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Inhalt
Krista Stadler (Leonarda), Erni Mangold (Francesca), Julia Gschnitzer (Faustina), Renate Holm (Virginia), Brigitte Antonius (Curradi), Doris Weiner (Ida), Daniela Graf (Ardilia), Elisabeth Gassner (Albertina), Renate Olarova (Ero), Gabriele Hift (Adelina), Angelika Welzl (Santina), Inge Maux (Annina), Marianne Gerzner (Tripolina), Gerda Prott (Alte), Franziska Sztavjanik (Mädchen), Inge Altenburger (Nonne)
[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] Der Mythos von der Großen mediterranen Mutter, einst eine mächtige Herrscherin, weil sie als alleinige Erzeugerin des Lebens galt, ist für Lina Wertmüller von anhaltender Faszination. Aus dieser Quelle nähren sich ihre Phantasien, daß die weibliche Vitalität die Fesseln der patriarchalischen Ordnung auch wieder abschütteln könnte, um eine "Harmonie der Unordnung" zu etablieren.
Leonarda, verwurzelt in archaischer Kultur, wehrt sich gegen die Ausgeburt des herrschenden Zweckrationalismus, der die Söhne in den Krieg schickt; wehrt sich mit magisch-mythischen Ritualen, um den einzigen überlebenden Sohn (nach 12 Totgeburten) zu retten: sie mordet ihre drei besten Freundinnen — opfert Leben für Leben: zärtlicher Todesengel, der der Wiedergeburt ein Tor aufzustoßen vermeint; eine Mörderin als Widerstandskämpferin in einer irrwitzigen Welt: der „verrückte“ Widerstand der Machtlosen. Ein drastisches, heiteres, wütendes Stück ohne Lösungen; eine wahre, schockierende Geschichte aber auch über das Leben von Frauen, über Liebe, Magie und über Mutterschaft.
Die Inszenierung wurde nach einem vorgegebenen Konzept von den Mitwirkenden fertiggestellt.
Sammlungsgeschichte
Sammlung Volkstheater
Art der Aufnahme
Theatermitschnitte
Technische Anmerkungen
Videodigitalisierung an der Österreichischen Mediathek