Mittagsjournal 1996.04.25

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    Rechtliches

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    Mittagsjournal.
    Zu einer Stunde Mittagsinformation begrüßt Sie Ursula Stenzel.
    Kurz die Schlagzeilen zu den von uns geplanten Themen.
    Vor dem Hintergrund des Sparpakets der konservativ-liberalen Koalition in Bonn finden heute Gehaltsverhandlungen im öffentlichen Dienst statt.
    Die Fronten sind verhärtet, die Arbeitnehmer fordern 4,5 Prozent mehr, die Arbeitgeber wollen eine Nulllohnrunde.
    Russlands Präsident Yeltsin konnte die chinesische Führung nicht für eine Teilnahme an einem internationalen Atomteststopp gewinnen.
    Dafür unterstützt China Russlands Widerstand gegen eine NATO-Osterweiterung.
    Der Schießkrieg im Libanon hält an martialische Begleitmusik im israelischen Wahlkampf.
    Vor- oder Nachteile für Israels Ministerpräsident Peres.
    Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl kommen in der Ukraine noch immer verseuchte Nahrungsmittel auf den Markt.
    Und Bundeskanzler Wranitzki warnt davor, die EU-Ambitionen der Slowakei als Druckmittel für eine Änderung der Menschenrechtssituation in diesem Land zu verwenden.
    Der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Michael Sika, berichtet über die Öffnung des ersten geheimen Waffenlagers der Amerikaner bei Lofa.
    Und die Kulturredaktion berichtet über das Programm der Wiener Festwochen, das heute vorgestellt wurde, und bringt eine Vorschau auf die Welturaufführung von Schlafes Bruder, der ersten Oper des Vorarlbergers Herbert Willi, nach Motiven des Erfolgsromans von Robert Schneider am Zürcher Opernhaus.
    Doch zunächst zu den Nachrichten, redigiert von Christian Werschütz, gelesen von Josef Wenzel-Natek.
    Deutschland.
    In Bonn sind die Gespräche über das Sparpaket abgeschlossen worden.
    Die Spitzen der Koalitionsparteien einigten sich auf Einsparungen von umgerechnet 175 Milliarden Schilling für das Budget 1997 sowie auf weitere Kürzungen im Sozialbereich.
    Insgesamt sollen 350 Milliarden Schilling eingespart werden.
    Die deutsche Regierung will trotz der Gewerkschaftsproteste die Lohnfortzahlungen für Kranke und den Kündigungsschutz einschränken.
    Außerdem soll die geplante Erhöhung des Kindergeldes verschoben werden.
    Am Nachmittag werden die Fraktionen der Regierungsparteien in getrennten Sitzungen das Sparpaket beschließen.
    In Stuttgart haben die Gehaltsverhandlungen für die etwa 3,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst begonnen.
    Die Gewerkschaft lehnt die von der Regierung geforderte Null-Lohn-Runde kategorisch ab und droht mit Streik.
    Die deutschen Beamtenvertreter verlangen eine Gehaltserhöhung um 4,5 Prozent.
    Das hat die Regierung als realitätsfremd zurückgewiesen.
    Türkei.
    Wegen der Regierungskrise ist die für heute in Ankara geplante Kabinettssitzung abgesagt worden.
    Das Verhältnis der Koalitionspartner, der Mutterlandspartei unter Ministerpräsident Yilmaz und der Partei des rechten Weges unter Tansu Ciller hat sich gestern massiv verschlechtert.
    Grund dafür ist die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission, die sich mit schweren Korruptionsvorwürfen gegen Ciller befassen soll.
    Für die Bildung dieser Kommission stimmten auch Abgeordnete von Cillers Koalitionspartner.
    China.
    Die chinesische Führung ist bereit, über einen weltweiten Atomteststopp zu verhandeln.
    Das hat der russische Präsident Yeltsin nach einem Treffen mit Staats- und Parteichef Jiang Zemin in Peking bekannt gegeben.
    Einen derartigen Vertrag haben Russland und die Westmächte vor wenigen Tagen bei einem Giffertreffen in Moskau vorgeschlagen.
    Demnach sollte ein weltweites Atomtestverbot mit Jahresende in Kraft treten.
    Bis dahin dürfte China allerdings noch mindestens zwei Atomtests durchführen.
    Österreich.
    Außenminister Schlüssel kommt zu einem eintägigen Besuch in die Slowakei.
    Er wird in Pressburg mit Staatspräsident Kovac und Außenminister Schenk zusammentreffen.
    Ein Gespräch mit Ministerpräsident Medziar ist nicht geplant.
    Hauptthemen sind der angestrebte EU-Beitritt der Slowakei, die NATO-Osterweiterung und die Friedensmission in Bosnien.
    Außerdem werden der Zustand der slowakischen Atomkraftwerke sowie die Zusammenarbeit der Flughäfen Wien-Schwechat und Pressburg zur Sprache kommen.
    Bereits vor dem Besuch, sagte Schüssel, für einen EU-Beitritt werde die Slowakei bei den Menschenrechten weit mehr tun müssen, als bisher geschehen sei.
    Umweltminister Bartenstein wird in Kiew mit dem ukrainischen Umweltminister Kostyenko zusammentreffen.
    Verhandelt wird insbesondere über ein zwischenstaatliches Strahlenschutzabkommen.
    Bartenstein wird auch das Atomkraftwerk Tschernobyl besuchen.
    Deutschland.
    Kroaten und Moslems verhandeln in Bonn über einen Ausbau ihrer Föderation in Bosnien-Herzegowina.
    Die Gespräche finden auf Einladung von Außenminister Kinkel statt.
    Gesprochen werden soll insbesondere über den im Friedensabkommen von Dätern vorgesehenen Aufbau gemeinsamer Verwaltungsstrukturen.
