Mittagsjournal 1996.12.09

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    Rechtliches

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    KI-generiertes Transkript

    Mittagsjournal.
    Schönen guten Tag und herzlich willkommen beim Österreich1-Mittagsjournal.
    Werner Heritsch begrüßt Sie zu einer Stunde Information.
    Bis knapp vor eins planen wir Beiträge zu folgenden Themen.
    Zunächst Internationales.
    Die Opposition in Serbien weitet ihre Proteste aus.
    Die Gewerkschaften kündigen Streiks und Demonstrationen an.
    Deutschlands und Frankreichs Vorstellungen von einem gemeinsamen Europa.
    Helmut Kohl und Jacques Chirac wollen heute bei einem Gipfeltreffen eine gemeinsame europapolitische Erklärung abgeben.
    Jagd auf Antonio Di Pietro.
    In der spektakulärsten Razzia der vergangenen Jahre wurden in Italien insgesamt 68 Wohnungen nach belastendem Material durchsucht.
    Dem Ex-Korruptionsjäger Di Pietro wird Erpressung vorgeworfen.
    Frieden für Ruanda, so heißt das Wiederaufbauprogramm der österreichischen Caritas für zurückkehrende Flüchtlinge in der afrikanischen Krisenregion.
    Österreichthemen?
    Wohin mit dem Geld?
    Die Zinsen sinken und sinken.
    Wir geben einen Überblick über das Anlageangebot der Banken.
    Mit der Stahlindustrie soll es bald wieder bergauf gehen, glaubt man dem Stahlkonjunkturbericht.
    Österreichische Politiker in den Gremien der Europäischen Union stellen ein neues Informationsprogramm über die EU vor.
    Wie gut sind Österreichs Lehrer und Schüler?
    Ein OECD-Vergleich.
    Tagung des Datenschutzrates.
    Wie bedenklich oder unbedenklich sind Roadpricing und Krankenschein auf Chipkarte für den Datenschutz?
    Und die Kulturredaktion berichtet über die Aufführung der Zauberflöte in der Wiener Stadthalle in der Ausstattung von Ernst Fuchs.
    Soviel zum Inhaltsverzeichnis dieser Sendung.
    Einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage gibt uns jetzt Georg Schubert.
    Österreich.
    Der Genesungsprozess vom Bundespräsident Klestil macht weitere Fortschritte.
    Nach einer Unterredung mit Vizekanzler Schüssel sagte Klestil gegenüber der Austria-Presseagentur, es gehe ihm wieder viel, viel besser.
    Bis über die Weihnachtsfeiertage wird der Bundespräsident nach eigenen Angaben seine Amtsgeschäfte von der Präsidentenvilla in Windöbling ausführen.
    Wann Kleestil wieder in die Wiener Hofburg zurückkehrt, steht noch nicht fest.
    Mitte November hatte sich der Bundespräsident wegen einer Lungenembolie neuerlich in Spitalsbehandlung begeben müssen.
    Die Voest Alpine Stahl AG erwartet für heuer wieder ein positives Ergebnis.
    In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielte der börsennotierte Konzern einen konsolidierten Umsatz von 23,6 Milliarden Schilling gegenüber 32,4 Milliarden Schilling im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
    Die Nettofinanzverschuldung der Voest konnte im dritten Quartal 1996 weiter reduziert werden.
    Der Höhepunkt der Krise in der europäischen Stahlindustrie dürfte mit dem dritten Quartal überwunden worden sein.
    Europäische Union In Nürnberg findet heute das 68. deutsch-französische Gipfeltreffen statt.
    Fünf Tage vor dem EU-Gipfeltreffen in Dublin wollen Bundeskanzler Kohl und Staatspräsident Chirac ihre Positionen zur geplanten Euro-Währung abstimmen.
    Die Beziehungen zwischen Bonn und Paris sind zurzeit durch eine innerfranzösische Diskussion über die deutsche Währungspolitik belastet.
    Außerdem wird eine gemeinsame Initiative Deutschlands und Frankreichs vorgestellt, um die Regierungskonferenz zur Reform der EU-Institutionen voranzubringen.
    Beraten wird auch über die Zukunft gemeinsamer Rüstungsprojekte.
    Der britische Premierminister Major hat klargestellt, dass für Großbritannien eine Teilnahme an der Währungsunion nur dann in Frage kommt, wenn die Konvergenzkriterien nicht aufgeweicht werden.
    Andernfalls hätte dies katastrophale Auswirkungen, sagte Major in einem Interview der BBC.
    Er will die abwartende Haltung der britischen Regierung zur Währungsunion beibehalten.
    Der Vorbereitung des EU-Gipfeltreffens in Dublin dient heute auch eine Aussprache zwischen Major und dem irischen Ministerpräsidenten Bruton in London.
    Bei diesem zweiten britisch-irischen Gipfeltreffen in diesem Jahr steht abermals der Nordirland-Konflikt im Vordergrund.
    Die beiden Regierungschefs hatten bereits im Juni in Belfast die anstehenden Probleme erörtert, jedoch keine spürbaren Fortschritte erzielt.
    Bundesrepublik Jugoslawien Der Konflikt um die Annullierung des Ergebnisses der Kommunalwahlen vom 17.
    November dauert an.
    Die serbische Opposition will ihre Protestkundgebungen noch ausweiten und so lange fortsetzen, bis Präsident Milosevic sich zum Rücktritt bereit erklärt.
    Die von der Opposition angefochtene Annullierung des Ergebnisses der Kommunalwahlen geht nun in die nächste gerichtliche Instanz.
    Nun befassen sich das jugoslawische Bundesgericht sowie die jugoslawische und die serbische Staatsanwaltschaft mit dem Fall.
    Gestern hat der oberste Gerichtshof Serbiens die von der Regierung verfügte Annullierung des Wahlganges vollbestätigt und damit die Beschwerde des Oppositionsbündnisses Sajjedno wegen Wahlbetrugs abgewiesen.
    Russland.
    Die Kommunisten haben bei der Fortsetzung der Gouverneurswahlen neuerlich Erfolge erzielt.
    Bei insgesamt zehn Wahlgängen wurde vier kommunistischen Kandidaten zu regionalen Verwaltungschefs gewählt.
    In drei weiteren Regionen nimmt jeweils ein Bewerber der Kommunisten am entscheidendsten zweiten Wahlgang teil.
    In der Region Kostroma, nördlich von Moskau, ist in einer Volksabstimmung der Bau eines Atomkraftwerks abgelehnt worden.
    Nach vorläufigen Angaben stimmten etwa 90 Prozent der Teilnehmer gegen das Projekt.
    Das Ergebnis der Abstimmung ist rechtlich bindend.
    Schweden.
    In Stockholm werden heute die sogenannten alternativen Nobelpreise 1996 überreicht.
    Zu den vier Preisträgern zählen die Komitees russischer Soldatenmütter, die sich für die Beendigung des Krieges in Tschetschenien engagiert haben.
    Mit dem alternativen Nobelpreis werden vor allem Leistungen zur Verbesserung der Lage armer und unterprivilegierter Menschen geehrt.
    Österreich.
    In der jüngsten Runde des Lottos 6 aus 45 gab es zwei Sechser.
    An die Gewinner aus Niederösterreich und Kärnten gehen jeweils 7,3 Millionen Schilling.
    Nur ein Spieler aus Oberösterreich hatte die richtigen Joker-Zahlen.
    Sein Gewinn beträgt 4,3 Millionen Schilling.
    Georg Schubert hat Nachrichten gelesen, die Edgar Theider zusammengestellt hat.
    Das Wetter heute, sehr laienhaft gesagt, Novemberwetter.
    Der Experte Herbert Carters kann es besser erklären.
    Nun weniger laienhaft ausgedrückt haben wir seit Tagen winterliches Inversionswetter und daran ändert sich in der nächsten Zeit kaum etwas.
    Das Wesentliche an der Lage ist eine Temperaturumkehr in der Höhe.
    Diese Inversion liegt derzeit zwischen etwa 1000 und 1500 Meter Seehöhe.
    In dieser Schicht steigt die Temperatur von minus 7 auf plus 9 Grad.
    Unter dieser Schicht bleiben Kälte, Nebel und Hochnebel gefangen, darüber gibt es Sonnenschein und relativ hohe Temperaturen.
    Hier nun die aktuellen Meldungen der Landeshauptstädte.
    Wien und Eisenstadt Hochnebel 0°C, St.
    Pölten Heiter 0°C, Linz Hochnebel 0°C, Salzburg Heiter –2°C, Linzburg und Bregen stark bewölkt –1°C, Graz Hochnebel –2°C und Klagenfurt Hochnebel –3°C.
    Der Hochnebel reicht derzeit vom Innviertel übers Donautal ins Flachland Ostösterreichs und über das Grazer Becken bis nach Unterkernten.
    Aber auch in einzelnen Tälern, besonders in der Obersteiermark, bleibt es heute nebelig trüb mit stellenweiseem Nieseln.
    Die Nebelobergrenze liegt zwischen 700 und 1100 Meter.
    Sonst ist es recht sonnig, lediglich von Vorarlberg bis Oberkärnten ziehen immer wieder kompakte Wolkenfelder durch, die die Sonne zeitweise verdecken können.
    Mit dem lebhaften Südostwind ist es leicht föhnig geworden.
    Die Temperaturen reichen derzeit von minus 7 Grad, wie im Lunga und im Enztal, bis plus 9 Grad in den Föhnstrichen, wie im Maraezellerland und im Mittelgebirge, etwa auf dem Feuerkogl, und sie steigen jetzt nur noch geringfügig.
