Mittagsjournal 1996.06.10

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    Rechtliches

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    Mittagsschornal.
    Willkommen zu einer Stunde Information in Österreich eins.
    Ihr Begleiter durch dieses Mittagsschornal ist Wolfgang Wittmann.
    Und das sind einige der Themen, über die wir bis kurz vor eins berichten werden.
    Wieder Gewalt und Gegengewalt zwischen den Hisbola-Schiiten und Israel im Süd-Libanon.
    Beginn der Nordirland-Gespräche in Belfast ohne die IRA-Partei Sinn Fein.
    EU-Konferenz in Wien, Thema der Handel mit Frauen und mögliche Gegenmaßnahmen.
    Ebenfalls in Wien ein Besuch des chinesischen Menschenrechtsaktivisten Harry Wu, jenes Mannes, der sich auch nach jahrelanger Lagerhaft nicht aufhalten lässt, die Menschenrechtsverletzungen Chinas aufzudecken.
    Aus Österreich ein Bericht über den Beginn der diesjährigen Woche des Waldes und die Präsentation einer CD-ROM gegen Rassismus, gedacht für den Schulunterricht.
    Auch aus dem Gerichtssaal kommt ein Beitrag über den heutigen Prozessbeginn gegen den ehemaligen Stararzt Walter Wolf, der Aids- und Krebskranke betrogen haben soll.
    Die Kulturredaktion bringt eine Vorschau auf die Uraufführung des Musicals Time Rocker am Hamburger Schauspielhaus.
    Soweit der erste Themenüberblick, es folgen die Mittagsnachrichten, zusammengestellt hat sie Elisabeth Manas.
    Nahe Osten.
    Bei einem Angriff der pro-iranischen Schiiten-Miliz Hezbollah sind heute früh im Süd-Libanon fünf israelische Soldaten getötet worden.
    Sechs weitere wurden verletzt.
    Im Zentrum der von Israel kontrollierten sogenannten Sicherheitszone war eine Armee-Patrouille in einen Hinterhalt der Hezbollah geraten.
    Die Hezbollah kämpft gegen die israelische Präsenz im Süd-Libanon.
    Die israelische Armee hat auf den Angriff der Hezbollah-Miliz schnell reagiert.
    Bei einem Vergeltungsschlag wurden dabei ein libanesischer Soldat getötet und ein Zivilist verletzt.
    Unterdessen hat die israelische Polizei ihre breit angelegte Fahndung nach mindestens zwei Palästinensern fortgesetzt, die gestern Abend ein israelisches Paar erschossen haben.
    Der Anschlag ereignete sich westlich von Jerusalem.
    Fußgänger hatten den von Kugeln durch siebten Wagen am Rand einer Straße entdeckt.
    Im Inneren des Autos waren die zwei Leichen, ihr einjähriges Baby erlitt keine Verletzungen.
    Italien.
    Ein Tagflügelboot mit 150 Passagieren an Bord ist auf der Fahrt von der Mittelmeerinsel Ischia nach Neapel verunglückt.
    Das Boot rammte bei vermutlich starkem Nebel eine Brücke.
    Nach ersten Informationen wurden vier Menschen getötet.
    Nach möglichen weiteren Opfern wird noch gesucht.
    50 Passagiere wurden verletzt.
    Die Opfer sind Italiener.
    Die meisten Passagiere sprangen ins Wasser.
    Sie konnten von Fischern gerettet werden.
    Einige schwammen aus eigener Kraft an das etwa 200 Meter entfernte Ufer.
    Nordirland.
    In Belfast beginnen heute neue Gespräche zur Befriedung Nordirlands.
    Die IRA-nahe Partei Sinn Fein bleibt allerdings vorerst von den sogenannten Altparteienverhandlungen ausgeschlossen.
    Die britische und die irische Regierung machen eine neue Waffenruhe der IRA zur Bedingung für eine Teilnahme der Sinn Fein.
    Deren Unterhändler Martin McGuinness fordert London auf, das Klima für eine solche Waffenruhe zu schaffen.
    Am 30.
    Mai haben in Nordirland Wahlen zu einem Friedensforum stattgefunden, aus dem die Unterhändler für die Allparteiengespräche hervorgehen sollten.
    Sinn Fein verlangte damals 15,5 Prozent der Stimmern und damit 17 Sitze im Friedensforum.
    Gary Adams, der Chef der Sinn Fein, fühlt sich betrogen.
    Er wirft London Engstirnigkeit vor und wies darauf hin, dass seine Partei trotz ihres Wahlerfolges bei den Gesprächen nicht zugelassen ist.
    Russland.
    Moskau und die tschetschenischen Unabhängigkeitskämpfer wollen heute ein Abkommen über den Zeitpunkt des russischen Truppenrückzuges unterzeichnen.
    Demnach soll die russische Armee bis morgen die Blockade aller tschetschenischen Ortschaften aufgeben.
    Eine offizielle Bestätigung über die Vereinbarung liegt derzeit nicht vor.
    Europäische Union.
    Die Außenminister der Europäischen Union kommen heute in Luxemburg zusammen.
    Sie sollen den EU-Gipfel in Florenz in zehn Tagen vorbereiten.
    Auch nach der Lockerung des Embargos für britisches Rindfleisch wird der Streit um die Rinderseuche BSE im Mittelpunkt stehen.
    Slowenien wird heute in Luxemburg offiziell den Beitritt zur Europäischen Union beantragen.
    Slowenien ist die erste ehemalige jugoslawische Teilrepublik, die mit der EU eine engere Zusammenarbeit sowohl im politischen als auch im wirtschaftlichen Bereich eingehen will.
    USA
    Vor der Küste von Alaska hat sich ein schweres Erdbeben mit der Stärke 7,7 nach Richter ereignet.
    Eine starke Flutwelle als Folge des Bebens wird nicht ausgeschlossen.
    Österreich In Wien beginnt heute eine internationale Konferenz über Frauenhandel.
    Nach Angaben der EU-Kommission ist diese Form der grenzüberschreitenden Kriminalität in den vergangenen Jahren stark angestiegen.
    Die Zahl der Opfer wird derzeit in Westeuropa auf 200.000 bis 500.000 geschätzt.
    Bei der 23.
    Lottorunde gab es vier Sechser mit je 3,3 Millionen Schilling.
    Ein Vorarlberger erhielt mit zwei Sechsern den doppelten Gewinn.
    Die anderen zwei Gewinner kommen aus dem Burgenland und aus Salzburg.
    Auf die zwei Joker entfielen jeweils zwei Millionen Schilling.
    Nächste Woche gibt es einen Superpot mit 35 Millionen.
    Schwere Gewitter in einigen Teilen Österreichs haben zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt.
    In Oberösterreich musste die Donaubundesstraße nach einem Murenabgang gesperrt werden.
    Verkehrsbehinderungen wurden auch von der Westautobahn gemeldet.
    In Tirol war die Alpbacher Landesstraße nach Murenabgängern zeitweise nicht befahrbar.
    Der Mittagsnachrichtenüberblick war das Gelesen von Josef Wenzel-Natek.
    Als nächstes der Wetterbericht von Andreas Thiesner.
    Weiterhin Hitze und Sonnenschein am Nachmittag, dann teils intensiver Gewitter.
    Jetzt die aktuellen Meldungen.
    Wien wolkenlos 28 Grad, Eisenstadt wolkenlos 27, St.
    Pölten heiter 26, Linz heiter 23 Grad, Salzburg heiter 26, Innsbruck heiter 26, Bregenz heiter 23 Grad, Graz wolkig 28 und Klagenfurt wolkig 28 Grad.
    Reichlich Sonne, allerdings auch große Gewittergefahr, sodass sich Starkregen, stellenweise Hagel und stürmischer Wind einstellen können, und das eigentlich auch im Großteil Österreichs.
    Die ersten Blitze gibt es jetzt an der Grenze Sloweniens zu Kärnten im Bereich der Karawanken.
    Morgen zunächst einige Wolken, es sind dies Reste nächtlicher Gewitter und mitunter Regenschauer.
    Aber fast überall wird sich die Sonne durchsetzen, am Nachmittag allerdings wieder durchwegs gewittrig.
    Die Temperaturen steigen von etwa 15 bis 20 Grad in der Früh auf 25 bis 31 Grad in 2000 Meter morgen um 14 Grad.
    Und übermorgen wechseln Sonne und Wolken, einige gewittrige Regenschauer, vor allem wieder am Nachmittag und nicht mehr ganz so heiß mit 25 bis 30 Grad.
    Nicht nur Sonne und Hitze stehen dieser Tage im Mittelpunkt, auch das Ozon wird wieder zum Thema.
    Erstmals gestern ist heuer die Ozonvorwarnstufe ausgerufen worden und zwar im Bereich Niederösterreich, Wien sowie im mittleren und nördlichen Burgenland und die Vorwarnstufe bleibt hier bis auf weiteres aufrecht.
    Vorsorglich sollten gefährdete Personen ungewohnte und starke Anstrengungen vermeiden.
    Zu diesen gefährdeten Personen zählen etwa 5% der Bevölkerung.
