Mittagsjournal 1994.08.23

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    Rechtliches

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    KI-generiertes Transkript

    Guten Tag, Sie hören das Mittagschanal mit Armin Wolf.
    Ich wünsche Ihnen eine angenehme Mittagsstunde, in der wir Sie unter anderem zu den folgenden Themen informieren.
    Trinkwasser könnte um bis zu 30 Prozent teurer werden, fürchtet die Arbeiterkammer.
    Weiter heftige Diskussion um die geplante Grenzschutztruppe Innenminister Löschnack nennt die Kritik von Verteidigungsminister Fasselabend armselig.
    die durch einen Klub-II-Auftritt zum Fall Haas bekannt gewordene Staatsanwältin Liane Hübinger-Lehrer kandidiert für den Nationalrat, und zwar für die FPÖ.
    Und Unterrichtsminister Scholten ist für kürzere Schulstunden.
    Aus dem Ausland kommt ein Bericht über die neuerliche Diskussion um eine Amnestie für die Südtirol-Attentäter der 60er-Jahre, Sarajevo bereitet sich auf den Papstbesuch vor und Russland liegt trotz seiner Milliardenpleite schon wieder im Pyramidenspiel-Fieber.
    Unser Kultur-Ressort schließlich berichtet über die Premiere der Barock-Oper Arminio in Innsbruck.
    Das also ein paar der Schlagzeilen für die nächste Stunde.
    Jetzt gibt's einmal Nachrichten, verfasst hat sie Elisabeth Mahners, es liest Josef Wenzel-Chnatek.
    Österreich.
    Das seit Stunden vermisste Sportflugzeug ist heute früh in den Stubaier Alpen entdeckt worden.
    Ob es Überlebende gibt, ist derzeit nicht bekannt.
    An Bord waren vier Personen.
    Die Maschine der Type Piper war gestern Nachmittag vom Flughafen Innsbruck gestartet und hätte am Flughafen Altenrhein an der schweizerisch-österreichischen Grenze landen sollen.
    Möglicherweise sind die Insassen des Flugzeuges bei dem Absturz in einer Gletscherspalte umgekommen.
    Frankreich.
    Mit dem Fall Carlos hat Frankreich eine neue innenpolitische Affäre.
    Der Verteidiger des vor kurzem verhafteten Terroristen beschuldigt Präsident Mitterrand, seiner Ermordung zugestimmt zu haben.
    Demnach sollen die französischen Geheimdienste Anfang der 80er Jahre regelrecht Jagd auf ihn gemacht haben.
    Angeblich hat Mitterrand davon gewusst und das auch gebilligt.
    USA.
    Trotz der Wende in der amerikanischen Flüchtlingspolitik dauert die Fluchtwelle von Kubanern nach Florida an.
    Bis gestern Abend wurden mehr als 2300 Flüchtlinge aufgegriffen.
    Anders als in der Vergangenheit werden die Kubaner seit einigen Tagen nicht mehr automatisch in den USA aufgenommen.
    Sie werden zunächst auf einem amerikanischen Marine-Stützpunkt auf Kuba interniert.
    Die Situation der Bootsflüchtlinge gestaltet sich meist äußerst dramatisch.
    Die Kubaner begeben sich auf selbstgebauten Flößen aus Schläuchen, Styropor und Holz auf die 140-Kilometer-Fahrt über die Meerenge nach Florida.
    Mexiko.
    Nach dem Sieg der regierenden Partei bei den Präsidentenwahlen in Mexiko werden immer mehr Stimmen über Wahlbetrug laut.
    Der Präsidentschaftskandidat der Oppositionellen, Cardenas, spricht von massiven Wahlmanipulationen.
    Er ruft seine Anhänger zu Protestkundgebungen auf.
    Auch die Bürgerallianz, die größte Wahlbeobachtergruppe, beklagt Unregelmäßigkeiten.
    Nach der bisherigen Stimmenauszählung wird die seit 65 Jahren regierende Partei der institutionalisierten Revolution wieder den Präsidenten stellen.
    Die Lage in Chiapas ist unterdessen äußerst gespannt.
    Anhänger der Opposition drohen mit Unruhen.
    Der südliche Bundesstaat Chiapas ist schon zu Beginn dieses Jahres von einem Aufstand der verarmten Landbevölkerung erschüttert worden.
    China.
    Ein Taifun hat den Osten Chinas verwüstet.
    Nach jüngsten Meldungen kamen mehr als 700 Personen um.
    Über die Zahl der Vermissten herrscht noch Unklarheit.
    Mehr als 500.000 Häuser und Wohnungen wurden zerstört.
    Die Landwirtschaft und die Industrie erlitten großen Schaden.
    Beauftragte der Zentralregierung in Peking bemühen sich derzeit im Katastrophengebiet um eine Bestandsaufnahme und um die Koordinierung der Hilfsmaßnahmen.
    Frankreich.
    Auf Korsika ist in der Nacht auf heute neuerlich ein Sprengstoffanschlag verübt worden.
    Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist aber erheblich.
    Ziel des Terroraktes war ein Planungsamt bei Bastia.
    Bisher hat sich noch keine Organisation zu dem Anschlag bekannt.
    Es wird vermutet, dass es korsische Separatisten waren.
    USA.
    Mit 70 Jahren will Marlon Brando seine Autobiografie veröffentlichen.
    Das Buch mit dem Titel »Brando – Die Lieder, die mir meine Mutter beibrachte« soll Anfang September in den USA erscheinen.
    Marlon Brando erklärte wörtlich, er wolle seinen Kindern damit ermöglichen, Wahrheit und Mythen über seine Person zu unterscheiden.
    Kanada.
    Eine kanadisch-amerikanische Expedition hat mit Eisbrechern den Nordpol erreicht.
    Sie konnten bis zum sogenannten Dach des Planeten vordringen.
    Vor ihnen war es nur Expeditionen aus Deutschland, Russland und Schweden gelungen, mit normalen Schiffen bis zum Nordpol zu kommen.
    Israel.
    Ephraim Kishon wird heute 70 Jahre alt.
    Kishon wurde als Sohn einer jüdischen Bankiersfamilie in Budapest geboren.
    Er überlebte den Holocaust und emigrierte nach Israel.
    Anfang der 60er-Jahre gelang ihm der Durchbruch als satirischer Schriftsteller.
    Zu seinen bekanntesten Werken zählen Drehen Sie sich um, Frau Loth, Arche Noah, Touristenklasse und Der seekranke Wallfisch.
    Seit das Wetter vor zehn Tagen ziemlich wechselhaft geworden ist, kann man sich ja kaum mehr daran erinnern, aber es ist amtlich.
    Das ist ein Jahrhundertsommer.
    Mehr im Wetterbericht von Peter Sterzinger.
    In einem Monat beginnt nach der exakten Himmelsmechanik der Herbst.
    Die Mythologie lässt den Sommer aber aus praktischen Gründen mit dem Juni beginnen und schon mit dem August enden.
    Und eine Rekordbilanz kann heute schon gezogen werden.
    Die Klimatologen der Hohen Warte in Wien haben bis jetzt in diesem Jahr für ihren Standort Wien
    28 Tage mit Temperaturen von 30 Grad oder mehr gezählt, das ist heute schon die höchste Anzahl seit dort mit der Lückenlosenmessreihe 1873, also immerhin vor 121 Jahren, begonnen wurde.
    Es ist sehr warm in Mitteleuropa, doch die aufgeheizte Atmosphäre tendiert immer mehr zu heftigen Gewittern.
    Morgen nähert sich dann kältere Atlantikluft von Westen und das Wetter stellt sich um, übrigens zum dritten Mal genau im Wochenrhythmus.
    Noch scheint aber im Großteil Österreichs die Sonne.
    Das zeigen die aktuellen Meldungen.
    Wien-Heiter 24°C, Eisenstadt-Heiter 23°C, St.
    Pölten-Heiter 22°C, Linz-Wolkig 23°C, Salzburg-Heiter 26°C, Innsbruck-Heiter 22°C, Bregenz und Graz-Heiter 23°C und Klagenfurt durch den langen Hochnebel noch 20°C.
    Jetzt auch Heiter.
    Die ersten Gewitter werden höchstwahrscheinlich in Oberösterreich niedergehen, wo es bereits einzelne kleine Regenschauergebiete gibt.
    Im Lauf des Nachmittags werden die Gewitter immer häufiger und breiten sich auf den Großteil Österreichs aus.
    Es sind sehr heftige dabei, es kann also wie gestern hageln und kurzzeitig stark regnen.
    Je nach Sonnenschein liegen die Höchsttemperaturen heute noch zwischen 26 und 31 Grad.
    Auch während der Nacht kann es besonders im Süden und Westen Österreichs mit den Gewittern weitergehen.
    Morgen Mittwoch regnet, blitzt und donnert es in der Früh schon in der Westhälfte Österreichs etwa bis zur Linie Salzburg-Klagenfurt.
    In Ostösterreich bleibt es hingegen für einige wenige Stunden noch aufgelockert, sonnig und recht warm.
    Am Nachmittag verlagern sich die Gewitter nach Osten, im Westen bleibt es aber regnerisch.
    Die Temperaturen erreichen morgen in Vorarlberg und Tirol nur 20 Grad, in den sonnigen Gebieten vielleicht noch 28.
    Abends kühlt es dann in ganz Österreich ab und diese ausgeprägte Kaltfront beschert uns einen sehr kühlen, nassen und windigen Donnerstag.
    Danke, Peter Sterzing.
    Es ist 8 Minuten nach 12.
