanzielle Situation zu spüren.
Die Zuwendungen werden um 3.000 Schekel jährlich, etwa um die 2.500 Mark, reduziert.
Die Schülerzahlen in den Hebräischkursen werden erhöht, die Studienförderung wird geringer sein, als sie bisher war.
Und dennoch fehlen Milliarden Schekel, oder besser Dollar.
Aber Premierminister Shamir war auf seiner USA-Reise in dieser Hinsicht alles andere als erfolgreich.
Er brachte keinerlei Zusagen mit nach Hause.
Im Gegenteil,
Eine Bankgarantie der amerikanischen Regierung, über 400 Millionen Dollar gedacht für den Wohnungsbau, ist zwar vom Kongress genehmigt, aber noch immer politisch umstritten.
Die Vereinigten Staaten verlangen eine klare Zusage, dass diese Gelder nicht jenseits der grünen Linie, also in den besetzten Gebieten, verwendet werden.
Doch die konservative israelische Regierung zeigt erst einmal wieder,
dass sie nicht zu Zugeständnissen bereit ist.
Wohnungsbauminister Ariel Sharon teilte dieser Tage mit, dass in den besetzten Gebieten 2.500 Wohneinheiten entstehen werden.
Nicht speziell für Einwanderer gedacht, aber bei der sich verschlechternden Lage auf dem Wohnungsmarkt irgendwann eine Alternative, an der auch Juden aus der Sowjetunion nicht vorbei können.
Wiewohl sie bis jetzt wenig Interesse daran zeigen, in die besetzten Gebiete zu ziehen, der Prozentsatz
ist nach wie vor verschwindend gering.
Doch auch die Pläne, die der Wohnungsbauminister für die Unterbringung der Neubürger in Israel hat, sind nicht frei von politischen Überlegungen.
Die Antwort auf die sich anbahnende Wohnungsnot ist für Ariel Sharon gleichzeitig die Lösung eines demografischen Problemes.
Die neuen Städte sollen dort entstehen, wo innerhalb Israels überwiegend Araber leben.
Sollte es gelingen, die Juden aus der Sowjetunion unterzubringen, woran nicht wenige zweifeln, auch wenn jetzt Wohnwagen importiert werden, folgt das nächste Problem unweigerlich.
wenn die Einwanderer sich auf die Suche nach Arbeitsplätzen machen.
Schon jetzt ist die Arbeitslosenquote für Israel ungewöhnlich hoch.
Sie liegt bei knapp 9 Prozent.
Wie viele der Einwanderer ohne Arbeit sind, kann derzeit nur geschätzt werden.
Die Rede ist von 50 Prozent.
Dabei kommen relativ gut ausgebildete Menschen ins Land.
Ingenieure, viele Ärzte, viele Künstler und Musiker.
Doch schon hat das Einwanderungsministerium aufgehört, russische Diplome und andere Dokumente zu übersetzen.
Es fehlt dafür ganz einfach das Geld.
fehlt an allen Ecken und Enden.
Auch in den Schulen, deren Klaffenzimmer ausgebaut werden müssten, um die größeren Zahlen von Schülern aufzunehmen.
Die Situation droht sich dermaßen dramatisch zu verschlechtern, dass die konservative Regierung schon mehr darüber nachdenkt, die Arbeitspartei in die Koalition aufzunehmen.
Freilich nur in das Einwanderungskabinett, um die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen.
Zwei Millionen Juden gibt es in der USSR.
Viele wollen nach Israel auswandern.
Dazu dieser Bericht.
Wir wechseln zwischendurch wieder mal ins Inland.
Nicht ganz ist die Innenpolitik auf Urlaub gegangen.
Der neue ÖVP-Generalsekretär Raimund Solonar gab heute in Wien seine erste Pressekonferenz.
Solonay hat ja angekündigt, dass er sich vor allem um eine Erneuerung der Parteiorganisation der Volkspartei kümmern will.
Wie das im Einzelnen aussehen soll, das erläuterte der Kukatska-Nachfolger heute, Franz Simbürger war dabei.
Eine neue Corporate Identity für die ÖVP, die Bundesparteileitung als Braintrust, als Pool für qualifizierte Mitarbeiter, Jobrotation zwischen den Landesparteiorganisationen und der Bundesparteileitung.
Schon die Wortwahl des neuen ÖVP-Generalsekretärs Raymond Solonard signalisiert, dass ein international erfahrener Manager die internen Geschicke der ÖVP in die Hand genommen hat.
Kommunikation heißt das Zauberwort für Solonar.
Die will er in der ÖVP verbessern.
Die Sprache der Funktionäre soll zeitgemäß werden, meint er.
Allerdings stößt Solonar dabei gleich selbst an die Grenzen der deutschen Sprache.
Es ist halt ein Drama, dass die deutsche Sprache nur 200.000 Worte oder 250.000 Worte als Wortschatz hat und die englische 500.000.
Ich habe es immer sehr genossen, wenn ich im anglo-sächsischen Raum neue Begriffe, die kreiert wurden, in den Zeitungen gefunden habe.
Ich kann mir vorstellen, dass alle Politiker müde sind und diejenigen, die sie anhören, auch nicht mehr sehr erfreut, wenn man sozusagen das Wahlkampf-Lingo wiederum hört.
Wenn ich also die neue zeitgemäße Sprache, die einfach und verständlich ist, hernehme, dann fällt mir eigentlich in allen Ländern der Wetterbericht immer wieder auf.