    Das sind dies zum Beispiel Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Asthma-Kranke sowie Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens.
    Bitte verzichten Sie, wenn möglich, auf Fahrten mit dem Auto sowie auf das Verbrennen von biogenen Stoffen, etwa Heu oder Gartenabfälle und den Einsatz von lösungsmittelhältigen Lacken.
    Andreas Thiesner mit echten Hot News samt Ozonwarnung zu Journal Begin.
    12 Uhr und 8 Minuten, weiter geht's mit Auslandsberichten.
    Die kurze Zeit der relativen Ruhe im Südlibanon scheint vorbei.
    Die schiitische Hisbollah-Miliz hat, wie in den Nachrichten gemeldet, heute früh eine israelische Militärpatrouille angegriffen und fünf Israelis getötet.
    Ein erster Racheakt Israels ließ nicht lange auf sich warten.
    Gleichzeitig droht die Hisbola mit neuen Raketenangriffen auf Nordisrael.
    Auch neue Terrorakte innerhalb Israels werden befürchtet.
    Näheres zum jüngsten Schlagabtausch im Südlibanon und über erste politische Reaktionen in Israel von Ben Segenreich.
    Es ist zu früh, um Schlüsse zu ziehen, aber nach dem Innehalten in Erwartung der israelischen Wahlen scheint sich die Spirale der Gewalt wieder zu drehen.
    Terror in Israel, Tote im Südlibanon und eine vorbeugende politische Frontbildung der arabischen Staaten, die dem designierten israelischen Premier Benjamin Netanyahu tief misstrauen.
    All das erzeugt in diesen Tagen eine grimmige Stimmung.
    Heute früh sind in dem von Israel besetzten Pufferstreifen im Südlibanon fünf israelische Soldaten getötet und sechs verletzt worden.
    Hisbela Schiiten hatten eine Patrouille mit Maschinengewehr, Feuer und Granaten angegriffen.
    Es war der blutigste Zwischenfall seit dem Ende der großen militärischen Operation im April.
    Israel reagierte mit schwerem Artilleriefeuer auf die Umgebung der Stadt Nabatie.
    Das Ziel sollen Stellungen und Verkehrswege der Hisbela gewesen sein.
    Dabei wurde ein libanesischer Soldat getötet, der in einem Auto unterwegs war.
    Ein mitfahrender Zivilist wurde verletzt.
    Aber so zynisch das klingen mag, im Großen und Ganzen sind diese Kampfhandlungen erlaubt und normal.
    Das letzte Abkommen sieht ja keinen wirklichen Waffenstillstand vor, sondern lediglich die Schonung der Zivilbevölkerung.
    Einem Hisbella-Sprecher in Beirut zufolge ist allerdings das Abkommen gebrochen worden, weil auch Zivilisten zu Schaden gekommen seien.
    Den Tod der fünf Soldaten haben die israelischen Medien bis vor kurzem noch nicht erwähnt, weil zunächst die Angehörigen verständigt werden müssen.
    Schon in der Nacht hörten die Israelis aber vom ersten tödlichen Terroranschlag seit den Wahlen.
    Auf einer Landstraße in der Nähe der Grenze zum Westjordanland wurde ein israelisches Auto von Kugeln durchsiebt.
    Das junge Ehepaar auf den Vordersitzen war auf der Stelle tot.
    Das sieben Monate alte Baby auf dem Rücksitz blieb unversehrt.
    Man vermutet, dass die Attentäter Palästinenser waren und nach Hebron entkommen sind.
    In Hebron schloss die Armee heute arabische Geschäfte, um Zusammenstößen zwischen Palästinensern und jüdischen Siedlern zuvor zu kommen.
    Der palästinensische Bürgermeister von Hebron verurteilte den Anschlag.
    Damit solle offenbar der Abzug der Israelis aus seiner Stadt torpediert werden, meinte der Bürgermeister.
    Wie groß die Nervosität ist, zeigt auch eine Meldung, die gestern Nacht von Israels Radio- und Fernsehsendern verbreitet wurde.
    Danach wären bei einem Anschlag in Israel sieben Soldaten getötet worden, doch die Nachricht war einfach frei erfunden.
    Israels scheidender Sicherheitsminister wies darauf hin, dass es regelmäßig zu Anschlägen komme, wenn die Aussperrung der Palästinenser gelockert werde.
    Man müsse daher langfristig eine strikte Trennung zwischen der israelischen und der palästinensischen Bevölkerung anstreben.
    Darüber wird allerdings der nächste Premier Netanyahu zu entscheiden haben.
    Der konzentriert sich im Moment auf die Regierungsbildung und hüllt sich in Schweigen.
    Der relativ moderate David Levy wird höchstwahrscheinlich Außenminister, die falschen Sharon und Etan dürften keines der wichtigen Ressorts bekommen.
    Man weiß aber noch immer nicht, wie Netanyahu etwa mit dem heißen Eisen Hebron verfahren wird und die Richtlinien seiner Regierungskoalition sind noch nicht fixiert.
    Netanyahu hat nicht einmal das kurzfristig angesetzte gesamtarabische Gipfeltreffen kommentiert, das in elf Tagen in Kairo beginnen wird.
    Die arabische Solidarität soll der neuen israelischen Führung offenbar vorbeugend signalisieren, dass man ein Ausscheren aus dem Friedensprozess nicht hinnehmen wolle.
    In Netanyahus Umgebung gibt man sich enttäuscht.
    Die Araber schlügen jetzt schon scharfe Töne an, heißt es, während der designierte Premier sich zurückhalte und Vertrauen aufbauen wolle.
    Ben Segenreich berichtete über Hintergründe und Folgen des Hisbollah-Angriffes auf israelische Soldaten im Südlibanon.
    In Belfast beginnen heute die Allparteiengespräche über einen Frieden für Nordirland.
    So ganz stimmt der Begriff Allparteiengespräche eigentlich nicht, denn die IRA-Partei Sinn Fein wurde von Großbritannien und der Republik Irland von den Belfaster Beratungen ausgeschlossen.
    London und Dublin verlangen als Bedingung für eine Aufnahme der Sinnfein in die Verhandlungsrunde einen Gewaltverzicht der IRA.
    Und dazu ist die IRA nicht bereit.
    Sinnfein-Chef Adams fühlt sich betrogen, vor allem von der britischen Regierung.
    Unter diesem Gesichtspunkt werden die Belfaster-Gespräche besonders schwierig und zur echten Herausforderung für den Konferenzleiter, den amerikanischen Nordirlandsonderbeauftragten Mitchell.
    Neres aus London von Ernst Gellex.
    Die vielen Appelle an die IRA, doch endlich einen neuen Waffenstillstand zu erklären, haben bisher nicht gefruchtet.
    Die IRA ist bis jetzt hart geblieben.
    Somit werden Großbritannien und Irland ebenfalls hart bleiben.
    Die Sinnfein, der politische Flügel der IRA, wird am Nachmittag, wenn die Gespräche beginnen, nicht mitverhandeln dürfen.
    Die Bedingung lautet, erst Waffenstillstand, dann darf Sinnfein bei den Verhandlungen mit dabei sein.
    Sinnfein-Parteichef Gerry Adams ist verärgert, aber nicht wegen der Hartnäckigkeit der IRA, sondern wegen der, wie er sagt, Engstirnigkeit Großbritanniens.
    Adams sagte, er fühle sich betrogen, wenn seine Partei trotz des Wahlerfolges vor zwei Wochen von den Friedensverhandlungen ausgesperrt werde.
    Die Sinn Fein steht nämlich auf dem Standpunkt, dass sie ein Recht habe mitzuverhandeln, egal ob die IRA einen Waffenstillstand ausgerufen habe oder nicht.
    Bleibt Sinn Fein tatsächlich ausgesperrt, könnten die Friedensverhandlungen zur Farce werden, denn die Sinn Fein spielt natürlich eine Schlüsselrolle im Nordirland-Konflikt.
    Die protestantischen Unionisten, also jene Parteien, die für den Verbleib Nordirlands bei Großbritannien eintreten, sind wiederum mit dem Vorsitzenden der Verhandlungen unzufrieden.
    Großbritannien und Irland haben letzte Woche ja vereinbart, dass der frühere US-Senator George Mitchell die Verhandlungen leiten solle.
    Der 62-jährige amerikanische Rechtsanwalt und enge Freund Präsident Bill Clintons hatte schon im vergangenen Winter eine Kommission zur Entwaffnung der paramilitärischen Gruppen in Nordirland geleitet.
    Er ist also bestens mit der heiklen Materie betraut.
    Die protestantischen Unionisten werfen ihm aber vor, zu sehr auf der Seite der katholischen Minderheit zu stehen.
    Sie sagen, Mitchell habe zwei Nachteile.
    Er sei erstens Ausländer und zweitens Katholik.
    Angesichts dieser Probleme ist der Start der Friedensverhandlungen in Belfast alles andere als gut.
    Ernst Gellix über den Auftakt der Fast-Allparteien-Gespräche über Nordirland in Belfast, die IRA-Partei Sinn Fein bleibt von den Gesprächen ausgeschlossen.
