Friedhofslinie

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Katalogzettel

Titel Friedhofslinie
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Mándy, Iván [GND]
Fritsch, Götz [Regie] [GND]
Barylli, Gabriel [Sprecher/in] [GND]
Stepanek, Elisabeth [Sprecher/in] [GND]
Mittendrein, Georg [Sprecher/in] [GND]
Merkatz, Karl [Sprecher/in] [GND]
Laimböck, Adolf [Sprecher/in] [GND]
Weninger, Charlotte [Sprecher/in]
Schalkhammer, Barbara [Sprecher/in]
Baumrucker, Doris [Sprecher/in]
Süddeutscher Rundfunk [Produzent]
Datum 1981.05.03 [Erst-Sendedatum]
1981 [Produktionsdatum]
Schlagworte Literatur ; Hörspiel ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung]
Signatur 9-24458

Information

Inhalt

Teil der Sammlung Franz Hiesel
Barylli, Gabriel (Janosch); Stepanek, Elisabeth (Gisi); Mittendrein, Georg (Geza Kardosch); Merkatz, Karl (Halmosch); Laimböck, Adolf (Vater Schachticz); Weninger, Charlotte (Die Mutter); Schalkhammer, Barbara (Die Tochter); Baumrucker, Doris (ferner:); Justin, Elisabeth; Schöttner, Rotraud; Fritsch, Herbert; Steinmüller, Franz; Thost, Bruno
Pfeilkreuzler nannten sich die ungarischen Faschisten in den dreißiger und vierziger Jahren. Im Oktober 1944 mit Hilfe der deutschen Besatzungstruppen an die Macht gekommen, übten sie in Ungarn blutigen Terror aus. Iván Mándys Hörspiel "Friedhofslinie" versetzt den Hörer in diese Zeit. Der junge Schriftsteller Janosch hält sich in einer von seinem Freund vermittelten Wohnung versteckt. In dieser vereinsamten, verdunkelten Wohnung beginnen Angst und Mißtrauen mehr und mehr seine Wahrnehmungen und seine Gedanken zu beherrschen. Jedes Geräusch im Treppenhaus wird zum Signal für die drohende Entdeckung, und auch innerhalb der Wohnung lösen das Bett, der Tisch, der Schrank, das ganze verlassene Mobiliar, peinigende Erinnerungen aus an diejenigen, die weg mußten oder gar abgeholt wurden. Die Panik, in die Janosch gerät, teilt sich dem Hörer auf beklemmende Weise mit. Iván Mándy, 1918 in Budapest geboren, gilt mit seinem Alltag und Traum, profane Wirklichkeit und Visionen verbindenden, dabei oft die Grenze des Surrealen streifenden Romanen und Erzählungen als einer der originellsten und eigenwilligsten Schriftsteller seines Landes. Iván Mándy ist auch als erfolgreicher Kinderbuchautor hervorgetreten. Für sein literarisches Werk erhielt er den AttilaJózsef-Preis. Das Hörspiel "Friedhofslinie" wurde mit dem "Preis der Kritiker" ausgezeichnet.