Und ähnlich verstehbar sollen auch ÖVP-Inhalte transportiert werden.
Zwischen Bundesparteizentrale und den Landeszentralen sollen symbolische Glasfieberkabel gelegt werden, um besser zu kommunizieren, sagt Solona.
Ich habe zwar jetzt in den letzten zehn Tagen immer gehört, die Basis, diejenigen, die also unsere Wähler darstellen, beklagen sich darüber, darüber.
Ich habe aber noch nicht das Gefühl bekommen, in welcher Form wir jene Basis informieren über das, was wir erzielt haben.
Und ich glaube,
Das ist das, was ich bei meinen ersten Worten gesagt habe.
Es ist keine Parteireform, sondern eine Informationsreform.
Vielleicht müssen wir mehr Leute ans Telefon setzen und dreimal in der Woche aufgrund der hochtechnisierten Einrichtungen Telefonrundsprüche, Diskussionen haben.
Neue Mitarbeiter für die ÖVP will Solonar nach genauen Anforderungsprofilen auswählen.
Es sollen Leute sein, die woanders bereits etwas erreicht haben und die sollen dann auch in der ÖVP Karrieremöglichkeiten haben, sagt Solonar.
Es müssen die Führungskräfte in der Lage sein, unabhängig zu beurteilen und es müssen alle bereit sein, jeweils den Besten in die nächste Stufe hinaufheben zu wollen.
Vielleicht kann ich das auch in der Bundesparteileitung eines Tages umsetzen, nicht nur mit einem Gehalt.
Und mein Lieblingsausspruch ist, if you pay peanuts, you must expect monkeys.
Wir sollten nicht erwarten, dass wir hervorragend qualifizierte Leute bekommen und denen ein sehr
minder angemessenes Gehalt zahlen, sondern zu gut Deutsch, wenn Sie Erdnüsse bezahlen, müssen Sie Affen erwarten.
Doch gute Bezahlung ist nicht das einzige Kriterium, sagt Solunar.
Die Mitarbeiter an den zentralen Stellen müssen auch miteinander auskommen können.
The chemistry must work, die Leute müssen sich riechen können, dass das irgendwie eine Partie wird, dass die Leute miteinander können, dass sie sich auch mal in der Badehose an einem See treffen und nicht nur immer im Anzug und in der Krawatte an einem u-förmigen Tisch zusammensitzen.
Neue Mitarbeiter, neue Kommunikationseinrichtungen, das kostet Geld.
Wie steht es eigentlich um die Parteifinanzen der ÖVP, wird Solonar gefragt.
Ich kenne nicht und es würde mich wundern, wenn es eine Großpartei gäbe, die nach einem Wahlkampf nach wie vor
in die vollen Bank kommt, wenn sie den Koffer nicht wollen, greift.
Es wird ganz einfach zu einer Auffrischung, einer Erneuerung der Bestände kommen müssen.
Das ist in Zusammenarbeit mit den Ländern genauso zu erreichen wie wahrscheinlich in direkten Kontakt mit denjenigen, die sich freuen, dass es wieder mal einen Ansatz für eine Veränderung in der ÖVP gibt und die sehr wohl wissen, dass das auch was kostet.
Also es ist nicht etwas, worüber ich schlaflose Nächte verbringe und den Schweiß ausbreche.
Aber ein Problem, das es zu lösen gilt, nicht das einzige.
Eine Möglichkeit an zusätzliches Geld zu kommen, sieht Solonar in sogenanntem Fundraising.
Etwa dadurch, dass ausgewählte Personen mit Parteiobmann Vizekanzler Josef Riegler essen gehen dürfen und dafür bezahlen.
In den angloamerikanischen Ländern funktioniere das hervorragend, sagt Solonar.
Und wir kommen wieder ins Ausland.
Über die Weihnachtsfeiertage hat der Zerfall unseres südlichen Nachbarlandes Jugoslawien begonnen.
Am Sonntag stimmten 88 Prozent der Slowenen für die Souveränität, am Mittwoch wurde die unabhängige Republik Slowenien ausgerufen.
Kroatien hat sich durch eine neue Verfassungsbestimmung das Recht zum Austritt aus der Föderation gegeben.
Auf der anderen Seite haben in Serbien und Montenegro die Reformkommunisten eindrucksvolle Wahlsiegerungen.
Sie wollen unbedingt Jugoslawien als Bundesstaat retten.
In diesem Spannungsfeld ist in Belgrad die Zentralregierung zu einer Krisensitzung zusammengetreten, auf der Suche nach einem Kompromiss.
Slowenien ist an sich gesprächsbereit, aber nur wenn die Armee stillhält und wenn die Serben ihre Hegemonieansprüche aufgeben.
In Laibach denkt man an eine Art Vereinigter Staaten von Jugoslawien.
Gerhard Seyfried meldet sich aus Ljubljana.
Auch nach erfolgreich geschlagener Volksabstimmung über die Unabhängigkeit hält die slowenische Führung an ihrer Doppelstrategie fest.
Einerseits wird demonstrativ slowenischer Selbstbewusstsein zur Schau gestellt.
Das reicht vom Entwurf eines Staatsbürgerschaftsgesetzes über den Prototyp eines slowenischen Reisepasses bis hin zur gestrigen Erklärung von Parlamentspräsident Franze Buczar, Slowenien sei ein selbstständiger Staat geworden.
