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KI-generiertes Transkript
Mittagsjournal.
Eine angenehme Mittagsstunde, es begrüßt Sie Udo Bachmeier.
Die wichtigsten Themen umfassen Familienbesteuerung und Sicherheitspolitik, Äußerungen dazu von Vizekanzler Schüssel sowie von FPÖ-Chef Haider.
Neue Informationen für Schulen über die umstrittene Gentechnik, eine Initiative der Verbraucherschutzministerin Barbara Prammer.
Die österreichische Exportoffensive für Lebensmittel in Deutschland anlasst die Grüne Woche in Berlin.
Die österreichische Position zur EU-Mission in Algerien, Sie hören dazu Staatssekretärin Farero-Waldner.
Ein neuer Handynetzbetreiber will im Telefonmarkt hierzulande mitmischen und von der Kulturredaktion kommt ein Beitrag über das Musikfestival Resonanzen im Konzerthaus in Wien.
Erster Programmpunkt, eine Nachrichtenübersicht, präsentiert von Josef Wenzlich-Nattek.
Österreich.
Der berufliche Wiedereinstieg für Arbeitslose wird zunehmend schwieriger.
Einer steigenden Zahl von Beschäftigungslosen stehen immer weniger offene Stellen gegenüber.
1997 kamen auf einen freien Job zwölf Arbeitslose.
1990 war das Verhältnis zwischen offenen Arbeitsstellen und Arbeitssuchenden noch 1 zu 3.
ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel übt scharfe Kritik am Koalitionspartner SPÖ.
Schüssel bemängelt, dass in Sachen Familienbeihilfe sowie Bundesheer bei den Sozialdemokraten derzeit offenbar die Linken das Sagen hätten.
ÖVP-Obmann Schüssel drängt vehement auf eine gerechte Familienbesteuerung und weist den Vorschlag der SPÖ zurück, die Truppenstärke des Bundesheeres um die Hälfte zu reduzieren.
Bei den Ermittlungen um die Grazer Briefbombe erhofft sich die Polizei Aufschlüsse durch Sprengversuche.
Auf dem Truppenübungsplatz Großmittel bei Wiener Neustadt werden rekonstruierte Bomben zur Explosion gebracht.
Damit soll die tatsächliche Sprengkraft der Briefbombe, die für das Landesgendarmeriekommando Steiermark bestimmt war, ermittelt werden.
Dutzende Umweltschützer blockieren im burgenländischen Parndorf die Österreich-Zentrale der US-Firma Pioneer.
Die amerikanische Saatgutfirma will in Österreich gentechnisch veränderten Mais freisetzen.
Mit dieser Aktion protestieren die Umweltschützer gegen diese Pläne.
Zehn Aktivisten haben sich an das Eingangstor gekettet.
Unterstützung erhielten die Umweltschützer von mehreren burgenländischen Biobauern.
Die Geschäftsführung der Firma Pionier hat den Umweltaktivisten ein Gespräch zugesichert.
Österreich-Italien.
Die Gletschermumie mit dem Spitznamen Ötzi ist heute von Innsbruck nach Bozen gebracht worden.
Der Transport der mehr als 5300 Jahre alten Gletscherleiche fand in einem Spezialkühlwagen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Seit dem Fund vor sechseinhalb Jahren ist die Gletschermumie in der Universität Innsbruck ausführlich untersucht worden.
Künftig wird sie im Archäologischen Museum in Bozen ausgestellt.
Österreich, Europäische Union.
Staatssekretärin Benita Ferrero-Waldner warnt vor zu großen Erwartungen in die bevorstehende Algerien-Mission der EU.
Ferrero-Waldner hofft, dass ein Dialog in Gang komme, denn die fürchterlichen Massaker seien nicht nur ein algerisches Problem, sondern auch ein europäisches.
Benita Ferrero-Waldner reist Anfang der kommenden Woche mit Staatssekretären aus Großbritannien und Luxemburg nach Algerien.
Nahe Ostern.
Im Südlibanon ist es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.
Bei einem israelischen Luftangriff dürfte ein Anhänger der proiranischen Hezbollah-Miliz getötet worden sein.
Der Angriff war ein Vergeltungsschlag für den Überfall auf eine israelische Patrouille, bei denen drei Soldaten verletzt wurden.
USA-Irak Die Regierung in Bagdad will mit den USA direkte Gespräche über die Arbeit der UNO-Abrüstungskommission führen.
Der Chef der UNO-Prüfungskommission für den Irak, Richard Butler, wird am Montag in Bagdad erwartet.
In den vergangenen Tagen wurde die Arbeit des Inspektorenteams wieder mehrfach boykottiert.
Daraufhin hat die Gruppe unter amerikanischer Führung heute Bagdad verlassen.
Deutschland.
Der Deutsche Bundestag in Bonn dürfte heute die Einführung des großen Lauschangriffes beschließen.
Damit wird künftig auch in Deutschland, ähnlich wie in Österreich, das Abhören zur Verfolgung schwerer Straftaten erlaubt sein.
Weil künftig dadurch auch Privatwohnungen abgehört werden dürfen, muss das Grundgesetz geändert werden.
Die notwendige Zweidrittelmehrheit gilt wegen der erwarteten Zustimmung der SPD als sicher.
Niederlande.
Vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag müssen sich ab heute wieder zwei Angeklagte aus Ex-Jugoslawien verantworten.
Ein bosnischer Kroate sowie ein bosnischer Serbe sollen während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien an Morden und Folterungen beteiligt gewesen sein.
Kanada.
In den Katastrophengebieten in Kanada hat sich die Situation entspannt.
Die meisten Haushalte in der Provinz Quebec haben wieder Strom.
In Montreal sind auch die Geschäfte wieder eröffnet.
In der Region waren mehr als 800.000 Menschen durch eisige Kälte und schwere Stürme zehn Tage lang von der Stromversorgung abgeschnitten.
Mindestens 16 Menschen sind erfroren.
Japan.
Von einem extremen Winterwetter wird auch Japan derzeit heimgesucht.
Innerhalb weniger Stunden sind in Tokio 16 cm Schnee gefallen.
Ein Chaos war die Folge.
Der Zugsverkehr musste eingestellt werden.
Auch der Flugverkehr von und nach Tokio kam wieder zum Erliegen.
Und wir bleiben beim Stichwort Wetter und da zur Frage an Jörg Stiebor, zur Frage, die sich zur Zeit ja viele stellen, wann kommt der Winter?
Nun, er kommt, zumindest in Etappen meldet sich der Winter zurück.
Heute Nacht und morgen Samstag gibt es auf den Bergen und in vielen Tälern Neuschnee, stellenweise werden es doch an die 30-35 cm sein.
Am Sonntag heißt es dann für alle Wintersportfreunde den Neuschnee bei Sonnenschein genießen, ehe am Montag die nächsten dichten Wolken kommen.
Und dann wird es wahrscheinlich in ganz Österreich schneien.
Auch in Wien dürfte es nächste Woche zum ersten Mal in diesem Winter für mehr als nur ein paar Stunden winterlich werden.
Nun aber zu den aktuellen Meldungen.
In Wien gibt es Nebel bei 1°, Eisenstadt ebenfalls Nebel 1°, St.
Pölten Nebel 0°, Linz Nebel 1°, Salzburg wolkig plus 7°, Innsbruck stark bewölkt 6°, Pregensleichter Regen 6°, Graz wolkig 5° und Klagenfurt-Hochnebel 2°.
In Vorarlberg und im Tiroler Oberland regnet es bereits stellenweise leicht und auch im Flachgau und in Teilen Oberösterreichs sind in den nächsten Stunden ein paar Regenschauer möglich.
Sonst aber ist es vorerst noch föhnig aufgelockert, zeitweise auch sonnig.
Im Donauraum, dem Burgenland, der Oststeiermark und in Unterkärnten allerdings hält sich Nebel, der nur teilweise auflockert.
Die Temperaturen liegen bei Nebel um 0 Grad, sonst zwischen 3 und 9 bei Föhn auch etwas höher.