    Beginnen wir einmal ausnahmsweise mit einem kleinen Rätsel.
    Was glauben Sie, wie viel Prozent des österreichischen Trinkwassers werden tatsächlich getrunken?
    Es sind, kaum zu glauben, lächerliche zwei Prozent.
    Sechzehnmal so viel, nämlich ein Drittel des heimischen Trinkwassers, spülen wir täglich durchs Klo.
    Und mit fast ebenso viel reinstem Wasser, das sich etwa in amerikanischen Großstädten teuer im Laden verkaufen ließe, baden und duschen wir.
    Fürs Autowaschen geht übrigens ebenso viel Trinkwasser drauf, wie für den eigentlichen Zweck, das Trinken.
    Dabei ist das Wasser, das wir so fröhlich durch die Klomuschel rinnen lassen, gar nicht billig.
    und es könnte noch deutlich teurer werden.
    Experten der Technischen Universität haben im Auftrag der Arbeiterkammer nämlich ausgerechnet, dass die Kosten für die Versorgung der österreichischen Haushalte mit Trinkwasser und für die Entsorgung des Abwassers in den nächsten Jahren deutlich steigen dürften, Dieter Barnemann berichtet.
    Derzeit kostet ein Kubikmeter Trinkwasser zwischen 10 und 25 Schilling, je nachdem, wo man in Österreich wohnt.
    Das sind aber bei weitem nicht die wahren Kosten von Wasser, sagen die Autoren der Studie von der Technischen Universität Wien.
    Rechnet man die Kosten für die Wasserversorgung und die Abwasserkosten zusammen, dann kommt man auf die Summe von 35 Milliarden Schilling.
    Das sind 4.500 Schilling pro Kopf und Nase.
    Das Wasser könnte in Zukunft deutlich teurer werden.
    Es werden nämlich immer mehr Häuser an das Wassernetz angeschlossen und die Kleeanlagen müssen technisch verbessert werden, um das Abwasser vollständig zu reinigen.
    Viele veraltete Trinkwasseranlagen müssen renoviert werden und auch die Neuanschlüsse werden immer teurer.
    Vor allem in zersiedelten Gebieten mit langen Wasserrohrverlegungen steigende Kosten.
    Und was heißt das alles für den Konsumenten?
    Universitätsprofessor Wilfried Schönbeck von der Technischen Universität Wien
    Die bereits angeschlossenen Konsumenten müssen damit rechnen, dass in der Zukunft höhere Belastungen aus dem Titel Wasser, Abwasser auf sie zukommen, weil die große Aufgabe der Erhaltung der bestehenden Anlagen große Mittel erfordert.
    und die bisherige Mittelbeschaffung pro Jahr nicht ausreicht, um diese Erhaltungsaufgabe auf lange Sicht zufriedenstellend zu bewältigen.
    Von den rund 35 Milliarden Schilling, die pro Jahr für die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung ausgegeben werden, fließt ein Viertel in die Wasserversorgung.
    Drei Viertel gehen für das Abwasser drauf.
    Die hohen Kosten haben auch Einfluss auf das tägliche Leben, denn in Zukunft wird man sich nicht mehr so einfach ansiedeln können, wo es einem gefällt, sagt Professor Schönbeck.
    Künftige Siedlungstätigkeit, Aussuchen von neuen Standorten für Häuser, für Betriebe etc., hat viel stärker als in der Vergangenheit darauf Rücksicht zu nehmen,
    dass jedes Wohngebäude, Betriebsgebäude angeschlossen werden muss an die entsprechenden Netze, dass diese Anschlusskosten sehr teuer sind und dass daher die Auswahl des Standortes eine ganz entscheidende Einflussgröße auf die Kosten ist.
    Und wenn das nicht passiert, dann wird es noch teurer, sagt Universitätsprofessor Schönbeck.
    Also ich würde durchaus schätzen, dass bei Missachtung der raumplanerischen, vernünftigen Standortwahl mit Mehrkosten pro angeschlossene Wohneinheit oder Betriebseinheit von 10%, 20%, 30% bis zu 50% oder noch mehr
    de facto auftreten.
    Die Frage ist dann, ob diese Mehrkosten auch abgewälzt werden an die betreffenden Verursacher.
    Denn derzeit wird es eher auf die Allgemeinheit aufgeteilt und der Durchschnitt errechnet.
    Der Konsument selbst hat außer der Standortwald keine großen Möglichkeiten, den Preis für Trinkwasser zu beeinflussen.
    Nur so viel, jeder gesparte Liter Wasser, der nicht verschwendet wird, zählt doppelt.
    Denn wer weniger Wasser verbraucht, hat natürlich auch weniger Abwasser.
    Trinkwasser könnte deutlich teurer werden, sagt die Arbeiterkammer Dieter Bahnemann hat berichtet.
    Am Wochenende war er als die große Einigung verkündet worden.
    Der Plan bis 1999 eine eigene Grenzschutztruppe an Österreichs Ostgrenze zu schicken.
    Knapp 5000 Mann, die das derzeit dort patrouillierende Bundesheer ablösen sollten.
    Aber von Einigung kann keine Rede mehr sein, denn die ÖVP sprach gestern bereits von einem Wahlkampfgag der SPÖ und einer unausgereiften Sonntagsmeldung.
    Verteidigungsminister Fassland und ÖVP-Chef Busek kritisierten den Plan von Innenminister Löschnack im gestrigen Mittagsjournal heftig.
    Nur der burgenländische ÖVP-Abgeordnete Paul Kies hat offenbar die Meinungsbildung seiner Partei irgendwie nicht mitbekommen und freute sich über das SPÖ-Vorhaben.
    Die SPÖ wiederum erregt sich über die Kritik des Koalitionspartners.
    Beamtenstaatssekretär Kostelka verteidigte die Grenzschutztruppe heute früh im Morgenjournal.
    Und auch heute haben sich wieder eine ganze Menge von Leuten zur Wort gemeldet, unter anderem Bundeskanzler Franitzski, Innenminister Löschnerk und die Oppositionsparteien FPÖ und Grüne.
    Robert Stoppacher berichtet.
    Die näher rückende Nationalratswahl lässt die Wogen um die neue Grenzschutzeinheit weiterhin hochgehen.
    Vor allem die Aussagen von Verteidigungsminister Werner Fasslabend im gestrigen Mittagsjournal und im ZIP-Abendstudio haben bei der SPÖ empörte Reaktionen ausgelöst.
    Die Initiative für eine neue Grenztruppe war vom Verteidigungsminister als wahlkampfgähig und als Sonntagsmeldung vom Wörthersee tituliert worden, in Anspielung an den Urlaubsort von Bundeskanzler Franitzki.
    Der meinte dazu heute,
    Zur Geografie einmal.
    Ich habe mit meinen Kollegen Leuschner, Glatziner und Kostelka am Sonntag darüber ein grundsätzliches Arbeitsgespräch geführt im Bundeskanzleramt in Wien.
    Da ist kein See weit und breit.
    Punkt eins.
    Punkt zwei.
    Der Assistenzeinsatz des österreichischen Bundesheeres an den künftigen EU-Außengrenzen ist als eine Übergangslösung ein außerordentlich nützlicher.
    Drittens aber war vom Anfang an klar, dass man nicht für alle Zeiten das Bundesheer in einem Assistenzeinsatz und allein dieses Wort sagt ja schon, Assistenz ist Unterstützung vorübergehend und nicht dauerhaft einsetzen kann.
    Daher ist es viertens logisch, dass man eine Dauerlösung aufbaut.
    Und das ist im Großen und Ganzen unsere Grundidee.
    Mir ist im Übrigen bekannt, dass so manche ÖVP-Politiker das in der Vergangenheit auch schon so vertreten haben.
    Wenn jetzt aus dieser Ecke Kritik kommt, dann möge man nachlesen, da gibt es Kritik und Gegenkritik, also mit dem brauchen wir uns gar nicht aufzuhalten, weil das schafft vielleicht ein paar tagige Plänkle, aber keine Sicherheit.
    Mit ungewöhnlicher Schärfe reagierte auch Innenminister Franz Löschnag auf Fasslabens Äußerungen.
    Das, was der Herr Verteidigungsminister in der ZIB 2 gestern
    hier von sich gab, war wirklich armselig, was die innere Sicherheit anlangt.
    Ich hoffe nur, dass der Kollege Faßland in dem Bereich, für den er zuständig zeichnet, wirklich mehr au fait ist als in der inneren Sicherheit.
    die Absicherung der EU-Außengrenze in sicherheitspolizeilicher Hinsicht steht wohl dem Innenminister zu.
    Das kann ja gar keine Frage sein.
    Und in zollrechtlicher Hinsicht dem Finanzminister.
    Was der Herr Verteidigungsminister dabei mitwirken sollte, ist mir nicht klar.
    Man sollte dabei nicht vergessen, dass die ÖVP offenbar die Sicherheitsfrage
    zu einem weiteren Wahlkampfthema machen möchte.
    Nur ich wehre mich entschieden dagegen, dass aus einem sicheren Land nunmehr ein unsicheres werden sollte.
    Das Argument des Verteidigungsministers, wonach der Assistenzeinsatz des Heeres billiger käme, lässt der Innenminister so auch nicht gelten.
    660 Millionen Schilling im Jahr würden für den Bundesheeraufmarsch an der Grenze verwendet, sagt Löschnack.
    Die neue Grenztruppe des Innenministeriums würde auch etwa zwischen 500 und 750 Millionen Schilling kosten.