    Wir wechseln nach Russland, das im Vorwahlfieber liegt.
    Der russische Präsident Boris Jelzin hat seinen Sinn für Macht einmal mehr unter Beweis gestellt.
    Mit erstaunlicher Energie führt der 65-jährige und gesundheitlich schwer angeschlagene Jelzin einen aufwendigen Wahlkampf bis in den hintersten Winkel Russlands.
    Durch eine Reihe populistischer Dekrete und zahllose vollmundige Versprechungen versucht er, noch in letzter Minute unzufriedene Wähler für sich zu gewinnen.
    Dabei helfen ihm der Rückenwind aus dem Westen, der einen Sieg des kommunistischen Widersachers Gennadis Jugano fürchtet, und der Medienapparat, den Jelzins Führungsstab weitgehend kontrolliert.
    Wie auch andere Präsidentschaftskandidaten entdeckt Jelzin eine Woche vor der Wahl auch die religiösen Gemeinschaften als potenzielle Wähler.
    Aus Moskau berichtet Susanne Scholl.
    In einem so erbitterten Wahlkampf wie jenem, der jetzt gerade in Russland im Gange ist, ist offenbar alles erlaubt.
    Auch der massive Einsatz der Religion.
    Dass Boris Jelzin sich seit einiger Zeit gerne als gläubiger Bürger präsentiert, der bei hohen kirchlichen Feiertagen mit schöner Regelmäßigkeit publikumswirksam in einer der Moskauer Kirchen auftaucht, ist nicht weiter erstaunlich.
    Schließlich gibt ihm dies die Möglichkeit, sich so demonstrativ wie möglich von seiner eigenen Vergangenheit als Parteifunktionär zu distanzieren.
    Darüber hinaus hat zum Beispiel seine Unterstützung für die Wiedererrichtung der Christa-Löser-Kathedrale in Moskau sicherlich ebenso einiges zur Aufbesserung seines ziemlich angeschlagenen Images unter Russlands Wählern beigetragen, wie die Tatsache, dass der russische orthodoxe Patriarch Alexei II.
    ganz entsprechend der Tradition seiner Kirche, die in der Regel immer mit den jeweiligen Machthabern zusammenarbeitete, ihn ziemlich unverblümt in diesem Wahlkampf gegen die neuen russischen Kommunisten unterstützt.
    Die allerdings fallen in dieser Frage im Wahlkampf einigermaßen auf der Rolle, die ihnen hier eigentlich zukommen müsste.
    Nicht nur, dass sich der kommunistische Präsidentschaftskandidat Gennady Zyuganov gerne und oft mit religiösen Symbolen zeigt, hat er auch zahlreiche Treffen sowohl mit Vertretern der russischen Orthodoxie als auch mit jenen anderer Religionen absolviert,
    und den kleinen Parteifunktionären überall im Land ganz offensichtlich einschärfen lassen, nur ja nichts zu äußern, was auch nur im Entferntesten dem Verdacht aufkommen lassen könnte, Russlands Kommunisten würden, sofern sie es denn schaffen sollten, wieder an die Macht zu kommen, eine neue Antireligionskampagne ins Leben rufen.
    Eine Bezirksfunktionärin der kommunistischen Partei erklärte das kürzlich so, selbst Lenin habe gesagt, man müsse den Glauben der Menschen respektieren.
    Dies alles ist, wie gesagt, Wahlkampf und wenig mehr.
    Doch dahinter steckt das immer noch nachwirkende Trauma vom totalen Werteverlust nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und damit einer ganzen Gesellschaftsordnung, die Religion durch Ideologie ersetzt hatte.
    Im heutigen neuen Russland waren zwar die Politiker, also vor allem eben auch die ehemaligen Parteifunktionäre, die Ersten, die den Schwenk vom Marxismus-Leninismus zurück zur russisch-orthodoxen Kirche vollzogen haben, aber sie waren bei weitem nicht die Einzigen.
    Und so sind eben selbst die neuen russischen Kommunisten gezwungen, ihren Wahlkampf auch mit positiven Aussagen über die Religion zu führen, zumal ihr Programm im Grunde genommen an geistigen Werten ebenso wenig zu bieten hat, wie jenes Jelzins.
    Sie wollen eigentlich vor allem ein neues, starkes Nationalbewusstsein in Russland.
    Und wenn die Religion da positiv mitspielen kann, dann eben auch mit ihrer Hilfe.
    Paris Jelzin buhlt in der Schlussphase des Wahlkampfes auch um die religiösen Wähler.
    Sie hörten Susanne Scholl.
    Letztes Wochenende ist die Ukraine wieder in die Schlagzeilen gekommen, weil sie ihre letzten Atomsprengköpfe an Russland übergeben hat.
    Doch auch wenn die Ukraine nun ein atomwaffenfreies Land ist und auch die Stärke ihrer Armee in den letzten Jahren halbiert hat, die Industrie der Ukraine ist nach wie vor auf die Produktion von Rüstungsgütern ausgerichtet.
    Innerhalb der früheren Sowjetunion war die Ukraine ja darauf spezialisiert.
    Mittlerweile finden sich allerdings keine Käufer mehr für die Waffen und die Umstellung der Rüstungsbetriebe auf zivile Produkte kommt auch nicht wirklich voran.
    Das ist mit ein Grund für die derzeitige schwere Wirtschaftskrise in der Ukraine.
    Das Land ist mittlerweile das ärmste in der Region, ärmer als Rumänien, Bulgarien oder Polen und auch ärmer als Russland.
    Christian Lininger hat einen der von der Krise geplagten Rüstungsbetriebe in der ukrainischen Hauptstadt Kiew besucht.
    Die Arsenalwerke in Kiew.
    Mitten in der Stadt liegt die riesige Fabrik.
    Alte, aus Ziegeln gebaute Werkzeilen, dazwischen Bürotürme aus Glas und Beton und überall hohe Mauern, über die man nicht hinüberschauen kann.
    Was sich hinter diesen Mauern tut, war lange Zeit geheim und ist es zum Teil heute noch.
    Denn die Arsenalwerke sind eine Rüstungsfabrik.
    Eine jener Fabriken, auf die man in der ganzen Ukraine, ja in der ganzen ehemaligen Sowjetunion stolz war.
    Hier hat es schon 1917 und 1918 Arbeiteraufstände gegeben, Barrikadenkämpfe.
    Und die Einschusslöcher von damals sieht man noch heute an der Vorderfront des Hauptgebäudes.
    Doch in den Werkshallen des einstigen Paradeunternehmens ist es still geworden, erzählt eine Arbeiterin.
    Ehrlich gesagt, wir haben sehr wenig Arbeit hier.
    Sehr viele kündigen auch, weil die Gehälter zu niedrig sind.
    Es gibt praktisch keine Arbeit.
    Das heißt, es wird schon etwas produziert, aber diese Ware können wir nicht absetzen.
    Sie häuft sich dann im Lager.
    Und da die Ware liegen bleibt, wird die Situation im Werk immer schlechter.
    Obtische und elektronische Geräte für die Armee wurden hier gebaut, Laser und ähnliches.
    Aber seit der Auflösung der Sowjetunion sind diese Produkte nicht mehr gefragt.
    Genau wie viele andere Rüstungsfabriken in der Ukraine sollen nun auch die Arsenalwerke auf zivile Produkte umgestellt werden.
    Doch die Unternehmensleitung kommt mit den neuen marktwirtschaftlichen Verhältnissen noch nicht so ganz zurecht, sagt ein Arbeiter.
    Wir sind noch nicht gewohnt, in diesem System zu arbeiten, sich selbst ein Ziel zu setzen und das dann zu verwirklichen.
    Bei unserem Chef ist das genauso.
    Vielleicht kann er auch nicht das machen, was er machen will.
    Das wird sich nicht von heute auf morgen ändern.
    Man braucht ein, zwei, drei Jahre dafür und noch zehn Jahre, um das ganze Unternehmen umzubauen und neu auszustatten.
    Auch Alexander Kamentschuk aus der Marketingabteilung sieht in der Umrüstung auf zivile Produkte die einzige Chance für das Unternehmen.
    Das Geld dafür hat er angesichts der derzeitigen Wirtschaftskrise allerdings nicht.
    Das Hauptproblem für alle Unternehmen ist, wenn sie eine Idee haben oder eine neue Erfindung, diese auch zu verwirklichen.
    Das heißt, sie in Metall und Glas zu verwandeln.
    Es fehlt einfach das Geld, um eine Produktionsstraße aufzubauen, um die Serienproduktion dieser Erfindung zu ermöglichen.
    Das ist das Hauptproblem.
    Zivile Produkte, etwa Fotoapparate, können daher bisher nur in Kleinserien gebaut werden.
    Verdienen kann das Unternehmen damit kaum etwas.
    Die Folge, es gibt kein Geld, daher werden die Löhne gesenkt und das verschlimmert die Probleme weiter.
    Unsere Direktoren und Ingenieure wechseln oft.
    Die sachkundigen Fachleute kündigen.
    Ingenieure, Konstrukteure, alle sind schon weg.