Im Laufe des Nachmittags wird der Regen in Westösterreich häufiger und breitet sich langsam weiter nach Osten aus.
Bis zum Abend trocken bleiben sollte es noch von Unterkernten über weite Teile der Steiermark und das Burgenland bis in den Wiener Raum.
Heute Nacht aber regnet es in ganz Österreich, die Schneefallgrenze sinkt bis morgen früh auf 800 bis 1000 Meter.
Morgen Samstag bleibt es dann meist stark bewölkt.
Vor allem in den Alpen schneit es zeitweise, nach und nach dabei bis in tiefere Täler, wie etwa das Inntal und das Salzachtal.
Die Intensität lässt tagsüber von Westen her aber langsam nach.
Im Flachland, im Burgenland und im Süden sowie im Rheintal gibt es vor allem am Vormittag noch einige Regenschauer, oberhalb von 500 bis 800 Meter Höhe Schneeschauer.
Am Nachmittag können die Wolken hier ein bisschen auflockern.
Bei lebhaftem Nordwestwind liegen die Temperaturen morgen zwischen 1 und 5 Grad.
Im Osten und Süden sind bis zu 7 Grad möglich.
In 2000 Meter Höhe kühlt es bis zum Nachmittag auf etwa minus 8 Grad ab.
Am Sonntag ziehen die Wolken rasch ab und es wird oft sonnig.
Der Wind lässt vorübergehend nach.
Die Temperaturen erreichen minus 2 bis plus 5 Grad.
Am Nachmittag aber ziehen im Westen schon wieder die nächsten Wolken auf und es wird für ein paar Stunden föhnig.
Danke Jörg Stieber.
Der Ton innerhalb der Koalition wird wieder einmal etwas rauer.
Anlass sind Auseinandersetzungen vor allem über die Themen Familienbesteuerung und Sicherheitspolitik.
SPÖ und ÖVP haben sehr unterschiedliche politische Modelle, in einer Regierungskoalition muss aber letztlich ein Kompromiss gefunden werden.
Nach einer ganztägigen Sitzung des Bundesparteivorstandes gestern hat heute ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel die Positionen seiner Partei nicht nur bekräftigt, sondern auch den Regierungspartner gewarnt.
Wolfgang Fuchs von der Pressekonferenz des Vizekanzlers.
Wolfgang Schüssel saß heute früh ganz alleine vorne am Präsidiumstisch in der Parteizentrale.
Und das sollte wohl signalisieren, ich ganz alleine spreche jetzt für die ÖVP, da gibt es keine abweichenden Meinungen.
Und Schüssel legte los Richtung Koalitionspartner SPÖ.
Als erstes nahm er sich die neuesten SPÖ-Wortmeldungen zum Bundesheer vor.
Von Bundesheerleit kann hier gar nicht mehr die Rede sein.
Von einem einhalbiertes Bundesheer wäre nicht nur die Hälfte wert, sondern wahrscheinlich überhaupt nichts mehr wert.
Und ich kann dieses Spiel mit der Sicherheit unseres Landes nicht akzeptieren.
Eine Kürzung um 20 Prozent des Budgets, das ist der Vorschlag der SPÖ, und zwar eines Spitzenvertreters.
Die Halbierung der Mobilisierungsstärke.
Die Freigabe des österreichischen Luftraums, das sind alles Vorschläge, die in den letzten Tagen öffentlich gemacht wurden.
Und dann dazu noch keinerlei Beteiligung an irgendeiner europäischen Sicherheitsarchitektur, an einer gemeinschaftlichen Verteidigung.
Das kann eigentlich nur als ein frivoles Spiel mit der Sicherheit unseres Landes bezeichnet werden.
Gibt es eine neue Konfrontation innerhalb der Regierung, wurde der Schüssel gleich gefragt.
Der Vizekanzler drehte es um.
Was ich bemerke, ist etwas anderes, dass offensichtlich innerhalb der SPÖ die Linke stärker wird.
Und das bedauere ich sehr, denn wir haben im vergangenen Jahr einen sehr guten, für das Land wichtigen Kurs der Partnerschaft und der Kooperation gehabt.
Klima und ich haben, meine ich jedenfalls, sehr gut zusammengearbeitet, genauso wie die anderen Fachminister, die ja alle auf der Basis dessen, was das Beste für unser Land ist, kooperiert haben.
Ob das jetzt Baden-Stein und Hostasch war, Richtung Pensionsreform,
ob das Molterer und Rutensdorfer war hinsichtlich Beamtenreform, ob das Van Leijten und Edlinger waren in Richtung Budget.
Hier sind große Schritte vorwärts gemacht worden und ich möchte eigentlich diesen Geist der Partnerschaft und der Zusammenarbeit unbedingt behalten.
Schüssel sprach schon in der Vergangenheit.
Wo sind die Grenzen für die Volkspartei?
Bei einer Zusammenarbeit mit der SPÖ lautete daher eine der nächsten Fragen.
Wir sind nicht ein Partner in einer Koalition, wo beispielsweise gewisse Leute das Bundesheer offensichtlich demontieren wollen.
Wir stehen nicht zur Verfügung, wenn man Sozialdemontage an unseren Familien betreiben will.
Wir wollen haben, dass die Familien
das Recht haben, entsprechend dem Urteil der Höchstrichter, eine gerechte Besteuerung zu bekommen.
Das heißt, jemand, der 20.000 Schilling Haushaltseinkommen hat und Kinder hat, muss steuerlich besser dastehen als jemand, der 20.000 Schilling hat und keine Kinder hat.
Das ist das Ziel.
Und das ist eigentlich ein sehr soziales Ziel, dem vernünftige Sozialdemokraten genauso wie vernünftige Christdemokraten folgen müssten.
Die Auseinandersetzung um die Familienbesteuerung ist deshalb heißer, weil ja über diese Frage derzeit verhandelt wird.
Man sei sich in einigen Punkten näher gekommen, sagt Schüssel, aber es gäbe Punkte, die eben nicht zu verhandeln seien.
Worum es geht ist, dass die SPÖ zusätzlich haben möchte, dass die Märkin-Staffel dafür abgeschafft wird.
Dazu brauchen sie unsere Zustimmung und die wird es nicht geben.
Damit das ganz klar gesagt wird.
Etwas, was wir vor fünf Jahren aus sozialen Erwägungen
mühsamer kämpft haben, dem Koalitionspartner abgerungen haben, steht fünf Jahre später mit unseren Stimmen nicht zur Disposition.
Das ist, glaube ich, sehr klar und ist jetzt auch gar kein Konflikt.
Man bräuchte ja unsere Stimmen dazu.
Ich habe auch ein Kommentar gelesen, es wird wie immer so sein, dass die ÖVP hier nachgibt.
Es war wie immer, dass wir eigentlich positiv unsere Dinge in der Regierungsarbeit eingebracht haben und eigentlich sehr gut durchgesetzt haben und das wird auch hier so sein.
Wolfgang Schüssel fordert nun Viktor Klima auf, sich öffentlich von den linken SPÖ-Meinungen der vergangenen Tage zu distanzieren.
Denn diese Koalition sollte erhalten bleiben, sagt der ÖVP-Chef.
Und wir bleiben beim angesprochenen Thema Familienbesteuerung.
Auch die FPÖ, auch die Freiheitlichen haben sich heute in die Diskussion um diese Materie eingeschaltet.
Hannes Eiglsreiter mit Einzelheiten.
Das derzeitige Familienförderungsmodell soll beibehalten und mit der Variante des Familiensplittings angereichert werden, sagt der freiheitliche Parteiobmann Jörg Haider.
Gemeint ist damit eine Steuerbefreiung des Existenzminimums aller Familienangehöriger.
Zusätzlich will die FPÖ eine Anhebung der Familien beihilfen.