    Zur Verteidigung des Verteidigungsministers ist unterdessen ÖVP-Generalsekretär Wilhelm Molterer angetreten.
    Die SPÖ versuche die Sicherheit unserer Grenzen als Wahlkampfexperiment zu missbrauchen, empört sich Molterer und spricht von Wählertäuschung.
    Auch Freiheitliche und Grüne haben sich heute zu Wort gemeldet.
    Für FPÖ-Chef Jörg Haider sind die Ankündigungen des Bundeskanzlers nichts als leere Versprechungen.
    Hier wird es halt notwendig sein, dass man das Konzept am Tisch legt.
    Nicht, dass der Herr Dr. Wranitzki jedes Mal, wenn in ein paar Wochen ein Wahltermin ist, dann kündigt er das an.
    Das ist ein wirklicher Ankündigungskanzler, der vor Wahlen immer das sagt, was ihm möglicherweise schaden kann, wenn er es nicht sagt.
    Aber dann nichts tut.
    Ein Weltmeister im Nichtregieren, wie wir wissen, und die Aufgabe wird es ja auch sein, ihn so unter Druck zu setzen, auch durch ein gutes Wahlergebnis der freiheitlichen Opposition, dass diese Dinge dann umgesetzt werden.
    Das wird unsere Aufgabe sein.
    Der grüne Bundessprecher Peter Pilz wiederum macht sich über die Äußerungen von Verteidigungsminister Fassl abendlustig.
    groß angekündigt, die Grenze weiter vor organisierter Kriminalität schützen zu wollen.
    Ich habe schon gehört, dass die Mafia in Palermo und in Moskau bis auf die Knochen erschreckt ist, weil sie jetzt gehört hat, dass österreichische Präsenzdiener den Kampf gegen die Mafia aufnehmen.
    Ich muss Ihnen ehrlich sagen, das ist absolut skurril.
    Da lacht die Kriminalpolizei auf der ganzen Welt.
    Den Kampf gegen die organisierte Kriminalität führt man nicht mit Präsenzdienern und auch nicht mit schwerbewaffneten Zöllnern, sondern den führt man durch Aufhebung des Bankgeheimnisses.
    durch eine Stärkung kriminalpolizeilicher Möglichkeiten im Inland, aber nicht durch eine Durchlöcherung des Rechtsstaates.
    Bei dem Ganzen geht es leider überhaupt nicht gegen die organisierte Kriminalität, sondern nur gegen Flüchtlinge und Einwanderer.
    Und das, das muss ich ehrlich sagen, das ist eine schäbige Geschichte.
    Was die Kosten der neuen Grenztruppe betrifft, glaubt Pilz übrigens nicht den Zahlen von Innenminister Löschnack.
    Die neue Einheit würde zumindest zweieinhalb Milliarden Schilling im Jahr verschlingern, prophezeit der grüne Bundessprecher.
    Die Debatte um die Grenzschutztruppe geht weiter.
    Robert Stoppacher hat berichtet, man merkt es täglich, Wahlkampf ist's.
    Und wir bleiben gleich bei diesem Thema.
    Sie war mit einem Fernsehauftritt im November letzten Jahres schlagartig im ganzen Land bekannt geworden.
    Sie hatte sich den Club 2 über den Bubenmörder Haas angesehen, war spontan ins ORF-Zentrum gefahren und hatte dort dann massiv die Justiz kritisiert, ihren eigenen Arbeitgeber.
    Denn Liane Hübinger-Lehrer ist Staatsanwältin.
    Der ungewöhnliche Auftritt trug ihr einerseits seitenlange Hymnen in Boulevardzeitungen für couragiertes Auftreten ein,
    Andererseits ein Disziplinarverfahren, das allerdings folgenlos blieb.
    Nun tritt die Staatsanwältin wieder in das Licht der Öffentlichkeit, als Nationalratskandidatin am 9.
    Oktober.
    Und zwar für die FPÖ, die ja mit dem Slogan antritt, wir schaffen Ordnung.
    Ein Motto, mit dem die Neopolitikerin offenbar viel anfangen kann.
    Katharina Assis berichtet von der Vorstellung der Kandidatin durch FPÖ-Chef Jörg Haider.
    Liliane Höbinger-Lehrer, seit 21 Jahren Staatsanwältin in Wien, weiß, was sie will.
    Die 63-jährige Quereinsteigerin wird im Nationalrat zwar als unabhängige Kandidatin der FPÖ sitzen, Höbinger-Lehrer machte heute aber kein Hehl daraus, dass sie, was das Strafrecht und vor allem was die Ausländerpolitik betrifft, ganz auf der Linie Jörg Haiders ist.
    Alles für Ausländer, die wir beschäftigen können, denen wir eine Wohnung bieten können und ordentliche Lebensmöglichkeiten.
    Alles gegen eine ungeregelte Einwanderungspolitik, die sich auch größere Staaten, als es Österreichs ist, nicht leisten konnten und nicht leisten wollten.
    Wir haben, ich glaube, 7,8 Millionen Volk und da können wir nicht 4 Millionen Ausländer haben, denn sonst werden wir bald, und das glaube ich, keine Identität haben.
    Massive Kritik der Wiener Staatsanwältin gab es heute auch an der derzeitigen Strafgesetzgebung, die viel zu milde sei.
    Bei vielen Staatsanwälten mache sich daher ein zunehmendes Unbehagen bemerkbar, sagt Höbinger Lehrer.
    Einer exorbitant gestiegenen Kriminalität.
    setzt man immer mildere Strafgesetze entgegen, die nur dem Täter und niemals dem Opfer nützen.
    Und wir natürlich von der Ausübung sind einfach zu schwach.
    Wir werden nie gehört.
    Es ist keine Möglichkeit, unsere Argumente einzubringen und es wird nur den
    merkwürdigen und für uns, zumindest für meine Kollegen und mich, nicht nachvollziehbaren Ideologien gehuldigt, die niemanden nützen als eben dem Täter.
    Hübinger-Lehrer war auch von der ÖVP ein Mandat im Nationalrat angeboten worden.
    Allerdings habe sie sich mit der Linie der ÖVP zum Strafrecht nicht identifizieren können und daher abgelehnt.
    Für die Freiheitlichen wird die Staatsanwältin gleich nach Jörg Haidt auf Platz 2 kandidieren.
    Ihren Beruf als Staatsanwältin will Höbinger Lehrer weiter ausüben.
    Und damit gebe ich zurück ins Studio.
    Katharina Asis hat berichtet von der Präsentation einer Überraschungskandidatin durch die FPÖ, die Staatsanwältin Höbinger-Lehrer, offenbar ganz unter dem Motto, was Recht ist, muss rechts bleiben.
    Wir kommen zur Umwelt.
    Eine offenbar unendliche Geschichte ist die Diskussion darüber, wie die vor einem knappen Jahr in Kraft getretene Verpackungsverordnung funktioniert, wie gut oder wie schlecht sie funktioniert.
    So stellte Umweltministerin Rauch-Kallert quasi die Mutter der umstrittenen Verordnung vergangene Woche eine Studie vor, wonach etwa bei der Sammlung von Getränkepackungen alles zum Besten stehe.
    Immer wieder treten aber auch Kritiker auf den Plan.
    So schimpft etwa die Arbeiterkammer, dass in Wien nur zwei Prozent der anfallenden Kunst- und Verbundstoffe wiederverwertet würden.
    Die Sammlung sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.
    Und immer wieder geraten die einzelnen Verwertungsgesellschaften in Finanznöte.
    Heute hat die für die Abfallsammlung zuständige ARA die Abfallrecycling AG selber Bilanz gezogen und sie fällt, wenig verwunderlich, positiv aus.
    Hans Adler berichtet.
    Der Chef der Altstoff Recycling Austria, der ARA AG, Christian Stieglitz, hat sich recht zufrieden über die ersten 10 Monate seiner Arbeit gegeben und zunächst vorgerechnet.
    Jetzt, wie Sie alle wissen, haben wir über 8000 Verträge.
    Wir werden heuer in etwa in Volumen von 2,4 bis 2,5 Milliarden Schillinge einnehmen.
    Und dieses Geld wird dazu benutzt, um Papier, Glas, Kunststoff, Metall zu sammeln und andere Backstoffe auch in Ordnungsgemäß zu verwerten.
    Und diese zweieinhalb Milliarden Schilling genügen seiner Ansicht nach, sodass von den ursprünglich verlangten 400 Millionen Schilling an öffentlichen Hilfen für das System inzwischen 250 geblieben sind.
    Nach der ARA-Rechnung wandern bereits in diesem Jahr um 70.000 Tonnen weniger Verpackungsabfälle in die öffentlichen Deponien als bisher,
    Zum Teil, weil sie gesammelt werden, zum Teil aber auch, weil schon die Hersteller umdenken und weniger Verpackung als bisher verwenden.
    Der Einsparungseffekt, den die Mistsammler der ARA berechnen lässt, hoffen, dass der Verpackungsmüll aus diesem Grund in den nächsten zwei Jahren noch um 20 Prozent weniger werden wird.
    Verärgert sind nicht nur die Ara selbst, sondern auch ihre Vertragspartner über die Trittbrettfahrer, von denen es laut Stieglitz drei Arten gibt.
    Jene, die eine Lücke in der Verpackungsordnung ausnützen und behaupten, ihren Mist selbst zu entsorgen, dies aber nicht tun, sind die Ersten.
    Und dann eine zweite Gruppe.
    Sie sind nicht unerreichbar, die Trettbrettfahrer der zweiten Kategorie, das sind nämlich die, die sagen, es wird schon nichts passieren, es wird nicht so heiß gegessen, bis wir erwischen vergeht noch seine Zeit oder ich rechne erst einmal.