Andererseits beruhigt etwa Republikspräsident Milan Kucan, in den kommenden sechs Monaten würden alle notwendigen Schritte gesetzt, um im Fall des Falles über die Voraussetzungen zu verfügen, die einen eigenen Staat Slowenien ermöglichen würden.
Zurück zur Bucha-Erklärung, vorsichtig gerührten Abgeordneten mit Nelken am Revier und darüber hinaus gleich vor der Weltöffentlichkeit verkündet, Slowenien sei ein selbstständiger Staat geworden.
Im slowenischen Informationsministerium beeilt man sich zu versichern, rein logistisch würde diese Erklärung nichts bedeuten.
Bucha habe lediglich unterstrichen, was bei der Volksabstimmung am Sonntag herausgekommen sei.
Immerhin habe dort die Frage gelautet, soll die Republik Slowenien ein selbstständiger und unabhängiger Staat werden.
Ähnlich bewertet auch der jugoslawische Generalkonsul in Klagenfurt, Marjan Majcen, den gestrigen Vorgang im slowenischen Parlament.
Majcen?
Der rechtliche Situation hat sich dadurch nicht geändert, denn der slowenische Parlament hat schon am 2.
Juli 1990 die Souveränität des slowenischen Staates ausgerufen.
Es handelt sich da nur für die offizielle Verlautbarung der Plebiszitsresultate in der Republik Slowenien.
Sonst hat sich in den der Föderation
eigentlich bis jetzt nichts geändert.
Die Regierung Sloweniens wurde ja nur beauftragt, die Verhandlungen mit anderen Republiken über das weite gemeinsame Leben in der Konfederation Jugoslawiens zu führen.
Für ein tatsächliches Staatengebilde Slowenien würden laut Maizen noch einige wesentliche Merkmale fehlen.
Die Selbstständigkeit muss auch international anerkannt werden.
Wenigstens die Nachbarnstaaten müssen die anerkennen.
Solange die das nicht anerkennen, kann man einen Staat nicht als vollkommen unabhängig betrachten.
Meitzens Rolle als seit kurzem amtierender Generalkonsul ist insofern nicht ganz ohne Pikanterie, als er, der Slowene, der sogar als Kandidat für die Regierungsspitze gehandelt wurde, nun die Interessen Jugoslawiens vertritt.
Für die Zukunft zeichnet Meitzen ein optimistisches Bild.
Auch eine Intervention der Armee hält dafür unwahrscheinlich.
Ich bin der Ansicht, dass die jugoslawischen Völker und Republiken in Frieden weiter zusammenleben werden.
und dass zu keinem Eingriff der Armee kommen wird.
Die Armee ist bei uns durch einen Volksaufstand gegen die Okkupatoren in den Zweiten Weltkrieg entstanden und hat einen Volkscharakter.
Also ich bin nicht der Ansicht nach, dass sich so eine Armee einen Eingriff leisten könnte."
Eine Einschätzung, die in den kommenden Monaten auf dem Prüfstand steht.
und wir bleiben auf dem Balkan.
Mit einem Jahr Verspätung kommt die Wende nun auch nach Albanien.
Die kommunistische Enklave an der Adria hat dem Stalinismus abgeschworen, aber wie Staats- und Parteichef Rami Saliha den Umbau nun angehen will, das erinnert an das, was vor Jahresfrist in der DDR passierte oder in der CSSR oder in Rumänien und Bulgarien.
Die Exponenten des alten Regimes wollen sich gleichsam selber reformieren, um die Macht nicht zu verlieren.
Deshalb werden nun Kompromisse angeboten, neue Parteien, freie Wahlen, Reisefreiheit, vielleicht sogar Privateigentum.
Der marxistischen Ideologie will man aber treu bleiben.
Zum Missvergnügen der starkenden Opposition in Albanien, Agathe Zupan berichtet.
Alles wird besser, alles wird anders, alles wird neu, aber nicht sofort.
Geduld ist das Zauberwort und wenn die Bevölkerung Geduld hat, wird es Freiheiten für die Albaner geben, versprach Präsident Aliyah heute Nacht beim außerordentlichen Parteikongress.
Demokratische Wahlen allerdings mit oppositionellen Parteien, die gerade erst gegründet wurden als Gegner, solche Wahlen Anfang Februar hat der konservative Machtapparat innerhalb der kommunistischen Partei verdaut.
Alles andere lässt er sich offenbar nur zäh entreißen.
Völlige Reisefreiheit, Marktwirtschaft, westlicher Lebensstandard – all das soll in Albanien eingeführt werden, allerdings nur unter der Oberaufsicht der Partei.
Präsident Alija versucht die Quadratur des Kreises.
Unter dem Druck der Opposition auf der einen Seite und den konservativen Funktionären auf der anderen verspricht er nach allen Seiten, ohne zu sagen, wie dieser dritte Weg funktionieren soll.
Es hat Fehler gegeben, sagt Aliyah, aber Schuld an der maroden albanischen Wirtschaft ist Stalin.
Er war unser Vorbild, denn er hat den Faschismus besiegt, aber jetzt haben wir mit seiner Geschichte nichts mehr zu tun.
Ähnlich undeutlich und unkritisch sind auch die Aussagen des albanischen Staats- und Parteichefs über den Weg, der Richtung Westen, Markt und Reisefreiheit führen soll.