    Großbritannien.
    Premierminister Major hat im Unterhaus neuerlich eine Niederlage hinnehmen müssen.
    Bei der umstrittenen Reform des Scheidungsrechts stimmten 165 Konservative, darunter Innenminister Howard und weitere drei Kabinettsmitglieder, gegen den Regierungsvorschlag.
    Angenommen wurde vielmehr eine Bestimmung, wonach die Trennungsphase vor einer Scheidung von 12 auf 18 Monate ausgedehnt wird.
    Das Kernstück der Reform, die Einführung einer schuldlosen Scheidung, konnte nur mithilfe der Oppositionellen Arbeiterpartei angenommen werden.
    In diesem Fall stimmten 110 konservative Abgeordnete gegen den Reformplan.
    Allerdings war in dieser Frage der Fraktionszwang aufgehoben worden.
    Die Regierung Major verfügte im Unterhaus nur mehr über eine Mehrheit von einem Mandat.
    USA.
    Präsident Clinton und die republikanische Kongressmehrheit haben sich nach monatelangen Debatten auf ein Budget geeinigt.
    Einzelheiten werden erst morgen bekannt gegeben.
    Sicher ist jedoch, dass die Republikaner einige Einsparungen durchsetzen konnten, während sich Clinton inhaltlich weitgehend behauptet hat.
    Bis zum Jahre 2002 soll der Staatshaushalt der USA ausgeglichen sein.
    Wegen des Streits mussten tausende Beamte zweimal in Zwangsurlaub geschickt werden.
    Österreich.
    In Wien sitzt der Nationalrat heute die Budgetdebatte fort.
    Auf der Tagesordnung stehen die Kapitel Unterricht, Kunst und Gesundheit.
    Morgen werden dann die Budgets für dieses und auch das kommende Jahr beschlossen werden.
    Soweit die Nachrichten und nun zum Wetter mit Herbert Carters.
    Trüb, feucht und kühl, so lässt sich das Wetter für heute und auch für morgen kurz zusammenfassen.
    Die Ursache dafür ist Mittelmeerluft, die zu den Alpen strömt und deshalb wird es auch südlich des Alpenhauptkamms die höchsten Regenmengen geben, also speziell in Kärnten und in der Steiermark.
    Und so sieht es derzeit aus in den Landeshauptstädten.
    Wien stark bewölkt 17 Grad, Eisenstadt bedeckt 17, St.
    Pölten stark bewölkt 12, Linz leichter Regen 13 Grad.
    Salzburg und Innsbruck bedeckt 12, Bregenz stark bewölkt 13, Gerhards leichter Regen 14 und Klagenfurt Regen 13 Grad.
    Im Großteil Österreichs bleibt es auch am Nachmittag dicht bewölkt, ein bisschen Sonne gibt es nur in Vorarlberg, da speziell im Rheintal und am Bodensee und auch im Osten, hier vor allem im Burgenland.
    Immer wieder regnet es, in den nächsten Stunden werden die Regenschauer sogar noch häufiger.
    Relativ kühl ist es wie gesagt, meist hat es nur 10 bis 15 Grad.
    Lediglich dort, wo es noch länger sonnig ist, sind auch 16 bis 18, im Südburgenland sogar 20 Grad möglich.
    In der Nacht wird der Regen dann von Süden her recht intensiv, stellenweise kann es sogar gewittrig werden.
    Auf den Bergen kann es kurzfristig bis gegen 1600 Meter herabschneien.
    Morgen am Freitag zunächst oft noch trüb und auch regnerisch.
    Bald lässt der Regen aber nach, nördlich des Alpenhauptkamms hört er sogar auf und hier beginnt es am Nachmittag aufzulockern.
    Sonnig wird es dann am ehesten noch in Mühl und im Waldviertel, vielleicht auch im Wiener Beck und in Nordtirol.
    Am längsten regnen wird es von Osttirol bis ins Brunnenland.
    Die Schneefallgrenze liegt tagsüber meist bei 2000 Meter oder nur noch knapp darunter.
    Die Temperaturen ändern sich kaum im Vergleich zu heute.
    In der Früh zwischen 6 und 13 Grad, am Nachmittag zwischen 13 und maximal 19 Grad, in den Regengebieten kann es auch nur um 10 Grad haben.
    In 2000 Metern hat es morgen um plus 2 Grad.
    Und nun noch ein kurzer Ausblick aufs Wochenende.
    Etwa von Salzburg bis ins Nordburgenland wechselnd bewölkt, also auch sonnig und Temperaturen nahe 20 Grad, sonst eher stark bewölkt und zeitweise etwas Regen mit nur 15 Grad.
    Für Ende April also durchaus übliche Verhältnisse.
    Soweit Nachrichten und Wetter im Mittagsjournal 12.08 Uhr ist es mittlerweile geworden.
    Vizekanzler und Außenminister Schüssel absolviert heute einen Besuch in der Slowakei.
    Im Vorfeld dieses Besuches kam es zu Dissonanzen zwischen ihm und Bundeskanzler Wranicki.
    Wolfgang Schüssel bezweifelte nämlich, dass die Slowakei derzeit die Voraussetzungen für einen Beitritt zur Europäischen Union erfülle.
    Für einen EU-Beitritt werde die Slowakei bei den Menschenrechten weit mehr tun müssen als bisher, sagte Schüssel dazu heute im Morgenjournal.
    Bundeskanzler Wranicki nahm dazu heute Stellung und relativierte die Äußerungen Schüssels.
    Ich möchte einmal vorausschicken, dass alle unsere Nachbarländer, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Slowakei und auch Polen,
    Kandidaten für die Aufnahme von Verhandlungen für den Beitritt in die Europäische Union sind und auch sein sollen.