    Das sind eh noch die Besten.
    Sondern wir kriegen ja laufen jetzt noch.
    pro Monat 200, 300 Verträge.
    Und die zahlen ja alle rückwirkend ab dem 1.10.
    Also diese Anzahl der TripAd-Fahrer, die wird schon kleiner.
    Und dann gibt es noch Branchen in den Bereichen Papierverarbeitung, Verlagswesen und Druckereien, sowie in der holzverarbeitenden Industrie, deren Verpackungsanfall bisher nicht richtig zu berechnen war.
    Das soll in der nächsten Zeit geschehen.
    Ein Sonderproblem ist das Kunststoffrecycling.
    Der größere Teil, nämlich 60 Prozent des gesammelten Verpackungskunststoffes wird derzeit verbrannt.
    40 Prozent werden zu Kunststoffrohmaterial wiederverwertet und zwar zu hochwertigen Produkten, die international zu verkaufen sind.
    Solche hochwertige Wiedergewinnung ist höchstens bei 50 Prozent der von den Konsumenten gesammelten Kunststoffverpackungen möglich, meinen die rund 40 in Österreich tätigen Kunststoffverwerter.
    Einen weiteren Teil könnte man nach ihrer Ansicht nach nur zu qualitativ schlechtem Rohstoff verarbeiten, weil das Rohmaterial verschmutzt ist, der dann kaum verkäuflich wäre, sodass Verbrennen und damit Wärme- oder Stromerzeugung als bessere Variante erscheint.
    Die Kunststoffsammler jedenfalls sind nach eigener Ansicht voll im Plan, denn sie müssten nach der Verpackungsverordnung heuer 80.000 Tonnen Plastikverpackungen verarbeiten und bis jetzt, also Ende August, haben sie schon 50.000 Tonnen übernommen.
    Hans Adler hat berichtet von einer Bilanzpressekonferenz der Abfallrecycling AG.
    Und Abfalltrennen, das gilt natürlich nicht nur für den Privathaushalt.
    Auch im Büro fallen täglich Unmengen an Mist an.
    Mehr als eine Million Tonnen Papier pro Jahr zum Beispiel.
    Aber auch so wenig umweltfreundliche Dinge wie Korrekturlack, Farbbänder von Schreibmaschinen, Plastikfolien oder 700 Tonnen Computerschrott.
    Nein, mehr als zehnmal so viel sogar.
    Mehr als 7000 Tonnen Computerschrott.
    Pro Jahr.
    Im Büro werden also eine Menge Rohstoffe und Energie verbraucht und wer arbeitet, ist meist auch Schadstoffen ausgesetzt.
    Wie man Arbeitsplätze ein wenig umweltfreundlicher gestalten könnte, damit beschäftigt sich nun das Handbuch Ökologie im Büro, das die Gewerkschaft der Privatangestellten gemeinsam mit dem Ökologieinstitut herausgegeben hat.
    Franz Simbürger hat es sich angeschaut.
    Auch im Zeitalter des angeblich papierlosen Büros ist Papier immer noch das am häufigsten vorkommende Arbeitsmaterial.
    175 Kilogramm Schreibpapier verbraucht jeder Österreicher pro Jahr.
    International gesehen liegt Österreich damit am unteren Ende der Industriestaaten.
    Aber ausgerechnet im Zeitalter der zunehmenden Computerisierung der Büros zwischen 1986 und 1991 hat auch der Papierverbrauch um mehr als ein Drittel zugenommen.
    Beim Papier einzusparen ist daher nach Ansicht Jutta Kellners vom Ökologieinstitut einer der effizientesten Wege zu mehr Ökologie im Büro.
    Kellners Beispiel.
    Eine Bank mit rund 200 Mitarbeitern verbraucht im Jahr schon ca.
    70 Tonnen Papier.
    Großteil davon geht über Kopierer und über Drucker.
    Ein praktisches Beispiel wäre, jetzt auf Faxgeräte bezogen, Faxe direkt vom PC abzuschicken.
    Dann brauche ich nicht ausdrucken, zum Faxgerät gehen.
    Das Faxgerät druckt mir kein Kontrollblatt.
    Wie viel Papier tatsächlich so einsparbar ist, hängt vom Eifer beim Einsparen ab.
    Aber allein doppelseitiges Kopieren etwa spart die Hälfte des Papiers.
    Kopierer selbst sind übrigens ein besonders auffallendes Beispiel für Energiesparmöglichkeiten im Büro.
    Ein leistungsfähiger Kopierer, der pro Tag 500 Seiten kopiert, verbraucht dafür nur 22 Prozent seines Gesamtstrombedarfs.
    Mehr als die Hälfte des Stroms gehen allein im Stand-by-Betrieb drauf, beim Warten sozusagen.
    Und noch einmal ein Viertel des Stromverbrauchs verschlingt das Netzteil selbst dann, wenn das Hauptgerät abgeschaltet ist.
    Der Ausweg, den Hauptschalter vor dem Netzteil einbauen lassen, eine Energiespartaste für den Standby-Betrieb und möglichst sinnvolle Ausnutzung des Gerätes.
    Freilich bleibt die Frage, ob der kleinere, besser genützte Kopierer oder der ökologisch anerkannte, unlackierte Bleistift aus heimischem Holz tatsächlich Wesentliches zur Verbesserung der Umweltsituation beitragen kann.
    Günther Getzinger, der Leiter des Projektes Öko-Handbuch fürs Büro meint, es gehe ja auch um Bewusstseinsbildung über den Büroalltag hinaus.
    Andererseits kann man aber auch beobachten, dass technische Innovationen, die vom Bürobereich ausgehen, denken Sie etwa an die lösungsmittelfreien Klebstoffe, denken Sie an die lösungsmittelfreien Korrekturlacke, dass diese technischen Innovationen ebenfalls anwendbar sind für größere, relevantere Bereiche, für lösungsmittelfreie Lacke etwa im Autolackierbereich, für lösungsmittelfreie Klebstoffe in vielen anderen industriellen Anwendungsbereichen.
    In der Praxis ist es freilich eher so, dass viele zu Hause schon sehr viel ökologischer denken als an ihrem Arbeitsplatz, sagt Jutta Kellner vom Ökologieinstitut.
    Es gibt noch immer viele Mitarbeiter, die vor dem Bürozimmer in der Garderobe ihr Umweltbewusstsein abgeben, obwohl sie privat sehr engagiert sind.
    Und das liegt eben darin, dass der Spielraum im Betrieb ihnen nicht bewusst ist, teilweise, dass sie den nicht sehen, weil eben Umweltfragen Mitverantwortung bedeuten und die gehen eigentlich über den üblichen Arbeitsraum hinaus.
    Um dieses Verantwortung übernehmen zu erleichtern, wurde eben das Handbuch Büroökologie erarbeitet und soll demnächst in Buchhandlungen um gute 1200 Schilling erhältlich sein.
    Für die Gewerkschaft leitet Privatangestelltenchefin Lore Hostisch aber noch weitergehende Forderungen ab.
    Betrieblicher Umweltschutz müsse endlich auf eine feste gesetzliche Basis gestellt und auch entsprechend kontrolliert werden, verlangt Hostage.
    Immerhin sollten laut Gesetz zum Beispiel seit 1.
    Juli 1993 alle Betriebe mit mehr als 100 Mitarbeitern ein eigenes Abfallwirtschaftskonzept haben.
    Laut Gewerkschaftsumfrage ist ein solches Konzept allerdings nur in ungefähr der Hälfte der Betriebe auch tatsächlich schon umgesetzt.
    Es ist eine Minute nach halb eins, Halbzeit im Mittagschanal.
    Zeit für eine kurze Zwischenbilanz.
    Worüber haben wir berichtet?
    Die Arbeiterkammer fürchtet, dass Trinkwasser in Österreich könnte um bis zu 30 Prozent teurer werden.
    Die heftige Diskussion um die geplante Grenzschutztruppe in Österreichs Ostgrenzen geht weiter.
    Die durch einen Klub2-Auftritt bekannt gewordene Staatsanwältin Liliane Hübinger-Lehrer kandidiert für die FPÖ für den Nationalrat und, Sie haben es eben gehört,
    Die Gewerkschaft der Privatangestellten fordert eine gesetzliche Basis für Umweltschutz im Betrieb.
    Was haben wir noch vor in der restlichen knappen halben Stunde?
    Umweltminister Scholten ist für kürzere Schulstunden.
    Die ÖMV macht wieder Gewinne.
    Es gibt eine neue Diskussion um eine Amnestie für die Südtirol-Attentäter der 60er Jahre.
    Russland liegt trotz einer Milliardenpleite wieder im Pyramidenspiel-Fieber.
    Und aus der Kultur schließe ich einen Bericht über die Premiere der Barockoper Arminio in Innsbruck bei den Festwochen der Alten Musik.
    Vor alldem aber noch ein Programmhinweis auf heute Abend.
    Information Superhighway, Datenautobahn.
    Ein neues Schlagwort in der Kommunikationsszene.
    Ein Milliardengeschäft, für das große Medienunternehmen in den USA schon Werbung betreiben.
    Der Zusammenschluss von Telefon, Fernsehen und Computer, die Vernetzung von allen mit allem, wird die Gesellschaft von morgen prägen.
    Wo steht Europa in dieser Entwicklung?
    Das ist das Thema von Expertenrunden in Alpbach.
    Wo steht Amerika?