Am Beispiel einer fünfköpfigen Familie mit einem monatlichen Einkommen von 30.000 Schilling pro Monat, brutto, versucht Jörg Haider, die bessere finanzielle Entlastung der Familien im Vergleich mit allen anderen Förderungsmodellen zu erklären.
nach dem derzeitigen Modell die Entlastung 6.275 Schilling beträgt, nach dem sozialistischen Modellvorschlag in Zukunft die Entlastung dieser Familie 7.250 Schilling beträgt, nach dem ÖVP-Modell 7.775 Schilling beträgt und nach unserer Kombination Familienbeihilfe plus Familiensplitting-System eine Entlastung von 11.423 Schilling beträgt.
Mit den Modellen von SPÖ und ÖVP würden die Familien laut Haider weit weniger erhalten, als ihnen nach den Berechnungen der Sozialexperten zustehe.
löst das Problem der Kinderkosten und der Unterdeckung, wie sie heute vorhanden ist, am sachgerechtesten, weil nur mehr eine Unterdeckung von 727 Schilling überbleibt gegenüber ein paar tausend Schilling in den Modellen von SPÖ und ÖVP.
Sagt der freiheitliche Bundesparteiobmann, der bei der Pressekonferenz auch auf das Problem Arbeitsmarkt eingeht.
Seiner Ansicht nach stimmen die vorgelegten Arbeitslosenzahlen des Arbeitsmarktservices nicht mit der Realität überein.
Nicht 300.000 Menschen seien Mitte Jänner ohne Beschäftigung gewesen, sondern 600.000, meint Haider.
Seine Begründung, viele Menschen ohne Job würden in der Statistik vom AMS gar nicht mitgerechnet werden.
Etwa Personen in Umschulungen, Jugendliche in Kursen oder Menschen in Arbeitsstiftungen.
Für Haider ein Beweis der schlechten Regierungsarbeit nach dem Motto, eine Beschäftigungsinitiative anzukündigen, aber nicht umzusetzen.
Informationen von Hannes Eiglschreiter.
12 Uhr und 16 Minuten ist es jetzt.
Nach tagelangem Trauziehen steht es nun fest.
Am kommenden Montag fährt eine Delegation der EU-Troika nach Algerien.
Ihr gehören die Außenamtsstaatssekretäre Luxemburgs, Großbritanniens und Österreichs an.
Die algerische Regierung hat es ja zuvor abgelehnt, eine Mission auf Beamtenebene in Algerien zu empfangen.
Mit welchen Erwartungen, mit welchen Zielen begibt sich nun die österreichische Staatssekretärin Benita Ferrero-Waldner nach Algerien?
Dazu hat Helmut Opletal sie heute befragt.
Frau Staatssekretärin, welche Erwartungen haben Sie in diese Reise der EU-Troika nach Algier jetzt?
Nun, es ist meine erste Reise, es ist auch die erste Troika-Reise, in der Österreich jetzt eingebunden ist.
Ich habe drei Erwartungen.
Einerseits die Erwartung, dass ich mit dem algerischen Außenminister darüber sprechen kann oder wir sprechen können über humanitäre Belange.
Zweitens, er wird ansprechen die Frage der Terrorismusbekämpfung.
Das heißt, wir werden uns auf das einstellen müssen.
Und drittens, wir wollen vor allem die Fortsetzung eines globalen politischen Dialoges, der mir besonders wichtig erscheint.
Es sind nun zum Beispiel von einigen Medien Zweifel geäußert worden, dass diese EU-Mission tatsächlich etwas bewirken kann.
Was könnte denn als Ergebnis Ihrer Ansicht nach herauskommen?
Also zum Ersten möchte ich sagen, selbstverständlich gehe auch ich nach Algerien mit äußerst gedämpften Erwartungen.
Man kann auch nicht erwarten, dass von einer einzigen Mission
sich eine so schwierige Situation lösen lässt.
Das ist ganz klar und man muss völlig realistisch diesen Dingen gegenüberstehen.
Andererseits ist allein die Tatsache, dass nun die Staatssekretäre zu einem Dialog akzeptiert sind, schon ein kleiner Erfolg.
Denn vor zwei Monaten ist ganz klar von algerischer Seite jede Kontaktnahme abgeblockt worden.
Was könnte denn die EU in einem Land wie Algerien überhaupt ausrichten?
Schauen Sie, das werden wir sehen.
Ich habe mich auch dazu natürlich mit meinem britischen Kollegen Fadgett gestern Abend noch und dann auch mit dem Kommissär Marin, der uns auch begleiten wird, besprochen telefonisch.
Ich glaube, es ist sehr, sehr wichtig, zuerst einmal dem algerischen Außenminister zuzuhören und er muss dann uns anhören.
Damit wird sich also ein erster Dialog ergeben.
Das Wichtigste erscheint mir, mal den Fuß in der Tür zu haben.
Das Zweite ist,
Ich möchte gerne auch an Ort und Stelle sehen, wie es aussieht mit der Betreuung der Flüchtlinge, die ja aus den Dörfern geflohen sind.
Wie gut ist die?
Können wir vielleicht hier ansetzen, indem wir zum Beispiel dem Roten Halbmond, der ja dort tätig ist und der die Partnerorganisation des Internationalen Roten Kreuzes ist, gewisse Hilfestellung geben.
Das könnte ich mir als durchaus etwas Vernünftiges vorstellen und dann
Wie gesagt, werden wir von algerischer Seite hören, was eine mögliche Hilfestellung wäre in der Terrorismusbekämpfung.
Terrorismusbekämpfung heißt auch Terrorismusbekämpfung in den EU-Ländern selbst, denn die Algerier werfen ja europäischen Ländern vor, terroristischen Gruppen zu viel Freiraum zu gewähren.
Das ist möglich, dass das die Algerier ansprechen werden.
Wir werden es hören.
Werden Sie in Algerien auch Kontakte mit Persönlichkeiten haben, die jetzt nicht unbedingt aus dem Regierungslager kommen?
Ja, wir haben allgemein angefragt um Kontakte mit der Opposition und es ist uns gestattet mit der legalen Opposition zu sprechen.
Sagt Staatssekretärin Benita Ferreiro-Waldner vor der Algerien-Mission auf Fragen von Helmut Oplital.
Die UNO lenkt im Streit mit dem Irak über die Zusammensetzung der Inspektionsteams ein.
Die UNO-Teams sollen kontrollieren, ob der Irak tatsächlich, wie von der UNO gefordert, bestimmte konventionelle, aber auf jeden Fall alle atomaren und biologischen Waffen nach dem Golfkrieg 1991 vernichtet hat.
Der Irak hat in dieser Woche einem Inspektionsteam, das von einem Amerikaner geleitet wird, den Zugang zu irakischen Anlagen verweigert.
Eigentlich ein glatter Verstoß gegen die UNO-Resolutionen über die Abrüstung des Iraks.
Doch der Irak kontert, der amerikanische Leiter eines Inspektionsteams sei ein Spion und sein Team bestehe aus zu vielen Amerikanern und Briten.
Die UNO zieht nun zunächst das umstrittene Inspektionsteam ab, die anderen Teams verbleiben in Bagdad und kontrollieren weiter.
Hat also Saddam Hussein erreicht, was er wollte und ist die UNO blamiert?
Alfred Schwarz informiert.
Wir kommen zurück, sagte kurz vor seinem Abflug aus Bagdad der umstrittene Inspektionsleiter Scott Ritter, ein langjähriger amerikanischer Armeeangehöriger, der vom Irak beschuldigt wird, in Wirklichkeit ein Spion der CIA zu sein.
Und weiter, es werde ihm und seinem Team nicht erlaubt, seine Arbeit zu tun.
Es habe also keinen Sinn, in Bagdad zu bleiben und nichts zu tun, es sei Zeit, abzureisen.
Wir sind nicht erlaubt, unsere Mission zu erledigen.
Der von den Irakern nicht akzeptierte Ritter reist nun gemeinsam mit seinem 16-köpfigen Inspektionsteam ab.
Ob er wirklich je zurückkehren wird, ist gar nicht so sicher.
Dem Team gehören neben Ritter acht Amerikaner, fünf Briten, ein Australier und ein Russe an.