Internationale Zusammenarbeit, Bemühungen und Kredite aus dem Westen, Albaner als Gastarbeiter im Ausland.
Und die wirtschaftliche Lage Albaniens?
Der Präsident wird deutlich.
Langsam sind wir am Ende, sagte Alir heute Nacht.
Wir erreichen die Plansolzen nicht und immer mehr Leute finden keine Arbeit.
Albaniens Wirtschaft liegt also am Boden.
Die internationale Schuldenfreiheit hat das Land mit einem Lebensstandard bezahlt, der europaweit der niedrigste ist.
Die Position der Partei bleibt aber unangetastet.
Sie ist Lenkerin der Reformen, sie wird die Einführung eines wahrhaft demokratischen Parlaments überwachen und ihr Machtapparat, der wird reduziert.
Für 1991 kündigte Aliyah einen Parteitag von historischer Tragweite an.
Heute Nacht wurden erst einmal fünf neue Mitglieder für das Zentralkomitee der KP Albaniens gewählt und am 10.
Februar da wird gewählt.
Das pleierne Erbe der Staatssicherheit.
Die Frage, wie mit der Stasi-Vergangenheit in Deutschland umgegangen werden soll, polarisiert die ostdeutsche Gesellschaft.
Da sind die einen, die unter dem SED-Regime und der Stasi-Bespitzelung gelitten haben, die nicht vergessen können und nicht vergeben wollen.
Ich war im Stasi-Keller.
Ich weiß, wie es dort ist.
Das sind Verbrecher im höchsten Grad.
Mein Mann hat zwei Jahre politisch gesessen.
Die SED hat ihn so fertig gemacht.
Deshalb sage ich, diese Schweine, diese Elenden, alle erschießen oder nach Russland.
Die verdienen keine D-Mark.
Nicht Rache, sondern Gerechtigkeit fordert der Schriftsteller Erich Löst, selbst vom Stasi ausgehorcht und ausgebürgert.
Manche sagen, ich will das alles gar nicht wissen.
Das ist Ihr gutes Recht, es nicht wissen zu wollen.
Dann sollen Sie so weiterleben.
Sie müssen ja nicht in Ihre Akte schauen.
Sie werden es nie erfahren.
Gut.
Aber wer es wissen will, dem muss es zugänglich gemacht werden.
Wer über sein Leben, über das, was er durchgemacht hat, Klarheit haben will, der muss diese Klarheit bekommen.
Das ist Lebensrecht, das ist Menschenrecht.
Und da sind jene wie Pfarrer Christian Führer aus Leipzig, die Vergebung verlangen, wenn Schuld einbekannt wird.
Die Dinge müssen auf den Tisch, denn erst wenn sie auf den Tisch kommen, die Schuld, dann kann Vergebung greifen.
Und erst wo Vergebung ist, kann ein Neuanfang sein.
Bisher wehren sich die Menschen, die schuldig geworden sind, mit Händen und Füßen, leugnen ab bis zum letzten Moment und erst wenn sie schwarz auf weiß vor sich haben,
dann geben sie es zu, aber nicht etwa in Form eines Schuldbekenntnisses, sondern dann sagen sie auch dort noch, wir sind missbraucht worden.
Und es fehlt einfach die andere Hälfte der Wahrheit.
Wir haben uns auch missbrauchen lassen.
Das pleirne Erbe der Staatssicherheit.
Heute Abend, circa 18.20 Uhr, Programm Österreich 1 im Journal Panorama.
Die triste Wirtschaftslage war das bestimmende Thema des abgelaufenen Präsidentschaftswahlkampfes in Polen.
Das Land erlebt seit gut einem Jahr eine dramatische Rezession, der Lebensstandard sinkt fast täglich, noch schneller steigen die Arbeitslosenzahlen.
Allerdings hat der 15 Monate amtierende Finanzminister Walczerowicz sein Hauptziel erreicht, nämlich die abenteuerliche Inflation einzudämmen.
Und auch das Warenangebot in den Läden ist üppig wie nie zuvor, seit die Preise freigegeben wurden.
Aber die hohen Preise in den neuen Luxusläden haben einen Teil der Wirtschaft beflügelt, der schon früher einen großen Teil des Volksvermögens erwirtschaftet hat, den Kleinhandel mit aus aller Welt importierten oder auch geschmuggelten Gütern auf Bazaaren und Märkten.
Bis zu 30 Prozent des gesamten Sozialproduktes werden in dieser Schattenwirtschaft umgesetzt, schätzen Experten.
Armin Wolf hat sich die ausgefeilten Praktiken einer polnischen Bazaarhändlerin schildern lassen.
Tausende Menschen drängen sich jeden Tag ab 7 Uhr früh durch den Bazar in Praga, einem riesigen Stadtteil von Warschau.
Russen, Bulgaren, Slowaken, Tschechen und natürlich auch Polen forschen in den zum Teil abenteuerlich aufgetürmten Warenbergen nach brauchbaren Sonderangeboten.
Bekleidung, Elektrogeräte, Uhren, Lebensmittel, Werkzeug, Zigaretten, es gibt nur wenig, was es auf dem Bazar von Praga nicht gibt.
Und der Großteil des Angebotes stammt aus dem Ausland.
Auf dem Tisch von Bognar etwa wird ausschließlich türkische Ware feilgeboten.
Sportschuhe, Schals, Blusen und vor allem Pullover.