    Morgen ändert sich dann kaum etwas am Wettercharakter, weder an den Temperaturen, am Nebel noch an der Sonne.
    Der einzige Unterschied wird sein, dass die aus Süden heranziehenden Wolken etwas dichter werden.
    Und in den Hohen Tauern und den Karnischen Alpen könnte es stellenweise leicht schneien oder ganz vereinzelt sogar regnen.
    Damit droht dort Glatteis, die Gefahr sollte man aber nicht überbewerten.
    Und übermorgen am Mittwoch lassen Wind und leichter Föhn wieder nach, damit werden Nebel und Hochnebel häufiger und beständiger.
    Auf den Bergen bleibt es wechselnd bewölkt.
    Und es wird allgemein eine Nuance kühler.
    Herbert Kartas war das mit der Wetterprognose.
    Zu den Beiträgen im Einzelnen.
    Das ist das Ende des Rechtssystems, so hat ein Oppositionsanhänger die Entscheidung des Obersten Gerichtes in Serbien kommentiert, dass die Annullierung der Kommunalwahlen für rechtens erklärt hat.
    Das sei eine Entscheidung der Justiz, die den politischen Willen von Slobodan Milošević widerspiegle.
    Milošević sieht sich immer mehr ins Eck gedrängt.
    Die Protestrufe werden immer lauter.
    Das Ausland fordert ihn auf, den Wahlbetrug wieder rückgängig zu machen.
    Und in Serbien selbst gehen die Menschen nach wie vor auf die Straße, am Wochenende wieder Hunderttausende.
    Und die Demonstranten erhalten ab heute noch Zulauf und Unterstützung.
    Die Gewerkschaften solidarisieren sich mit dem Oppositionsbündnis Zayetno und kündigen für heute Nachmittag Streiks und Demonstrationen an.
    Aus Belgrad, Zoran Opra.
    Die Wiederholung von Kommunalwahlen in Serbien unter internationale Kontrolle, auch diese Lösung ist in diesen Tagen im Gespräch.
    Denn alle bisherigen Versuche, die Standpunkte der Opposition und des serbischen Präsidenten Milosevic näherzubringen, sind gescheitert.
    Vor allem hat die Justiz versagt und die Existenz alter Machtstrukturen aus der kommunistischen Zeit losgelegt.
    Bei der Wahl zwischen Recht und Macht entschieden sich die sozialistischen Richter für die zweite Alternative.
    Somit hat die gestern in Gang gebrachte außerordentliche Urteilsrevision wenig Chancen auf Erfolg.
    Zumal sich das aus serbischen und montenegrinischen Richtern gebildete Oberster Bundesgericht im Fall Kommunalwahlen in Belgrad als nicht zuständig erklären kann.
    Milosevic selbst hat sich 20 Tage nach dem Demonstrationsbeginn noch nicht an die Nation gewandt und irgendeine Stellungnahme zu den Ereignissen abgegeben.
    Der amerikanischen Journalistin
    Käthi Morton ist in diesen Tagen gelungen, ein zweieinhalbstündiges Gespräch mit dem serbischen Präsidenten zu führen.
    Als Vorsitzende des New Yorker Verbandes für den Schutz der Journalisten, aber vor allem als Ehefrau des staten Friedensarchitekten Richard Holbrooke bekam sie Zutritt in die Präsidentenvilla.
    Milosevic war überrascht von dem Ausmaß der Demonstrationen.
    Er habe sich in sein Haus wegen Massenkundgebungen zurückgezogen
    sei aber bestens über alles informiert, erklärte sie nach dem Besuch.
    Auf einem Stück Papier unterzeichnete Milošević für Ketimoto die Erklärung über Medienfreiheit in Serbien.
    Die ursprüngliche Version, die sie ihm vorlegte, hatte er zerrissen.
    Das Verbot der Zensur musste durchgestrichen werden.
    Die Journalistin und Milošević einigten sich über den Inhalt der Deklaration erst dann.
    Welchen Wert jedoch dieses Stück Papier hat,
    wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
    Denn schon für heute sind erste große Demonstrationen der Belgrader Metallarbeiter angesagt.
    Ein gemeinsamer Marsch der Studenten und Arbeiter mit der einzigen Forderung Rücktritt von Milosevic wäre schon eine gefährliche Herausforderung für das serbische Regime.
    Milosevic könnte dann seine Polizeitruppe einsetzen und seine Friedensversprechungen schnell vergessen.
    Sohran Oppra hat sich aus Belgrad gemeldet.
    In London soll heute Mittag ein Gipfeltreffen zwischen dem britischen Premierminister John Major und dem irischen Regierungschef John Bruton stattfinden.
    Hauptthema bei den Gesprächen ist einmal mehr der Nordirland-Konflikt.
    Zeitungsberichten zufolge wird die nordirische Untergrundbewegung IRA heuer erstmals keine Weihnachtswaffenruhe verkünden, denn John Major sei an einem Friedensvertrag nicht interessiert, heißt es aus IRA-Kreisen.
    Die Fronten zwischen den irischen Konfliktparteien bleiben also festgefahren.
    Ernst Gelex berichtet aus London.
    Die harte Haltung der IRA ist nicht überraschend, sie ist mit der harten Haltung des britischen Premierministers John Major zu erklären.
    Seit Freitag ist Major nämlich bemüht, eine Mehrheit für die Konservativen im Unterhaus zu sichern.
    Die Tories, wie die konservative Regierungspartei genannt wird, haben ja letzten Freitag ihre Mehrheit verloren, nachdem ein konservativer Abgeordneter nicht mehr so stimmen will, wie es sein Parteichef gerne hätte.
    Rein rechnerisch haben die Konservativen damit nun genauso viele Abgeordnete wie alle Oppositionsparteien zusammen.
    Um bis zu den Wahlen im Mai Gesetze durchbringen zu können, ist Major im Parlament auf die neuen Abgeordneten der protestantischen nordirischen Unionisten angewiesen.
    Major war schon in den letzten beiden Wochen bemüht, mit harten Aussagen gegen die Sinn Fein, den politischen Amt der IRA, die nordirischen Unionisten zufriedenzustellen.
    So sagte der britische Premierminister beispielsweise, dass die Ausrufung eines IRA-Waffenstillstandes allein nicht genüge, um der Sinn Fein eine Teilnahme an den Friedensverhandlungen zu ermöglichen.
    In einem BBC-Fernsehinterview gestern Mittag fügte Major noch hinzu, dass die IRA nach einer Waffenstillstandserklärung auch über einen gewissen Zeitraum ihre Paktfähigkeit beweisen müsse.
    Major will Beweise haben, dass die IRA es auch ernst meint mit einem Waffenstillstand.
    Wie lange der Zeitraum sein soll und welche Beweise sich Major da konkret vorstellt, darauf ist der britische Premierminister nicht eingegangen.
    Während sich die Protestanten Nordirlands, die ja für einen Verbleib bei Großbritannien eintreten, zufrieden mit Majors Aussagen waren, schäumten die Katholiken vor Wut, die einen Anschluss mit der Republik Irland anstreben.
    Die Katholiken Nordirlands werfen Major vor, dass er stets neue Bedingungen für einen Eintritt Chin-Fans in die Friedensverhandlungen stelle und es so der IRA unmöglich mache, einen von allen ersehnten Waffenstillstand zu erklären.
    Auch der irische Premierminister Bruton war über die Major-Aussagen verärgert.
    Vereinbart ist ja ein Hand-in-Hand-Gehen Großbritanniens und Irlands bei der Suche nach Frieden in Nordirland.
    Treffen zwischen dem britischen Premier John Major und John Bruton, Irlands Regierungschef, Thema Waffenstillstand in Nordirland.
    Von diesem Gipfeltreffen hat Ernst Gelex berichtet.
    Zu einem anderen Gipfeltreffen.
    Ohne Frankreich und Deutschland geht in Europa politisch gar nichts.
    Beide Länder, einst Erzfeinde, waren die Initiatoren für den Bau eines gemeinsamen Europa.
    Der verstorbene François Mitterrand und Helmut Kohl haben immer sehr darauf geachtet, dass der andere in der Europapolitik nicht zu viel Übergewicht bekommt.
    Umso bedeutender ist es, wenn beide Länder jetzt an einem Strang ziehen.
    Und das haben sich Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl auch für heute vorgenommen.
    Beim 68. deutsch-französischen Spitzentreffen in Nürnberg wollen sie den vielen Zweiflern beweisen, dass der Motor des Tandems Deutschland-Frankreich nicht ins Stocken geraten ist.
    Zuletzt hatten die beiden europäischen Opinion-Leader unterschiedliche Meinungen über die Stabilitätskriterien für eine Währungsunion gehabt.
    Heute wird erwartet, dass sie eine gemeinsame europapolitische Erklärung abgeben.
    Aus Nürnberg, Paul Schulmeister.
    Wenige Dutzend Meter vom berühmten Nürnberger Christkindlmarkt entfernt haben Bundeskanzler Kohl und der französische Staatspräsident Chirac am späten Vormittag mit dem Abschreiten der militärischen Ehrenformationen den Auftakt für die 68. deutsch-französischen Konsultationen gesetzt.
    Sie sind diesmal alles andere als Routine.
    Massive Sicherheitsvorkehrungen, ein großes Minister- und Medienaufgebot, gereizte Nervosität in den Begleitkommentaren aus Bonn und Paris.
    Das alles zeigt, dass es diesmal um sehr viel geht.
    Vier Tage vor dem EU-Gipfel in Dublin wollen Bundeskanzler Kohl und der französische Präsident Chirac versuchen, zunächst ihre eigenen Differenzen auszuräumen, bevor es in Europa weitergehen kann.