Doch das genau ist der springende Punkt.
Die Dominanz der amerikanischen Inspektoren will der Irak nicht länger hinnehmen und schaltet auf hart.
Ob es den Irakern wirklich nur um die Vormachtstellung der Amerikaner bei den Inspektoren geht oder ob dies nur ein Vorwand ist, lässt sich schwer beurteilen.
Scott Ritter und sein Team waren nämlich auf einer heißen Spur.
In den letzten Jahren förderten sie Videobänder und Fotos zu Tage, auf denen zu sehen ist, wie die Iraker auf einer Hühnerfarm eines Schwiegersohns von Saddam Hussein den Einsatz von biologischen Giftstoffen an Hunden und Meerschweinen testeten.
Die Tiere waren von Wunden übersehen und krümmten sich vor Schmerzen.
Einen Beweis jedoch, dass die Iraker Giftgase auch an Menschen getestet haben, und zwar in der Zeit des Krieges gegen den Iran, noch vor dem Golfkrieg, fanden die Inspektoren nicht.
Tatsächlich eingesetzt hat jedoch Saddam Hussein Giftstoffe im Kampf gegen die Kurden im Nordirak im März 1988.
Die Bilder der tausenden auf den Straßen liegenden Toten in der Stadt Halabja gingen damals um die Welt.
Ob der Irak auch heute noch biologische und chemische Giftstoffe besitzt, darüber besteht Unklarheit.
Der französische Außenminister Hubert Védrin sagte heute, bei den konventionellen und den Atomwaffen habe der Irak die UNO-Auflagen erfüllt, bei den chemischen und biologischen Waffen bestünden jedoch noch Zweifel.
Wie auch immer, das Inspektionsteam von Scott Ritter reist ab und das ist natürlich ein Etappensieg für Saddam Hussein, obwohl die UNO das bestreitet.
Es sei dies nur eine praktikable Lösung, sagt ein UNO-Sprecher, davon gehen keinerlei Signale aus.
Der Grund, warum die UNO nachgegeben hat, könnte darin begründet sein, dass Russland, das immer wieder Verständnis für die irakische Position gezeigt hat, sich nun bereit erklärt, der UNO Flugzeuge für die Luftraumüberwachung des Iraks zur Verfügung zu stellen.
Damit können teilweise zumindest die amerikanischen U-2-Aufklärungsflüge ersetzt werden.
Auch legte Moskau dem Leiter der UNO-Überwachungskontrolleure, dem Australier Richard Butler, eine Liste von 60 russischen Spezialisten vor, aus denen er sich neue Mitarbeiter aussuchen kann.
Auch Frankreich will nun vermehrt Spezialisten für die Kontrollmission der UNO zur Verfügung stellen.
Der Chef der UNO-Kontrolleure Butler fliegt jedenfalls am Montag nach Bagdad zu Verhandlungen, wie es mit den Inspektionen weitergehen soll.
US-Präsident Clinton will erst abwarten, was bei diesen Gesprächen herauskommt, und erst dann reagieren.
Zu direkten Gesprächen mit dem Irak hat Iraks UNO-Botschafter Nazir Hamdoun die USA aufgefordert.
Eine Antwort aus Washington steht noch aus.
Es ist zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Amerikaner militärische Schritte setzen.
Derzeit bewegt sich noch alles auf dem holprigen Terrain der Diplomatie.
Es ist anzunehmen, dass es zunächst auch dabei bleibt.
Alfred Schwarz hat berichtet.
Das tschechische Innenministerium hat heute angekündigt, dass es künftig für insgesamt zwölf Länder, darunter auch Russland, wieder die Visumspflicht einführen will.
Einer der Gründe für diesen Schritt ist, dass Tschechien sich damit an die Regelungen der Europäischen Union angleichen will, in die das Land ja aufgenommen werden möchte.
Ein anderer Auslöser, die organisierte Kriminalität hat seit der Ostöffnung auch in Tschechien immer stärker zugenommen, aus Prag Rainer Koch.
Unter den zwölf Staaten, deren Bürger künftig bei Reisen nach Tschechien ein Visum brauchen, sind auch Russland, Bulgarien, Rumänien und Weißrussland.
Damit neigt sich für Ost- und Südeuropäer die Zeit des freien Reisens hierher generell dem Ende zu.
Denn mit den anderen Ländern dieser Region, Polen, Ungarn und die Slowakei ausgenommen, hat Prag entweder den teilweise erst nach 1989 aufgenommenen Visa-freien Reiseverkehr schon wieder aufgekündigt,
oder aber laufende Verhandlungen über die Abschaffung von Visa eingestellt.
Auch Vietnam, Nordkorea, Kambodscha und Kuba stehen auf der Liste.
Ein Motiv ist sicher der Versuch, den Zufluss illegaler Arbeitskräfte zu stoppen.
Das trifft etwa auf Vietnam zu, gilt aber auch für Russland und die Ukraine.
Vornehmlich aber wird die neue Maßnahme von Prag mit der Anpassung an die Verhältnisse in der Europäischen Union begründet.
Die Tschechische Republik dürfe als Mitglied der Gemeinschaft ohnehin nur mit Ländern visafreien Reiseverkehr pflegen, die ihn auch mit der EU unterhalten.
Ginge es allein darum, könnten sich die Tschechen allerdings deutlich mehr Zeit lassen, denn kaum jemand rechnet ernsthaft mit einem EU-Beitritt vor dem Jahre 2005.
Dass man gerade im Reiseverkehr, dessen neue Freiheiten nach der politischen Wende am meisten bejubelt wurden, gewissermaßen vorauseilend aktiv wird, hat eben noch andere Gründe.
Einer ist der schon erwähnte Zustrom zum Teil illegaler Arbeitskräfte.
Ein weiterer, die immer intensiveren Aktivitäten des ausländischen organisierten Verbrechens.
Wie sehr sich die Banden in Tschechien schon zu Hause fühlen, bewies letztes Jahr unter anderem eine Schießerei von Ukrainern um die Mittagszeit auf dem Prager Wenzelsplatz.
Deshalb tauchen auf der Liste der künftig visapflichtigen Länder auch Südkorea und Malaysia auf.
Das Innenministerium begründet das mit Erkenntnissen des tschechischen Geheimdienstes, wonach asiatische Banden vornehmlich mit gefälschten malaysischen und südkoreanischen Pässen ins Land kommen.
Ob man dem mit Visa tatsächlich Dämme bauen kann, wird von Experten der Kriminalpolizei allerdings bezweifelt.
Wer Reisedokumente fälsche, sagen sie, werde sich ohne Probleme auch noch das nötige Visum selbst anfertigen.
Diplomaten des Prager Außenministeriums zeigten sich dann auch wenig glücklich über die neuen Reisebeschränkungen.
Auf die Beziehungen mit den zwölf betroffenen Staaten werde das sicher einen ungünstigen Einfluss haben, nicht zuletzt auf die wirtschaftlichen Kontakte.
Da sind die Bedenken vor allem im Fall Russland groß, woher Tschechien noch immer einen Großteil seiner Rohstoffe bezieht.
Moskau ist schon wegen des bevorstehenden NATO-Beitritts des einstigen Verbündeten verstimmt.
Die erneute Visa-Pflicht
könnte die Russen nun zu Vergeltungsmaßnahmen gegenüber Prag provozieren.
Rainer Koch war das aus der tschechischen Hauptstadt.
Und nun als besonderer Radio-Tipp ein Hinweis auf das heutige Europa-Journal.
Gerardo Manelo ist Bürgermeister des kleinen kalabrischen Dorfes Badolato.
Badolato hat die bittere Zeit der Auswanderung erlebt.
Seit den 50er Jahren hat ein großer Teil der Bevölkerung das Dorf verlassen.
Damals lebten hier 7000 Einwohner, heute sind nur noch 600 übrig.
Deshalb stehen hier so viele Häuser leer.