    Und es muss das österreichische Interesse sein, dass diese Ländergruppe, die unmittelbar im Osten und Norden und Südosten an unsere Grenzen anschließt, dass die tatsächlich die Mitgliedschaft eben nach den Verhandlungen erhalten.
    Wir müssen Interesse daran haben, im Interesse der Stabilität und der wirtschaftlichen Kooperation
    dass hier keines dieser Länder ausfällt, dass nicht wie aus einem Kamm ein Zahn ausgebrochen wird.
    Die Frage ist ja, soll Österreich die EU-Ambitionen der Slowakei als Druckmittel heranziehen, um dort eine andere Menschenrechtssituation herbeiführen zu können?
    Ich glaube, dass das Wort Druckmittel im nachbarschaftlichen Umgang nicht angewendet werden soll.
    Ich glaube allerdings schon, dass nachbarschaftliches, kollegiales Verhältnis immer wieder zu pflegen ist.
    Und ich habe mit dem Regierungschef Mece und auch mit dem Außenminister und anderen gesprochen und schon darauf hingewiesen, dass es eben in Österreich bei uns diese Vorbehalte aber auch in der Europäischen Union gibt.
    Und je rascher die Slowakei in der Lage ist, diese Bedenken zu zerstreuen,
    Umso eher werden auch die Chancen sein für die Aufnahme von Verhandlungen und das ist dann wieder in unserem Interesse.
    Ich stehe allerdings auf dem Standpunkt, dass es kein besonders guter politischer Stil ist, wenn man gegen jemanden Vorbehalte hat, dass man ihm so in regelmäßigen Abständen einen auf den Kopf haut, sondern dass man lieber mit ihm den offenen und intensiven Dialog führt.
    Aber so gesehen können Sie keine besondere Freude haben mit dem, was der Außenminister heute zu diesem Problem gesagt hat.
    Der Außenminister wird heute mit dem slowakischen Außenminister sprechen und ich nehme an und gehe davon aus, dass das Gespräch dieser beiden Regierungsmitglieder, dieser beiden Kollegen in einer analogen und parallelen Richtung verläuft zu dem, was ich Ihnen jetzt gesagt habe.
    Stellen wir uns einmal vor, wir sind der Europäischen Union nicht zuletzt deshalb beigetreten, weil die Stabilität und Friedensbemühungen gemeinsam in Europa
    in die Tat umsetzen wollen und wo wir
    kriegerische und andere brutale Auseinandersetzungen ein für alle mal von der Tagesordnung streichen wollen.
    Sollte da ein Nachbarland nicht dazugehören, wäre das sicher nicht nur für das Nachbarland, sondern auch für uns selber von Schaden.
    Und daher besteht ja Politik nicht darin, sich hinzusetzen und zu sagen, oje, das ist alles schrecklich, sondern Politik muss ja darin bestehen, auf die Nachbarn zuzugehen und zu sagen, seht her, hier gibt es Bedenken, versuchen wir sie gemeinsam auszuräumen.
    soweit Bundeskanzler Wranicki zum Thema Slowakei und seiner Kritik an Außenminister Schüssel, der heute die Slowakei besucht, im Gespräch mit Robert Stoppacher.
    Wir kommen nun nach Bonn.
    Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dieter Schulte, sprach gestern von Kapitalismus pur und einem Bündnis gegen die Arbeit und verließ die Bonner Kanzlerrunde im Zorn.
    Dies hielt Bundeskanzler Kohl nicht ab, gemeinsam mit dem kleinen Koalitionspartner FDP heute Morgen vollendete Tatsachen zu schaffen und das Sparpaket für 1997 fertigzustellen.
    Allein im kommenden Jahr sollen damit fast 180 Milliarden Schilling eingespart werden.
    Umstrittene, doch nun fixierte Punkte sind die Verschiebung der Erhöhung des Kindergeldes, die Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die Lockerung des Kündigungsschutzes für große Arbeitnehmergruppen.
    Aus Bonn berichtet Wolfgang Werth.
    Das deutsche Sparpaket ist seit heute Vormittag regierungsintern fixiert, doch nur langsam und unvollständig dringen Informationen aus dem Bonner Kanzleramt.
    Kein Wunder, denn Kanzler Kohl will natürlich vor der Presse die Parlamentarier informieren.
    Zum einen müssen die Regierungsfraktionen heute am späten Nachmittag das Sparpaket noch offiziell beschließen, zum anderen soll der gesamte Bundestag morgen in einer Regierungserklärung informiert werden.
    Bis das Sparpaket dann als abstimmungsreifer Gesetzesantrag vorliegt, wird es noch einige Zeit dauern.
    Stichwort Fraktionen.
    Vom Arbeitnehmerflügel der Union gab es leises Grummeln.
    So forderte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-CSU-Arbeitnehmergruppe im Bundestag Keller in einem heute erschienenen Zeitungsinterview auf Eingriffe beim Kündigungsschutz und der Lohnfortzahlung zu verzichten.
    Genützt hat es ihm nichts.
    Seit heute Vormittag steht es fest, wer krank ist, bekommt in den ersten sechs Wochen nur 80 Prozent seines Grundlohnes oder der Kranke lässt sich bis zu sechs Urlaubstage abziehen.
    Allerdings gilt die Änderung nur für 20 bis 30 Prozent der deutschen Arbeitnehmer.
    Der Großteil hat seine Lohnfortzahlung im jeweiligen Kollektivvertrag verankert.
    Doch es scheint nur mehr eine Frage der Zeit, bis die Arbeitgeberseite in den jeweiligen Tarifverhandlungen ein Gleichziehen mit dem Gesetz verlangen wird.
    Handwerkspräsident Herbert Späth vertritt bereits die Rechtsmeinung, dass eine Gesetzesänderung auch für die Tarifvertragsbeschäftigten gelten würde.
    Doch zurück zum Regierungssparpaket.
