Liebe Jelena

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Katalogzettel

Titel Liebe Jelena
Titelzusatz "Liebe Jelena Sergejewna" (1980) Theaterstück von Ljudmila Rasumoskaja
Mitschnitt des Wiener Volkstheaters für interne Dokumentationszwecke
Spieldauer 01:45:00
Urheber/innen Rasumoskaja, Ljudmila [Text]
Mitwirkende Rasumoskaja, Ljudmila [Text]
Rödel, Susanne [Übersetzer/in/Dolmetscher/in]
Gruber, Peter [Inszenierung] [GND]
Rischer, Rudolf [Bühnenbild] [GND]
Birke, Susanne [Mitarbeiter/in]
Stadler, Krista [Darsteller/in]
Morzé, Petra [Darsteller/in] [GND]
Föttinger, Herbert [Darsteller/in] [GND]
Schlager, Andreas [Darsteller/in]
Obonya, Cornelius [Darsteller/in] [GND]
Volkstheater Wien [Produzent]
Datum 1990.10.21 [Erstaufführung]
Ort Wien, Volkstheater [Ort der Aufführung]
Schlagworte Theater ; Literatur ; Kultur ; Drama ; Publizierte und vervielfältigte Aufnahme
Örtliche Einordnung Bundesland / Wien
Österreich
Sowjetunion
Russland
20. Jahrhundert - 90er Jahre
Typ video
Format ISO-Image [von-DVD]
DFFLV [Dateiformat: FLV]
DVD [DVD]
Sprache Deutsch
Signatur Österreichische Mediathek, 12-13457_k02, 12-13457, 12-13457 12-13457
Medienart FLV-Videodatei

Information

Inhalt

Von der Verführung einer Karriere um jeden Preis und von der Verweigerung korrupter Mittel erzählt das Stück „Liebe Jelena“ der aus Lettland stammenden sowjetischen Dramatikerin Ljudmila Rasumowskaja.
Was wie eine nette Geburtstagsüberraschung beginnt, entwickelt sich zur handfesten Erpressung, bei der freilich Täter und Opfer nur dem oberflächlichen Anschein nach eindeutig zu unterscheiden sind. Denn in einem gesellschaftlichen System, in dem der obrigkeitliche Autoritätsdruck über Auslese- und Studienzulassungsverfahren gleichermaßen unerträglich auf Lehrern wie Schülern lastet und ansonsten alle Entwicklung stagniert, haben Fluchtburgen des erzieherischen Idealismus keinen Bestand. Der Gegendruck der Jugend, die, um die selbstgestaltete Zukunft geprellt, ihre Verzweiflung in gewalttätige Rebellion umsetzt, macht auf drastische Weise das Versagen eines solch autoritären, erstarrten Schulsystems deutlich: Mehr noch als der physische Schmerz schockiert die Lehrerin die Erkenntnis, daß vor ihren Augen ihr ganzes pädagogisches System zusammenbricht. Nichts hat sie von ihren Idealen und ethischen Wertvorstellungen den Schülern vermitteln können. Die sind – übrigens ganz im Marxschen Sinne – von einer Umwelt geprägt, in der sozialistische Ideale längst der Realität von Korruption, Lüge und Heuchelei gewichen sind, und geraten, alleingelassen, in den Sog faschistoider Gewalttätigkeit. Immerhin, Jelena hat Glück: zu verschieden ist das Kleeblatt. Wo der eine scheinbar kaltblütig plant, brechen bei anderen schließlich doch Skrupel hervor.
Bei aller Lokalbezogenheit der Kritik erreicht „Liebe Jelena“ trotzdem seinen Zuschauer hier, der genug Anlaß hat, eigene Schlüsse zu ziehen – schließlich ist in dem Stück von den Idealen der sechziger Jahre die Rede, die verflogen sind und der Jugend heute kaum mehr etwas bedeuten.

Sammlungsgeschichte

Sammlung Volkstheater

Art der Aufnahme

Theatermitschnitte

Technische Anmerkungen

Videodigitalisierung an der Österreichischen Mediathek

Verortung in der digitalen Sammlung

Schlagworte

Theater , Literatur , Kultur , Drama , Publizierte und vervielfältigte Aufnahme

Teil der Sammlung

Sammlung Volkstheater