    Auch für ihren Nürnberger Gipfel gilt ohne Gleichklang im deutsch-französischen Tandem kein EU-Fortschritt.
    Und gerade Chirac braucht ihn dringend.
    Über Frankreich braut sich eine antieuropäische und sozialpolitische Gewitterform zusammen.
    Hier in Nürnberg will Bundeskanzler Kohl sicherstellen, dass es wegen des Streits um den Stabilitätspakt für die Währungsunion beim Dabliner Gipfel nicht zu einem Eklat kommt.
    Außenminister Kinkel verbreitet Zweckoptimismus über die wichtigsten Prinzipien des von Deutschland gewünschten Strafmechanismus
    Gegen künftige Haushaltshünder werde man bis Freitag einig werden.
    Im Klartext, der entscheidende Rest könnte ins nächste Jahr verschoben werden.
    Paris dagegen macht Druck und verlangt von Bonn schon jetzt ein klares Nachgeben bei den Stabilitätsvorstellungen.
    Für Frankreich kommt eine an Zahlen fixierte Geldbußenautomatik, wie sie der deutsche Finanzminister Weigl für die Währungsunion fordert.
    schon mit Rücksicht auf die eigene traditionelle Souveränitätsvorstellung nicht in Frage.
    Erst recht nicht angesichts der wachsenden antideutschen Stimmung in Teilen des Pariser Regierungslagers.
    Doch auch Bundeskanzler Kohl muss auf die euro-kritische Stimmung in der deutschen Öffentlichkeit und die Stabilitätsmaßgaben im Maastricht-Urteil des Bundesverfassungsgerichtshofes von 1993 Rücksicht nehmen.
    Ziemlich isoliert in Europa wird Deutschland letztlich zum Euro-Kompromiss gezwungen sein, doch Kohls Handlungsspielraum ist klein.
    Bonn ist zwar bereit, dem französischen Wunsch nach Einrichtung eines informellen Stabilitätsrates der EU-Wirtschafts- und Finanzminister entgegenzukommen, aber dieser Rat dürfe die unabhängige Europäische Zentralbank nicht unterminieren.
    Bonn ist auch bei vielen gemeinsamen Rüstungsprojekten trotz leerer Kassen zu Konzessionen an Frankreich bereit,
    zum Beispiel bei einem gemeinsamen Beobachtungssatelliten.
    Kohl kann sich inzwischen sogar die Aufnahme eines auch von Frankreich gewünschten eigenen Beschäftigungskapitels in den Maastricht-II-Vertrag vorstellen.
    Fest steht außerdem schon jetzt eine gemeinsame Initiative zur Verbrechensbekämpfung, die Kohl und Chirac am späten Nachmittag der Presse vorstellen werden.
    Europol soll schrittweise zu einer operativen Polizeibehörde aufgewertet werden.
    Doch entscheidend bleibt die derzeit noch fragliche Annäherung beim Währungstabilitätspakt.
    Der wichtige Nürnberger Gipfel wird zeigen, ob die Bonner Sorgen über Chiracs Durchhaltevermögen jenseits aller Beteuerungen über eine behauptete deutsch-französische Einmütigkeit nicht doch gerechtfertigt sind.
    Paul Schulmeister vom Treffen, Kohl, Chirac, es geht vor allem um die Währungsunion.
    Nach Italien.
    Antonio Di Pietro ist für viele Italiener noch immer ein Volksheld.
    Er gilt als eine Symbolfigur im Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft, in Italien bis in höchste Kreise verbreitete Phänomene.
    Als Staatsanwalt hatte Di Pietro einige Skandale aufgedeckt und die Verflechtung von Staat und Mafia aufgezeigt.
    Jetzt schlägt das Imperium zurück.
    Bereits dreimal musste sich Di Pietro vor Gericht verantworten und wurde ebenso oft von allen Vorwürfen freigesprochen.
    Jetzt droht dem ehemaligen Bautenminister, der aufgrund der Vorwürfe aus dem Amt gegangen ist, wieder ein Gerichtsverfahren.
    Erpressung wird ihm angelastet.
    Der Ex-Korruptionsjäger ist zum Gejagten geworden.
    Di Pietro spricht von Lüge, Komplott und Vendetta, während die Polizei in einer aufsehenerregenden Aktion Beweise gegen ihn sucht.
    Aus Rom, Reinhard Frauscher.
    Was rund um Antonio Di Pietro derzeit geschieht, ist nur mehr als Kesseltreiben zu bezeichnen.
    Eines, das die immer latenten Zweifel am Funktionieren der italienischen Justiz nicht gerade verringert.
    Am vergangenen Freitag haben 300 Beamte an insgesamt 68 Stellen in ganz Italien Hausdurchsuchungen vorgenommen.
    Mehr als in jeder Aktion gegen die Mafia der letzten Jahrzehnte.
    Es wurde aber nur nach Belastungsmaterial gegen Di Pietro gesucht.
    Am Samstag hat die Generalstaatsanwaltschaft in Rom entschieden, dass sich die Pietro vor dem obersten Kriminalgericht des Landes verantworten muss gegen den Vorwurf der Zeugenbeeinflussung in einem Korruptionsprozess.
    Insgesamt liegen 170 Anzeigen gegen die Pietro vor, alle von Opfern seiner Ermittlungen in seiner Zeit als Untersuchungsrichter.
    Gravierender für die Pietro sind aber derzeit die Ermittlungen von Amtswegen.
    Die Staatsanwaltschaft von Brescia ermittelt zum vierten Mal nach drei erfolglosen Versuchen gegen die Pietro wegen des Verdachts der passiven Bestechung.
    Grundlage dafür sind diesmal Aussagen im derzeit größten laufenden Korruptionsskandal, jenem in La Spezia.
    Dort spielt der Finanzier und Geschäftsmann Pier Francesco Pagini Battaglia, eine der trübsten Figuren im Netzwerk römischer Korruption, die Hauptrolle.
    In abgehörten Telefonaten rühmte er sich, von die Pietro seiner Zeit nur deswegen verschont worden zu sein, weil er ihn bestochen habe.
    Pacini Battaglia hat zwar inzwischen zugegeben, dass er diese Konversation für die amtlichen Lauscher am Telefon getan habe, um die Untersuchungen gegen sich in eine andere Richtung zu drehen.
    Für die Staatsanwaltschaft in Brescia aber sind diese Aussagen trotzdem die Hauptgrundlage für die umfangreichsten Ermittlungen, die je gegen einen Mitglied der italienischen Justiz unternommen wurden.
    Antonio Di Petro hat allerdings auch selbst zur Verunsicherung der Öffentlichkeit ein bisschen beigetragen.
    Sehr spät, erst gestern, meldete er sich mit einem Fax an eine Agentur, während er sich in einer Berghütte versteckt hielt.
    In dem Schreiben bezeichnete er die Vorwürfe gegen ihn als Witz.
    Die Aussagen des Belastungszeugen Pacini Battaglia seien eine vulgäre Lüge.
    Das Ganze die ekelhafte Rache jener Leute, die er früher ins Gefängnis gebracht habe.
    Er habe Gegenanzeige eingebracht.
    Und so sehen es auch seine Freunde und Verteidiger.
    In seinem Heimatort Kunio bei Mailand gab es gestern Abend einen Fackelzug für ihn.
    Sein ehemaliger Chef, der Leiter des Pool Saubere Hände in Mailand, Oberstaatsanwalt Borelli, nannte die Vorwürfe verworfene Lügen, die die Pietro mit Sicherheit entkräften werde.
    In der Politik fand sich allerdings nur mehr ein Verteidiger für Di Pietro, der Chef der regierenden Linksdemokraten, da Lema glaubt, dass Di Pietro unschuldig ist.
    In der ganzen völlig unübersichtlichen Affäre steht derzeit nur eines fest.
    Italien hat seine Vergangenheit, die der Korruption und der Intrigen auf allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung, noch lange nicht überwunden.
    Im Gegenteil.
    Die Selbstreinigungskräfte, für die Antonio Di Pietro bis heute das Symbol war, scheinen nun den Preis für ihren Mut zahlen zu müssen.
    12.22 Uhr zu Österreich-Themen im Mittagsjournal.
    Heute beraten die Parteigremien der SPÖ.
    Es geht um das künftige Verhältnis der Sozialdemokraten zu den Freiheitlichen, um das Positionspapier zur Sicherheitspolitik, das Bundeskanzler Wranitzki und Nationalratspräsident Fischer schon vorgestellt haben, aber auch um die Verhandlungsposition der SPÖ im morgigen Landesverteidigungsausschuss.
    Dort soll der von Verteidigungsminister Fasslabend geplante Kauf von Panzern für das österreichische Bundesheer abgesegnet werden.
    Thomas Langpaul informiert.
    Der Verteidigungsminister will einen Großteil des Panzerbestandes des Heeres erneuern.
    Zum einen sollen 200 Radpanzer vom Typ Bandur und 110 Schützenpanzer vom Typ Eskort angeschafft werden.
    Beide Typen würden bei der österreichischen Firma Steyr in Auftrag gegeben.
    Zum anderen will Fasslabend aber auch 114 gebrauchte Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 aus den Niederlanden kaufen.
    Und dagegen regt sich Widerstand, zumindest in Teilen der SPÖ.
    Klubobmann Peter Kostelka argumentiert etwa, der vom Verteidigungsministerium angegebene Preis von 2,3 bis 2,5 Milliarden Schilling stimme nicht.
    Der tatsächliche Systempreis liege weit darüber.
    Im Übrigen sei unklar so Kostelka, ob Österreich überhaupt gerade diese Panzer so dringend brauche.