Pullover, das sind ihre Hauptartikel, erzählt uns Bognar, als sie uns in die Geheimnisse des Geschäftemachens einweiht.
Vor dem Mikrofon will sie nicht reden, die Standnachbarn schauen ohnehin schon so misstrauisch herüber, aber es gibt interessante Details von ihr zu lernen.
Die 37-jährige Burgner und ihr 31-jähriger Mann Jatzik fliegen abwechselnd zweimal im Monat nach Istanbul, seit einigen Jahren schon.
Ihre Brotberufe als kaufmännische Angestellte und Tischler haben sie bereits aufgegeben.
Im Import-Export-Geschäft lässt sich einfach viel mehr verdienen, erzählt Burgner verschmitzt.
Am Flughafen von Istanbul warten immer bereits die Geschäftspartner mit dem Auto.
Wie sich Burgner mit denen unterhält?
Auf Polnisch natürlich, lacht sie.
Die haben alle schon Polnisch gelernt.
Die Fahrt geht dann zum Lager des Partners, wo Tonnen an Textilien und Teppichen warten.
Burgner kauft wie gesagt vor allem Pullover, etwa 1000 Stück jedes Mal.
Mit dem Zoll ist das gar kein Problem, erzählt sie.
Jeder Pole darf eine bestimmte Menge an Waren zoll- und steuerfrei einführen.
Und genau diese Menge an Pullovern ist schon fix in einem Sack in der Türkei verpackt.
33 sind es genau, das weiß man in Istanbul schon lange.
Bogner kauft also 30 Säcke mit 1.000 Pullovern und übergibt sie einer eigenen Spedition, die auf genau diese Geschäfte zwischen Istanbul und Warschau spezialisiert ist.
Dazu 30 Adressen von Bekannten.
30 Menschen in Warschau kaufen somit offiziell je einen Sack türkische Pullover.
Davon ist natürlich kein Wort wahr, denn kaum sind die 1.000 Pullover ohne Zoll über die Grenze in Warschau, spaziert Bogner mit 30 Personalausweisen ihrer Freunde zum Lager der Spedition und holt ihre Lieferung ab.
Bis vor kurzem habe sie ihr Sortiment in ihrer Wohnung gelagert, sagt sie, aber dauernd tausende Pullover und andere Dinge in einer 40 Quadratmeter Bleibe, das war dann doch zu ungemütlich.
Jetzt haben Bogner, Jacek und ein paar Freunde ein Magazin gemietet.
Um neun Uhr früh geht Bogner dann mit ihren Pullovern auf den Bazaar und verkauft bis zwölf.
Dann löst sie Jacek ab und macht bis zwei Uhr weiter.
Nach fünf Stunden ist Feierabend.
Die Profite des Mini-Unternehmens sind beachtlich.
Bogner enthüllt uns ihre Kalkulation.
Umgerechnet 3.000 Schilling kostet der Flug nach Istanbul und zurück, noch einmal 1.500 Schilling der Aufenthalt.
Diese Kosten deckt man mit dem Verkauf von den Dingen, die man gleich selbst mit zurücknimmt, sagt Bogner.
Das ist eine Grundregel.
Was die Spedition liefert, das fließt dann nur mehr in die Gewinnkasse.
Für einen Pullover zahlt sie in Istanbul etwa 50 Schilling, bezahlt wird in US-Dollar.
5 Schilling kostet der Transport und um 75 Schilling wird ein Pullover dann am Bazaar verkauft.
Macht einen Gewinn von 20 Schilling pro Stück.
Bei 1000 Pulloven alle 14 Tage sind das 30.000 oder 40.000 Schilling im Monat.
Davon geht noch die Miete für den Platz am Bazar und das Magazin ab.
Aber der Rest bleibt übrig.
Gute 25 Millionen Sloty oder 25.000 Schilling im Monat.
Etwa 20 Mal so viel wie ein Durchschnittslohn in Toulon.
Steuern zahlt Bogna keine.
Bis jetzt hat uns noch keiner erwischt, sagt sie und lacht.
Vielleicht unter der neuen Regierung, wenn die strenger sind.
Die Sozialversicherung ist auch kein Problem, weil Bogner noch im Karenzurlaub ist, bis die kleine Tochter vier Jahre alt wird.
Eben ist sie zwei geworden.
Bogner und Jacek leisten sich um ihr Geld einigen Luxus, ein ordentliches westliches Auto, zwei Fernseher, Videorekorder, Stereoanlage.
Aber der Großteil wird gespart auf eine größere Wohnung.
Die wollen wir verdienen, solange das Business noch läuft, sagt Bruckner auf Polnisch.
Business, das ist das polnische Wort für Geschäfte.
Und für Handel gibt es auch ein polnisches Wort.
Es heißt Handel.
Armin Wolf über den polnischen Schwarzmarkt und inzwischen hat sich Raimund Löw noch einmal aus Moskau gemeldet.
Dort ist ja heute der Kandidat von Präsident Gorbatschow für das neue Amt des Vizepräsidenten Gennady Janajew in der Abstimmung knapp gescheitert.
Und meine Frage an Raimund Löw, hat inzwischen Michael Gorbatschow sich zu Wort gemeldet und wie geht es nun bei dem Amt des Stellvertreters des Präsidenten weiter?
Gewicht seiner noch immer beträchtlichen Autorität in die Waagschale, um seinen heute früh durchgefallenen Kandidaten doch noch durchzubringen.