    Wir haben kein fähiges Personal mehr, das uns helfen würde, das Unternehmen aus der Krise zu ziehen.
    Es ist schon so weit gekommen, dass ich nicht mehr hoffe, dass es in nächster Zeit besser wird.
    Einundzwanzigtausend Menschen haben hier einmal gearbeitet.
    Jetzt sind es noch siebentausend.
    Jobs in ihrer Branche finden die hochspezialisierten Techniker, die Arsenal verlassen haben, allerdings nicht.
    Sie arbeiten jetzt als Verkäufer, Kellner oder Chauffeure.
    In diesen Berufen verdient man mehr.
    Marketing-Experte Kamentschuk meint, ein ausländisches Partnerunternehmen könnte helfen, die Arsenal-Werke umzustrukturieren.
    Bisher hat er aber noch keinen Partner gefunden.
    Mir ist klar, dass wir nicht alleine dieses Problem haben.
    Aber den anderen Unternehmern, die privatisiert werden, denen fällt es leichter, einen Partner zu finden.
    Als Militärbetrieb müssen wir in Staatsunternehmen bleiben, aber wir haben zurzeit keinen einzigen Staatsauftrag.
    Die Arbeiter sehen daher schwarz für die Zukunft von Arsenal.
    Das war immer ein militärtechnisches Werk und das wird so bleiben.
    Das kann nicht auf eine neue Produktion umgestellt werden.
    Sicher nicht.
    Christian Lieninger mit einer Reportage aus den Arsenal-Rüstungswerken in Kiew, wo sich die Wirtschaftskrise in der Ukraine besonders deutlich zeigt.
    Eine Krise anderer Art ist die wachsende internationale Kriminalität, die sich immer wieder besonders menschenverachtend betätigt.
    Ein Beispiel.
    Die Versprechen klingen angesichts der tristen Realität oft verlockend.
    Hartes westliches Geld für leichte Arbeit als Künstlerin oder Tänzerin.
    Spätestens wenn der Pass entzogen ist, mit der Einwanderungsbehörde gedroht wird,
    und es erstmals Prügel gesetzt hat, verstehen Frauen aus Osteuropa und aus den Entwicklungsländern, wer sie wirklich sind.
    Gewinnbringende Ware, die in zunehmendem Maße nach Europa importiert wird.
    Internationaler Frauenhandel ist das Thema einer zweitägigen Konferenz, die heute Montag in Wien begonnen hat.
    Veranstalter sind die Europäische Kommission und das österreichische Innenministerium.
    Am Vormittag wurde eröffnet.
    Barbara Ladinser war für uns dabei.
    Die Eindämmung des Frauenhandels in Europa scheint oft ein Kampf gegen Windmühlen.
    Es gibt kaum Zahlen.
    Die Grauzone ist immens und entsprechend wage die Schätzungen.
    Zwischen 200.000 und 500.000 Frauen aus Osteuropa und der Dritten Welt, so schätzt die EU, leben illegal als Prostituierte in Europa.
    Heute und morgen wollen die Konferenzteilnehmer den Kampf gegen dieses Verbrechen vorbereiten.
    Konkrete Vorhaben waren heute allerdings nicht zu erfahren.
    EU-Kommissarin Anita Gradin vertröstet auf morgen.
    Wir sammeln jetzt die Ideen zusammen.
    Die Hauptsache für mich ist, dass wir jetzt diesen Menschenhandel auf die Tagesordnung bekommen, in alle 15 Mitgliedsländer.
    Der Sklavenhandel mit Frauen ist seit der Ostöffnung sprunghaft gestiegen.
    Österreich an der EU-Außengrenze ist geradezu zu einem Umschlagplatz geworden.
    Es ist daher kein Zufall, dass der Konferenzort Wien ist.
    Innenminister Kasper Einem sieht Chancen für einen Erfolg.
    Was diese Konferenz nach meiner Hoffnung wirklich bewirken kann, ist eine Reihe von zunächst informellen Kontakten grundzulegen, die die Basis einer entsprechenden Kooperation über die Grenzen hinweg und einer entsprechenden Interdisziplinarität legen können.
    Vertreter nichtstaatlicher Organisationen sind zurückhaltend.
    Patsy Sörensen etwa, Vertreterin einer belgischen Frauenorganisation für Prostituierte, mahnt zur Vorsicht.
    Wir müssen sehr vorsichtig sein, denn ich hoffe nicht, dass dieses Kongress gegen die Kämpfe gegen Verdrängung von Frauen
    Ich hoffe nicht, dass diese Konferenz eine Konferenz gegen Einwanderung wird, sagt Betsy Sorensen, und sie verweist auf den in dieser Debatte immer wieder vernachlässigten Aspekt.
    Die betroffenen Frauen selbst bräuchten mehr Rechte zur Selbsthilfe, aber sie werden kriminalisiert.
    Wenn du Prostituierte bist, dann hast du Razzien, Polizeikontrollen.
    Du musst immer davonlaufen.
    Aber wenn du Rechte hättest, echte Arbeitsrechte, dann könntest du vielleicht etwas unternehmen gegen den Barbesitzer, der dich ausnützt.
    Opfer von Frauenhandel müssen die Möglichkeit bekommen, darüber zu reden.
    Aus Angst, sofort wieder abgeschoben zu werden, weil sie überleben müssen, könnten die Frauen selten aus eigener Kraft aus ihrer Situation heraus, sagt Betsy Sörensen.
    Ob die Konferenz hier in Wien auch diesbezüglich Ideen vorbringen wird, weiß man morgen.
    Von der internationalen Kriminalität, Beispiel Frauenhandel, zum Verbrechen in Österreich, zu einem ganz besonderen Fall.
    Am Wiener Straflandesgericht hat heute der Prozess gegen den ehemaligen Star-Chirurgen Walter Wolf begonnen.
    Wolf ist wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges, wegen Teilnahme an einer kriminellen Organisation und wegen Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen angeklagt.
    Er soll AIDS-Kranke und Krebspatienten durch angebliche neue Heilmethoden betrogen haben.
    Hintergrund der Causa ist ein gescheitertes Millionenprojekt eines Privatambulatoriums.
    Aus dem Wiener Landesgericht berichtet Karl Jarkowski.
    Krebskranken und unheilbaren Kranken machten der Arzt Wolf und die Russen in der Antonius-Klinik und den Räumen der Weikogessen-BH in Wien die falsche Hoffnung, sie heilen zu können.
    Staatsanwältin Risa Schumeister-Schmatral fordert die Verurteilung wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs, Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen und Teilnahme an einer kriminellen Organisation.
    Ein kriminelles Syndikat von Moskau über London, Wien bis nach Tibet und den Philippinen knöpfte den Kranken ihr Geld ab.
    Russisches Personals als Ärzte angesprochen waren nur Krankenpfleger und Krankenschwestern.
    Ein österreichischer Medizinstudent gab vor, Arzt zu sein, so die Staatsanwältin.
    Man gab so dem Ganzen einen seriösen Anstrich.
    Er stellte bei den Patienten bewusst falsche Diagnosen und stellte ihnen in Aussicht, dass sie geheilt werden durch Injektionskuren und Feldtherapie.
    Das russische Mittel für die Injektionskuren für AIDS-Kranke mit dem klingenden Namen White Light war lediglich eine Honig-Zubereitung.
    Das Präparat war in Österreich überhaupt nicht zugelassen, so die Staatsanwältin.
    Die Befunde der Patienten aus Moskau waren nur Fotokopien.
    Man operierte mit der Angst der Kranken und lockte ihnen Millionenbeträge heraus.
    Ein Patient zahlte dafür 1,7 Millionen Schilling.
    Drei AIDS-Kranke, die bereits verstorben sind, mussten 1,5 Millionen Schilling an Behandlungskosten auf den Tisch legen.
    Ein Kranker, der sich um sein Geld betrogen fühlte, warf zwei Handgranaten in die Behandlungsräume und brachte alles ans Tageslicht, so die Staatsanwältin.
    Fünf Russen sind nach dem Anschlag geflüchtet und können so nicht angeklagt werden.
    Die Verteidiger weisen alle Vorwürfe zurück.
    Die Staatsanwältin male ein so düsteres Bild und ziehe die falschen Schlüsse.
    Der Prozess werde ein Medizinerstreit werden, so der Verteidiger des hauptangeklagten Arztes.
    Primarius Wolf habe niemals Heilung versprochen.
    Er wollte nur armen Kreaturen helfen.
    31 Personen seien von ihm sogar gratis behandelt worden.
    Ein Betrüger behandelt keine Kranken gratis, so der Verteidiger.
    Alle Angeklagten fühlen sich nicht schuldig, nur der Medizinstudent gibt Kurpfuscherei zu.
    Zur Stunde wird der hauptangeklagte Arzt Walter Wolf vom Richter befragt.
    Karl Jekowski berichtete über den Beginn des Wiener Prozesses gegen den Ex-Chirurgen Walter Wolf.
    Es war soeben 12.30 Uhr, halb eins, nun ein Programmhinweis für heute Abend.