    Ende der Vorwoche hat die SPÖ dann einen Fragenkatalog zum Leopard erstellt.
    Man will von Verteidigungsminister Fasslabend etwa wissen, in welchem Zustand die Panzer aus den 80er Jahren seien und welche Folgekosten sich aus der Anschaffung allenfalls ergeben könnten.
    Einen Streitpunkt innerhalb der Koalition sieht etwa auch Nationalratspräsident Heinz Fischer in dieser Frage.
    Die Skepsis des Nationalratspräsidenten und des Klubobmannes wird aber offenbar nicht überall in der SPÖ im selben Ausmaß geteilt.
    Und deshalb konnte Verteidigungsminister Fasslabend auch schon vor zwei Wochen sagen, der Panzerkauf sei mit dem Koalitionspartner abgesprochen.
    SPÖ-Wehrsprecher Anton Gahl meinte noch am Freitag, es gäbe kein eindeutiges Ja, aber auch kein eindeutiges Nein.
    Eine Zustimmung der SPÖ zu den Panzerkäufen werde es aber auf jeden Fall nur nach Vorliegen eines umfassenden Konzeptes für die Panzertruppen geben, hieß es heute in der SPÖ.
    Falls man sich im Parteipräsidium nicht auf eine Linie einigen kann, gibt es am Nachmittag noch im Bundesparteivorstand der SPÖ Gelegenheit zur Debatte.
    Parteivorstandssitzung der SPÖ heute Nachmittag.
    Die Sozialdemokraten legen heute ihre Verhandlungslinie für den morgigen Landesverteidigungsausschuss bereit.
    Morgen geht es um den Ankauf von Panzern für das österreichische Bundesheer.
    Roadpricing und Krankenschein auf Chipkarte sind zwei wesentliche Bereiche, die auf den Konsumenten demnächst zukommen werden.
    Bei beiden Neuerungen werden Daten gespeichert und daher stellt sich für den Datenschutzrat die Frage, wie man den Konsumenten vor Missbräuchen schützen kann.
    Der Datenschutzrat beschäftigt sich heute im Bundeskanzleramt mit diesen Neuerungen, Franz Simbürger berichtet.
    Die sogenannte kilometerabhängige elektronische Maut für Lastkraftwagen, also das Roadpricing für LKW und die sogenannte MedCard für Grundwehrdiener stehen heute auf der Tagesordnung des Datenschutzrates.
    Zum LKW-Roadpricing gibt es ja bereits einen fertigen Plan, den der Verfassungsdienst und eine Projektgruppe gemeinsam entwickelt haben.
    Schlussfolgerung dieser Überlegungen, Roadpricing über eine wiederaufladbare anonyme Wertkarte ist mit dem Datenschutz ohne weiteres vereinbar.
    Das Projekt sieht vor, dass diese Wertkarten im Vorhinein gekauft werden und dann eben bei jeder Fahrt über Mautstrecken von der Karte abgebucht wird.
    Kunden, die mittels normaler Kreditkarte bezahlen, verzichten dann freiwillig auf die Anonymität.
    Als Ergänzung zur Wertkarte notwendig ist eine sogenannte Board Unit, also ein elektronisches Lesegerät im Fahrzeug.
    Mittels Funk kann dann die Mautgebühr sogar je nach Straßenabschnitt und Verkehrsbelastung unterschiedlich hoch gestaltet werden.
    und die zurückgelegte Strecke soll nach diesem Projekt über elektronische Kontakte in der Fahrbahn oder mit Hilfe von Lichtschranken gemessen werden.
    Die Elektronik ermöglicht allerdings auch die Abfrage des Autokennzeichens, wenn jemand versucht, eine Mautstrecke ohne Bezahlen zu benutzen oder wenn ein Fehler in der Bordelektronik auftritt.
    Auf der Chipkarte können die letzten 50 mautpflichtigen Fahrten gespeichert werden und falls nötig kann der Lenker sich ein Fahrtenprotokoll ausdrucken lassen.
    Zweites Thema der heutigen Datenschutzratssitzung, die Gesundheitschipkarte für Präsenzdiener.
    Da soll im Frühjahr in Wien ein Versuch gestartet werden, bei dem Präsenzdiener bei Antritt des Grundwehrdienstes eine Chipkarte mit ihren medizinischen Daten ausgehändigt bekommen.
    Später soll es diese Chipkarte dann schon nach der Stellungsuntersuchung geben und die Präsenzdiener sollen die Karte auch nach dem Militärdienst weiterverwenden.
    Zum Schutz der Daten gegen Missbrauch sind eine Reihe von Sicherungen vorgesehen, etwa, dass medizinische Daten und persönliche Daten getrennt gespeichert werden, dass nur bestimmte Personen vollen Zugang zu den gespeicherten Informationen erhalten und dass jedenfalls ein Zugriff auf die Daten der Chipkarte nur mit Zustimmung des Karteninhabers erlaubt ist.
    Die Bundesheer-Chipkarte wird nicht als Probelauf für die ja ebenfalls schon diskutierte allgemeine Chipkarte zum Ersatz des Krankenscheines verstanden, auch wenn später eine Kombination mit dieser Chipkarte möglich sein soll.
    Der Datenschutzrat wird sich heute die beiden Projekte genau ansehen und die Argumente ihrer Befürworter anhören, sagt der Vorsitzende des Rates, Walter Strutzenberger.
    Eine Entscheidung der Datenschützer über die beiden Projekte ist für heute aber nicht zu erwarten.
    Roadpricing und Chipkarte statt Krankenstein.
    Der Datenschutzrat beschäftigt sich heute mit diesen Bereichen.
    Missbräuche sollen verhindert werden, Franz Simbürger hat berichtet.
    Bildung Compact 1996 heißt eine Studie, die die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, die OECD, heute veröffentlicht.
    Darin werden die Bildungssysteme der OECD-Staaten verglichen.
    Als Basis dienen Zahlen der Jahre 1993 bis 1995.
    Das für Österreich erfreulichste Ergebnis der Untersuchung – Österreich liegt bei der Qualität der Ausbildung im internationalen Spitzenfeld.
    Gisela Hopfmüller mit Details.
    Österreichs Schüler sind spitze, in mehrfacher Hinsicht, wie die OECD-Studie zeigt.
    Etwa bei einem Vergleich der Leistungen 13- bis 14-Jähriger in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern finden sich österreichische Schüler unter den besten 10 von insgesamt 26 Ländern.
    Platz 5 in den Naturwissenschaften und Platz 7 in Mathematik lautet das Ergebnis konkret.
    Absolute Weltspitze sind übrigens die 14-jährigen Ostasiaten.
    Die sind dem OECD-Durchschnitt in Mathematikum mehr als zwei Klassenstufen voraus.
    Spitzenwerte erreicht Österreich im OECD-Vergleich aber auch bei der Arbeitszeit der Schüler.
    14-Jährige sitzen bei uns pro Jahr mehr als 1.000 Stunden in der Schule.
    Der OECD-Schnitt liegt bei 935 Stunden.
    Der nächste österreichische Rekordwert in der Studie betrifft die Überwachung des Lernfortschrittes.
    Da wurde der Volksschulbereich verglichen.
    60 Prozent der österreichischen Volksschüler werden durchschnittlich jede Woche einmal leistungsmäßig überprüft.
    In anderen Ländern betrifft das lediglich zwischen 3 und 27 Prozent der Kinder.
    Die OECD-Studie weist Österreich auch als das Land mit dem besten Zahlenverhältnis Lehrer-Schüler aus.
    Bei uns betreut etwa ein Volksschullehrer durchschnittlich 11 Schüler.
    In Deutschland, England oder Irland etwa liegt das Verhältnis bei 20 zu 1.
    In österreichischen Hauptschulen und höheren Lehranstalten kommt ein Lehrer auf etwa 8 Schüler.
    In den anderen Ländern liegt in den vergleichbaren Schulstufen die Bandbreite zwischen 8 und 45 Schüler.
    Die OECD-Studie räumt auch auf mit der Meinung, dass Österreichs Lehrerschaft überaltert sei.
    Österreichische Lehrer sind nämlich im Schnitt zehn Jahre jünger als ihre Kollegen in den anderen OECD-Ländern.
    In Österreich liegt der Anteil der Lehrer unter 30 bei 21 Prozent, dagegen etwa in Schweden bei nur 6 Prozent.
    Zwischen 50 und 60 Jahre alt ist bei uns jeder zehnte Lehrer.
    In Schweden, um bei diesem Vergleichsland zu bleiben, mehr als ein Drittel.
    Die Arbeitszeit der Lehrer ist etwas niedriger, das Einkommen höher, vor allem im höheren Dienstalter als im OECD-Durchschnitt.
    Insgesamt rangiert Österreich bei den Bildungsausgaben mit 5,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Mittelfeld der OECD-Länder.
    Bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Schüler und Studenten liegen wir allerdings auf Platz drei.
    Nur die USA und die Schweiz lassen sich die Bildung ihrer Jugend noch mehr kosten.
    Gisela Hopfmüller über eine OECD-Studie zum Schulsystem Österreich schneidet dabei sehr gut ab.
    Eine internationale Eingreiftruppe, die die Heimkehr der ruandesischen Flüchtlinge aus Zaire sichern soll, wird immer unwahrscheinlicher, nachdem rund eine halbe Million Hutus mittlerweile nach Ruanda zurückgekehrt sind.
    Rund 700.000 Flüchtlinge aus Tansania sollen in den nächsten Wochen folgen.
    Der Schwerpunkt soll daher jetzt wieder bei der Wiedereingliederung und der humanitären Hilfe für die Heimkehrer liegen.