So haben wir uns entschieden, diese Wohnungen zur Verfügung zu stellen, um den Kurden in Italien den Aufenthalt erträglicher zu machen, denn schließlich sind sie ja Menschen wie wir auch.
Es reicht schon, dass sie auf den Schiffen wie Vieh transportiert wurden.
Seit Wochen renovieren die Einwohner Badolatus leer stehende Wohnungen für kurdische Familien und Laden zum gemeinsamen Essen.
Mit seinen Plänen überrascht der Bürgermeister ganz Italien und geht den entgegengesetzten Weg, während Europa sofort Maßnahmen fordert, die Grenzen in Süditalien dicht zu machen.
Weitere Themen, Slowakei, die Präsidentenwahl als demokratiepolitische Farce.
Egal wer letzten Endes gewinnt, der eigentliche Sieger wird auf jeden Fall Ministerpräsident Međija sein.
Dazu auch ein Gespräch mit Professor Paul Lentvaj.
Und die Türkei zwischen Islam und Europa, ein Versuch die Hintergründe dieses Zwiespaltes aufzuzeigen.
Europa-Journal, 18.20 Uhr, Österreich 1.
Die Zeit 12 Uhr 29.
Ein kriminaltechnisches Nachspiel gibt es heute zur jüngsten Briefbomben-Chaosa, konkret zu der Anfang Jänner beim Grazer Landesgendarmeriekommando abgefangenen Briefbombe.
Nur wegen eines Materialfehlers war ja diese Bombe nicht explodiert.
Auf dem Truppenübungsplatz Großmittel bei Wiener Neustadt finden heute Sprengversuche statt.
Details von Karl Jakowski.
Mehrere nachgebaute Exemplare jener Briefbombe, die am 5.
Jänner im steirischen Landesschandarmeriekommando eintraf und beim Öffnen wegen eines Fehlers nicht explodierte, werden gesprengt.
Im Amt für Wehrtechnik haben sie Spezialisten gebaut.
Diese Exemplare haben die gleiche Mikroelektronik und die verwendeten Sprengstoffe Nitropenta, Hexogen und Pleiazid.
Bei den Sprengversuchen vor einer Gerichtskommission soll getestet werden, welche Wirkung die Explosion in der Hand eines Menschen gehabt hätte.
Für die Simulation wurde daher eine Versuchspuppe gebaut.
Bisher ist man davon ausgegangen, dass die Grazer Briefbombe mit rund 15 Gramm Sprengstoff die drei- bis fünffache Wirkung einer BBA-Briefbombe gehabt hätte.
Ein unbekannter Faktor bei den Tests ist jene genoppte Plastikfolie, in der die Sprengstoffe zusätzlich verpackt waren.
Erst nach den heutigen Sprengproben wird Untersuchungsrichter Nauter, der ja auch im Fall des mutmaßlichen BBA-Bombenbauers Franz Fuchs ermittelt, entscheiden, wie es weitergehen wird.
Wahrscheinlich wird eine Sonderkommission gebildet werden, die den oder die Absender finden soll.
Nachgebaut werden derzeit auch die BPA-Briefbomben der Serien 1 bis 6.
Sie sollen Ende März zur Explosion gebracht werden.
Nach den Ergebnissen will Untersuchungsrichter Nauta entscheiden, ob Franz Fuchs wegen Mordversuchs angeklagt werden soll oder nicht.
Explosionsversuche dieser Briefbomben im ersten Briefbombenprozess gegen Radl und Binder ergaben ja, dass sie keine tödliche Wirkung hatten.
Briefbombenopfer Helmut Silk kritisierte diese Aussagen damals recht heftig und wies sie entschieden zurück.
Berichterstatter war Karl Jekowski.
Nächstes Reizthema, Gentechnik.
Ein Thema, das zunehmend für Proteste sorgt.
So blockieren seit heute früh mehrere Aktivisten von Global 2000 und Greenpeace die Zufahrt zur Österreich-Zentrale des Saatgut-Konzerns Pioneer.
Österreich braucht keinen Gen-Mais, so ist auf einem der Transparente zu lesen.
Die Umweltschützer protestieren damit gegen Pläne des Konzerns, genmanipulierten Mais in Österreich anzubauen und fordern die Rücknahme eines Freisetzungsantrags.
Die umstrittene Gentechnik hat nun auch für die für den Verbraucherschutz zuständige Ministerin Barbara Prammer veranlasst, weiteres Informationsmaterial anzubieten.
Konkret eine Broschüre, die sich vornehmlich an Lehrer und Schüler richtet.
Gerald Gross mit Einzelheiten.
Alle reden davon, aber die wenigsten kennen sich wirklich aus mit der Gentechnik.
Oder wissen Sie auf Anhieb, wodurch sich Klonscharf Dolly wirklich von seinen wolligen Artgenossen unterscheidet?
Die neue Broschüre des Verbraucherschutzministeriums soll Abhilfe schaffen.
Auf 40 Seiten geht sie den Phänomenen Gentechnik in der Pflanzen- und Tierzucht, in der Lebensmittelindustrie und in der Medizin nach.
Illustrationen aus dem Biologiebuch und Cartoons zweier 16-jähriger Schüler lockern das Ganze auf, ganz im Sinne der zuständigen Ministerin Barbara Brammer, der es vor allem darum geht, dieses Thema Gentechnik auf einer nicht wertenden Ebene zu präsentieren, das heißt einmal die ganz normalen, die ganz einfachen technischen, technologischen Hintergründe zu erläutern,
und darüber immer das auch nicht wertend gegenüberzustellen, wo Möglichkeiten, wo Chancen, wo aber auch Risken vorhanden sind.
Von Adenin bis Zygote.
Der vielleicht wichtigste Teil der 40-seitigen Broschüre des Verbraucherschutzministeriums ist ein Fremdwörterverzeichnis.
Für Autorin Ines Janssen vom österreichischen Ökologieinstitut ist die wichtigste Voraussetzung für die persönliche Meinungsbildung, einmal Klarheit darüber zu schaffen.
Was denn überhaupt gehen ist in Klone, Genom, Novel Food?
Klonschafe, niemand hat sich eigentlich wirklich ausgekannt und so war eben das Bemühen jetzt von dieser Grundlagenbroschüre, diese wichtigen Begriffe, die in der öffentlichen Diskussion immer wieder vorkommen, einmal näher zu erklären.
Die wichtigste Zielgruppe der Broschüre sind die 14- bis 18-Jährigen.
Daher wird sie nicht nur an Schulen abgegeben, sondern zur Gänze auch ins Internet gestellt.
Soviel von Gerald Gross.
Die EU hat vor neun Jahren die Einfuhr von hormonbehandeltem Rindfleisch verboten.
Die USA und Kanada haben vor der WTO, der Welthandelsorganisation, dagegen geklagt.
Vergangenes Jahr erging ein erstes Urteil, das die EU aufforderte, das Importverbot aufzuheben.
Die EU erhob Einspruch.
Heute nun gab der Berufungsausschuss sein Urteil bekannt.
Und das etwas verwirrende Ergebnis.
Beide Seiten glauben, sie hätten Recht bekommen.
Aber hören Sie näheres von Konstanzi Ripper.
Ein klarer und unbestreitbarer Sieg lobt die amerikanische Handelsbeauftragte Charlene Baschewski das Urteil.
Die EU muss ihr Importverbot nun aufheben.
In der EU-Kommission klingt das aber ganz anders.
Das Urteil sagt ganz klar, dass wir das Importverbot aufrechterhalten können, sagt ein Sprecher.
Haben die beiden denselben über 100 Seiten langen Bericht gelesen?
Davon kann man wohl ausgehen.
Er enthält ziemlich komplizierte technische und rechtliche Formulierungen.
Doch in der einen Frage, was genau die EU jetzt tun muss, bleibt er vage.
Sie müsse ihr Gesetz mit den WTO-Richtlinien in Einklang bringen, heißt es da.
Die USA lesen das so, dass das Importverbot fallen muss.
Die EU entdeckt darin ein Entgegenkommen der WTO gegenüber dem ersten Urteil.