    Es wäre zu schön gewesen.
    Nach abklingensämtlicher 50-Jahr-Feiern hatte sich die neue Großmacht Deutschland gerade eben erst mit seiner Geschichte einigermaßen arrangiert.
    Da platzt plötzlich das Buch eines jungen Harvard-Professors in die friedvolle Ruhe.
    Um es ganz einfach auszudrücken.
    Die Täter, die sich an ihren eigenen Überzeugungen und moralischen Auffassungen orientierten, haben die Massenvernichtung der Juden für gerechtfertigt gehalten.
    Sie wollten nicht Nein dazu sagen.
    Die Deutschen, sagt Daniel Goldhagen, die ganz normalen Deutschen, mussten zum Holocaust weder gezwungen noch verführt werden.
    Sie wollten Juden töten und sie taten es auch.
    Die Reaktionen auf Goldhagens Thesen waren aus verständlichen Gründen enorm.
    Meine Erklärung lautet, und dies ist neu in der wissenschaftlichen Literatur über die Täter, dass jene ganz normalen Deutschen durch eine bestimmte Art des Antisemitismus motiviert waren, die sie zu dem Schluss kommen ließ, dass die Juden den Tod verdient hätten.
    Hitlers willfährige Helfer.
    Heute im Journal Panorama ab 18.20 Uhr.
    Programm Österreich 1.
    Nun zu Themen aus Österreich, beginnend mit einer aktuellen Meldung.
    Scharfe Kritik am ÖBB-Management und am neuen Sommerfahrplan üben die Gewerkschaft der Eisenbahner und die Arbeiterkammer.
    Als Gipfel der Unfähigkeit bezeichnet die Eisenbahner-Gewerkschaft den Fahrplanwechsel mit 2.
    Juni.
    Zentralsekretär Gerhard Nowak kritisiert in einer Aussendung, dass nicht nur Züge unberechtigt gestrichen wurden, auch das Wagenangebot sei bloß mit der Begründung der Einsparung zum Schaden der Pendler reduziert worden.
    Die Eisenbahner Gewerkschaft fordert rasch Fahrplankorrekturen.
    Das zu geringe Platzangebot für Pendler in den Zügen kritisiert auch die Arbeiterkammer.
    Präsidentin Lore Hostasch hat ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler zu raschen Korrekturen aufgefordert.
    Von den Bundesbahnen liegt zur Zeit noch keine Stellungnahme vor.
    Wir werden näher berichten.
    Der Einsatz neuer Medien in den Schulen wird gerade im Computerzeitalter immer wichtiger.
    Internet und CD-ROM halten verstärkt Einzug in den Schulbetrieb.
    Mittels CD-ROM soll nun auch der Fremdenfeindlichkeit und dem Rassismus der Kampf angesagt werden.
    Unterrichtsministerin Elisabeth Gerer hat zu diesem brisanten Thema eine neue CD-ROM vorgestellt mit dem Titel »Mit anderen Augen«.
    Helma Poschner.
    Die Ausländer.
    Die Österreicher und ihr keineswegs immer entspanntes Verhältnis zu Ausländern.
    Ein Beispiel auf dieser CD-ROM, die in den Schulen für Verständnis, für andere, fürs Anderssein, für andere Kulturen wirbt.
    Ausländische Autoren kommen zu Wort, Grafiken und Statistiken zum Thema Fremde werden bemüht, Eigenheiten fremder Kulturen erklärt, Fragen zur Asylpolitik beantwortet.
    Für Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer ist diese CDROM ein wichtiger Akzent, um Vorurteilen und fremdenfeindlichen Einstellungen entgegenzutreten.
    Insbesondere im Hinblick auf das nächste Jahr, das die EU zum Ja gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ausrufen will.
    Für Gehrer ist dies auch Anlass für verstärkte Kooperation der Unterrichtsminister auf europäischer Ebene.
    Es gibt besonders natürlich Interesse bei gemeinsamen Aktivitäten, wie jetzt dieses Europäische Jahr gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, dass man da zwischen den Schulen Austausch hat, dass die Schulen zusammenarbeiten.
    Und es geschieht sehr viel in diesem Bereich.
    Und ich stelle fest, dass gerade die Zusammenarbeit im europäischen Bereich immer intensiver wird, wobei Österreich eine besondere Aufgabe in die osteuropäischen Staaten hinein hat und auch diese Aufgabe von uns wahrgenommen wird.
    Österreichweit will Gera die Nutzung neuer Medien an den Schulen noch weiter ausbauen.
    Die heute präsentierte CDROM ist für sie nur ein Beispiel, um einem modernen Schulbetrieb gerecht zu werden.
    Ein Schulbetrieb, in dem Schüler auch lernen sollen, mit der wahren Flut an neuen Informationen umzugehen, meint Gera.
    Wenn wir dauernd hören, dass die Arbeit und das Lernen sich verändern werden, wir reden von Telekooperation, Teleinspektion, Telepublikation, Telelearning, Telelehren etc., dann muss ich dem Schüler heute schon das nötige Rüstzeug dazu geben, dass er in Zukunft all diesen Anforderungen begegnen kann.
    Die neue CD-ROM gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit soll übrigens im Herbst an den österreichischen Schulen zum Einsatz kommen.
    Im Gymnasium am Wiener Gürtel, wo heute die CD-ROM präsentiert wurde, herrscht großes Interesse am neuen Unterrichtsmittel.
    Eine willkommene Abwechslung, sagen die Schüler.
    Es ist einfach nicht so trocken, wie wenn man nur Zettel kriegt und aus dem Buch arbeitet.
    Das ist eben viel bunter.
    Man kann selber auch anklicken, was einen interessiert und wie lange.
    Und es gibt viele verschiedene Sachen mit Bildern.
    Das ist was Neues einmal.
    Inhaltliche Grundlage dieser soeben vorgestellten CD-ROM war übrigens eine Serie von Radiosendungen, die von den Autorinnen Beate Vierlinger und Ina Zwerger für das Radiokolleg in Österreich 1 produziert worden ist.
    Nächstes Thema Menschenrechte.
    Für viele Chinesen ist das Wort Laogai eines der schrecklichsten.
    Laogai klingt nicht zufällig wie Lager, ist es doch der chinesische Ausdruck für Gefangenenlager, präziser übersetzt Besserung durch Arbeit.
    In Wien zu Gast ist ein Mann, der seit langem gegen die Gräuel in den chinesischen Lagern ankämpft.
    Harry Wu, 59 Jahre alt, selbst jahrelang Gefangener der chinesischen Politjustiz.
    Wu stellt die chinesischen Lager neben die KZs Hitlers und den sowjetischen Gulag.
    Seine Botschaft im Grunde genommen, dem Lao Gai ein Ende und dann niemals wieder, aber niemals vergessen.
    Ein Portrait von Harry Wu, gestaltet von Susanne Newakler.
    Harry Wu ist 23 Jahre alt, als er 1960 für 19 Jahre in die Arbeitslager Mao Zedongs wandert.
    Er ist der Sohn eines Bankiers aus Shanghai und Geologiestudent und er hat es sich erlaubt, die sowjetische Invasion Ungarns zu kritisieren.
    Grund genug für die chinesische Führung, ihn als Konterrevolutionär in die chinesischen Arbeitslager zu verbannen.
    Lao Gai heißt das chinesische Lagersystem und bedeutet Umformung durch Arbeit.
    Viele der mitgefangenen Harivus sterben an den Folgen der Zwangsarbeit und den Misshandlungen in den Lagern.
    Harivu überlebt.
    1979 wird er freigelassen, bald darauf geht Harivu in die USA.
    Er arbeitet als Lektor an verschiedenen Universitäten, doch die Lagervergangenheit lässt ihn nicht los.
    1992 gründet er die Stiftung für Lao-Gai-Forschung.
    Immer wieder kehrt Harivu ausgerüstet mit einer versteckten Kamera nach China zurück.
    Seine Dokumentationen über die Menschenrechtsverletzungen in Chinas Lagern sorgen für internationales Aufsehen.
    Bei seiner letzten Reise vor genau einem Jahr wird Harry Wu an der chinesischen Grenze verhaftet und wegen Spionage und Verrat von Staatsgeheimnissen zu 15 Jahren Haft verurteilt.
    Dem Druck der USA verdankt Harry Wu seine Freiheit.
    So hat China Harry Wu kurz nach seiner Verurteilung ausgewiesen.
    Susanne Neverklaar über den chinesischen Menschenrechtsaktivisten Harry Wu, derzeit zu Gast in Wien.
    Nun ein Bericht von Bettina Reuter über das, was Harry Wu heute in Wien zu sagen hatte.
    Genau wie Simon Wiesenthal, so sagt Harry Wu, könnte er einfach eine berufliche Karriere anstreben und wie jeder andere auch leben.
    Aber eben weil er ein Zeuge ist, der die chinesischen Arbeitslager und die politische Verfolgung überlebt hat, kann er genau das nicht tun.
    Er muss die Welt auf die Situation in China aufmerksam machen.
    Die Menschenrechtslage in China hat sich in gewisser Weise verbessert, weil die Regierung weniger Unterstützung erhält.