    Gestern Abend sind zwei Mitarbeiter der österreichischen Caritas von einer Erkundungsmission aus Ruanda zurückgekommen.
    Heute haben sie in Wien eine neue Hilfsaktion für Zentralafrika präsentiert, Helmut Opletal berichtet.
    Frieden für Ruanda nennt sich die Caritas-Aktion, die in den nächsten Tagen starten soll.
    So wie schon einmal vor zweieinhalb Jahren wird Niki Lauda wieder selbst ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Zentralafrika pilotieren.
    Sie sollen vor allem jenen 500.000 Flüchtlingen zugute kommen, die seit drei Wochen nach Ruanda zurückgeströmt sind.
    Sie sind zu Ihrem Großteil in Ihren Heimatgemeinden bereits angekommen.
    Was Sie mit sich gebracht haben, ist eigentlich nur ein Bündel mit Ihrem persönlichen Habe, Ihre Kinder an der Hand und Sie stehen vor dem Nichts.
    Wenn Sie Ihr Haus vorfinden, dann ist es in den meisten Fällen zerstört oder es wohnen andere Leute darin.
    In den Fällen, wo andere Leute darin wohnen,
    das Haus binnen 14 Tagen verlassen.
    Das war ein Beschluss der ruandesischen Regierung.
    Die Caritas hat hier jetzt die große Aufgabe, den Leuten eine neue Lebensgrundlage zu bieten.
    Sie bekommen Hilfslieferungen, Hilfsmaterial, Baumaterial zur Verfügung gestellt, mit dem sie sich einer Existenz aufbauen können.
    berichtete Elisabeth Czerny, die Ruanda-Referentin der Caritas.
    Doch es geht auch um Programme zur Versöhnung zwischen heimkehrenden Hutus und Tutsis, meint der zukünftige Auslandsgeneralsekretär Franz Karl Brüller.
    Das größte Problem in dieser Aktion ist nicht so sehr die materielle Versorgung dieser Menschen, sondern dass wir ihnen eine tatsächliche Gemeinschaftsbildung
    eine Integration in ihre Gemeinden ermöglichen, dass wir hier dafür sorgen, dass Menschen wieder gemeinsam miteinander leben können nach den schrecklichen Ereignissen von 94.
    Und das ist ein ganz wichtiger Aspekt unserer Arbeit.
    Brüller lässt dabei auch durchklingen, dass die Zusammenarbeit mit der jetzt von Tuzis geführten ruandischen Regierung nicht ganz unproblematisch ist.
    Ich würde sagen, die derzeitige Situation ist eine von
    sagen wir, sachlicher Korrektheit geprägte Situation.
    Wir sind nicht besonders innig mit der Regierung, aber sie legt uns andererseits auch keine großen Hindernisse in den Weg.
    So befürchtet auch die Caritas könnten wieder zunehmen, nachdem die Regierung in Tansania angekündigt hat, dass bis zum 30.
    Dezember auch alle dort lebenden 700.000 Hutu-Flüchtlinge in ihre Heimat zurück sollen.
    Und um rund eine halbe Million Flüchtlinge, die noch immer im Osten Saires leben, spiele sich im Moment eine von der Welt unbeachtete Tragödie ab.
    Gleichzeitig droht der Konflikt, die ganze Region zu erfassen.
    Wir sehen also hier ein ungeheures Unsicherheitspotenzial, das sich rapide entwickelt, das große Probleme für die gesamte Region bringen wird und uns wahrscheinlich noch
    auf lange Zeit beschäftigen wird.
    Wir haben einen positiven Ansatz jetzt in Ruanda mit der Rückkehr und der Wiedereingliederung, aber in den anderen Gebieten besteht durchaus Grund zur Sorge und hier hoffen wir, dass die internationale Gemeinschaft die nötige Entschlossenheit, die nötige Energie
    und auch die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen wird und haben wird, um hier eine ganz große Katastrophe und einen Zusammenbruch der Ordnung und Stabilität in diesem Bereich Afrikas verhindern kann.
    Sagt Franz Karl Brüller von der Caritas, Frieden für Ruanda.
    Unter diesem Titel startet die Caritas ein Wiederaufbauprogramm für rückkehrende Flüchtlinge in der Krisenregion.
    Den heutigen Wirtschaftsblog beginnen wir mit einem Bericht über ein traditionsreiches österreichisches Unternehmen, das für ganz Österreich von Bedeutung ist.
    Der börsennotierte Föst Alpine Stahlkonzern ist weiterhin im Aufwärtstrend, wenn auch mit verlangsamtem Tempo.
    Zugleich gibt es Anzeichen dafür, dass das Tief der vergangenen Monate in der europäischen Stahlindustrie zumindest in Teilbereichen überwunden sein könnte.
    Trotzdem hält der Voest Stahlkonzern an seinem Ertragssteigerungsprogramm fest, das noch Einsparungen von einer halben Milliarde Schilling vorsieht.
    Dies geht aus einem heute veröffentlichten Aktionärsbrief des Unternehmens hervor.
    Werner Hofer berichtet.
    Das Jahr 1995 hatte für die Voest Albine Stahl AG mit ihren rund 15.000 Beschäftigten mit einem Überschuss von drei Milliarden Schilling das bisher beste Ergebnis gebracht.
    Der vor allem im zweiten Quartal des heutigen Jahres einsetzende Abwärtstrend in der europäischen Stahlindustrie ließ die Erwartungen für heuer von vornherein schrumpfen.
    Tatsächlich zeigt sich in den ersten drei Quartalen des heutigen Jahres zwar eine positive Entwicklung, wenn auch deutlich verlangsamt gegenüber dem Vergleichszeitraum 95.
    Dazu eine Zahl.
    Der Umsatz des Föst Stahlkonzerns lag heuer in den ersten neun Monaten bei 23,6 Milliarden Schilling.
    Der vergleichbare Umsatz des vergangenen Jahres war um 2 Milliarden Schilling höher.
    Ausdrücklich wird im jetzigen Aktionärsbrief aber vor Hochrechnungen auf das Jahresergebnis gewarnt.
    Dies sei aufgrund der raschen Preis- und Mengenveränderungen problematisch, heißt es.
    Trotzdem sind es gerade Mengen und Preise, die derzeit bei der Voest Albine Stahl AG Anlass zur Hoffnung geben, dass die Talsohle durchschritten ist.
    Was wiederum, da ja die Stahlindustrie Zulieferer für viele konjunkturelle Schlüsselbranchen ist, Signalwirkung haben könnte.
    In Teilbereichen ziehen die Preise an, vor allem aber bei der Nachfrage gibt es Aufwärtstendenzen.
    Dazu der Aktionärsbrief wörtlich, für das zweite Halbjahr ist mit einem insgesamt deutlich positiven, wenn auch klar unter dem ersten Halbjahr liegenden Ergebnis zu rechnen.
    Planmäßig entwickelt sich die Umsetzung des Ertragssteigerungs- und Sicherungsprogramms, das der Konzern derzeit laufen hat.
    Wie vorgesehen konnten von 1993 bis zum 30.
    September des heutigen Jahres
    Einsparungen von fast 3 Milliarden Schilling realisiert werden.
    Laut Programm sind weitere Einsparungen von einer halben Milliarde Schilling geplant.
    Dies sei also das Management mit hoher Wahrscheinlichkeit realisierbar.
    Und ebenfalls im Plan ist der Föst Albine Stahlkonzern bei den Investitionen, wobei hier für die Jahre 1996 bis 1998 ein Gesamtvolumen von 11 Milliarden Schilling vorgesehen ist.
    Ende 1997 wird unter anderem im Kaltbreitbandbereich in Linz eine neue Anlage in Betrieb gehen.
    Und in Donauwitz sind umfangreiche Umweltinvestitionen zur weiteren Reduktion der Staubemissionen in Realisierung.
    Die trotz Verlangsamung positive Entwicklung schlägt sich, so ist im Aktionärsbrief nachzulesen, auch bei der Vöstalpine Stahlaktie nieder.
    Sie konnte sich sowohl im Verhältnis zum österreichischen Fließhandelsindex als auch zum Index der europäischen bzw.
    der amerikanischen Stahlunternehmen in den ersten neun Monaten des heutigen Jahres nach oben absetzen.
    Die Talsohle in der Stahlkonjunktur ist erreicht, es soll wieder bergauf gehen, hört man vom Vöstalpine Stahlkonzern.
    Die Globalisierung ist wohl eines der in der letzten Zeit am häufigsten diskutierten Schlagworte unter Wirtschaftstheoretikern und Politikern.
    Es geht dabei im Wesentlichen um die immer stärker werdende internationale Arbeitsteilung und zwar nicht nur über Ländergrenzen hinweg, sondern quer über die Kontinente.
    Ob das mehr Vorteile oder Nachteile bringt, darüber gibt es je nach Betrachtungsweise unterschiedliche Meinungen.
    Das WIFO hat sich in einer Studie eingehender mit der internationalen Globalisierung beschäftigt und die Schlüsse daraus für Österreich gezogen.
    Die Schlussfolgerung, wir haben bisher von der Globalisierung profitiert.
    Ob das so bleibt, daran wird allerdings gezweifelt.
    Christian Hunger mit Detail.
    Bisher hat sich im Zusammenhang mit der internationalen Globalisierung eines herausgestellt.
    Die einfache Produktion von Gütern wird dorthin verlagert, wo die Arbeitskräfte billig sind.
    Die Kernbereiche eines international agierenden Unternehmens bleiben aber eher im Mutterland der Konzerne.
    Dazu zählen wertschöpfungsintensive Bereiche wie das Spitzenmanagement, Planung, Forschung und Entwicklung sowie qualitativ hochwertige Fertigung.