    Der sogenannte Kündigungsschutz, also de facto die Pflicht des Arbeitgebers, bei Kündigung eine rechtlich hieb- und stichfeste Begründung zu geben, wird eingeschränkt.
    Bisher galt dieser Kündigungsschutz bei Firmen mit mehr als fünf Arbeitnehmern, jetzt soll er erst für Firmen mit mehr als zehn Arbeitnehmern gelten.
    Auch bei den Renten gibt es Einschnitte, Frauen können erst mit 63 in Pension gehen.
    SPD und Gewerkschaften kritisieren das Sparpaket, von Streiks ist aber nicht die Rede.
    Die SPD wirft der Regierung, wörtlich zitiert, primitiven Abbau des Sozialstaates vor.
    Während Großvermögende mit Steuergeschenken in Milliardenhöhe rechnen dürften, Stichwort Abschaffung der Vermögensteuer, versuche die Regierung Kohl, die Finanzmisere auf Kosten von Familien, Arbeitslosen und Rentnern zu beheben, sagen die Sozialdemokraten.
    Die SPD will nun ein Alternativprogramm vorlegen.
    Weniger Steuervorteile für Doppelverdiener-Ehepaare, Kürzungen bei Beamtenpensionen, Erhöhung der Zinsertragssteuer und kurzfristige Erhöhung der Neuverschuldung.
    Der neue Frust und Frost in der deutschen Spar- und Sozialdiskussion wird auch die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst prägen, die heute Nachmittag in Stuttgart beginnen.
    Die Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr möchte mit 4,5 Prozent Erhöhung zulangen.
    Die Arbeitgeber, sprich Bund, Länder und Gemeinden, haben leere Kassen.
    Sie verweisen auf die Arbeitsplatzsicherheit im öffentlichen Dienst und wollen eine Nulllohnrunde, am besten gleich auf zwei Jahre.
    Viele halten die Idee vom Bündnis für Arbeit jetzt für gestorben.
    Mit Spannung wird erwartet, welche Parolen bei den Feiern zum 1.
    Mai vorherrschen werden.
    Verhärtete Fronten also vor dem Hintergrund des rigorosen Sparpakets der Regierung in Bonn, Wolfgang Werthardt berichtet.
    Im russischen Wahlkampf sucht und braucht der russische Präsident Boris Jelzin Verbündete.
    Diesem Zweck diente der Besuch des amerikanischen Präsidenten Clinton und der G7-Gipfel in Moskau in der Vorwoche.
    Diesem Zweck dient auch die jetzige Visite Jelzins in Peking.
    Dabei ist es Jelzin offenbar nicht gelungen, die chinesische Führung davon zu überzeugen, sich an einem weltweiten Atomteststopp zu beteiligen.
    Dafür stärkte ihm Peking aber den Rücken gegen eine Osterweiterung der NATO.
    Aus Peking, Klaus Belde.
    China und Russland wollen eine strategische Partnerschaft eingehen, die auf Gleichheit, gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Abstimmung beruht.
    Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, die von den Präsidenten beider Länder, Jiang Zemin und Paris Jelzin, heute in Peking unterzeichnet wurde.
    Die neue Allianz erscheint reich an politischen Absichten, aber arm an wirtschaftlicher Substanz.
    Zwar wurde versichert, sie richte sich gegen kein drittes Land, dennoch weist ihre Stoßrichtung deutlich auf die USA und deren Westliche Verbündete.
    Jiang Zemin versicherte seinem russischen Gast wörtlich, China versteht und unterstützt Russlands Haltung, sich einer Erweiterung der NATO nach Osten zu widersetzen.
    Damit verabschiedet sich China von seiner bisherigen, eher zurückhaltenden Position.
    Ohne ein Land beim Namen zu nennen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung,
    Es gebe noch immer Hegemonismus, Machtpolitik und die Ausübung von Druck auf andere Länder.
    Die Blockpolitik habe neue Erscheinungsformen angenommen.
    Gescheitert ist Yeltsin bei dem Versuch, die Chinesen zur Einstellung ihrer Atomversuche zu bewegen, so wie ihm dies nach eigener Darstellung die Gruppe der sieben reichsten Industrienationen aufgetragen hatte.
    Chinas Außenamtssprecher Shen Guofang wich heute einer direkten Antwort auf diese Frage aus.
    Er verwies aber auf eine frühere Erklärung.
    Darin hieß es, aus chinesischer Sicht seien Atomversuche für die friedliche Nutzung der Kernenergie weiter nützlich.
    Zumindest nicht rundweg abgelehnt wurde das amerikanische Angebot neuer vierseitiger Friedensgespräche für die koreanische Halbinsel.
    Jeder Vorschlag, der dem Frieden dienen könne, sollte ernsthaft geprüft werden, meinte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums.
    Viel Verständnis zeigten beide Seiten in ihrer Erklärung für ihre wechselseitigen Empfindlichkeiten.
    So versicherten die Chinesen, dass die Tschetschenien-Frage eine innere Angelegenheit Russlands sei.
    Die Russen bekräftigten im Gegenzug, dass Peking die allein rechtmäßige Regierung ganz Chinas sei und Taiwan einen untrennbaren Bestandteil des chinesischen Territoriums bilde.
    Dasselbe gelte auch für Tibet.
    Über eine Verringerung des Militärs in den Grenzregionen wird zur Zeit noch verhandelt.
    Strittige Grenzfragen sollen gleichfalls beigelegt, der bereits geklärte Verlauf der Grenzlinie soll so schnell wie möglich markiert werden.
    Ihre rüstungstechnische Zusammenarbeit, das heißt die Lieferung von Waffen und technischem Wissen an China, wollen beide Seiten weiter verstärken und zugleich transparent halten.
