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Teil der Sammlung Franz Hiesel
Schmidt, Heiner (Erzähler) ; Schermuly, Ralf (Kleist) ; Kuster, Annemarie (Henriette) ; Ahner, Helmut (Riebsch) ; Brumby, Eva (Frau Riebisch) ; Borsche, Dieter (Hardenberg) ; Bantzer, Christoph (Gruner) ; Heising, Günther (Grollhammer) ; Schumacher, Werner (Stimming) ; Baltus, Gerd (Vogel) ; Sprenger, Wolf-Dietrich (Hitzig) ; Schade, Doris (Marie) ; Heesters, Nicole (Ulrike) ; Kraeft, Volkert (Fouqué) ; Rehberg, Hans Michael (Peguilhen)Teil der Sammlung Franz Hiesel
In seinem Hörspiel untersucht der DDR-Autor die Bedingungen, die den Dichter Heinrich von Kleist im Herbst 1811 in den Freitod trieben. Aus fiktiven und echten Aussagen von Betroffenen und Beteiligten rekonstruiert er Vorgänge, die im preußischen Berlin zum "Fall Kleist" wurden. Eine Zeitungsnotiz über den Freitod des Dichters erregt Aufsehen in dem durch die napoleonische Besetzung gelähmten Lande und veranlaßt den König, Zensur zu verhängen. Kleist wird posthum als Wahnsinniger diffamiert und dem Selbstmord damit die politische Spitze genommen. "Nur wenn verhindert wird", schreibt Kunert, "daß die Klassiker zu dekorativen Denkmälern erstarren, bleiben sie Verbündete in jenem Kampf, der nie endet: der um die Menschlichkeit geht, um die Vermenschlichung einer Spezies, deren Befangenheit sich selber gegenüber so mächtig ist, daß sie sich dieser kaum noch bewußt wird."