Und tatsächlich klingt dieses nun weniger kategorisch.
In vier von fünf Punkten habe die EU diesmal Recht bekommen, heißt es aus Brüssel.
Der eine strittige Punkt ist folgender.
Die WTO erlaubt es Staaten, eigene, strengere Gesundheitsstandards für ihre Bevölkerung festzulegen als die international üblichen, die im sogenannten Codex Alimentarius geregelt werden.
Allerdings muss eine solche strengere Regel wissenschaftlich untermauert werden.
Die EU versucht nun schon seit Jahren, in wissenschaftlichen Panels, Konferenzen, Untersuchungen und Tests zu beweisen, dass Fleisch von hormonell behandelten Tieren für den Menschen gefährlich sein kann.
Bisher ist das nicht gelungen.
Und so steht auch diesmal im Text der Berufungskommission, die EU habe nicht die nötigen wissenschaftlichen Beweise vorgebracht.
woraus die EU nun schließt, dass sie eben nur noch ein Gutachten beibringen muss, damit sie das Importverbot aufrechterhalten kann.
Die USA schließen daraus, dass der Einspruch abgelehnt ist und die EU nur zwei Dinge tun kann.
Entweder das Verbot aufheben oder bezahlen.
Im Februar soll die Entscheidung der Schlichtungskommission, die sich auf das jetzige Urteil beruft, bekannt gegeben werden.
Sie würde im Fall des Falles die Höhe des Bußgeldes festlegen.
Die Amerikaner geben an, sie hätten durch das Verbot jährlich 2,5 Milliarden Schilling verloren.
Der Streit ist jedenfalls noch lange nicht beendet, denn die EU hat bereits ihre Position klar gemacht, sie werde auf keinen Fall hormonbehandeltes Rindfleisch einführen, Urteil oder nicht.
Lieber werde sie zahlen.
Und eventuell kann man ja auch eine andere Einigung erreichen, etwa bei den Quoten für andere Produkte.
Das Spiel geht also noch weiter.
Sie hörten Konstanze Ripper.
In Berlin beginnt heute die Grüne Woche, die größte Agrar- und Lebensmittelmesse der Welt.
Und diese Messe ist diesmal auch für Österreich von besonderer Bedeutung.
Österreichische Lebensmittelproduzenten versuchen noch stärker in Deutschland präsent zu sein.
Und zum Auftakt der Grünen Woche hat Österreich eine Lebensmittel-Export-Offensive begonnen.
Der deutsche Markt gilt als der größte innerhalb der EU.
Natürlich drängen sich hier auch die traditionellen Lebensmittel-Exporteure wie Franzosen und Italiener.
Mit welchen Konzepten die österreichische Lebensmittelwirtschaft die Messebesucher in Berlin überzeugen will und was die Deutschen von unseren Lebensmitteln halten, das hat Klaus Bruckmann versucht herauszufinden.
Österreich hat in Deutschland ein gutes Image.
Die Bevölkerung assoziiert unser Land mit Urlaub,
Gemütlichkeit und gutem Essen und Trinken.
Auf diesem Image baut die Exportoffensive auf, denn die Deutschen könnten noch viel mehr österreichische Produkte kaufen.
Was unterscheidet aus deutscher Sicht die österreichischen Lebensmittel von anderen?
Dazu Stefan Mikinovic, Vorstand der Agrarmarkt Austria.
Die Franzosen sind die Feinen, die Italiener sind die Kreativen und Originellen, die Skandinavier sind die Frischen, die Österreicher sind die Natürlichen.
Der deutsche Konsument hat registriert, dass es eine hohe Umweltqualität in Österreich gibt, dass 10 Prozent der Bauern biologisch wirtschaften.
und erkennt unsere Produkte und schätzt sie ein und sagt, die sind einfach natürlicher, die schmecken natürlicher.
Andere Länder ohne Namen zu nennen, die haben halt nur Fische und wieder andere haben nur Whisky.
Österreich hat fast so wie Deutschland oder wie Frankreich eigentlich alles, bis auf Nudeln.
Im Bereich Wurst, Käse, Süßwaren und Wein wollen wir unseren Platz finden.
Was assoziiert der deutsche Konsument mit österreichischen Produkten?
Karl-Heinz Garbe von der Kaufhauskette Karstadt-Härti-Wertheim.
Natürlichkeit, auch ein bisschen Deftigkeit.
Sicherlich nicht so viel Feinheit und Raffinesse wie mit französischen Produkten.
Aber wir haben ja eine Tendenz von immer größeren Verbrauchern, speziell in der Verbraucherschicht, auf die wir setzen, die immer stärker sich selbst und der Umwelt einen Gefallen tun wollen, auch mit ihrem Konsum.
Und da legen wir natürlich besonders Wert auf biologisch kontrollierten Anbau mit hohen Qualitäten.
Und das zeichnet eben ganz besonders österreichische Produkte aus.
Und das erkennen unsere Verbraucher, indem sie Österreich besuchen.
Und immer mehr natürlich auch durch unsere Warendarbietung österreichischer Produkte in unseren Regalen.
Was hat der österreichische EU-Beitritt der heimischen Lebensmittelindustrie gebracht?
Dazu Hans Kletzmeier, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer.
Zunächst haben wir Zugang zum deutschen Markt bekommen, den wir davor real wirtschaftlich betrachtet nicht hatten.
Das ist sehr viel wert.
Und diesen Zugang müssen wir perfekter als bisher nutzen.
Da ist noch etwas zu machen.
Sind die österreichischen Produkte in Preis und Qualität gleichwertig den deutschen?
Da würde ich meinen, auf alle Fälle.
Ich glaube sogar, dass wir vom Hintergrund her, von den natürlichen Ressourcen, auf denen aufbauend wir wirtschaften, Vorteile haben.
Und die gilt es im Markt umzusetzen.
Die Österreicher sind seit mehr als 40 Jahren bei der großen Berliner Landwirtschaftsschau vertreten, übertroffen nur von den Franzosen, die heuer ihr 45.
Messejubiläum feiern.
Die Ausstellung in Berlin steht natürlich auch im Zeichen der Brüsseler Agrarreform, aber nur gestern in den Eröffnungsansprachen war davon die Rede.
Die Grüne Woche ist laut und bunt und ein einziger riesiger Gourmet-Tempel, aus dem sich jetzt Hans Adler meldet.
Gewandelt hat sich die Präsenz der Österreicher im Laufe der Jahre wenig.
Vom wienerheurigen Frühjahr zur ländlicher Atmosphäre jetzt.
Durch eine riesige graue Felswand fährt die Zillertalbahn als Modell und der Stil der Zillertaler Schürzenjäger findet sich auch in der Musik der Trachtengruppe, die Stimmung verbreiten soll.
Die AMA, die Agrarmarkt Austria, hat eine Gruppenausstellung der Lebensmittelverarbeiter organisiert, insgesamt 26.
Dazu kommen noch alle Jahre wieder Einzelaussteller vom Wiener Kaffeehaus bis zum Urlauber am Bauernhof, vom Bürstenbinder und einem Tiroler Murmeltierfettsalbenhersteller bis zu etlichen Weingütern, die in Eigenregie ihre Präsenz hier organisieren.
Der österreichische Agrarhandel mit Deutschland nimmt deutlich zu, seit wir EU-Mitglied sind.
Aber daran hat die Grüne Woche weniger Anteil als die Kontakte der AMA mit den großen deutschen Lebensmittelketten.
Dort werden die großen Geschäftsabschlüsse gemacht.
Hier auf der Grünen Woche werden die Berliner mit Apfelstrudel, geselchtem Schnitzel und Käse gefüttert.
Gegen gutes Geld natürlich, denn schon für einen kleinen Standplatz beträgt die Miete für zehn Messetage zwischen 45.000 und 60.000 Schilling.
Ans Nachgeschäft denkt man weniger, wie der Salzburger Speck Willi, der hier schon über zehn Jahre steht, berichtet.