    Worüber Russlands Verteidigungsminister Grachow heute mit seinen chinesischen Kameraden plauderte, war allerdings nicht zu erfahren.
    Auch der wirtschaftliche Austausch soll kräftig erweitert werden.
    Einzelheiten tatsächlich geplanter Projekte wurden aber nicht genannt.
    Der Handel solle künftig vor allem per Barzahlung abgewickelt werden, hieß es weiter.
    Dennoch deutet noch immer wenig darauf hin, dass Chinesen oder Russen bereit sind, ihre kostbaren Devisen ausgerechnet für die wenig geschätzten Produkte aus dem jeweiligen Nachbarland auszugeben.
    Russland spielt die chinesische Karte.
    Klaus Belde berichtete über die Gespräche Jelzins in Peking, vom fernen in den Nahen Osten.
    Der Schießkrieg zwischen der radikalen schiitischen Bewegung Hezbollah und Israels Militärmaschinerie hielt an, auch heute Nacht.
    Trotz zweier hochrangiger Vermittler, dem französischen Außenminister und dem amerikanischen Außenminister Christopher, der beständig zwischen Israel, Syrien und dem Libanon pendelt, um einen Waffenstillstand zu erreichen.
    Ein Ende des Duells ist noch nicht abzusehen.
    Wegen oder trotz des Wahlkampfes in Israel.
    Ministerpräsident Peres will sich kein Anzeichen einer Schwäche leisten, um die Wahlchancen seiner Arbeiterpartei nicht zu gefährden und der konservativen Opposition in die Hände zu spielen.
    Umgekehrt setzt auch die von Syrien und dem Iran gestützte Hezbollah auf Gewalt, um die Stimmung in Israel gegen den Friedensprozess anzuheizen.
    Ein Dilemma, in dem sich die Arbeiterpartei heute auf ihrem Wahlparteitag befindet.
    Ben Segenreich informiert.
    Als größte ideologische Veränderung des Jahrhunderts bezeichnete Shimon Peres die gestrige Entscheidung des Palästinensischen Nationalrats.
    Der israelische Premier hat da wohl etwas hochgegriffen, aber die Begeisterung und die Erleichterung sind verständlich.
    Denn wäre die PLO-Charta nicht geändert worden, dann wäre der Prozess, auf den Peres sein ganzes politisches Kapital gesetzt hat, zusammengebrochen.
    Die symbolische Bedeutung ist wirklich beträchtlich.
    Ein mehr als 30 Jahre altes Glaubensbekenntnis wird auf die Müllhalde der Geschichte geworfen.
    Die Palästinenser brechen mit ihrer terroristischen Vergangenheit und sehen ein, dass sie Israel nicht von der Landkarte wegradieren können.
    Das heißt noch lange nicht, dass alle Palästinenser jetzt auf Knopfdruck die Israelis heiß lieben, aber die Signale von oben beeinflussen auch das Volk und können mithelfen, nach und nach den Hass ab- und Vertrauen aufzubauen.
    Kritiker in Israel wenden ein, dass Yasser Arafat wieder einen Kunstgriff gefunden habe, dass die PLO-Karte eigentlich noch nicht wirklich geändert wurde.
    Der Palästinensische Nationalrat hat nicht ausdrücklich gesagt, welche der 33 Paragrafen gestrichen werden und es sind viele darunter, die mit dem Geist des Friedens nicht vereinbar sind.
    Der Rat hat lediglich einen Ausschuss ermächtigt, die Änderung vorzunehmen oder eine neue Karte auszuarbeiten und das wird frühestens in einigen Monaten geschehen.
    Aber damit ist Israels Minimalforderung erfüllt und das ist von großer praktischer Bedeutung, die vielleicht gerade jetzt noch wichtiger ist als die ideologische.
    Seit im Februar die Anstiegsserie der Hamas und des islamischen Dschihad begann, befand sich der Friedensprozess in einer Abwärtsspirale.
    Peres und auch Arafat griffen zu harten Maßnahmen gegen die Islamisten.
    Die damals verhängte Abriegelung der palästinensischen Gebiete ist noch immer in Kraft und schafft wachsende Verbitterung.
    Israel verschob den Abzug aus Hebron und bald darauf begannen die Spannungen an Israels Nordgrenze und die militärische Operation im Südlibanon und die Stimmung war auf dem Nullpunkt.
    Jetzt aber scheint das Pendel zurück zu schwingen.
    Der Waffenstillstand müsste eigentlich bis zum Wochenende perfekt werden, das Problem Südlibanon wird dann für eine Zeit lang wieder vergessen sein.
    Und im Gegenzug zur Änderung der PLO-Karte wird Israel wahrscheinlich schon nächste Woche den Großteil der Stadt Hebron räumen.
    Fünf norwegische Offiziere sind schon eingetroffen als Vorhut einer Truppe, die den Rückzug beobachten soll.
    Auch die Abregelung dürfte jetzt weiter gelockert werden und Anfang Mai sollten die Verhandlungen über den endgültigen Status der Palästinenser zumindest formal beginnen.
    Eine ganz wichtige Weichenstellung werden dann die israelischen Wahlen am 29.
    Mai sein.
    Die Änderung der PLO-Karte hat die Chancen von Shimon Peres bestimmt verbessert.
    Er kann jetzt argumentieren, dass sein Konzept richtig sei, dass man sich auf Arafat doch verlassen könne.
    Doch selbst wenn Peres verliert, ist der in Oslo begonnene Prozess nicht unbedingt am Ende.
    Denn auch auf der israelischen Seite werden ideologische Bastionen aufgegeben.
    Likud-Chef Benjamin Netanyahu schließt jetzt ein Treffen mit Arafat nicht mehr kategorisch aus.
    Die Arbeiterpartei geht noch viel weiter und wird heute ein neues Wahlprogramm beschließen, in dem nicht mehr drinnen steht, dass ein palästinensischer Staat abgelehnt wird.