    Für Dr. Franz Hahn vom Wirtschaftsforschungsinstitut ergibt sich daraus die Schlussfolgerung.
    Alle beteiligten Länder profitieren mit großer Wahrscheinlichkeit von der Globalisierung, jedoch sie profitieren unterschiedlich stark.
    Es gibt relative Globalisierungsgewinner und relative Globalisierungsverlierer.
    Unter nicht unplausiblen Rahmenbedingungen ist es auch möglich, dass ein Land sogar absolut durch die Globalisierung verliert.
    Österreich ist bisher mit der Globalisierung nicht schlecht gefahren.
    Problematischer als die Globalisierung scheint hierzulande aber die Provinzialisierung zu sein, zitiert der Wirtschaftsforscher Hahn seinen WIFO-Chef Helmut Kramer.
    Österreich hat bisher sowohl zu den absoluten als auch relativen Globalisierungsgewinnen gezählt.
    Unser Land wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft zu der Gruppe der absoluten Globalisierungsgewinne gehören.
    Ob Österreich auch zu jenen Ländern gehören wird, die auch weiterhin relativ stärker von Globalisierung und Internationalisierung profitieren als andere vergleichbare Industrieländer, scheint allerdings zu gegebenen Zeitpunkt weniger wahrscheinlich.
    Da scheinen Länder wie die Schweiz, die Niederlande, Schweden, aber auch Finnland in einer besseren Ausgangssituation zu sein.
    Grund dafür sind die unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen.
    In der Schweiz und Schweden beispielsweise sind eben jene Multikonzerne beheimatet, die über ein weltweites Firmennetz verfügen, während die österreichischen Großunternehmen im internationalen Vergleich eher zu den kleinen zählen.
    Außerdem entscheidend für die Produktivität eines Unternehmens ist dann noch, so die Wirtschaftswissenschaftler, das Eigentumverhältnis eines globalisierten Unternehmens.
    Wenige Großaktionäre, so wie es in Europa üblich ist, haben ein längerfristiges Interesse am Unternehmensbestand und wirken sich somit positiv auf die Produktivität aus, als eine Vielzahl von Eigentümern in Form von Kleinaktionären.
    In Frankreich, Deutschland und Österreich sind die Mehrheit der börsennotierten Unternehmen im Besitz von Aktionären, die mehr als ein Viertel des Aktienkapitals halten und somit Garant für eine gewisse Stabilität sind.
    Noch zählen wir zu den Globalisierungsgewinnen.
    Die Provinzialisierung ist bei uns eher das Problem, meint das WIFO.
    Bei uns sind die Betriebe zu klein.
    Um die Globalisierung der Wirtschaft und deren Folgen ist es heute Vormittag auch bei einer Pressekonferenz des Meinungsforschungsinstituts Market gegangen.
    Ernst Leinisch informiert.
    Die zentrale Frage bei dieser Veranstaltung, gibt es tatsächlich die viel diskutierte Globalisierungsfalle oder ist es ganz simpel eine Wohlstandsfalle?
    Universitätsprofessor Friedrich Reutmeier ist der Ansicht, dass die Globalisierung der Wirtschaft nicht das Kernproblem der schlechten Wirtschaftsentwicklung in den Industriestaaten darstellt.
    Und er führt auch ein Beispiel an.
    Während in Europa die Konjunktur nur schleppend anspringt, geht es in den USA steil bergauf.
    Der Grund dafür?
    Die Amerikaner haben sich schnell auf den schärferen, weltweiten Wettbewerb umgestellt und sind bereit, darauf zu reagieren.
    In Europa hingegen sei man zu passiv.
    Hier wollen die meisten liebgewonnene Angewohnheiten auch in der Wirtschaft nicht aufgeben.
    Umlernen ist also die Devise.
    Reutmeier meint, nur lebenslanges Lernen und nicht das Ausrasten auf erworbenem Wissen kann in einer dynamischen Wirtschaftswelt zum Erfolg führen.
    Denn waren früher billige Arbeitsplätze Hauptgrund für die Aussiedelung von Betrieben in den fernen Osten, so ist dort jetzt auch schon Qualitätsarbeit zu bekommen.
    Einziger Vorsprung der westlichen Welt bleibt also das Know-how.
    Und daran muss täglich gearbeitet werden.
    Die Globalisierungsfalle ist demnach eine Wohlstandsfalle, meint Universitätsprofessor Reutmeier.
    Unter dem Titel Daheim in Europa bieten die EU-Kommission und das Parlament ab sofort eine europaweite Anlaufstelle für alle Fragen im Zusammenhang mit der Europäischen Union.
    Ähnlich wie beim Europatelefon der Bundesregierung kann jeder unter der Telefonnummer 06 60 68 11 Fragen stellen und Informationsbroschüren anfordern.
    Klaus Webhofer.
    Mit dem Image der europäischen Institutionen ist es oft nicht zum Besten gestellt.
    Für viele Menschen ist Brüssel das Synonym für einen bürokratischen Molloch.
    Das muss geändert werden, hat sich wohl die EU-Kommission gedacht und gemeinsam mit dem Europaparlament die bisher weitreichendste Informationskampagne über die Rechte der EU-Bürger gestartet.
    Name der Aktion?
    Daheim in Europa.
    EU-Kommissär Franz Fischler erklärt, worum es den Brüsseler Strategen geht.
    Etwas, was ich schon immer eigentlich von mir aus etwas kritisiert habe, nämlich, dass wenn ich heute als Bürger ein Problem habe oder ein Anliegen, weiß ich eigentlich nicht, wo ist da Europa?
    Wen kann ich konkret ansprechen?
    Auf diese Frage soll diese Aktion eine Antwort geben.
    Zum Zweiten, glaube ich, ist es ungeheuer wichtig, dass mehr Wir-Gefühl entsteht, auch im Zusammenhang mit Europa.
    Die Bürgernähe wird also bei dieser Informationsoffensive ganz groß geschrieben.
    Unter der Servicetelefonnummer 0660 6811 kann ab sofort jedermann Broschüren und Merkblätter anfordern über Studien und Arbeitsbedingungen in einem anderen Mitgliedstaat.
    über Pensions- und Krankenversicherungsregelungen.
    Kurz über all jene Dinge, die beachtet werden sollten, wenn man in ein anderes EU-Land zieht.
    Aber selbst wenn einem ganz spezielle Fragen quälen, die nicht in den einschlägigen Unterlagen beantwortet werden, werde man zuverlässig von einem Experten zurückgerufen, versichern die Initiatoren.
    Die Info-Hotline erinnert sehr an die Informationskampagne der Bundesregierung.
    Und dass Brüssel da offenbar eine österreichische Idee aufgegriffen hat, freut EU-Staatssekretär Karl Schlögl besonders.
    Die Fragen, die die Österreicher bezüglich der EU haben, sind vielfältig.
    Es wird ein breites Feld von Anfragen, meistens geht es um Information, es geht aber auch darum, dass sie einfach Dinge, die ihnen nicht passen, kritisieren und aufzeigen.
    Die jetzigen Themen, die besonders stark sind, sind Themen Sicherheitspolitik, Arbeitsplätze und Euro.
    Noch vor Weihnachten wird die Inseraten-Kampagne in ganz Österreich anlaufen.
    Kostenpunkt der gesamten Aktion 5 Millionen Schilling.
    Bezahlt wird sie von der EU-Kommission.
    Übrigens, jedes Mitgliedsland konnte für die Kampagne einen eigenen Namen wählen.
    Während die Österreicher den heimeligen Titel «Daheim in Europa» wählten, geben es die Deutschen etwas nüchterner.
    Dort heißt die Aktion schlicht «Bürger Europas».
    Noch einmal die Telefonnummer, unter der Sie die EU-Kampagne daheim in Europa erreichen können 06 60 68 11.
    Ist Ihnen vom Weihnachtseinkauf Geld übrig geblieben, das Sie jetzt anlegen wollen?
    Da haben Sie es nicht leicht.
    Denn Sparen zahlt sich immer weniger aus.
    Ab heute haben die meisten Großbanken neuerlich die Sparzinsen gesenkt, nämlich die für länger gebundene Guthaben.
    So bekommt man für ein Sparbuch mit drei Jahren Laufzeit nur mehr 3,75% Zinsen, um ein Viertelprozent weniger als bisher.
    Nach Alternativen zum Sparbüchel hat sich Josef Schweizer umgeschaut.
    Wer ein normales Sparbuch hat, der sollte sich schleunigst um andere Anlageformen umschauen.
    Für täglich fällige Guthaben bekommt man nur mal 1,5%, bei einer Inflationsrate von 2% ein klares Verlustgeschäft.
    Wer sich mit den länger gebundenen Sparbüchern oder mit Bausparen nicht zufrieden gibt, dem bieten sich die neuen rennende Finanzmärkte an.
    Die Investmentfonds.
    Das sind Gesellschaften, die das Geld ihrer Anleger investieren und dabei nach ganz bestimmten Richtlinien vorgehen.
    Da ist für jeden was dabei, je nach Risikofreude und Interessen kann man sein Geld in Anleihen, Aktien, Währungen, Immobilien oder auch in Spekulationen mit Rohstoffen stecken.
    Der Vorteil des Fonds, das Kapital wird in mehrere verschiedene Firmen, Wertpapiere oder Objekte investiert, damit verringert sich das Risiko eines Totalausfalls.
    Ein weiteres Plus, jeder Fonds beschäftigt eigene Manager, die sich ausschließlich um die Wertsteigerung der Fondsanteile kümmern.
    Man muss also selber kein Profi sein.