Jetzt nicht mehr.
Das war vorher, als die Wende war, da sind eigentlich die
Ukraine oder Russen kommen und die habe ich dann weitergeleitet an die großen Firmen.
So habe ich es gemacht.
Anders ist das natürlich beim Wein.
Hier wird nicht ausschließlich am Ort verkauft.
Wir verkaufen sehr sehr viel hier auf der grünen Woche.
Wir sind schon über 20 Jahre hier, haben schon viele Stammkunden.
Es ist aber auch dann während des Jahres gibt es noch gute Geschäftsabschlüsse.
Jedenfalls Stimmung ist da und das Zillertalbahnmodell fährt immer wieder in den offenbar unfertigen Tunnel in der Felswand hinein und kommt verkehrt wieder heraus.
Hans Adler mit einer Reportage aus Berlin.
Knapp vor Jahresende haben die österreichischen Mobiltelefongesellschaften den einmillionsten Handykunden feiern können.
Der Run auf das beinahe schon liebste Spielzeug der Österreicher hält auch heuer ungebrochen an.
Der Markt wird aber auch immer enger.
Noch heuer will neben den beiden etablierten Mobiltelefonbetreibern Mobilkom und Maxmobil die Connect Austria ans öffentliche Mobilnetz gehen.
Und jetzt hat sich auch noch eine vierte Gesellschaft gemeldet, die ebenfalls eine Lizenz für die Herstellung schnurloser Telefonverbindungen haben will.
Christian Hunger berichtet.
Marsmobil nennt sich der mit hörbar gesunden Selbstvertrauen ausgestattete Benjamin unter den österreichischen Mobilfunkbetreibern.
Ob Marsmobil ein Höhenflug zu neuen Handywelten oder doch nur ein Rohrkrepierer wird, das steht freilich noch in den sprichwörtlichen Sternen.
Dass die Konkurrenz nichts unversucht lassen wird, dem neuen Start so schwierig wie möglich zu machen, gehört wohl zum Wettbewerb.
Für Max Mobil ist jedenfalls die Verwechslungsgefahr im Namen zu Mars Mobil offensichtlich.
Mit der klaren Aussage, die Sache liegt schon bei den Rechtsanwälten, wirft die Nummer 2 am Handymarkt den Fedehandschuh in Richtung Mars.
Aber auch ohne dem Argwohn der Konkurrenz ist der Weg in den Club der grenzenlosen Telefonanbieter für den Newcomer bei weitem noch nicht geebnet.
Vorerst hat einmal der Geschäftsführer von Mars Mobil, der übrigens sein mobiles Handwerkszeug unter anderem auch bei Max gelernt hat, bei der Regulierungsbehörde einen Antrag für die Zuteilung einer Frequenz im 1800 MHz Bereich gestellt.
Sonst weiß man noch nicht recht viel über den neuen, so gut wie nichts über seine hoffentlich finanzkräftigen Partner, ein wenig über den Netzplan.
Er will zunächst einmal in den Ballungszentren, das heißt in den österreichischen Landeshauptstädten, auf den Markt gehen.
Wenn er heuer die Lizenz bekommt, könnte er schon im nächsten Jahr mobil funken.
Ziemlich skeptisch sieht man das allerdings noch im für die Frequenzvergabe zuständigen Verkehrsministerium.
Dort will man den Antrag einmal genau prüfen, heißt es aus dem Büro von Minister Einem.
Eine neue bundesweite 1800er-Frequenz werde in den nächsten Jahren jedenfalls keinesfalls vergeben.
Da gäbe es Abstimmungsprobleme.
Es handelt sich dabei nämlich um die gleiche Frequenz, wie sie die Militärs in den Nachbarländern Slowakei und Tschechien verwendet.
Ein Frequenzwidmungsplan, der gerade erstellt wird, soll den ministerialen Beamten Klarheit über die praktischen Möglichkeiten geben.
und weil sich nicht nur Marsmobil, sondern auch MaxxMobil und die Mobilcom um die 1800er Frequenz anstellen, weil sie behaupten mit ihrer derzeit verwendeten 900er Frequenz nicht mehr das Auslangen zu finden, andererseits aber Connect Austria, die Nummer 3 Mobilclub, die im Juli an den Start gehen will, so etwas wie eine Exklusivhand auf diese Frequenz liegen hat, wird auch das geprüft.
Ein kanadisches Institut ist beauftragt worden festzustellen, ob die technische Notwendigkeit der Frequenzerweiterung vorliegt.
Wie gesagt, vorerst wird geprüft und solange da keine Ergebnisse vorliegen, wird auch nicht entschieden.
Was heißt das nun für die Konsumenten?
Die dürfen sich darauf freuen, dass sie in Zukunft wohl mit noch besseren Angeboten umschmeichelt werden.
Zwar ist man mit dem 1 Schilling bzw.
90 Groschen Tarif schon ziemlich an der unteren Preisgrenze angelangt, da und dort wird sich aber sicherlich noch die eine oder andere Angebotsnische aufmachen, kann man bei den Mobilgesellschaften durchhören.
MaxxMobil will heuer noch eine Viertelmillion Neukunden lukrieren.
Die Mobil.com spricht von 300.000 neuen Mitgliedern.
Connect Austria und MaxxMobil nennen noch keine Erwartungszahlen.
Die Gletschermummie vom Haus Labjoch, der berühmte Ötzi, ist übersiedelt.
Die sechseinhalb Jahre seit dem Fund verbrachte die mehr als 5000 Jahre alte Gletscherleiche in der Innsbrucker Universität.
Heute nun wurde Ötzi dem Eigentümer zurückgegeben, dem Land Südtirol, auf dessen Territorium es seinerzeit gefunden worden war.
Mit einem schwer bewachten Spezialtransport wurde die Mumie am Vormittag von Innsbruck nach Bozen überführt.
In Bozen wird der Ötze in Zukunft Mittelpunkt eines großen Museums sein.
Reinhard Frauscher
Die besterhaltene Mumie der Frühzeit, die jemals gefunden wurde, ist wieder zu Hause.
So zumindest sehen es die Südtiroler, auch wenn es seinerzeit im September 1991 eine eigene Vermessungsaktion brauchte, um festzustellen, dass der Fundort des Ötzi 90 Meter südlich der Grenze liegt, also in Süd- statt in Nordtirol, wie ursprünglich angenommen.
Kurz vor zwölf traf der Spezialtransport im Stadtzentrum in Bozen ein, vor dem Museum, das der künftige Aufbewahrungsort des Ötzi sein wird.
Damit hatte der Ötzi Verspätung gegenüber dem minutiösen Transportplan.
Die Verabschiedung in Innsbruck dauerte nämlich doch etwas länger.
Das Installieren des zweimal einen halben Meter großen Transportbehälters im speziell ausgestatteten kleinen LKW verzögerte sich etwas.
Auch die Formalitäten, die Übergabe der Protokolle an den Südtiroler Landesrat für Kultur, zog sich hin.
Das Umbetten der Leiche selbst in den Transportbehälter war schon in den letzten Tagen erfolgt, gefilmt übrigens exklusiv von einem deutschen Privatsender, dem dies 50.000 D-Mark war.
Einer der Betreuer Ötzis in Innsbruck, Universitätsprofessor Werner Platzer, verspürte dabei etwas Wehmut, aber auch eine gewisse Erleichterung.
Als Wissenschaftler sähe er den Abtransport der Gletschermumie mit einem weinernden Auge, bemerkte er heute früh, aber auch mit Erleichterung.
Die Verantwortung für die Kühlung und Sicherheit der Mumie sei groß gewesen und sie habe viel Geld gekostet, 100.000 Schilling im Monat.
Um halb 10 Uhr schließlich setzte sich der Konvoi in Bewegung.
Zwei Klein-LKWs, einer mit dem Ötzi an Bord, der andere mit den Beifunden, ein Dutzend Autos von Polizei und Gendarmerie und Filmteams und Journalisten aus aller Welt.
150 insgesamt, darunter von der britischen BBC und der amerikanischen CNN.