    Israels Ministerpräsident Peres punktet im Wahlkampf in Israel.
    Ben Segenreich hat informiert.
    12.24 Uhr, wir kommen ins Inland.
    Immobilien- und Wohnungsmakler haben keinen guten Ruf.
    Die Branchenvertreter versichern, dass es nur wenige schwarze Schafe sind, die den Ruf ruinieren.
    Der Verein für Konsumenteninformation ist der Sache mit einem Test auf den Grund gegangen.
    Die Konsumentenschützer haben sich in die Rolle eines Wohnungssuchenden in Wien versetzt und versuchsweise die Dienste von Maklerbüros in Anspruch genommen.
    Ihre Erfahrung?
    Drei Viertel der Makler arbeiten zumindest zufriedenstellend, ein Viertel nicht.
    Details von Josef Schweizer.
    Die Konsumentenschützer haben sich 17 Makler herausgepickt, die mit ihren Annoncen am stärksten in den Tageszeitungen vertreten waren.
    Von 230 Zeitungsinseraten führten nur 90 zu einer Wohnungsbesichtigung, vor allem weil die Angaben unklar waren.
    Das Fazit der Besuche, 5 der 17 Makler arbeiteten makellos und wurden von den Testern mit gut bewertet.
    Drei der getesteten Makler machten zum Teil falsche Angaben und erhielten ein weniger zufriedenstellend.
    Und einer, das schwarze Schaf, hatte nicht einmal eine Konzession.
    Gegen diesen Makler, die Firma Unireal, verzeichnet der Verein für Konsumenteninformation auch immer wieder Beschwerden.
    Der Rest, also etwa die Hälfte der Stichprobe, wurde mit durchschnittlich bewertet.
    Ein Konsument ohne wohnrechtliche Kenntnisse würde bei ihnen nicht auf seine Rechnung kommen, meinen die Tester.
    Die häufigste Schwachstelle, Makler machten falsche Auskünfte zu wohnrechtlichen Fragen, so wurde etwa die Miete einer Eigentumswohnung als Untermiete angeboten, obwohl in diesem Fall nur eine Hauptmiete zulässig ist.
    oder die Rechtsform einer Wohnung, ob bereits im Grundbuch eingetragen oder nicht, wurde falsch angegeben.
    Außerdem wurde den Testern in den meisten Fällen kein Vertragstext zur Überprüfung mitgegeben.
    Aber auch Positives fiel auf.
    Keiner der Tester fühlte sich zu einer Unterschrift genötigt.
    Einige Makler legten ausführliche Unterlagen vor und die eingeholten Informationen stimmten gut mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein.
    Die Konsumentenschützer grundsätzlich.
    Der Makler darf sich nicht nur als Boter des Auftraggebers verstehen, sagte Rechtsexperte Peter Kolber.
    Wenn der Abgeber einer Wohnung, in dem Fall einer Mietwohnung, eine ungesetzliche Ablöse gern hätte, dann kann der Makler nicht sagen, der hätte es halt gern und das sage ich weiter, sondern er muss dem Interessenten, wenn er das erkennt, auch darauf hinweisen, ansonsten wird er schadenersatzpflichtig, dazu gibt es eindeutige Judikatur.
    Vorsicht auch vor gesetzwidrigen Vertragsklauseln, die im Rücktrittsfall dem Käufer auch die Provision des Abgebers aufbürden.
    Wir finden es immer wieder in Vertragsformblättern.
    Das wissen wir aus unserer Beratungstätigkeit.
    Im Test konnten wir es nicht wirklich überprüfen, weil uns im großen Wurf die Makler diese Formulare nicht übergeben haben.
    Generell finden die Konsumentenschützer die Doppelrolle des Maklers als Vertreter sowohl des Verkäufers oder Vermieters als auch des Interessenten bedenklich, sagt Peter Kolber.
    Diese Doppelrolle und der Umstand, dass die Provision des Maklers an der Höhe des Kaufpreises
    beziehungsweise an der Höhe der Miete ansetzt, scheint es aus unserer Sicht ein bisschen schwierig zu machen, von einem Makler jetzt zu verlangern, dass er einen überhöhten Kaufpreis beispielsweise den Kaufinteressenten darauf hinweist und sagt, wissens, am Markt ist die Wendung weniger wert.
    Das ist ja fast schon ein bisschen ein masochistisches Vorgehen, er würde ja seine Provision entsprechend mindern.
    Der Verein für Konsumenteninformation will dafür eine gesetzliche Änderung erreichen.
    Josef Schweizer hat berichtet über eine Studie des Vereins für Konsumenteninformation, der sich auf Wohnungssuche begangen hat.
    Die Bergung von Waffenlagern, die von amerikanischen Besatzungssoldaten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Österreich angelegt worden waren, ist angelaufen.
    Nachdem bereits am Dienstag ein Lager in der Nähe von Weißbach bei Lofa in Salzburg geöffnet worden war, kündigte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Michael Sieker, für morgen früh eine weitere Bergung in Oberösterreich an.
    Mehr als das Bundesland,
    können wir aus Sicherheitsgründen noch nichts sagen, betonte Siegler heute bei einer Pressekonferenz in Wien.
    Für uns dabei war Wolfgang Fuchs.
    Wer sich von der heutigen Pressekonferenz eine optische Sensation erwartet hatte, der wurde enttäuscht.
    Im kahlen Saal des Innenministeriums saßen nur die verantwortlichen Beamten, aber weit und breit kein einziges Fundstück zu sehen, nicht einmal ein Foto wurde von Michael Sicker präsentiert.
    Und in dieser Form der Geheimniskrämerei will das Ministerium auch weitermachen.