    Hat dort die Zukunft schon begonnen?
    Damit beschäftigt sich Raimund Löw, heute Abend ab 18.20 Uhr im Programm Österreich 1.
    Journal Panorama.
    Einen Fernsehbericht von Raimund Löw zum gleichen Thema können Sie übrigens auch heute Abend sehen um 21.07 Uhr im Auslandsreport in ORF 2.
    40 Stunden beträgt in Österreich bekanntlich die übliche Wochenarbeitszeit.
    In einigen Branchen sind es auch schon weniger.
    Schüler einer berufsbildenden höheren Schule wie etwa einer HTL können darüber nur neidig lachen.
    Sie kommen allein auf mehr als 40 Schulstunden pro Woche.
    Dazu gibt es dann Hausübungen und jede Menge zu lernen.
    Und das bereits für 14- und 15-Jährige.
    Der Landesschulrat der Steiermark schlägt nun vor, die Arbeitszeit für Schüler zu verringern.
    Die Unterrichtsstunden sollen von 50 auf 45 Minuten verkürzt werden.
    Das bringt immerhin fast drei Stunden pro Woche.
    Dafür soll es mehr Pausen und mehr Gymnastik in den Schulen geben, denn ein immer größerer Teil der Schüler hat Haltungsschäden.
    Gisela Hopf-Müller hat Unterrichtsminister Rudolf Scholten gefragt, ob man eine Arbeitszeitverkürzung für Schüler in ganz Österreich möglich machen sollte.
    Ja, absolut.
    Wir werden jetzt diese Möglichkeiten, die dadurch entstanden sind in der Steiermark und im Rahmen dieser Schulversuche entstehen werden, gemeinsam im Landesschulrat überprüfen, ob das zu dem gewünschten Effekt geführt hat.
    Und das kann sehr wohl bundesrelevant werden.
    Aber können Schulstunden, die schlicht und einfach fünf Minuten kürzer sind, tatsächlich sowas wie eine Entlastung für Schüler und Lehrer bringen?
    Naja, fünf Minuten klingt nach nichts.
    Wenn Sie es dann mit 34 multiplizieren, was die Wochenstundenzahl ist, wird es dementsprechend mehr.
    Und wenn Sie es mit den vier Jahren der Hauptschule bzw.
    der AHS-Unterstufe multiplizieren, kommen Sie auf insgesamt acht Wochenstunden.
    Und das ist schon recht viel.
    Aber wäre nicht dem Ziel, den Lehrstoff zu straffen, einfacher zu entsprechen, wenn doch die Stundenzahl gekürzt wird?
    Der Effekt, wie gesagt, aus Schülersicht und aus Zeitsicht ist der gleiche.
    Es gibt europäisch eine ganze Reihe von Ländern, die diese 45-Minuten-Stunde schon haben.
    Ich stehe dem insofern neutral gegenüber, als man beides versuchen soll.
    Die Schule selbst, also der einzelne Standort, ein großes Mitspracherecht haben soll.
    Ich glaube nicht, dass man aus dem einen neuen Glaubenskrieg auslösen kann.
    Sinnlos wäre es, da gebe ich Ihnen ganz recht, wenn die inhaltliche Veränderung im Rahmen der Stundendate nicht stattfindet, sondern man nur einfach von 50 auf 45 Minuten geht.
    Aber es muss ja beides parallel sein, sonst macht das ja keinen Sinn.
    Nun wird das Projekt in der Steiermark unter anderem mit dem Gedanken verknüpft, zusätzlich fünfmal in der Woche eine Viertelstunde Gymnastik für die Schüler einzuschieben.
    Kann das was bringen?
    Naja, das entspricht genau einer dieser Wünsche, mit denen ständig die Schule konfrontiert ist, nämlich zu sagen, die Haltungsschäden machen eine tägliche Turnstunde notwendig.
    Wenn jetzt in der Steiermark solche Schulversuche gestartet werden, könnte das heißen, dass wenn diese Versuche erfolgreich sind, pädagogisch erfolgreich sind, dass es dann bald in ganz Österreich die 45-Minuten-Kurzstunde gibt oder trotzdem nur an einzelnen Standorten, wo die Schulen das selbst möchten?
    Ganz sicherlich nur zweiteres.
    Auch in der Steiermark ist es nicht so, dass eine einzige Schule gezwungen sein wird, daran teilzunehmen, sondern den Schulen wird offeriert, dass wenn sie sich schulintern dafür entscheiden, das zu wollen, dass der Landesschulrat, und ich sage das auch für das Ministerium, das Ministerium das unterstützen wird.
    Also Schulstunde muss dann quer durch Österreich nicht gleich Schulstunde sein?
    Es soll überall eine gute Stunde sein, aber es muss nicht auf die Minutenzahl ident sein, ja.
    Unterrichtsminister Scholten tritt dafür ein, dass die Schulen die Unterrichtsstunden auf 45 Minuten verkürzen können.
    Wir kommen zu einem Wirtschaftsbericht.
    Die ÖMV hat heute ihr Halbjahresergebnis für 1994 vorgelegt.
    Der teilprivatisierte Öl-, Gas- und Chemiekonzern ist ja mit einem Milliardenverlust fürs abgelaufene Jahr ziemlich negativ in die Schlagzeilen gekommen.
    Heuer aber werden wieder schwarze Zahlen geschrieben, Herbert Huter berichtet.
    Versprochen und gehalten.
    So etwa könnte man die heute präsentierte Halbjahresbilanz der ÖMV umschreiben.
    Voriges Jahr musste ja ÖMV-Chef Richard Shentz zur Halbzeit mehr als eine halbe Milliarde Schilling an Verlusten in die Bücher schreiben.
    Heuer ist daraus ein Plus von knapp einer Viertelmilliarde geworden.
    Diesmal hat Richard Shanes richtig geschätzt.
    Vom Markt her ist mit keiner Hilfe zu rechnen, hat er erklärt.
    Wenn es besser wird, dann sind es die Sparmaßnahmen im Konzern selbst.
    Und das lässt sich nachlesen.
    Der Umsatz ist mit rund 40 Milliarden gegenüber 1993 gleich geblieben.
    Trotzdem wirtschaftet die ÖMV wieder deutlich in der Gewinnzone.
    Wenn auch nicht überall.
    Bei der Chemie Linz werden noch immer Verluste eingefahren, sie machen aber nur ein Siebentel jener des Vorjahres aus.
    Verluste gibt es auch noch bei den Rohstoffen für die Kunststoffproduktion, aber auch sie sind zurückgeschraubt worden.
    Die deutlichste Kursänderung ist in der Raffinerie zu sehen, von minus 380 auf plus 130 Millionen Schilling.
    Und zulegen konnte das immer schon gewinnträchtige Gasgeschäft.
    Die Belegschaft schrumpfte um knapp 10% auf rund 10.600 Mitarbeiter.
    Das war schneller als geplant.
    ÖMV-Chef Richard Shentz kokettiert für heuer daher auch schon wieder mit einer Dividende.
    Nach dem Einstieg des Öl-Scheichtums Abu Dhabi wird zurzeit über einen Einstieg österreichischer Stromversorger bei der ÖMV verhandelt.
    Verbund Wiener Stadtwerke und die niederösterreichische EVN wollen zusammen 25 Prozent.
    Das könnte nächstes Jahr über die Bühne gehen.
    Noch heuer aber sollen einige Prozent an der Börse verkauft werden, um unter den politisch festgeschriebenen 50-prozentigen Staatsanteil zu kommen.
    Der ÖMV geht wieder besser, Herbert Huter hat berichtet.
    Wir kommen wieder zur Politik.
    In Italien gelten sie offiziell nach wie vor als Terroristen, ebenso wie die Bombenleger der Roten Brigaden.
    In Österreich hingegen werden sie oft als Freiheitskämpfer tituliert.
    Die sogenannten Südtirolbumser der 60er Jahre, die ab 1961 mit Anschlägen das Selbstbestimmungsrecht für Südtirol einforderten.
    Mit Anschlägen, bei denen ausdrücklich keine Menschen zu Schaden kommen sollten.
    Die Bumser hatten Förderer bis weit hinauf in Österreichs politische Prominenz, aber auch weit ins rechtsextreme Lager hinein, etwa NDP-Chef Norbert Borger.
    Die meisten Historiker sind sich heute einig, dass die Anschläge der 60er-Jahre wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Regierung in Rom bereit war, über die Südtirol-Autonomie ernsthaft zu verhandeln.
    Auf viele Aktivisten von damals stehen in Italien aber nach wie vor hohe Gefängnisstrafen und rund 20 Südtiroler haben trotz langer Haftstrafen nach wie vor keine Bürgerrechte in Italien.
    Schon seit Jahren ist deshalb eine Amnestie für die Südtiroler Aktivisten der 60er Jahre eine ständige Forderung Nordtirols an Rom.
    Italiens Staatspräsident Scalfaro hat sich in den letzten Tagen beim Forum Alpbach allerdings für unzuständig erklärt.
    Eine Amnestie sei ausschließlich Sache des Parlaments, versicherte Scalfaro.
    Und außerdem habe ihn in Alpbach von österreichischer Seite überhaupt niemand auf die Frage angesprochen.
    Was Außenminister Mock und der Tiroler Landeshauptmann Weingartner wiederum heftig dementierten.
    30 Jahre danach, mehr als 30 Jahre danach, bewegen die Südtirol-Attentäter nach wie vor die Gemüter in Österreichs und Italiens Politik.
    Andreas Pfeiffer berichtet.