    Die Menschen haben aus ihrer Erfahrung und aus ihrem Leid gelernt und sie sind gegen den Kommunismus.
    Die Lebensbedingungen, die Pressefreiheit, das ist verglichen mit der Vergangenheit vor 30 oder 40 Jahren besser.
    Aber die Menschenrechtsverletzungen gehen weiter.
    Zum Beispiel gibt es mehr Arbeitslager in China als je zuvor.
    Viele neue Lager wurden gebaut und täglich werden viele Menschen dorthin gebracht.
    Vor allem religiöse Aktivitäten werden stark unterdrückt.
    Ein besonderes Problem ist es in Tibet oder in Xinjiang.
    Dass die Welt mit China Handel treibt und dort vor allem den großen Markt sieht, ist für Harry Wu eine Tatsache.
    Er möchte daher vor allem, dass die ausländischen Regierungen etwa offiziell gegen das Lagersystem protestieren.
    Wirkliche Sanktionen, zu denen sich ohnehin kaum ein Land durchringt, auch die USA nicht, hält Harry Wu ohnehin nur für ein kurzfristig wirksames Signal.
    Wenn man jetzt Sanktionen oder Boykottmaßnahmen beschlüsse, wäre das ein starkes Signal für die chinesischen Diktatoren, aber auch für das Volk.
    Nur langfristig ist das sowieso nicht umsetzbar und außerdem würde es dem chinesischen Volk schaden.
    Der Menschenrechtsaktivist Harry Wu glaubt trotzdem, dass sich in China etwas bewegt.
    Die Regierung hat nicht mehr die Unterstützung der Bevölkerung, die Behörden gehen mit totalitären Mitteln gegen Widerstand vor.
    Harry Wu betont etwa, dass die Behörden den Kampf gegen die Kriminalität, der bis zu öffentlichen Hinrichtungen reicht, dazu benutzen, um eigentlich die Opposition zu treffen.
    Sie verwenden den Kampf gegen das Verbrechen als Deckmantel für ihre Machtkämpfe.
    Es gibt ein wirkliches Problem in Peking, aber auch auf dem Land.
    Die Menschen sind zornig, mit der Regierung nicht einverstanden.
    Und gerade in Tibet und Xinjiang wollen sich viele die Unabhängigkeit und die Freiheit erkämpfen.
    Und diese Bewegung ist in China sehr groß und die Regierung benutzt den Kampf gegen das Verbrechen, um die politischen Bewegungen zu unterdrücken.
    Der Menschenrechtsaktivist Harry Wu sieht eine neue Art von Widerstand in China.
    Doch sie wird sich in den nächsten Jahren kaum so entwickeln, wie das etwa bei der Studentenrevolte vom Tiananmenplatz vor sechs Jahren geschah.
    Die Tiananmen-Platz-Bewegung war von Studenten gemacht.
    Da waren nur sehr wenige Arbeiter oder Bauern dabei.
    Es war eine intellektuelle Bewegung.
    Heute sind diese Leute ganz ruhig, arbeiten sehr hart und warten auf eine Gelegenheit wegzugehen oder wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
    So gesehen wird es in der nächsten Zeit keine derartige Bewegung geben.
    Aber man muss die andere Seite betrachten.
    Die Bauern, die einfachen Bürger sind heutzutage sehr aktiv in ihrer eigenen Art.
    Zum Beispiel gibt es vier bis sechs Millionen Katholiken, die im Untergrund arbeiten.
    Mit den Tibetern und Moslems zusammen sind es fast acht Millionen.
    Die religiösen und politischen Bewegungen breiten sich über das ganze Land aus.
    Zwiespältig steht Harry Wu übrigens der wirtschaftlichen Entwicklung in China und dem Boom der sogenannten Sonderwirtschaftszonen gegenüber.
    Denn einerseits, so meint er, bringen sie für die Menschen wohl bessere Lebensbedingungen, andererseits bringen sie aber vor allem dem Regime das Geld, das es braucht, um seine Politik fortzusetzen.
    Bettina Reuter berichtete von Wiener Aussagen von Harry Wu, dem prominentesten Kämpfer gegen die Menschenrechtsverletzungen in China.
    Knapp die Hälfte der Fläche Österreichs ist mit Wald bedeckt.
    Der Wald dient einerseits vielen Österreichern, aber auch Touristen als Erholungsgebiet und andererseits der Forstwirtschaft als Einkommensquelle.
    Doch deren Geschäft wird angesichts zunehmender Klimaverschiebung immer schwieriger.
    Viele Schädlinge, zu wenig Niederschläge und geänderte Wachstumsbedingungen setzen dem Wald schwer zu.
    Nicht zufällig steht daher die heute beginnende diesjährige Woche des Waldes unter dem Motto Wälder für die Zukunft.
    Hören Sie dazu Michael Czocklich.
    An der gesamten Waldfläche der Erde hat Österreich den winzigen Anteil von 0,1 Prozent.
    Trotzdem sind wir der fünftgrößte Exporteur von Nadelschnittholz.
    Der Wald ist also ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Österreich.
    Der Exportüberschuss lag in den letzten Jahren bei 16 Milliarden Schilling.
    Dementsprechend ist die Entwicklung der heimischen Forst- und Holzwirtschaft nicht vom Zustand des Waldes abzukoppeln.
    Und dieser ist nach wie vor wenig beruhigend.
    Zwar wächst die Waldfläche dank Aufforstung wieder und auch die Belastung durch den sauren Regen hat abgenommen.
    Sorge bereitet heute das vielzitierte bodennahe Ozon.
    Der hauptsächlich verkehrsbedingte Schadstoff belastet nicht nur die Menschen, sondern zunehmend auch die Wälder.
    Problem Nummer zwei ist die Klimaverschiebung, die künftig das Bild unserer Wälder stark verändern wird.
    Weniger Regen und steigende Temperaturen bewirken, dass zum Beispiel die Kiefer und Fichte im Flachland langsam aussterben.
    Die Folge, in tief gelegenen Gebieten breiten sich die Waldsteppenzonen aus, die sogenannten wärmeliebenden Baumarten wandern in immer größere Höhen.
    Daran hat der viele Regen der vergangenen Monate nichts geändert, sagt Christian Bravens vom Hauptverband der Land- und Forstwirte.
    Betroffen von dieser Entwicklung sind in erster Linie der Südosten der Steiermark, das Burgenland und das Waldviertel.
    Lösung für das Problem gibt es noch keine.
    Derzeit wird mit neuen Baumarten experimentiert.
    Und die Kosten für den klimagerechten Umbau des Waldes sind noch nicht abschätzbar.
    Problem Nummer drei neben den Staatstoffen und der Klimaverschiebung sind die Schädlinge, die allen voran der Borkenkäfer massiv zunehmen.
    Was dem Wald schadet, ist meist auch für die Forstwirtschaft schlecht.
    Sie kämpft mit starken Ertragseinbrüchen.
    Die Festmeterpreise sind, so Christian Bravens im Keller, Gewinne oder Investitionen sind kaum noch möglich.
    Grund dafür sind die hohen Schadholzmengen nach dem strengen Winter, die schlechte Baukonjunktur und die massive Konkurrenz aus Skandinavien auf dem italienischen Holzmarkt,
    Traditionell der wichtigste österreichische Exportmarkt.
    Es wird 12.46 Uhr, wir wenden uns der Kultur zu.
    Kurz vor Ende der Sommerpause präsentiert das Thalia-Theater in Hamburg noch ein Großprojekt, das dem Haus alle Kräfte abverlangt.
    Das Kunstmusical Time Rocker, wie der Amerikaner Robert Wilson seine Produktion nennt.
    Die Musik komponierte diesmal die Rocklegende Lou Reed.
    Das Libretto schrieb Daryl Pinckney, ein afroamerikanischer Autor, mit dem Wilson in Berlin bereits zweimal zusammengearbeitet hat.
    In den Hauptrollen Annette Paulmann und Stefan Kurt.
    Asma Semmler hat eine Probe von Time Rocker gesehen.
    Wir müssen nicht viel reden.
    Unsere Sensibilität ist sehr ähnlich, aber wir sind sehr unterschiedliche Menschen.
    Aber sein Aufmerksamkeit für Details, er ist ein Perfektionist.
    Als jemand, der viel tourt,
    In den letzten 20 oder so Jahren ist mir immer deutlicher geworden, wie wichtig Staging und Licht für die Musik sind.
    Denn ohne Licht kann man den Schauspieler nicht sehen.
    Und tatsächlich offeriert uns Robert Wilson wieder einen Rausch von Farben in unvergleichliches Licht getaucht, Kostüme von feinsten Stoffen, geschaffen von Frida Parmigiani und präzise choreografierte Bewegungen in Zeitlupe, die den Schauspielern ein Höchstmaß an Können abverlangen, zumal sie in allen möglichen Verrenkungen und Stellungen dazu singen.
    Lou Reed's Kompositionen untermalen das Bühnengeschehen, geben ihm die Dynamik und den Rhythmus.