    Bis in den Spätherbst wird man alle etwa 70 Waffenlager heben, gemeinsam mit dem Bundesheer.
    Die erste Einschätzung des Generaldirektors für die öffentliche Sicherheit Michael Sicker
    Es ist also so, dass diese Lager eigentlich aus heutiger Sicht nicht recht verständlich sind.
    Vor allem deswegen, weil man sich kaum vorstellen kann, wie
    zum Beispiel abgesetzte Fallschirmjäger an diese Waffen hätten herankommen können.
    Die sind in einer Tiefe von 1,20 Meter eingebuddelt gewesen.
    Mit den Werkzeugen, die Fallschirmjäger mitführen, ist es fast nicht möglich, die Waffen zu bergen.
    Ich weiß also nicht, was man sich damals vorgestellt hat.
    Noch dazu muss man ja bedenken, dass in dem Gebiet, in dem wir das erste Lager geborgen haben, fünf Monate Winter ist mit gefrorener Erde und dergleichen.
    Die Amerikaner haben sie so eingegraben, als hätte man sie vor dem eigenen Zugriff schützen wollen und eigentlich als historischen Schatz in die österreichische Erde gelegt.
    So ungefähr stellt sich sie ja auch jetzt für uns dar.
    Es war leider kein Gold dabei, sagte Sika, dann noch fast bedauernd.
    Der Inhalt ist genau jene Liste, die der CIA den österreichischen Behörden übergab, sagte Willi Berrender, der Leiter des Entminungsdienstes.
    Wir konnten fünf Pistolen P11 finden, wir konnten zwei Karabiner sicherstellen, fünf Maschinenpistolen, ein Panzerabwehrrohr.
    800 Schuss Munition für die Karabiner, 2400 Schuss für die Pistole und die Maschinenpistole, 25 Handgranaten, 36 Kilogramm Sprengstoff, 20 Panzerabwehrrohrgeschosse, 2 Zündschnüre und Sprengkapseln.
    Besichtigen konnte man wie gesagt den Schatz heute nicht.
    Er wird beim Bundesheer derzeit zwischengelagert.
    Über die Bergung von Waffenlagern, die die amerikanischen Soldaten im Nachkriegs Österreich angelegt haben, gab der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Michael Sieker, eine Pressekonferenz.
    Wolfgang Fuchs hat informiert.
    12.31 Uhr, wir kommen zu einem Wirtschaftsthema.
    Seit einigen Jahren nehmen das Gastgewerbe und die Hotellerie in der österreichischen Insolvenzstatistik den ersten Platz in der Reihung nach den Branchen ein.
    Die Strukturprobleme sind also offensichtlich in der fremden Verkehrswirtschaft besonders gravierend.
    In Pichl bei Schladming beginnt am Nachmittag ein zweitägiges Symposium zum Thema Strukturbereinigung in der österreichischen Tourismuswirtschaft, wo unter anderem die Ursachen für die vielen Insolvenzen beleuchtet werden.
    Die Gesamtverschuldung der Tourismusindustrie beträgt 120 Milliarden Schilling.
    Karin Guldenschuh informiert.
    Aus der Sicht eines Konkursrichters werden vor allem zwei mögliche Ursachen für die Strukturprobleme des österreichischen Tourismus zu wenig beachtet, sagt Otto Trinks vom Landesgericht Klagenfurt.
    Erstens die Kreditvergabe der Banken, zweitens der wirtschaftliche Bildungsstand der Unternehmer.
    Es sei immer wieder zu beobachten, dass Fremdenverkehrsunternehmer Schulden in Größenordnungen haben, die keinesfalls durch ihre Einnahmen rückzahlbar sind.
    Die Banken denken nicht an die Rückzahlungsfähigkeit, solange die Sicherheiten in Form von Grundvermögen die Kredite nur einigermaßen decken, sagt der Konkursrichter Otto Trinks.
    Ich bin der Meinung, dass die Banken zum Beispiel ihre Aufgabe, ihre volkswirtschaftlich-politische Aufgabe, nämlich rechtzeitig einen insolventen Kunden in die Insolvenz zu führen oder allenfalls über eine Exekution zwangsverstärken zu lassen,
    dieser Aufgabe eben nicht entsprechend nachkommen.
    Denn die Banken sind ja grundsätzlich nicht unbedingt interessiert, dass sie ihre Ware, nämlich das Geld, das sie ausgebracht haben, wieder zurückbekommen, sondern sie wollen ja nur die Zinsen dafür haben.
    Die Folge ist, dass die Schulden ständig wachsen.
    Die finanzschwachen Unternehmer bleiben nämlich am Markt, aber es wird kein Sanierungsversuch unternommen und die Situation verschärft sich von Jahr zu Jahr.
    Die insolventen Unternehmer seien allesamt nicht in der Lage, ihre Schulden nur annähernd richtig einzuschätzen und ihre betriebswirtschaftliche Lage zu erkennen, sagt Otto Trinks.
    Die zweite Ursache, die mir persönlich immer wieder auffällt, ist,
    dass die Fremdenverkehrsunternehmer, die insolvent werden, ich spreche also nicht von allen, sondern nur von den insolventen Unternehmern, dass die einen erheblichen Bildungsrückstand haben und dass sie diese Unternehmer sich beim Preis orientieren, bestenfalls am Nachbarn und denen unterbieten, dass sie natürlich damit den Markt schädigen, dass sie natürlich durch ihre
    Kapitalschwäche keine Investitionen machen können und dadurch insgesamt das Image des Fremdenverkehrs im Ort oder in der Region schädigen.
    In den Fremdenverkehrsbetrieben sei das Fremdkapital gegenüber dem Eigenkapital bei weitem zu hoch.
    Es sei daher ein erheblicher Rückstau an insolventen Betrieben angewachsen, deren Sanierung noch Jahre dauern werde.