    Die Nachteile, das Angebot an Fonds ist mittlerweile fast unüberschaubar geworden und die Nebenkosten wie Gebühren und Aufschläge sind beachtlich.
    Aber vielleicht wäre jetzt auch einmal Zeit, an die Altersvorsorge zu denken.
    Die staatliche Pension steht auf immer wackeligeren Beinen, Eigenvorsorge wird immer wichtiger.
    Eine private Renten- oder Pensionsversicherung bringt trotz Sparpaket immer noch Steuervorteile.
    So sind die Erträge aus einer Rentenversicherung von der Einkommensteuer befreit.
    Und die Prämien können als Sonderausgaben von der Lohnsteuer abgezogen werden, wenn auch nicht mehr in dem Ausmaß wie früher.
    Auch der Einmalerlag für eine Lebensversicherung, also die Einzahlung eines größeren Geldbetrags in einem Stück, ist noch immer eine interessante Anlageform.
    Voraussetzung ist allerdings, dass man sein Geld mindestens 10 Jahre lang nicht braucht.
    Dann lockt eine Rendite von jährlich 7% Kapitalertrags- und Einkommenssteuer frei.
    Doch Vorsicht, wer sein Geld früher braucht, den bestraft der Fiskus.
    Dann werden 11% Versicherungssteuer und zusätzlich Einkommenssteuer für die bis dahin erzielten Gewinne fällig.
    Das ist eine Folge des Sparbakets, das zur Jahresmitte für solche Lebensversicherungen zugeschlagen hat.
    In zehn Jahren wird, wenn alles nach Plan läuft, der Euro den Schilling abgelöst haben.
    Um seine Ersparnisse braucht man deswegen nicht zu fürchten.
    Die Guthaben werden zu einem fixen Satz in Euro umgerechnet.
    Auch Pensionen und Renten werden dann in entsprechenden Euro-Beträgen ausgezahlt.
    Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, für den bieten einige Banken erste Produkte an.
    So hat die Bank Austria den EuroQuattro aufgelegt.
    Das ist ein Anleihe-Mix aus Schilling, D-Mark, französischen Fraun und Holland-Gulden.
    Und die Raiffeisenbank NÖ Wien gibt eine Schilling Euro Anleihe aus, bei der man vor dem Übergang auf Euro aussteigen kann.
    Jetzt dein Tipp für heute Abend.
    Ich muss den Eltern, nicht nur meinen Eltern, überhaupt der ersten Generation, genauso beschuldigen wie die österreichische Gesellschaft, dass sie nicht daran gedacht haben, dass irgendwann mal die Kinder hier auf die Welt kommen.
    Und diese Kinder halt hier.
    ihr Leben verbringen müssen.
    50.000 Migranten-Kinder leben in Wien.
    Die meisten sind dem Gesetz nach Österreicher, auch wenn sie nicht immer wie Einheimische behandelt werden.
    Die zweite Generation der Zuwanderer fühlt sich aber auch als Vermittler zwischen zwei Kulturen.
    Diese Sache mit den zwei Stühlen ist eigentlich eine wundervolle Sache.
    Es ist ein Reichtum, zwei Sprachen zu sprechen.
    Es ist, beide Kulturen zu kennen.
    Von beiden Mentalitäten etwas zu haben.
    Nur, diese zwei Seiten versuchen dich jeweils auf die andere Seite einzuordnen.
    Manchmal denke ich mir wirklich, ohne die Zweite Generation gäbe es keine Integration.
    Weil die Zweite Generation sind die Einzigen, die wissen, wie die andere Seite denkt.
    Egal welche Seite nun.
    Zwischen zwei Stühlen.
    Cornelia Krebs zeichnet das Porträt der Zweiten Generation.
    Journal Panorama, 18.20 Uhr, Österreich 1.
    Nach vielen Jahren der Bühnenabsenz startet der vielseitige Künstler Ernst Fuchs wieder eine Opernproduktion aus.
    Mozarts zweiaktige Oper, die Zauberflöte, die kommenden Donnerstag in der Wiener Stadthalle Premiere hat, soll bis zum Jahr 2004 in ganz Europa auf Tournee gehen.
    Susanne Bruckner berichtet.
    Es ist also ein gigantisches Unternehmen.
    Und jetzt sehe ich es zum ersten Mal zusammengebaut und es ist für mich auch eine große Überraschung, weil ich es nur in Teilen bisher gesehen habe.
    Ein gigantisches Unternehmen, an dem eine dreijährige Vorbereitungsphase vorangegangen ist.
    Im September des Vorjahres gab es dann eine zehntägige Computersimulation, um die Durchführbarkeit der Bühnenbildtechnik zu überprüfen.
    Seit vergangenem Montag wird das sieben Tonnen schwere Bühnenbild in der Stadthalle nun installiert.
    Ich habe große Bedenken gehabt, weil ich hier alle Hallen
    besucht habe, in denen gespielt wird, und die sind alle so mehr oder weniger wie die Wiener Stadthalle.
    Da habe ich mir gedacht, na, was mache ich da?
    Wie kann man hier eine so anspruchsvolle Zauberoper inszenieren?
    Das geht doch nur, wenn man sich davon absentiert, wenn man also ein eigenes Haus mitbringt, in dem alles drinnen ist.
    Dieses Haus ist eine zwölf Meter hohe Goldkuppel mit einem Durchmesser von 22 Metern.
    Sie lässt sich nach Bedarf öffnen und schließen, drehen und partiell verschieben, sodass sich die Szenen ohne zwingende Pause mit dem Fluss der Handlung verändern können.
    Ein in sich geschlossenes System mit einem komplizierten Hydrauliksystem im Inneren.
    wie ein Puzzle, wo ein Teil ins andere passt, sodass man tatsächlich sowohl die Transportprobleme, die Aufbauprobleme und die Spielbarkeit nach einem einzigen Schlüssel durchführen kann.
    Gemeinsam mit Regisseur Giuliano Montaldo soll eine Mischung aus Grand Opera und filmähnlicher Inszenierung gefunden werden, ohne dass die Intimität der Szene verloren geht.
    Die Interpretation eines alten Textes und einer Musik, die ja für sich schon folkloristisch wirkt auf uns, wer kennt die Zauberflöte nicht, hat in jeder Generation andere Deutungen erfahren.
    Und mir war klar, dass bisher das Komische
    dominiert hat und die Thematik der Zauberflöte, ihre esoterische oder okkulte Seite immer vernachlässigt wurde.
    Und so habe ich mich also im Besonderen darauf konzentriert, diese Dimension zusammen natürlich mit dem Regisseur Montaldo herauszuarbeiten.
    Leuchtende Farben waren dem Maler besonders bei den Kostümen wichtig.
    Auf der Bühne dominiert die Farbe Gold, Sonnenkult als Metapher für die Dominanz des geistigen Lichts.
    Sowohl Bühnenbild als auch Kostüme sind ägyptisch geprägt.
    Musikalisch wird die Produktion von Ralf Weikert geleitet und zu hören sind unter anderem Pater Bucholaze, Herbert Lippert und Angela Maria Blasi-Pamina der Salzburger Festspielinszenierung von Jean Pierre Ponell.
    In Wien ist die Produktion bis 17.
    Dezember sechsmal zu sehen.
    Nächste Station ist München.
    Die Produktion ist bereits bis ins Jahr 2004 ausgebucht.
    Ich hab mich auch gestaunt, dass mein Konzept überhaupt verwirklichbar ist.
    Und jetzt...
    müssen wir noch ordentlich beleuchten lernen, denn das ist hier in der Stadthalle die größte Kunst, Beschallung und Beleuchtung.
    Da jetzt eben eine Zauberoper zu installieren, das ist an sich schon eine Zauberei.
    Premiere von Mozart's Die Zauberflöte in den Bühnenbildern von Ernst Fuchs ist kommenden Donnerstag.
    Zum Abschluss Schlagzeilen, die ich Ihnen präsentiere.
    Die Genesung von Bundespräsident Klestil macht Fortschritte.
    Nach eigenen Angaben fühlt sich der Bundespräsident bereits sehr viel besser.
    Am Vormittag empfing Klestil Vizekanzler Schüssel zu einem einstündigen Gespräch.
    Die Qualität der Ausbildung an österreichischen Schulen liegt international im Spitzenfeld.
    Das zeigt eine neue Studie der OECD, der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.
    Das Nachrichtenmagazin Profil hat einen neuen Herausgeber.
    Chefredakteur Josef Fozzi wird den Posten übernehmen, der seit der Kündigung von Hubertus Tschernin Ende April vakant war.
    Und das Wetter heute Nachmittag.
    In den Niederungen oft Hochnebel, sonst wechselnd bewölkt, sonnig vor allem in den Teilen Ober- und Niederösterreichs sowie in der Obersteiermark.
    Kräftiger Südostwind, die Temperaturen meist zwischen minus drei und plus zwei Grad.
    Das war das Mittagschanal.
    Technik Wolfgang Fahner, Regie Hans-Christian Scheidt und am Mikrofon verabschiedet sich Werner Heritsch.
    Auf Wiederhören.

    Beiträge dieses Journals

    Nachrichten
    Mitwirkende: Schubert, Georg [Sprecher/in] , Haider, Edgard [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wetter
    Mitwirkende: Kartas, Herbert [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Natur ; Klima und Wetter ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Serbien: Weitere Demonstrationen in Vorbereitung
    In Serbien hat das oberste Gericht die Annulierung der Kommunalwahlen durch die Regierung für rechtens erklärt. Die Opposition spricht vom Ende des Rechtsstaates. Die Protestrufe gegen Slobodan Milosevic werden dennoch immer lauter. Der Druck aus dem Ausland steigert sich ebenfalls. Mittlerweile haben sich auch die Gewerkschaften mit dem Oppositionsbündnis solidarisch erklärt.