Vor einer halben Stunde hat er angekündigt, er stellt Jan Najew ein zweites Mal zur Wahl.
Nur 25 Prozent der Abgeordneten haben gegen ihn gestimmt, erklärte der Präsident Grimmig dreinblickend vor dem Kongress.
Das macht es mir möglich, seinen Namen noch einmal aufs Tapet zu bringen.
Es sei die letzte Chance, das Land zu retten.
Wenn diese Chance vertan wird, so Gorbatschow, dann kommen die dunklen Kräfte der Vergangenheit wieder.
Um diesen Zug des Präsidenten ist jetzt eine heiße Diskussion entbrannt.
Was passiert, wenn Jan Nayef ein zweites Mal durchfallen sollte, lautet ein Einwand.
Ist das nicht ein viel zu großes Risiko für das Prestige des Präsidenten?
Reden aus dem KP-Lager wiederum, wiederholen unermüdlich.
Wenn Jan Nayef nicht gewählt wird, dann ist die Perestroika in Gefahr.
Der Einsatz ist hoch und es geht um nur etwas mehr als 30 Stimmen für Janayev von Abgeordneten, die heute früh vielleicht verhindert waren oder sich der Stimme enthielten.
Die Debatte ist zurzeit noch voll im Gange.
Aber nach dem bisherigen Abstimmungsverhalten im Volksdeputiertenkongress ist durchaus realistisch, dass die Mehrheit für den Gorbatschow-Kandidaten zustande kommt, Raimund Löw.
Vielen Dank für dieses Live-Telefonat aus Moskau.
Wir wechseln im Mittag schon mal noch einmal zu einer Auslandsgeschichte aus Südafrika nämlich.
Die dortige Republik befindet sich wirtschaftlich in einer Phase der Rezession.
Ursachen sind der sinkende Goldpreis, die gegen Südafrika verhängten Wirtschaftssanktionen, die hohe Inflationsrate und Arbeitskämpfe im Land.
Das reichste Land Afrikas steckt in einer Krise, die sich nach Meinung von Experten im kommenden Jahr noch verschärfen wird.
Politisch hängt das Schicksal des Landes von der Zusammenarbeit des weißen Präsidenten de Klerk mit dem schwarzen Bürgerrechtsführer Mandela ab, die gemeinsam versuchen, die Rassentrennung auf friedlichem Weg zu überwinden.
Aber trotz der Probleme Südafrikas blicken viele schwarzafrikanische Staaten mit Hoffnungen nach Pretoria, Johannesburg oder Kapstadt.
Ihnen geht es wirtschaftlich nämlich noch viel schlechter.
Zusammenarbeit mit Südafrika erscheint ihnen als schnellster Weg, oft als der einzige, zu mehr Wohlstand.
Aus Nairobi dazu ein Bericht von Helmut Oppetal.
Anfang Dezember landete zum ersten Mal seit fast 30 Jahren wieder eine Passagiermaschine der staatlichen südafrikanischen Luftfahrtgesellschaft auf dem Jomo Kenyatta Airport in Nairobi.
Kenias Präsident Daniel Aradwoy, einst ein fortgewaltiger Verfechter besonders harter Anti-Apartheid-Sanktionen, hatte die Lockerung im Reiseverkehr mit Südafrika erst wenige Tage zuvor bei einem überraschenden Treffen mit Pretorias Außenminister Pik Bota genehmigt.
Angesichts des Reformkurses in Südafrika unter direkten Verhandlungen zwischen dem Apartheid-Regime und der Befreiungsbewegung ANC
beginnt nun auch in vielen afrikanischen Ländern der strikte Boykottkurs gegen Pretoria abzubröckeln.
Zumindest denkt man nach über die Zeit nach der Apartheid und über die neue politische Rolle, die einem die afrikanische Gemeinschaft wie der aufgenommene Südafrika dann spielen könnte.
In den Hauptstädten des Kontinents macht man sich vor allem Hoffnungen auf wirtschaftliche Erleichterungen, wenn der internationale Boykott gegen das Apartheid-Regime einmal fällt.
Und Pretoria nutzt diese Hoffnungen für eine diplomatische Offensive.
Allein in den letzten Wochen hat der wendige Außenminister Botha ein halbes Dutzend afrikanischer Länder besucht.
Darunter neben Kenia auch Marokko, Senegal, die Elfenbeinküste, Madagaskar und Zambia.
Tatsächlich sind die volkswirtschaftlichen Kosten, die die afrikanischen Länder für den Südafrika-Boykott und die Gegenmaßnahmen Pretorias zu tragen haben, enorm.
In Kenia rechnet man zum Beispiel, dass wichtige Importwaren wie Chemikalien, Düngemittel oder Pharmazeutika bis zu 30 Prozent billiger kämen,
wenn man sie aus Südafrika beziehen könnte.
Auch Touristen vom Cap könnten für viele afrikanische Länder interessante Devisenbringer werden.
Südafrikas unmittelbare Nachbarn, die sogenannten Frontstaaten, träumen schon von einer zukünftigen Wirtschafts- und Zollunion, von Investitionen südafrikanischer Unternehmen und sogar Hilfsprogrammen des reichen Nachbarn vom Cap.
Bisher hat Südafrika nur politisch motivierte Wirtschaftshilfe an einige wenige Regierungen gewährt, wie etwa an Malawi, das als einziger schwarzafrikanischer Staat diplomatische Beziehungen zu Pretoria unterhält, oder an Sahire, das im mangolanischen Bürgerkrieg die provestliche UNITA unterstützt.