    Dass das italienische Staatsoberhaupt in Südtirol-Fragen keine Neigung zur Differenzierung verspürt, war schon vor dem Alpbacher Treffen bekannt.
    Bereits im Januar 1993, während seines Staatsbesuches in Wien, hatte Oskar Luigi Scalfaro dieselben Amnestiewünsche mit dem Satz abgeschmettert.
    Es falle ihm schwer, Dynamit von Dynamit zu unterscheiden.
    Doch Tatsache ist, dass zwei Dutzend Südtiroler Aktivisten trotz jahrelanger Gefängnisstrafen nach wie vor keine Bürgerrechte besitzen.
    Sie waren ihnen als sogenannte Nebenstrafen auf Lebenszeit entzogen worden.
    Zum Beispiel dem Historiker Josef Fontana, heute Leiter des Südtiroler Kulturinstitutes, der eine Freiheitsstrafe von acht Jahren verbüßt hat.
    Josef Fontana?
    Ja, das hat zur Folge, dass ich nicht wählen kann.
    nicht gewählt werden kann, dass wir alle öffentlichen Ämter versperrt sind.
    Dann kann ich keinen Landesdienst oder in ähnliche Einrichtungen gehen.
    Dies alles wurde bereits in Wien an Skalferow herangetragen.
    Daher mutete es sonderbar an, dass er in Alpbach ein Jahr später nichts mehr davon wusste.
    Der Südtiroler Landeshauptmann Louis Durnwalder, enttäuscht vom gestrigen Ergebnis, ruft ihm den nach seiner Meinung bestehenden Unterschied zwischen Dynamit und Dynamit in Erinnerung.
    Man kann einfach die Freiheitskämpfer der 60er Jahre nicht mit den Terroristen der 80er Jahre oder mit dem Brigade Rossi und so weiter vergleichen.
    Ich glaube, dass uns die verschiedenen Aktionen der Freiheitskämpfer der 60er Jahre schon Fortschritte gebracht haben in den Verhandlungen und letzten Endes dazu beigetragen haben, dass wir heute diese Autonomie haben.
    Verwirrung herrscht in Albach vor allem in Kompetenzfragen.
    Richtig ist, dass Präsident Calvero für Amnesty, die einen Strafnachlass für bestimmte Vergehen vorsieht und alle mit dem betreffenden Gesetz in Konflikt geratenen Personen betrifft, nicht zuständig ist.
    Amnesty kann seit einer Verfassungsänderung im Jahre 1992 nur das italienische Parlament mit einer Zweidrittelmehrheit gewähren.
    Sehr wohl allerdings kann der Staatspräsident dem Parlament ein politisches Zeichen zuspielen, um es zur Behandlung von Amnestiefragen zu ermuntern.
    Dies hat Skalfero in Alpbach wohlweislich unterlassen.
    In den Kompetenzbereich des Präsidenten fällt außerdem die Begnadigung.
    Laut Artikel 87 der italienischen Verfassung kann sie einzelnen Personen gewährt werden, die wegen eines bestimmten Vergehens verurteilt wurden.
    Für einen Teil der Südtiroler Aktivisten allerdings kommt ein solcher Erlass gar nicht infrage.
    Weil eine Begnadigung ja ein Schuldbekenntnis impliziert, würde sie vor den sogenannten Freiheitskämpfern, die sich selbst keiner Schuld bewusst sind, schlichtweg abgelehnt werden.
    Darüber hinaus macht es selbstredend keinen Sinn, im Falle bereits abgebüßter Gefängnisstrafen von Begnadigung zu sprechen.
    In diesem juristischen Dschungel scheint es allerdings eine Lichtung zu geben.
    Die Löschung zivilrechtlicher Folgen der Verurteilungen könnte ohne großes Aufhebens durch einen einfachen Regierungsakt vollzogen werden.
    Ein entsprechender Antrag wurde bereits vor zwei Jahren in Rom deponiert, erscheint aber im bürokratischen Dickicht verscholten zu sein.
    Weiter Streit um eine Amnestie für die Südtirol-Aktivisten der 60er Jahre, Andreas Pfeiffer hat berichtet.
    Österreich ist eines der waldreichsten Länder der Welt, zumindest der waldreichste Staat Mitteleuropas.
    Und der Wald ist wichtig für dieses Land, aber es geht ihm nicht überall gut.
    Das Kuratorium Rettet den Wald hat daher heute eine Broschüre zum Thema Der Waldboden ist in Gefahr präsentiert.
    Und zwar, wie es sich gehört, zünftig im Wiener Wald.
    Fritz Dittlbacher war dabei.
    Im Wald, da sind die Schreiber, dazu Minister, Experten und Waldbetreiber und alle zusammen sehen sie in ein Loch.
    Das Loch hat das Kuratorium Rettet den Wald graben lassen, um den gefährdeten Zustand des hiesigen Bodens zu illustrieren.
    Denn das Kuratorium hat eine Broschüre mit dem grundsätzlichen Titel Der Wald wurzelt im Boden herausgegeben.
    Und diese Broschüre wurde heute präsentiert.
    Im Wald da sind die Schreiber und die werden einmal grundlegend begrüßt.
    Grüß Gott auch meine Damen und Herren.
    Ich möchte mich auch kurz vorstellen.
    Mein Name ist Steindleck, Gerald.
    Wo stehen wir hier?
    Wir stehen im Wald und wir stehen am Boden.
    Gerald Steindlecker hat die Broschüre verfasst und er ist abseits dieser grundlegenden Einführung von der Unmöglichkeit einer echten Erörterung dieses Themas zutiefst überzeugt.
    Und ich würde normalerweise hier den Vorschlag machen, dass Sie sich hier im Raum verteilen und für fünf Minuten auf den Waldboden legen.
    Und das wäre eigentlich dann schon genug.
    Damit hätten Sie vielleicht mehr erfahren, als ich Ihnen hier erzählen kann.
    Wir könnten dort den typischen Modergeruch feststellen.
    Wir könnten die Bodenfeuchte, würden wir merken.
    Wir haben hier eine Handvoll Erde.
    Und in dieser Handvoll Erde sind mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Individuen
    als es Menschen auf dieser Erde gibt.
    Sinkrechten und sind daher samt Landwirtschaftsminister auf die Krücke des gesprochenen oder geschriebenen Wortes angewiesen, etwa auf der Wald wurzelt im Boden.
    Clemens Lothaler, der Mann, der ins All geflogen wäre, wenn Franz Fieböck Zahnweh bekommen hätte, ist heute Präsident von Rettet den Wald.
    Und er will mit dieser Broschüre möglichst breites Verständnis erwecken.
    Das ist schließlich und endlich auch unser Wald und wir stehen hier im Wiener Wald, der dem Bundesforstenkreuz, der es gehört,
    Und das ist auch der Wald der Wiener.
    Es kann ja jeder durchaus sagen, das ist mein Wald.
    Und wenn man zudem eine Beziehung bekommt, dass es sozusagen sein Eigentum auch irgendwie ist, das man zu schützen hat, dann wird sich das sicher auswirken.
    Hoffentlich sehen nicht allzu viele das Eigentumsverhältnis so wie Clemens Lothaler.
    Das ist der fromme Wunsch von Christian Schuster, dem hier ortszuständigen Revierförster.
    Ihn freuen die auftretenden Wiener nicht so sehr.
    Wir wollen, dass so weit es möglich ist, hintanhalten.
    Aber es lässt sich natürlich auch nicht alles durchführen.
    Leider.
    Der Wald gehört ja auch irgendwie den Leuten.
    Da schon, daher ist der Wald auch frei für die Fußgänger, aber es eskaliert eher schon, und zwar Radfahrer und Fußgänger, die schon in Klinschach liegen.
    Und als Aufsichtsperson von diesem Wald hat man halt sein Kreuz mit dem Ganzen.
    Der Wald hat also viele Feinde, von Umweltgiften bis hin zu den Mountainbikern.
    Und der Wald dient auch vielen Zwecken.
    Vom Freizeitparadies bis zur Grünen Lunge.
    Die Ökologen wollen ihn gesund sehen.
    Die Bundesforste müssen möglichst viel Gewinn machen.
    Und der Minister hat auch so seine Ziele beim Waldspaziergang.
    Franz Fischler will unter anderem, dass es in der nächsten Legislaturperiode gelingt,
    eine vernünftige Lösung der gesamten CO2-Steuerfrage und allem, was damit zusammenhängt, mit gleichzeitiger Entlastung der Lohnkosten oder Nebenkosten zustande kommt.
    Hier glaube ich,
    muss man nicht unbedingt warten, bis also alle anderen auch etwas machen, sondern hier, glaube ich, ist unsere Poolposition sozusagen gefragt.
    Ein echtes Überbauziel also.
    Aber wie gesagt, im Wald, da sind die Schreiber.
    Und vielleicht geht es daher auch in diese Richtung wieder einen Schritt weiter.
    Das war Fritz Dittlbacher aus dem Wiener Wald.
    Wir kommen wieder ins Ausland.
    Es ist der größte Finanzskandal im noch jungen russischen Kapitalismus.
    Die Affäre rund um das Investmentprojekt MMM.
    Mit dem Versprechen gigantischer Renditen hatte MMM angeblich 10 Millionen Russen Anteilsscheine verkauft.
    Eine Art riesiges Pyramidenspiel.
    Als die Regierung dem Konzern im Juli vorwarf, mit falschen Zahlen zu operieren und eigentlich vor dem Ruin zu stehen, löste das bei den Anlegern eine Massenpanik aus.
    Viele versuchten, ihre Anteile wieder loszuwerden.