    Mitwirkende: Opra, Zoran
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Ort: Belgrad
    Schlagworte: Politik ; Demonstration ; Widerstand ; Justiz und Rechtswesen ; Wahlen ; Regierung ; Opposition ; Diplomatie ; Außenpolitik ; Arbeitnehmerverbände ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Serbien und Montenegro
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Vorbericht auf Nordirland-Gespräche
    In London soll ein Gipfeltreffen zwischen dem britischen Premierminister John Major und dem irisichen Regierungschef John Bruton stattfinden. Hauptthema bei den Gesprächen ist der Nordirlandkonflikt. Die IRA wird Gerüchten zur Folge erstmals keinen Weihnachtsfrieden verkünden.
    Mitwirkende: Gelegs, Ernst [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Ort: London
    Schlagworte: Politik ; Regierung ; Verhandlung ; Terror ; Krisen und Konflikte ; Religion ; Opposition ; Außenpolitik ; Diplomatie ; Friede ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Deutsch-französischer Gipfel in Nürnberg
    Frankreich und Deutschland waren die Motoren für den Bau eines gemeinsamen Europas bzw. einer EU. Präsident Chirac und Bundeskanzler Helmut Kohl treffen zum 68. deutsch-französischen Gipfeltreffen zusammen. Man will Einigkeit demonstrieren. Eine gemeinsame europapolitische Erklärung wird erwartet.
    Mitwirkende: Schulmeister, Paul [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Ort: Nürnberg
    Schlagworte: Politik ; Regierung ; Verhandlung ; EU ; Wirtschaftspolitik ; Diplomatie ; Außenpolitik ; Finanzpolitik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Bundesrepublik Deutschland ; Frankreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wieder Vorwürfe gegen Di Pietro
    Der italienische Volksheld Antonio Di Pietro galt als Symbolfigur gegen Korruption und Vetternwirtschaft. Mittlerweile musste sich Di Pietro bereits dreimal selbst vor Gericht verantworten. Er wurde jedesmal von allen Vorwürfen freigesprochen. Nun wird ihm Erpressung vorgeworfen. Er wird erneut angeklagt.
    Mitwirkende: Pfeifer, Andreas [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Straftaten ; Justiz und Rechtswesen ; Exekutive ; Skandal ; Bauen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Italien
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    SPÖ-Vorstand legt Linie für morgigen Verteidigungsausschuss fest
    Die Parteiengremien der SPÖ beraten über das künftige Verhältnis der Sozialdemokraten zu den Freiheitlichen. Weiters geht es um das Positionspapier zur Sicherheitspolitik und um die SPÖ-Verhandlungsposition im kommenden Verteidigungsausschuss. Es geht um den Kauf von Panzern für das österreichische Bundesheer.
    Mitwirkende: Langpaul, Thomas [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Parteien / SPÖ ; Sicherheit ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Industrie ; Parteien / ÖVP ; Parteien / FPÖ ; Regierung ; Konferenz ; Verhandlung ; Militär ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Datenschutzrat zu Roadpricing und Chip-Karten
    Sowohl das Roadpricing als auch der Krankenschein auf Chipkarte kommen auf den Konsumenten in Zukunft zu. Bei beiden Neuerungen werden Daten gespeichert. Der Datenschutzrat berät wie man den Konsumenten vor Mißbrauch schützen kann.
    Mitwirkende: Simbürger, Franz [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Sicherheit ; Justiz und Rechtswesen ; Verkehr ; Soziales ; Diskussion ; Vorschau ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Österreichs Schülerqualität im OECD-Vergleich
    Eine neue Studie heißt "Bildung kompakt 1996" der OECD. Dabei werden die Bildungssysteme verglichen. Österreich liegt bei der Qualität der Ausbildung im internationalen Spitzenfeld.
    Mitwirkende: Hopfmüller, Gisela [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Bildung ; Bildung und Schulwesen ; Bildungspolitik ; Rückblick ; Kinder und Jugend ; Internationale Organisationen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Pressekonferenz der Caritas zu Ruanda
    Die Einsetzung einer internationalen Einsatztruppe zur Sicherung der Heimkehr der ruandesischen Flüchtling aus Zaire wird immer unwahrscheinlicher. Eine halbe Milion Hutus sind mittlerweile selbstständig zurückgekehrt. Der Schwerpunkt soll bei der Wiedereingliederung und humanitären Hilfe für die Rückkehrer liegen. Zwei Mitarbeiter der österreichischen Caritas haben einen Überblick gegeben. Einblendung: Ruandareferentin Caritas Elisabeth Cerny, Einblendung: Auslandsgeneralsekretär in spe Caritas Franz Karl Prüller.
    Mitwirkende: Opletal, Helmut [Gestaltung] , Cerny, Elisabeth [Interviewte/r] , Prüller, Franz Karl [Interviewte/r]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Krisen und Konflikte ; Soziales ; Asyl ; Migration ; Pressekonferenz ; Sozialhilfe ; Minderheiten ; Ethnie ; Tod ; Regierung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Ruanda ; Demokratische Republik Kongo
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    VÖEST-Stahlkonjunkturbericht
    Der börsennotierte VOEST-Alpine-Stahlkonzern ist im Aufwärtstrend. Das Tief der europäischen Stahlindustrie könnte bald überwunden sein. Der VOEST-Stahlkonzern hält an seinem Ertragssteigerungsprogramm fest und will Einsparungen von 500 Millionen Schuilling vornehmen.
    Mitwirkende: Hofer, Werner [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Wirtschaft ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Finanzpolitik ; Wirtschaftspolitik ; Industrie ; Rückblick ; Vorschau ; Handwerk und Gewerbe ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Globalisierung in Österreich
    Das Phänomen Globalisierung wird öffentlich intensiv diskutiert. Das WIFO hat sich in einer Studie diesem Thema gewidmet. Demnach hat Österreich bisher von der Globalisierung profitiert. Einblendung: WIFO Franz Hahn.
    Mitwirkende: Hunger, Christian [Gestaltung] , Hahn, Franz [Interviewte/r]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Politik Österreich ; Wirtschaft ; Handwerk und Gewerbe ; Industrie ; EU ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Finanzpolitik ; Wirtschaftspolitik ; Industrieländer ; Entwicklungsländer ; Pressekonferenz ; Arbeitsbedingungen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Globalisierungs- oder Wohlstandsfalle?
    Bei einer Pressekonferenz des Meinungsforschungsinstituts Market ging es um die Globalisierung der Wirtschaft und deren Folgen.
    Mitwirkende: Weinisch, Ernst [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Wirtschaft ; Bildung und Schulwesen ; Wirtschaftspolitik ; Handwerk und Gewerbe ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Finanzpolitik ; Arbeitsbedingungen ; Arbeitslosigkeit ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Präsentation Europa-Bürgerinformation
    Die EU-Kommission und das EU-Parlament bieten unter dem Titel "Daheim in Europa" eine europaweite Anlaufstelle für alle Fragen im Zusammenhang mit der EU an. Interview: EU-Kommissär Franz Fischler, Interview: EU-Staatssekretär Karl Schlögl.
    Mitwirkende: Webhofer, Klaus [Gestaltung] , Fischler, Franz [Interviewte/r] , Schlögl, Karl [Interviewte/r]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; EU ; Regierung ; Werbung ; Parlament ; Interview ; Parteien / SPÖ ; Parteien / ÖVP ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Zinsen- und Anlagetipps
    Das Sparen zahlt sich immer weniger aus. Die meisten Großbanken haben neuerlich die Sparzinsen für längergebundene Guthaben. Eine Übersicht über die alternativen Sparformen.
    Mitwirkende: Schweinzer, Josef [Gestaltung]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Wirtschaft ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Handwerk und Gewerbe ; Reportage ; Finanzpolitik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Trailer Journal-Panorama (Zuwanderer der 2. Generation)
    Hinweis auf die Sendung "Journal Panorama" betreffend der Situation der zweiten Generation der Einwanderer. Interview: diverse anonyme jugendliche Immigranten.
    Mitwirkende: Anonym, Immigrant [Interviewte/r]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Migration ; Asyl ; Kinder und Jugend ; Reportage ; Vorschau ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Zauberflöte in der Wiener Stadthalle
    Der Künstler Ernst Fuchs startet mit der "Zauberflöte" eine Opernproduktion. Die Produktion hat in der Stadthalle Premiere und soll in ganz Europa auf Tournee gehen. Interview: Künstler Ernst Fuchs.
    Mitwirkende: Bruckner, Susanne [Gestaltung] , Fuchs, Ernst [Interviewte/r]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Ort: Wien, Stadthalle
    Schlagworte: Kultur ; Vokalmusik - Oper ; Interview ; Vorschau ; Kulturveranstaltung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Bundesland / Wien
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Kurzmeldungen
    Mitwirkende: Schubert, Georg [Sprecher/in]
    Datum: 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten

    Katalogzettel

    Titel Mittagsjournal 1996.12.09
    Spieldauer 00:56:00
    Mitwirkende Herics, Werner [Moderation]
    ORF [Produzent]
    Datum 1996.12.09 [Sendedatum]
    Schlagworte Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt
    20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ audio
    Format DAT [DAT-Kassette]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, jm-961209_k02
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Gesamtwerk/Reihe Mittagsjournal

    Information

    Inhalt

    Nachrichten

    Verortung in der digitalen Sammlung

    Schlagworte

    Gesellschaft , Radiosendung-Mitschnitt