    Harter Beat und sanfte Balladen mit Country-Sound-Elementen wechseln sich ab.
    Die Songs transportieren die Endzeit-Philosophie von Time Rocker.
    Dr. Prokopius, eine faustische Gestalt, verschwindet eines Tages und hinterlässt eine Hand.
    Nick, sein im Ergebener ätherischer Assistent, gespielt von Stefan Kurt, und Priscilla, die ganz und gar nicht versponnene Hausdame, bodenständig dargestellt von Annette Paulmann, werden von der Polizei des Mordes am Prokopius verdächtigt.
    Sie besteigen ein grätenreiches Vehikel, den Big Fish, und reisen ihrem Chef nach.
    Schließlich soll er ihre Unschuld bezeugen.
    In 31 Bildern, die Stationen ihrer Suche, geraten sie beispielsweise in einen etruskischen Tempel, in dem gerade ein Tieropfer zelebriert wird, in eine chinesische Opiumhöhle oder mitten in den amerikanischen Bürgerkrieg.
    Ganz häutig wird es aber, wenn Nick und Priscilla sich plötzlich im Schaufenster eines Modeladens über den Punk-Rocker, der dort ausrastet, wundern.
    Die Geschichte, eine Mischung aus Krimi, Love-Story und Zeitreise, erzählt Wilson holzschnittartig und schematisch.
    Überraschend ist das nicht.
    Ein schlüssiger Plot interessiert den Künstler nicht.
    Für Wilson ist Time Rocker... Nicht so viel ein Plot im traditionellen Sinne, sondern eher, wie eine Sache ein Gegensatz zu einer anderen sein kann.
    Ich denke darüber sehr abstrakt.
    Am Ende begreifen Nick und Priscilla, von dieser Zeitreise gibt es kein Zurück.
    Oder wie der Zeremonienmeister aus der Opiumhöhle sagt, das Leben ist ein Haus, in dem es spukt.
    Vom Hamburger Taliertheater zum Volkstheater in Wien.
    Das Volkstheater reiht sich in den Reim und Reigen dieses Jahres ein.
    Nach dem Bauer als Millionär im Theater an der Wien und noch vor Peter Steins Inszenierung von der Alpenkönig und der Menschenfeind bei den Salzburger Festspielen, bringt Michael Gruner seine Version dieses Stücks auf die Bühne des Volkstheaters.
    Als Rappelkopf ist Wolfgang hübsch zu sehen, mit dessen Worten der Beitrag von Susanna Bruckner beginnt.
    Wir sind uns klar, dass wir ein gewisses Risiko eingehen damit, weil wir die Seh-Erwartung nicht erfüllen.
    Ich bin neugierig, ob die Leute es annehmen oder nicht.
    Ein rappender, rockender Rappelkopf, ein swingendes Kammermädchen, schräge Verhältnisse, wo man hinsieht.
    Ein Raimund, wie man ihn im Volkstheater sicherlich noch nicht gesehen hat.
    Kein märchenhaftes Zauberspiel, sondern die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn gesellschaftlicher Anpassung.
    Wolfgang Hübsch.
    Als ich das Angebot bekommen habe, diese Rolle zu spielen, habe ich die Regieintention noch nicht gekannt.
    Das ist erst im Laufe der Arbeit, beziehungsweise schon vor der Arbeit, ein Gesprächsthema geworden.
    Und mich hat das dann durchaus bestochen, diese Idee.
    ihm sozusagen weitgehend Recht zu geben, dem Rappelkopf und die Menschen.
    Also das Thema Menschenfeind heißt den Theater eigentlich auch immer, dass der Menschenfeind Recht hat.
    Also ich glaube, dass der eben genau die gesellschaftlichen
    Korruptionen und alles, also alle diese Raimundschen Themen, Geld, Gier, Eitelkeit und alles das, sieht er eben besonders deutlich, wie mit einer Lupe und es tut ihm eben richtig weh.
    Im Rabelkopf hat Raimund seine eigene gespaltene Persönlichkeit aufgearbeitet, ein Mann auf der Flucht vor sich selbst und seinen Zeitgenossen.
    In Michael Gruners Inszenierung ist Rabelkopf ein Mann, der sich in seiner Umwelt nicht täuscht.
    Genau das ist der springende Punkt, dass er eben die Welt
    bis zum Ekel durchschaut.
    Das ist auch ein Thema, das nicht nur das Leben Raimunds, glaube ich, einmal so ständig durchzieht, nämlich also der latente Selbstmord, die Bereitschaft zum Selbstmord, also zum Ausstieg, der bis zur physischen Konsequenz vielleicht reicht.
    Und das kommt in unserer Inszenierung, glaube ich, sehr deutlich raus.
    Aufrichtigkeit angebaut und es ist Falschheit herausgekommen.
    Es ist schämlich.
    Ich bin auf dem Punkt, durch meinen eigenen Schwager zum Bettler zu werden.
    Er hat mich überredet, meinem Vermögen einem Handlungshauser in Venedig anzuvertrauen, das jetzt in Sturzenau sein muss.
    Ich erhalte keinen Brief von meinem Schwager, der wahrscheinlich im Bunde ist mit dem betrügerischen Volk.
    Und so täuscht mich alles.
    Diese Inszenierung ist die erste Auseinandersetzung des Regisseurs mit Raimund.
    In Zukunft soll ihn eine kontinuierliche Arbeitsbeziehung ans Volkstheater binden.
    Und statt dass man mich bedauert, wird auf meinen Tod gelauert und so sind sie alle, alle!
    Ich zerberste noch, Frau Galler!
    Es ist aus!
    Raimund, der Alpenkönig und der Menschenfeind, von Mittwoch an am Wiener Volkstheater.
    Zum Schluss des Mittagsschonals noch einmal Kurzmeldungen.
    Europäische Union.
    Slowenien beantragt heute formell den Beitritt zur Europäischen Union.
    Das Beitrittsgesuch wird Außenminister Thaler bei der Tagung der EU-Außenminister in Luxemburg übergeben.
    Gleichzeitig wird ein Assoziierungsvertrag zwischen der EU und Slowenien unterzeichnet werden.
    Großbritannien wird den Vertrag mit Slowenien ebenfalls unterzeichnen, im Übrigen aber seine Blockadepolitik gegen einstimmige EU-Beschlüsse weiter fortsetzen.
    Frankreich.
    Außenminister de Charrette hat die neutralen Mitglieder der EU aufgefordert, ihre Neutralitätspolitik zu überprüfen.
    In einem Interview mit der Tageszeitung Le Figaro sagte de Charrette, die Neutralität habe keinen Sinn mehr, weil die Ost-West-Konfrontation verschwunden sei.
    Die neutralen EU-Mitglieder sowie Dänemark sollten dem Beschluss, aus der WEU den bewaffneten Arm der EU zu machen, zustimmen oder zumindest eine gemeinsame Verteidigungspolitik nicht blockieren.
    Deutschland.
    Im Monat Mai ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt nur eine geringfügige Entlastung eingetreten.
    Zwar sank die Arbeitslosigkeit um knapp 150.000 auf 3,8 Millionen, im Vergleich zum Vorjahr sind das aber um 357.000 Erwerbslose mehr.
    Die deutsche Arbeitslosenrate liegt derzeit bei 10 Prozent.
    Österreich.
    Der Generaldirektor der CA, Schmidt Chiari, hat die Bedeutung der geplanten Zusammenarbeit zwischen CA und 1.
    Österreichischer Sparkasse unterstrichen.
    Bei der CA-Hauptversammlung in Wien sprach er sich für eine gemeinsame Kassenführung und für eine rasche Verwirklichung der geplanten Holding aus.
    Das Wetter heute Nachmittag heiß, aber nur noch zeitweise sonnig.
    Im Großteil Österreichs bilden sich teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
    Die Temperaturen erreichen heute noch Werte zwischen 26 und 33 Grad.
    Das war das Mittagsjournal vom 10.
    Juni.
    Sendungsverantwortlicher Regisseur war Volker Obermeier, Tonmeister Kurt Quatter.
    Durch die Sendung führte Wolfgang Wittmann.
    Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag.

    Beiträge dieses Journals

    Nachrichten
    Mitwirkende: Manas, Elisabeth [Gestaltung] , Hnatek, Josef Wenzel [Sprecher/in]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wetter
    Mitwirkende: Tiesner, Andreas [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Natur ; Klima und Wetter ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Kämpfe im Südlibanon
    Die realtive Ruhe im Südlibanon scheint beendet. Die schiitische Hisbollah-Miliz hat eine israelische Militärpatrulle angegriffen und 5 Israelis getötet. Die Hisbollah droht mit neuen Raketenangriffen und Terrorakten. Israel schlug umgehend militärisch zurück.
    Mitwirkende: Segenreich, Ben [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Militär ; Krisen und Konflikte ; Krieg ; Terror ; Außenpolitik ; Diplomatie ; Wahlen ; Regierung ; Tod ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Israel ; Regionen / arabische Welt ; Libanon
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Nordirland-Gespräche
    In Belfast beginnen die Allparteiengespräche über einen Frieden in Nordirland. Die IRA-Partei Sinn Fein wurde von der Regierung in Großbritannien aus den Gesprächen ausgeschlossen. Man hat vorab einen Gewaltverzicht der IRA verlangt. Die Sinn Fein-Partei fühlt sich betrogen.