In Zukunft könnte aber die staatliche Entwicklungsbank für das südliche Afrika, die bisher vor allem in den sogenannten Homelands aktiv war,
der gesamten Region mit billigen Entwicklungskrediten unter die Arme greifen, stellt man zumindest in Pretoria in Aussicht.
In Mozambique sind heute schon rund 60 südafrikanische Firmen aktiv und viele warten nur noch auf das Ende des Bürgerkrieges, um größere Investitionen zu tätigen.
Spürbar entspannt haben sich auch die Beziehungen zum Nachbarland Zimbabwe.
Im Frühjahr stellte ein südafrikanischer Propagandasender seine Zimbabwe-Programme ein und die Regierung in Harare ließ eine Spionin vorzeitig frei, die im Auftrag Pretorias den HNC bespitzelt hatte.
Im Oktober besuchten erstmals fünf südafrikanische Parlamentarier Zimbabwe.
wo sie in einem Gästehaus der Regierung untergebracht und auch von Staatspräsident Mugabe zu einem Gespräch empfangen wurden.
Undenkbar noch vor wenigen Wochen.
Aber wenn Nelson Mandela heute mit dem Regime in Pretoria spricht, sagen inzwischen viele afrikanische Politiker, dann brauchen auch wir nicht mehr abseits zu stehen.
Verstärkte Wirtschaftskontakte zwischen Schwarz- und Südafrika, Helmut Oplital hat berichtet.
Der französische Schauspieler Michel Piccoli feiert heute seinen 65.
Geburtstag.
Piccoli entstammt einer Pariser Musikerfamilie italienischer Herkunft und spielte zuerst Theater und kleinere Filmrollen, bis er 1963 mit der Hauptrolle in Jean-Luc Godard's Streifen Die Verachtung den Durchbruch zu breiter Popularität schaffte.
Neben zahlreichen Filmrollen produzierte er selbst Filme und er verfasste auch ein Buch, es heißt Egoistische Dialoge.
Karin Bauer.
Weit über 100 Filme sind es, die Michel Piccoli mit maliziösem Lächeln, unergründlichem Blick und diabolischem Charme prägte.
Meist sind es dekadente Bourgeois mit undurchschaubaren Absichten und versteckten Leidenschaften, die das Monstre sacré, das heilige Monster, wie die Franzosen ihren Star nennen, in Filmen wie Buñuels diskreten Charme der Bourgeoisie, Das große Fressen oder Trio infernal verkörperte.
Immer wieder hat Michelle Piccoli mit Romy Schneider zusammengearbeitet, wie etwa vor 20 Jahren in »Dinge des Lebens«.
Warum liebst du mich?
Weil du alt bist und hässlich.
Was hast du?
Angst.
Wovor?
Ich weiß nicht.
Ich hab Angst, dass du vor mir Angst hast.
Angst vor uns.
Du brauchst Abwechslung.
Angst, dass du dich mit mir langweilst.
Mit dir?
Du weißt ja, ich bin eine... Eine Nervensäge?
Ja, manchmal schon.
Möglichst unterschiedliche Rollen zu spielen, das passt ins Weltbild von Michel Piccoli.
Denn er interessiere sich für alles und sei es für die Fische im Wasser, deren Bewegungen und Farben ihn genauso zum Träumen bringen könnten wie Filme im Kino.
In den letzten Jahren galt Piccolis Interesse auch Werken von Artur Schnitzler.
Er begeisterte das Pariser Theaterpublikum in einer Luc Bondy Inszenierung vom Weiten Land, die in Österreich auch verfilmt wurde.
Ebenfalls in Österreich entstand die Verfilmung der Schnitzler-Novelle Das Schicksal des Freiherrn von Leisenburg mit ihm.
Mit Schnitzler fühlt sich Piccoli stark verbunden, sieht er sich doch selbst als psychoanalytischen Schauspieler.
Piccoli versucht die Geheimnisse zu ergründen, die hinter Texten und Inszenierungen von Autoren und Regisseuren versteckt sind.
Psychoanalyse betreibt Piccoli nun auch als Regisseur.
Einer Theaterinszenierung von David Mamet's Theaterleben soll in absehbarer Zeit auch eine eigene Filmregie folgen.
Theater und Film sind für ihn zwei Kunstformen, die sich ergänzen.
Bewundernswerte Vorbilder dafür seien Brecht, Bergmann oder Fellini.
Obwohl Piccoli vorwiegend in anspruchsvollen europäischen Filmen mitarbeitet, sieht er die Zukunft des Kinofilms in der Art, wie die Amerikaner an zeitnahe Themen herangehen.
Die Amerikaner haben eine Form der Freiheit, die größer ist als in Europa.
Man kann über die Aktualität sprechen.
Die Amerikaner hätten mehr Mut und Freiheit, brisante aktuelle Stoffe zu verfilmen.
Dazu seien die Europäer zu ängstlich, würden die Aussagen meist verstecken oder zu sanft behandeln.
Dinge herauszusagen wie die Amerikaner, dazu seien die Europäer viel zu brav.
In Amerika hat man das Recht, Dinge zu sagen.
Aber hier ist es immer sehr sauber.
Sehr sauber.
Michel Piccoli ist 65, das war unser letztes Beitragsthema.
Die letzten drei Journalminuten gehören wieder den Nachrichten.