    Der Kurs stürzte ins Bodenlose.
    Zehntausende Anleger verloren ihr Geld.
    Der Chef von MMM sitzt mittlerweile im Gefängnis, die Büros des Investmentfonds wurden geschlossen.
    Gestern allerdings wurden sie auf Anweisung des inhaftierten Chefs wieder aufgesperrt.
    Und siehe an, aus Schaden wird man offenbar nicht immer klug.
    Schon wieder stellen sich Tausende um MMM-Anteilsscheine an.
    Christian Schüller berichtet aus Moskau.
    Ob man den Betrüger verurteilen soll oder lieber den Staat, der ihm das Handwerk legt, das ist in Russland eine Glaubensfrage.
    Versuchen Sie einen der neuen russischen Kleinkapitalisten davon zu überzeugen, dass er dabei ist, völlig wertlose Papiere zu kaufen, dass die Firma, in die er investiert, bald zusammenbrechen wird wie ein Kartenhaus.
    Er wird Ihnen zur Antwort geben.
    Und wer weiß, ob es diesen Staat morgen noch gibt.
    Zwei Wochen lang haben Regierung und Massenmedien alles versucht, um den Investitionsfonds MMM vor der Öffentlichkeit als groß angelegten Betrug zu entlarven.
    Die Verhaftung des Firmenchefs Mavrodi wegen Steuerhinterziehung wurde im Staatsfernsehen ebenso breit getreten wie das Schicksal von tausenden betroffenen Aktionären, die vor dem Firmensitz im Freien übernachteten und auf ein Wunder zu warten schienen.
    Eine bessere Publicity konnte MMM sich nicht wünschen.
    Seit der inhaftierte Direktor von der Gefängniszelle aus Anweisung gab, den Verkauf von Wertpapieren wieder aufzunehmen, können sich seine Mitarbeiter des Andrangs nicht erwehren.
    Eine Gesetzeslücke ausnützend verkauft MMM derzeit nicht Aktien, sondern sogenannte Coupons.
    Die kann man angeblich später gegen Aktien eintauschen.
    Da half auch nicht die späte Warnung des Finanzministeriums, dass diese Coupons nicht mehr wert seien als bedrucktes Papier.
    Wenn die Regierung so schlecht darüber spricht, scheinen viele Bürger zu denken, dann kann die Sache so übel nicht sein.
    Das entscheidende Argument für MMM sind und bleiben die versprochenen Superzinsen.
    Wer im ersten halben Jahr Aktien kaufte und sie rechtzeitig wieder los wurde, konnte sich auf diese Weise kurzfristig ein Auto, eine Wohnung, ein Häuschen am Land finanzieren.
    Der Nachteil der Sache, der sogenannte Investitionsfonds verfügt kaum über eigenes Kapital und bietet keinerlei Sicherheit.
    Die hohen Gewinne konnten nur ausgezahlt werden, solange die Zahl der Käufer ständig anstieg.
    Jetzt hoffen tausende Unbeirrbare, dass das Wunder sich wiederholen könnte.
    Viele haben erst durch den Skandal rund um MMM erfahren, wie schnell man ohne Mühe zum großen Geld kommen kann.
    Sie wollen es jetzt auch einmal versuchen.
    Neben MMM gibt es noch eine Reihe anderer Investitionsfonds.
    Sie schließen eine Marktlücke, seit die privaten Banken aufgehört haben, mit astronomischen Dividenden von bis zu 1200% zu locken.
    Das Rennen um den schnellen Rubel beschäftigt trotz allem nur eine Minderheit.
    90% der Aktien werden auf solidere Weise angelegt.
    privatisierten Staatsbetrieben.
    Aber die Erfahrung der letzten Jahre hat vielen Russen gezeigt, wie unverlässlich die traditionellen Werte sind.
    Prestigebetriebe der sowjetischen Industrie kamen als erste ins Schleudern, als die Reformen anfingen.
    Wenn Staatsgebilde zusammenbrechen und Grenzen neu gezogen werden, wer könnte da Garantien abgeben?
    So mancher MMM-Aktionär fühlt sich da als Pionier einer neuen russischen Mentalität.
    Vorwärts mit geschlossenen Augen.
    Neue ökonomische Politik in Russland lehnen, hatte das noch irgendwie anders gemeint.
    Zur Kultur jetzt.
    Bei den Festwochen der alten Musik in Innsbruck hat morgen die einzig erhaltene Oper des Barockkomponisten Ignaz Franz Biber Premiere.
    Arminio oder Chiladura la vince, wer doch hält, der siegt, heißt das.
    Für die Produktion zeichnen zwei Barock-Spezialisten besonderer Art verantwortlich.
    Howard Arman für die Musik und Federic Merdita für die Inszenierung.
    Wolfgang Paxmarers Beitrag beginnt mit Musik aus Arminio.
    Arminio entsteht 1690 in Salzburg.
    Überliefert ist eine Prachthandschrift, die als Grundlage für die Aufführung herangezogen wird.
    Höfisches Musiktheater im historischen Gewand will man in Innsbruck jedoch nicht präsentieren.
    Regisseur Merditta
    ich glücklich, wenn ich ein neues Stück habe, das nicht alle schon hundertmal gemacht haben, wo man unbefangen herangehen kann.
    Zweitens freue ich mich, wenn es ein so besonders wertvolles Stück ist, bei dem man sich fragt, wieso es Jahrzehnte, Jahrhunderte lang vergraben bleiben konnte.
    Natürlich denkt man an die Musik, an den Geist der Musik, der repräsentiert den Geist einer Zeit und wenn man den genau beherrscht, wenn man die ganzen Strukturen
    dieser Entstehungszeit in sich hat, dann entwickelt man daraus eine eigenständige Neuschöpfung.
    Ein weißer Würfel in der Bühnenmitte wird von allen Seiten bespielt.
    Er dient gleichzeitig als Thron für den Kaiser, als Gefängnis für Sigesta, die Gemahlin Arminius und auch als Schlafgemach der jungen Patrizierinnen Giulia und Claudia.
    Biber hat eine Oper komponiert, die einen antiken Stoff behandelt und er hat sie trotzdem barock und lustig behandelt, also er hat sich nicht an die Antike gehalten, nur als Handlungsvorlage und wir halten uns an die Zeit des Barock natürlich, wenn wir den großen Gestus berücksichtigen, aber wir spielen ja für Menschen von 1994 mit Augen und mit Ohren von 1994, die Leute haben ja die heutige Brille auf
    Und ich persönlich halte auch nichts von Rekonstruktionen.
    Erstens kann ohnehin kein Mensch sagen, wie das wirklich ausgeschaut hat.
    Und zweitens, es würde auch heute das Publikum nicht erreichen.
    Ich bin der Meinung,
    Jede Oper, schon gar so eine Oper wie der Arminio, ist kein Fertigprodukt, sondern erfährt erst durch eine zeitgemäße Interpretation ihr Bühnenleben.
    Ähnlich argumentiert Dirigent Howard Arman.
    Musik des 17.
    Jahrhunderts will ja einem heutigen Publikum schmackhaft gemacht werden.
    Es ist eine Frage, welche Aufgabe man sich stellt mit jeder Aufführung.
    Und sicherlich jede Partitur, die wir überliefert haben, spiegelt eine gewisse Produktion, eine Aufführung.
    Und es war damals selbstverständlich, dass man die Partitur, das Werk herrichtet, dass jede Aufführung im Prinzip eine andere war.
    Und das haben wir uns auch hier vorgenommen.
    Also wenn man das damals den Gegebenheiten entsprechend gemacht hat, umso mehr müssen wir das jetzt mal zeitversetzt auch.
    Hauptfigur ist Cherusco-Fürst Arminio.
    Er lebt als Sklave unerkannt in Rom.
    Seine Liebe und Geduld lässt ihn schließlich siegen und Segesta, seine gefangene Gemahlin, wiederfinden.
    Gearbeitet wird bei allen Festwochen, Opern und Konzerten auf historischen Instrumenten.
    Historische Musik im Klangbild, ihre Zeit wird angestrebt.
    Howard Amann.
    Hier in Innsbruck ganz besonders ist es schon längst kein Novum mehr, dass man diese Instrumente hört.
    Und wir haben also ein Klangbild inzwischen, womit wir meinen, durch die Artikulationsmöglichkeiten der Instrumente, durch die klanglichen Möglichkeiten der Instrumente, die Klangbilder herzustellen, die die Komponist für geeignet gehalten hat, den Text zu vermitteln.
    Bibas Arminio wird in Copro
    mit dem Salzburger Landestheater erarbeitet.
    Dort gibt es die Aufführungen am 17., 20. und 21.
    September.
    Zum Schluss noch kurz die Wetter-Aussichten.
    Heute Nachmittag fuhr es noch oft sonnig, später jedoch gewittrig.
    Temperaturen 26 bis 31 Grad und morgen wird es noch gewittriger als heute.
    Das war das Mittags-Journal.
    Regie Volker Obermeier, Technik Wolfgang Nader.
    Die Stimme kam von Armin Wolf.
    Schönen Tag noch.
    Auf Wiederhören.

    Beiträge dieses Journals

    Nachrichten
    Mitwirkende: Manas, Elisabeth [Gestaltung] , Hnatek, Josef Wenzel [Sprecher/in]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wetter
    Mitwirkende: Sterzinger, Peter [Gestaltung]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Natur ; Klima und Wetter ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Finanzierung der Wasserwirtschaft
    Nur zwei Prozent des österreichischen Trinkwassers werden wirklich getrunken. Ein Drittel des heimischen Trinkwassers wird in der Toilette verwendet. Ein weiteres Drittel wird für die Körperhygiene verwendet. Experten der TU gehen von einem erheblichen Anstieg der Kosten für das Trinkwasser und die Enstorgung des Abwassers aus. Einblendung: TU Wien Wilfried Schönbeck.