    Mitwirkende: Gelegs, Ernst [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Verhandlung ; Friede ; Krisen und Konflikte ; Terror ; Straftaten ; Militär ; Ethnie ; Religion ; Minderheiten ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland ; Irland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Russische Präsidentschaftskandidaten entdecken die Religion
    Der russische Präsident Jelzin führt mit erstaunlicher Energie einen aufwendigen Wahlkampf. Durch eine Reihe populistischer Dekrete versucht er in letzter Minute unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen. Dabei wird ihm massive Hilfe aus dem Westen zu Teil. Nun entdeckt Jelzin auch die religiösen Gemeinschaften als potentielle Wähler.
    Mitwirkende: Scholl, Susanne [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Wahlen ; Regierung ; Opposition ; Marxismus und Kommunismus ; Werbung ; Religion ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Russland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Probleme der Rüstungsindustrie in der Ukraine
    Die Ukraine hat ihre letzten Atomsprengköpfe an Russland übergeben. Die Industrie der Ukraine ist nach wie vor auf die Produktion von Rüstungsgütern ausgerichtet. Die Umstellung auf zivile Produkte kommt nicht voran. Dem zur Folge steckt die Ukraine in einer massiven Wirtschaftskrise. Interview: diverse anonyme ukrainische Arbeiter, Interview: anonymer ukrainischer Marketingexperte.
    Mitwirkende: Lininger, Christian [Gestaltung] , Anonym, Arbeiterin, Arbeiter [Interviewte/r] , Anonym, Marketingexperte [Interviewte/r]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Ort: Kiew
    Schlagworte: Politik ; Wirtschaftspolitik ; Militär ; Industrie ; Arbeitslosigkeit ; Handwerk und Gewerbe ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Reportage ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Ukraine
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Europäische Union-Frauenkonferenz in Wien "Frauenhandel"
    Frauen aus Osteuropa und Entwicklungsländer werden wiederholt mit falschen Versprechungen nach Westeuropa gelockt und als Prostituierte zum Arbeiten gezwungen. Der internationale Frauenhandel ist das Thema einer Konferenz der Europäischen Kommission und des österreichischen Innenministeriums in Wien. EU-Kommissarin Anita Gradin, Interview: Innenminister Casper Einem, Patsy Sörensen.
    Mitwirkende: Ladinser, Barbara [Gestaltung] , Gradin, Anita [Interviewte/r] , Einem, Caspar [Interviewte/r] , Sörensen, Patsy [Interviewte/r]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Menschenrechte ; Frauen ; Sexualität ; EU ; Konferenz ; Straftaten ; Interview ; Interessensvertretungen ; Exekutive ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Bundesland / Wien ; Kontinente / Europa
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Prozeß gegen Arzt Walter Wolf
    Am Wiener Straf- und Landesgericht hat der Prozess gegen den ehemaligen Starchirurgen Walter Wolf begonnen. Wolf ist wegen gewerbsmässigen schweren Betrug, der Teilnahme an einer kriminellen Organisation und wegen Körperverletzung mit schweren Dauerfolgen angeklagt.
    Mitwirkende: Jirkovsky, Karl [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Ort: Wien, Wiener Landesgericht
    Schlagworte: Politik Österreich ; Straftaten ; Justiz und Rechtswesen ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Medizin ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Panorama-Trailer: Hitlers willfährige Helfer
    Hinweis auf die Sendung "Jurnal Panorama betreffend des neuen Skandalbuches von Daniel Goldhagen mit dem Namen "Hitlers willfährige Helfer".
    Mitwirkende: Klein, Peter [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Geschichtswissenschaft ; Jubiläum ; Zweiter Weltkrieg ; Völkermord und Holocaust ; Widerstand ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Parteien - historisch / NSDAP ; Antisemitismus ; Vorschau ; Reportage ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Bundesrepublik Deutschland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    CD-Rom gegen Rassismus
    Der Einsatz neuer Medien in den Schulen wird immer wichtiger. Internet und CD-Rom halten Einzug in den Schulbetrieb. Mittels CD-Rom soll auch der Fremdenfeindlichkeit und dem Rassismus der Kampf angesagt werden. Eine neue CD mit dem Titel "Mit anderen Augen" wurde vorgestellt. Einblendung: anonyme Passanten. Einblendung: Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer, Interview: anonyme Schüler.
    Mitwirkende: Poschner, Helma [Gestaltung] , Gehrer, Elisabeth [Interviewte/r] , Anonym, Schülerin, Schüler [Interviewte/r]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Rassismus ; Justiz und Rechtswesen ; Bildungspolitik ; Kinder und Jugend ; Asyl ; Pressekonferenz ; Regierung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Porträt Harry Wu
    Der 59-jährige chinesische Menschenrechtsaktivist Harry Wu ist zu Gast in Wien. Er war jahrelang in chinesischen Arbeitslagern eingesperrt und versucht nun durch sein internationales Engagement gegen diese anzukämpfen. Ein Porträt.
    Mitwirkende: Newrkla, Susanne [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Porträt ; Menschenrechte ; Arbeitsbedingungen ; Justiz und Rechtswesen ; Tod ; Rückblick ; Diplomatie ; Straftaten ; Interessensvertretungen ; Marxismus und Kommunismus ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; China
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Interview mit dem chinesischen Menschenrechtsaktivisten Harry Wu
    Der 59-jährige chinesische Menschenrechtsaktivist Harry Wu ist zu Gast in Wien. Er war jahrelang in chinesischen Arbeitslagern eingesperrt und versucht nun durch sein internationales Engagement gegen diese anzukämpfen. Ein Interview. Interview: Menschenrechtsaktivist Harry Wu.
    Mitwirkende: Roither, Bettina [Gestaltung] , Wu, Harry [Interviewte/r]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Menschenrechte ; Interview ; Widerstand ; Opposition ; Regierung ; Marxismus und Kommunismus ; Justiz und Rechtswesen ; Straftaten ; Arbeitsbedingungen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; China
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Woche des Waldes
    Die Hälfte der Fläche Österreichs ist mit Wald bedeckt. Der Wald dient vielen Menschen als Erholungsgebiet. Gleichzeitig bedeutet er für die Forstwirtschaft die wesentliche Einkommensquelle. Auf Grund der Klimaverschiebungen werden die Rahmenbedingungen für die Forstwirtschaft immmer schwieriger. Die "Woche des Waldes" steht unter dem Motto "Wälder für die Zukunft".
    Mitwirkende: Csoklich, Michael [Gestaltung]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Natur ; Ökologie und Umweltschutz ; Pflanzen ; Landschaft ; Klima und Wetter ; Landwirtschaft und Forstwirtschaft ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    "Time Rocker" Uraufführung am Hamburger Schauspielhaus
    Das Thaliatheater in Hamburg präsentiert ein neues Großprojekt. Das Kunstmusikal "Time Rocker" wurde von Lou Reed komponiert. Einblendung: Szenenausschnitt "Time Rocker", Einblendung: Regisseur Robert Wilson, Einblendung: Musiker Lou Reed.
    Mitwirkende: Selmer, Asma [Gestaltung] , Wilson, Robert [Interviewte/r] , Reed, Lou [Interviewte/r]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Ort: Hamburg, Thaliatheater
    Schlagworte: Kultur ; Vorschau ; Vokalmusik - Musical ; Moderne Musikformen - Rock, Hardrock, Heavy Metal, Punkrock ; Pressekonferenz ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Bundesrepublik Deutschland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Vorschau auf die Premiere "Alpenkönig und Menschenfeind" im Wiener Volkstheater
    "Alpenkönig und Menschenfeind" von Ferdinand Raimund wird im Volkstheater in einer neuen Inszenierung präsentiert. Interview: Schauspieler Wolfgang Hübsch, Einblendung: Szenenausschnitt "Alpenkönig und Menschenfeind".
    Mitwirkende: Bruckner, Susanne [Gestaltung] , Hübsch, Wolfgang [Interviewte/r]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Ort: Wien, Volkstheater
    Schlagworte: Kultur ; Vorschau ; Interview ; Drama ; Kulturveranstaltung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich ; Bundesland / Wien
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Kurzmeldungen
    Mitwirkende: Hnatek, Josef Wenzel [Sprecher/in]
    Datum: 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten

    Katalogzettel

    Titel Mittagsjournal 1996.06.10
    Spieldauer 00:55:50
    Mitwirkende Wittmann, Wolfgang [Moderation]
    ORF [Produzent]
    Datum 1996.06.10 [Sendedatum]
    Schlagworte Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt
    20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ audio
    Format DAT [DAT-Kassette]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, jm-960610_k02
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Gesamtwerk/Reihe Mittagsjournal

    Information

    Inhalt

    Nachrichten

    Verortung in der digitalen Sammlung

    Schlagworte

    Gesellschaft , Radiosendung-Mitschnitt