Sowjetunion.
Staatspräsident Gorbatschow hat heute eine schwere Niederlage erlitten.
Der Kongress der Volksdeputierten wählte den von ihm zum Vizepräsidenten vorgeschlagenen ehemaligen Gewerkschaftschef Gennady Janájev nicht.
In geheimer Abstimmung erhielt Janájev mit 1089 Stimmen um 31 Stimmen zu wenig.
Für seine Wahl hätte er 1120 Stimmen gebraucht.
Janaev gilt allgemein als konservativer.
Gorbatschow unterstrich allerdings vor den Abgeordneten, er halte Janaev für einen aktiven Befürworter der Reformpolitik.
Janaev selbst bezeichnete sich als Kommunist, der die Mittel der Demokratie akzeptiert.
Gorbatschow hat Janaev unterdessen neuerlich für das Amt des Vizepräsidenten vorgeschlagen.
Nahe Osten.
In der Golfkrise schwankt der irakische Präsident Saddam Hussein weiter zwischen verbalen Drohungen und der Ankündigung von Dialogbereitschaft.
Einerseits sagte Hussein, der Irak hätte das Recht, chemische Waffen einzusetzen, sollte die internationale Golfstreitmacht sein Land angreifen.
Fragen nach irakischen Atomwaffen wich der Staatschef aus.
Andererseits erklärte er sich neuerlich zu Gesprächen mit den USA bereit.
Saddam Hussein warf den Amerikanern aber Arroganz und Aufgeblasenheit vor.
Das Unultimatum für den Abzug der irakischen Truppen aus Kuwait endet am 15.
Jänner.
Österreich.
Nach Ansicht ihres neuen Generalsekretärs Raymond Solonar braucht die ÖVP keine Parteireform, sondern lediglich eine bessere Organisation und vor allem Kommunikation.
Die Bundesparteileitung soll zu einer, wie Solonar sagte, Clearingstelle zwischen den Landesorganisationen, der Bundespartei und den Bünden umgestaltet werden.
Für die Parteizentrale will der neue Generalsekretär Einflussmöglichkeiten bei der Bestellung von Landesparteiobmännern.
Der Einfluss soll aber nicht diktatorisch, sondern gruppendynamisch ausgeübt werden.
Für die Mitarbeit in der Parteizentrale will Solona mit klaren Ausschreibungskriterien kreative und innovative Menschen finden, die es in ihrem Beruf schon geschafft haben.
Nahe Osten.
Die Einwanderung sowjetischer Juden nach Israel nimmt immer stärker zu.
Allein in der vergangenen Nacht kamen 4000 Sowjetjuden auf dem Flughafen Tel Aviv an.
Bis zum Jahresende werden damit heuer nahezu 200.000 Juden aus der Sowjetunion nach Israel eingewandert sein.
Für das nächste Jahr erwarten Experten bis zu 600.000 Sowjetjuden, die sich in Israel niederlassen werden.
Österreich.
Im Mordfall der 8-jährigen Nicole Strau ist die Polizei noch nicht entscheidend weitergekommen.
Die Behörden ersuchen die Bevölkerung weiter um Hinweise an das Wiener Sicherheitsbüro.
Die Stadt Wien hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Prämie von 50.000 Schilling ausgesetzt.
Die Wetteraussichten für Österreich bis morgen früh.
Einige Auflockerungen, meist aber noch stark bewölkt und strichweise Niederschlag.
Der neue ÖVP-Generalsekretär Raimund Solonar gab in Wien seine erste Pressekonferenz. Solonar hatte angekündigt sich hauptsächlich der Erneuerung der Parteistrukturen zu widmen. Einblendung: ÖVP-Generalsekretär Raimund Solonar.
Mitwirkende:
Simbürger, Franz [Gestaltung]
, Solonar, Raimund [Interviewte/r]
Datum:
1990.12.27 [Sendedatum]
Schlagworte:
Politik Österreich
;
Radiosendung-Mitschnitt
;
20. Jahrhundert - 90er Jahre
Typ:
audio
Inhalt:
Nachrichten
Porgrammhinweis auf die Sendung "Journal Panorama" zum Thema des geheimen Erbes der DDR-Staatssicherheit. Einblendung: anonyme Ex-Inhaftierte, Interview: Schriftsteller Erich Loest, Interview: Pfarrer Christian Führer.
Mitwirkende:
Kerbler, Michael [Gestaltung]
, Anonym, Ex-Inhaftierte [Interviewte/r]
, Loest, Erich [Interviewte/r]
, Führer, Christian [Interviewte/r]
Datum:
1990.12.27 [Sendedatum]
Schlagworte:
Gesellschaft
;
Politik
;
Radiosendung-Mitschnitt
;
20. Jahrhundert - 90er Jahre
Typ:
audio
Inhalt:
Nachrichten
Der Kandidat Gorbatschows zum Vizeräsidenten Janajew ist in der Abstimmung knapp gescheitert. Gorbatschow beharrt allerdings auf seiner Person und wird ihn zum zweiten Mal zur Abstimmung vorschlagen.
Mitwirkende:
Löw, Raimund [Gestaltung]
Datum:
1990.12.27 [Sendedatum]
Schlagworte:
Gesellschaft
;
Politik
;
Radiosendung-Mitschnitt
;
20. Jahrhundert - 90er Jahre
Typ:
audio
Inhalt:
Nachrichten