Der Maulkorb

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Am Marktplatz einer Kleinstadt hat sich Skandalöses zugetragen: Jemand hat nächtens der ehrwürdigen Statue des Landesfürsten einen Maulkorb umgehängt. Staatsanwalt von Treskowitsch wird damit beauftragt, den „Majestätsbeleidiger“ zu finden. Verdächtige gibt es viele, noch dazu, wo die jüngste Rede des Landesherrn die Gemüter bewegt. Aber wer würde sich schon einen derart peinlichen Scherz erlauben? Der Zuschauer erkennt es bald: Alle Indizien weisen darauf hin, daß Treskowitsch selbst …
Die Justizkomödie „Der Maulkorb“ aus dem vom Autor beschriebenen rheinländischen Umfeld des wilhelminischen Deutschen Reiches in eine südösterreichische Landeshauptstadt der k. u. k. Monarchie zu verlegen, soll dem Publikum heute und hierzulande eine Schiene zur spontanen Annäherung an einen im Original – vor allem bei den Volkstypen – für unser Ohr eher exotisch klingenden Text legen. Majestätsbeleidigung und deren strafrechtliche Folgen – am paradoxen Beispiel der Personalunion von Strafverfolger und Täter der Lächerlichkeit preisgegeben – ist heute kein Gegenstand öffentlicher Erregung mehr. Jedoch ist die groteske Verstrickung eines bislang überaus korrekten Staatsbeamten, von der Tücke des Zufalls heimgesucht, zweifellos ein Stoff für eine gesellschaftskritische Komödie von bleibender Gültigkeit.