Um 10.30 Uhr erreichte der Transport die Staatsgrenze am Brenner, wo sich die österreichische und italienische Polizeieskorte ablösten.
Beide bewachten den Transport besonders gründlich, da eine in den 80er Jahren aktive Terrorgruppe namens Ein Tirol gedroht hatte, den Ausverkauf Ötzes an die Italiener, so ihr Schreiben, mittels Terrorakt zu verhindern.
Dass man diese Drohung auf beiden Seiten des Brenners ernst nahm, lag auch daran, dass vor zwei Tagen ein Einbruchsversuch im Bozner Ötzi-Museum unternommen worden war.
Seit einer halben Stunde also ist der Gletschermann in seinem eigenen Museum in Bozen, vor dem sich hunderte Schaulustige drängten.
Das Umbetten der Leiche aus dem Transportbehälter in das hiesige Labor erfolgt in diesen Minuten.
In den nächsten Tagen wird sie erst in die Kühlzelle gelegt werden, in der sie dann auf Dauer aufbewahrt und auch dann durch ein winziges Fenster für Besucher sichtbar sein wird.
Auf den 28.
März, den Tag der Eröffnung dieses Museums und des kleinen Fensters zur Steinzeit, warten angeblich schon viele Südtiroler, die den Ötze ab jetzt endgültig als einen der ihren betrachten dürfen.
Ein Beitrag der Kulturredaktion.
Von morgen an bis 25.
Jänner findet im Wiener Konzerthaus wieder das Festival alter Musik mit dem Titel Resonanzen statt.
Zu Beginn der Vorschau von Susanna Bruckner kommt Christoph Lieben-Seuter, Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft, zu Wort.
Das ist für das normale Wiener Konzertleben bemerkenswert, dass Leute sowohl aus ganz Österreich, wie auch aus dem Ausland blind buchen.
Noch bevor das Programm herausgekommen ist, haben wir bereits eine Reihe Bestellungen von Leuten, die so ein Abonnement bestellen, ohne zu wissen, was eigentlich gespielt werden wird.
99 Prozent Auslastung bei einem Abonnentenanteil von 80 Prozent.
Das ist die Bilanz einer erfolgreichen Anfang der 90er Jahre sehr mutigen Initiative des Konzerthauses zur Verbreitung sogenannter Altermusik.
Die Resonanzen sind nach wie vor die einzige Möglichkeit in Wien, Musik zwischen Mittelalter und Barock in konzentrierter Form zu hören.
zehn Konzerte an neun aufeinanderfolgenden Abenden.
Heuer lautet das Generalthema Italien das gelobte Land der Musik.
Christian Lackner, Dramaturg der Konzerthausgesellschaft, ist seit dem ersten Festival mit fürs Programm verantwortlich.
Italien ist wahrscheinlich das einzige Land,
überhaupt, dass man in den Mittelpunkt eines solchen Festivals stellen kann, weil nur Italien wirklich die europäische Musik in alle Richtungen und über viele Jahrhunderte hinweg so maßgeblich beeinflusst hat.
Italien erfindet nicht nur alles, was in dieser Zeit und bis heute wesentlich ist an Musik, sondern Italien exportiert in der Zeit auch
in unglaublichem Maße Musiker.
Und Italien ist vor allem das Zentrum über Jahrhunderte hinweg, wo jeder, der seinen Beruf auf höchstem Niveau ausüben will, hingefahren ist, um sich dort inspirieren zu lassen.
Unter den Ensembles befinden sich neben den Publikumslieblingen der vergangenen Jahre, wie dem Ensemble Cappella della Pietà di Turchini, die das Festival morgen eröffnen, oder dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter Thomas Hengelbrock, besonders viele Künstler und Ensembles, die ihr lange erwartetes Resonanzendebüt geben.
Christoph Lieben sollte...
Es ist überhaupt geradezu der Traum eines Konzertveranstalters, weil das Spezielle an der Situation mit der alten Musik ist, dass man ein ganzes Repertoire neu entdecken kann, immer wieder neue Komponisten, neue Musiker für sich gewinnen kann, aber man bewegt sich trotzdem auf dem Gebiet der angenehmeren, harmonischen Musik und dazu kommt sicher ein bisschen zurück zum Ursprünglichen, zurück zur Natur und verstärkt.
Also das ist ein Themenkomplex, der hier sicher zum Drang kommt.
Auch heuer gibt es wieder eine Reihe begleitender Veranstaltungen.
Filmvorführungen zum Thema alte Musik, ein Künstlergespräch, ein Vortrag unter dem Motto die Erfindung Italiens, eine Suche nach dem Paradies und natürlich wieder die Ausstellung internationaler Instrumentenbauer am Eröffnungswochenende.
Wenn ich mir den Zuspruch in den letzten Jahren angesehen habe, und damit meine ich jetzt nicht nur den Käuferzuspruch, sondern auch einfach den Besucherzuspruch, dann bin ich sehr glücklich, dass das da dazugekommen ist zum Festival, weil es einfach eine unglaubliche Atmosphäre an dem ersten Wochenende schafft, weil natürlich alle Instrumente zum Ausprobieren, alles zur Verfügung steht.
Trotz der wachsenden Publikumsresonanz denken die Veranstalter auch in den nächsten Jahren nicht daran, zeitlich oder räumlich zu expandieren.
Der intime Festivalcharakter soll auch in Zukunft gewahrt werden.
Das scheint mir auch das Erfolgsgeheimnis, dass das Publikum weiß,
Jänner, Wiener Konzerthaus, diese neun Tage, das ist Resonanzen-Zeit.
Resonanzen also, das Festival Alter Musik von morgen an bis 25.
Jänner im Wiener Konzerthaus.
Gegen Ende des Mittagsschonals noch einmal Nachrichten.
Josef Enzel, bitte.
Österreich.
Durch Sprengversuche erhofft sich die Polizei neue Erkenntnisse über die Grazer Briefbombe.
Auf dem Truppenübungsplatz Großmittel bei Wiener Neustadt werden heute Nachbauten zur Explosion gebracht.
Damit soll die tatsächliche Sprengkraft der Bomben, die für das Landesgendarmeriekommando Steiermark bestimmt war, ermittelt werden.
Zurzeit werden die Briefbomben der Serie 1 bis 6 rekonstruiert.
Ende März soll auch mit diesen Nachbauten deren Sprengkraft überprüft werden.
Danach will die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob gegen den mutmaßlichen Bombenbastler Franz Fuchs Anklage wegen Mordversuches erhoben wird.
ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel übt scharfe Kritik am Koalitionspartner SPÖ.
Schüssel bemängelt vor allem die Haltung der SPÖ zur Familienbeihilfe sowie zum Bundesheer.
Unverhohlen droht Wolfgang Schüssel, dass die ÖVP kein Partner für eine drastische Verkleinerung des Bundesheers sowie für eine Sozialdemontage der Familien ist.
In der Diskussion um die Familiensteuerreform hat sich heute auch die FPÖ eingeschaltet.
Nach dem Modell der Freiheitlichen sollen vor allem Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen entlastet werden.
Konkret schlägt FPÖ-Obmann Jörg Haider vor, für einkommensschwache Familien eine Steuerbefreiung einzuführen sowie die Kinderbeihilfen zu erhöhen.
Dutzende Gentechnik-Gegner haben im burgenländischen Parndorf heute gegen die Pläne der Firma Pioneer protestiert.
Die Aktivisten von Global 2000 und Greenpeace blockierten die Zufahrt zur Österreich-Zentrale des Konzerns.
Die Firma will genmanipulierten Mais in Österreich anbauen.
Das Wetter, zunächst teils neblig, teils sonnig, von Westen Wolken und Regen, die Temperaturwerte im Nebel um 0, sonst 3 bis 9 Grad.
Und das war das Mittagsjournal vom 16.
Jänner, Tonmeisterin Gaby Nell, Regisseur Volker Obermeier und als Moderator verabschiedet sich Udo Bachmeier.