    Mitwirkende: Bornemann, Dieter [Gestaltung] , Schönbeck, Wilfried [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Technik ; Universität ; Pressekonferenz ; Gewässer ; Zivilgesellschaft ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Weiter Diskussion um eine mögliche Grenzschutzeinheit
    Am Wochenende war der Plan bis 1999 eine eigene Grenzschutztruppe in Ostösterreich als Einigung verkündet worden. Knapp 5000 Mann sollten das momentan patroullierende Bundesheer ablösen. Mittlerweile sprach die ÖVP allerdings von einem Wahlkampfgag der SPÖ und einer unausgereiften Sonntagsmeldung. Die SPÖ erregt sich über die Kritik der ÖVP. Interview: Bundeskanzler Franz Vranitzky, Interview: Innenminister Franz Löschnak, Einblendung: FPÖ-Obmann Jörg Haider, Interview: Bundessprecher Grüne Peter Pilz.
    Mitwirkende: Stoppacher, Robert [Gestaltung] , Vranitzky, Franz [Interviewte/r] , Löschnak, Franz
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Militär ; Asyl ; Migration ; Straftaten ; Exekutive ; Regierung ; Parteien / SPÖ ; Parteien / ÖVP ; Interview ; EU ; Opposition ; Parteien / Grüne ; Parteien / FPÖ ; Sicherheit ; Neutralität ; Wahlen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Staatsanwältin Liliane Höbinger-Lehrer kandidiert für die FPÖ
    Die Staatsanwältin Liliane Höbinger-Lehrer wurde mt einem Fernsehauftritt im November 1993 schlagartig berühmt. Sie kritisierte spontan im Anschluss an einen Club 2 massiv die Justiz. Nun tritt sie bei der Nationalratswahl auf der Liste der FPÖ an. Einblendung: FPÖ-Kandidatin Liliane Höbinger-Lehrer.
    Mitwirkende: Aziz, Katharina [Gestaltung] , Höbinger-Lehrer, Liane [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Wahlen ; Parteien / FPÖ ; Pressekonferenz ; Justiz und Rechtswesen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Bilanz der ARA
    Die Diskussion über die Funktionalität der 1993 in Kraft getretenen Verpackungsverordnung hält weiterhin an. Umweltministerin Rauch-Kallat erklärte mittels einer Studie über die Sammlung von Getränkepackungen, wie gut das System funktionert. Die AK hingegen bezweifelt die ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit. Die zuständige ARA zog eine positive Bilanz. Einblendung: ARA Chriostian Stiglitz.
    Mitwirkende: Stiglitz, Christian [Interviewte/r] , Adler, Hans [Gestaltung]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Müll ; Ökologie und Umweltschutz ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Pressekonferenz ; Regierung ; Arbeitnehmerverbände ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Ökologie im Büro
    Mehr als 1 Million Tonnen Papiermist fallen jährlich in den Büros Österreichs an. Dazu kommen jede Menge umweltunverträgliche Dinge wie Computerschrott. Das Handbuch "Ökologie im Büro" der GPA und des Ökologieinstitut beschäftigt sich mit einem umweltverträglicheren Arbeitsalltag. Interview: Ökologieinstitut Jutta Kellner, Projektleiter Günter Getzinger.
    Mitwirkende: Simbürger, Franz [Gestaltung] , Kellner, Jutta [Interviewte/r] , Getzinger, Günter [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Arbeitnehmerverbände ; Arbeitsbedingungen ; Interview ; Ökologie und Umweltschutz ; Umweltverschmutzung ; Interessensvertretungen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Trailer Panorama: Datenautobahn
    Hinweis auf die Sendung "Journal Panorama" betreffend der Vernetzung von Telefon, Fernsehen und Computer zu einem Datenhighway. Einblendung: Werbungen.
    Mitwirkende: Löw, Raimund [Gestaltung]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Vorschau ; Technik ; Internet ; Fernsehen ; Werbung ; Dokumentation ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Verkürzung der Schulstunden
    40 Stunden beträgt die übliche Wochenarbeitszeit in Österreich. Schüler einer berufsbildenden höheren Schule kommen alleine auf 40 Schulstunden pro Woche. Der Landesschulrat der Steiermark schlägt vor, die Arbeitszeit für Schüler zu verringern. Man will die Unterrichtszeit um 5 Minuten verkürzen. Interview: Unterrichtsminister Rudolf Scholten.
    Mitwirkende: Hopfmüller, Gisela [Gestaltung] , Scholten, Rudolf [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Bildungspolitik ; Bildung und Schulwesen ; Kinder und Jugend ; Arbeitsbedingungen ; Interessensvertretungen ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    ÖMV-Halbjahresbilanz
    Die ÖMV hat ihr Halbjahresergebnis für 1994 vorgelegt. Der teilprivatisierte Konzern ist mit einem Milliardenverlust 1993 negativ in die Schlagzeilen gekommen. Nun werden wieder schwarze Zahlen geschrieben.
    Mitwirkende: Hutar, Herbert [Gestaltung]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Industrie ; fossile Energieträger ; Handwerk und Gewerbe ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Diskussion um Begnadigung für "Südtirol-Bumser" geht weiter
    In Italien gelten die sogenannten "Südtirol-Bumser" der 60er Jahre nach wie vor als Terroristen. Sie haben seit 1961 mit Anschlägen das Selbstbestimmungsrecht von Südtirol beansprucht. Sie hatten Förderer bis weit in die österreichische politische Prominenz aber auch im rechtsextremen Lager. Seit Jahren ist eine Amnestie für die verurteilten Aktivisten eine ständige Forderung Nordtirols an Rom. Interview: Südtiroler Kulturinstitut Josef Fontana, Interview: Landeshauptmann Luis Durnwalder.
    Mitwirkende: Pfeifer, Andreas [Gestaltung] , Fontana, Josef [Interviewte/r] , Durnwalder, Luis [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Politik ; Außenpolitik ; Diskussion ; Minderheiten ; Ethnie ; Justiz und Rechtswesen ; Exekutive ; Regierung ; Parlament ; Terror ; Interview ; Rückblick ; Konferenz ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Italien ; Österreich ; Regionen / Südtirol
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Situation der Bäume
    Österreich ist der waldreichste Staat Mitteleuropas. Das Kuratorium "Rettet den Wald" hat eine Broschüre zum Thema "der Waldboden ist in Gefahr" herausgegeben. Einblendung: Autor Gerald Steinlegger bei Präsentation, Interview: "Rettet den Wald" Clemens Lothaller, Interview: Förster Christian Schuster, Interview: Landwirtschaftsminister Franz Fischler.
    Mitwirkende: Dittlbacher, Fritz [Gestaltung] , Steinlegger, Gerald [Interviewte/r] , Lothaller, Clemens [Interviewte/r] , Fischler, Franz [Interviewte/r] , Schuster, Clemens [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Ökologie und Umweltschutz ; Ökologie und Umweltschutz ; Interview ; Pressekonferenz ; Interessensvertretungen ; Landschaft ; Printmedien ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Russen haben offenbar aus dem Fall MMM nichts gelernt
    Die Affäre rund um das Investmentprojekt MMM ist der größte Finanzskandal im jungen russischen Kapitalismus. Mit dem Versprechen gewaltiger Renditen hatte MMM an die zehn Millionen Russen Anteilsscheine verkauft. Nach einer Warnung der Regierung und dem verzweifelten Versuch vieler Anleger, ihre Anteile loszuwerden, stürzte der Kurs ins Bodenlose.
    Mitwirkende: Schüller, Christian [Gestaltung]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Ort: Moskau
    Schlagworte: Politik ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Straftaten ; Regierung ; Justiz und Rechtswesen ; Wirtschaftspolitik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Russland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Kultur: Barockoper "Arminio" in Innsbruck
    Bei den Festwochen der alten Musik in Innsbruck hat die einzig erhaltene Oper des Barockkomponisten Ignaz Franz Biber Premiere. "Arminio" heißt das Stück. Einblendung: Szenenausschnitt "Arminio", Interview: Regisseur Federik Mirdita, Interview: Dirigent Howard Arman.
    Mitwirkende: Praxmarer, Wolfgang [Gestaltung] , Mirdita, Federik [Interviewte/r] , Arman, Howard [Interviewte/r]
    Datum: 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte: Kultur ; Kulturveranstaltung ; Vokalmusik - Oper ; Vorschau ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich ; Bundesland / Tirol
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten

    Katalogzettel

    Titel Mittagsjournal 1994.08.23
    Spieldauer 00:55:52
    Mitwirkende Wolf, Armin [Moderation] [GND]
    ORF [Produzent]
    Datum 1994.08.23 [Sendedatum]
    Schlagworte Gesellschaft ; Wirtschaft ; Politik Österreich ; Politik ; Kultur ; Nachrichten ; Klima und Wetter ; Exekutive ; Ökologie und Umweltschutz ; Bildung und Schulwesen ; Industrie ; Minderheiten ; Terror ; Justiz und Rechtswesen ; Kulturveranstaltung ; Radiosendung-Mitschnitt
    20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ audio
    Format DAT [DAT-Kassette]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, jm-940823_k02
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Gesamtwerk/Reihe Mittagsjournal

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