Alma Motzko-Seitz hält eine Wahlrede für die Wiener Landtagswahl 1932

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    Titel Alma Motzko-Seitz hält eine Wahlrede für die Wiener Landtagswahl 1932
    Spieldauer 00:02:57
    Mitwirkende Motzko, Alma [Redner/in] [GND]
    Datum 1932.04.01 [Aufnahmedatum]
    Ort Wien, Katholische Frauenorganisation für die Erzdiözese Wien [Ortsbezug]
    Schlagworte Politik Österreich ; Reden und Ansprachen ; Wahlen ; Parteien - historisch / CS ; römisch - katholische Kirche ; Konservative ; Unveröffentlichte Eigenaufnahme der Österreichischen Mediathek
    Örtliche Einordnung Bundesland / Wien
    20. Jahrhundert - 30er Jahre
    Typ audio
    Format TKA [Tonband auf Kern (AEG)]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, 10-11441_b04
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.

    Bild: CC BY-SA 3.0 AT. Österreichische Mediathek 2015.

    Information

    Inhalt

    In dieser Aufnahme hält Alma Motzko-Seitz, von 1918–1934 christlichsoziale Stadträtin, bis 1935 Präsidentin der Katholischen Frauenorganisation für die Erzdiözese Wien und ab 1937 Mitglied der Vaterländischen Front, eine Wahlrede zur Wiener Landtagswahl 1932. Alma Motzko-Seitz war eine der wenigen Frauen in politischen Ämtern der Ersten Republik, ihre Schwerpunkte lagen in sozial- und frauenpolitischen Themen, wobei sie Frauenrechte im Sinne einer "gottgegebenen" Geschlechterdichotomie propagierte. Die Präsidentschaft der katholischen Frauenorganisation Wien, die bis zu ihrer Auflösung 1938 in der Wollzeile 7 ihren Sitz hatte, musste Motzko-Seitz 1935 zurücklegen, aufgrund ihrer für die katholische Kirche und Kardinal Innitzer zu kritischen Haltung.

    In dieser Rede appelliert sie an die Frauen, Wien vor dem Untergang zu bewahren und ruft zum "Sturm gegen den Rathaus-Bolschewismus" auf. Die Ursache sozialer Missstände sieht sie in der sozialdemokratischen Verwaltung und kritisiert vor allem, dass Arbeit und Wohnungen nur mit rotem Parteibuch zu bekommen seien. Die Landtagswahlen vom 24. April 1932 in Wien, Niederösterreich und Salzburg hatten insofern wesentliche politische Bedeutung, als dadurch erstmals Nationalsozialisten in demokratische Vertretungskörper kamen.

    Die Wahlrede von Alma Motzko-Seitz und jene von Adelheid Popp (Sozialdemokratische Partei) sind die einzigen Tonaufnahmen österreichischer Politikerinnen während der Ersten Republik.

    Sammlungsgeschichte

    Sammlung Frühe historische Tonaufnahmen