    Karin Guldenschuh hat informiert über die Ursachen des Pleitenrekords im österreichischen Fremdenverkehr.
    12.34 Uhr.
    Wir bleiben bei einem wirtschaftlichen Thema.
    Während auf Sozialpartnerebene derzeit noch über eine Ausweitung der flexiblen Arbeitszeit verhandelt wird, ist eine Branche bereits vorgeprescht und hat mit der zuständigen Fachgewerkschaft ein Branchenmodell vereinbart.
    Es handelt sich um die Bekleidungsindustrie, die mit 35.000 Dienstnehmern
    zu den großen Arbeitgebern in Österreich zählt.
    Bis zu 48 Stunden können dort Dienstnehmer pro Woche ohne Überstundenaufzahlung beschäftigt werden, Christian Hunger berichtet.
    Die Bekleidungsindustrie ist eine Branche, die in der letzten Zeit einem starken internationalen Druck ausgesetzt war.
    Vor allem bei Billigware aus Fernost kann man nur schwer mithalten.
    Rationalisierung und der Einsatz von Hightech waren notwendig.
    In der EU fühlt sich die österreichische Bekleidungsindustrie jetzt zu Hause.
    Den Beitritt hat man ohne Umsatzeinbrüche bewältigt.
    Trotzdem bleibt der internationale Druck.
    Mit der flexiblen Arbeitszeitlösung hofft man jetzt auf Wettbewerbsvorteile.
    Vom Gesetz her ist die Vereinbarung von flexibler Arbeitszeit auf Kollektivvertragsebene schon bisher grundsätzlich möglich.
    Konkret spricht der Gesetzgeber von maximal 50 Wochen Arbeitsstunden bei einem mehrwöchigen Durchrechnungszeitraum, wobei dieser Spielraum bisher in der Praxis eher restriktiv interpretiert wird.
    In der Metallbranche beispielsweise, wo eine gesetzliche Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden gilt, wird die kollektive Gestaltungsmöglichkeit nur bis zu 40 Wochenarbeitsstunden genutzt, wobei sich der Durchrechnungszeitraum auf wenige Wochen beschränkt.
    Neu in der Bekleidungsindustrie ist, dass man jetzt erstmals die gesetzlichen Möglichkeiten bis an den Rand ausschöpft.
    Bis zu 48 Stunden wöchentlich darf dort gearbeitet werden.
    Als Durchrechnungszeitraum wurden 26 Wochen mit der Gewerkschaft vereinbart.
    Das heißt, die 40-stündige Arbeitszeit muss nur im Durchschnitt eines halben Jahres erreicht werden.
    Fachverbandvorsteher Wilhelm Ehrlich
    Die flexible Arbeitszeit ist Voraussetzung, dass wir aktiv uns bemühen und entsprechende Ergebnisse mit sich zeitigen lassen, dass Arbeitsplätze gesichert werden.
    Neue Arbeitsplätze, sage ich Ihnen, egal welche Industriesparte, werden dadurch sicher nicht geschaffen.
    Aber wir wollen ja verhindern, dass jeder Arbeitsplatz, der verloren geht, tut uns weh, dass Arbeitsplätze weggehen.
    Und zur Sicherung des Arbeitsplatzes ist eine flexible Arbeitszeit unbedingt notwendig.
    In der Praxis bedeutet die flexible Arbeitszeitregelung in der Bekleidungsindustrie, dass in einem Unternehmen beispielsweise zehn Wochen durchgearbeitet werden darf und zwar ohne, dass das Unternehmen Überstunden bezahlen muss, die Angestellten dann aber zwei Wochen auf Urlaub geschickt werden können.
    Für den Geschäftsführer des Verbandes, Christoph Heidinger, ist das aber noch nicht genug.
    Er hofft auf die laufenden Verhandlungen der Sozialpartner.
    Wir hoffen sehr, wir hoffen sehr,
    dass in diesem Paket auch drinnen ist die Möglichkeit, die normale Arbeitszeit über neun Stunden täglich hinaus auszudehnen.
    Sie wissen, das Arbeitszeitgesetz, das im Augenblick in Kraft ist, sieht vor eine
    tägliche maximale Normalarbeitszeit von neun Stunden, was darüber hinaus geht, ist in Form von Überstunden zu vergüten.
    Und wenn es zu so einer Ausweitung der täglichen Normalarbeitszeit kommt, würde das uns auch sehr helfen.
    Die Verhandlungen der Sozialpartner darüber laufen derzeit, wie gesagt, offen ist vor allem noch, ob flexible Arbeitszeitvereinbarungen in Zukunft auf Kollektivvertragsebene oder auch auf Betriebsebene ermöglicht werden sollen.
    Christian Hunger hat berichtet, 12.38 Uhr ist es mittlerweile, wir kommen noch einmal ins Ausland.
    Zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wüten in der Umgebung des Unglücksreaktors Brände.
    Über die Ursachen ist so gut wie nichts bekannt.
    Fest steht nur, dass dadurch erhöhte radioaktive Strahlung frei geworden ist.
    Susanne Scholl dazu aus Moskau.
    Nirgends sonstwo in der Ukraine sind so viele Feuerwehrleute stationiert wie in der 30-Kilometer-Zone rund um das Unglückskraftwerk Tschernobyl.
    Das hat einerseits mit dem Reaktorunfall vor zehn Jahren zu tun und andererseits mit dem dichten Wald gerade in diesem Gebiet.
    Weil der Untergrund hier sandig ist, besteht immer die Gefahr von Waldbränden durch Selbstentzündung.
    Die Feuerwehrposten in der Zone befinden sich deshalb jedes Jahr von Anfang April bis Ende September in erhöhter Alarmbereitschaft.
    Seit dem Unfall sind die Waldbrände, wie sie jetzt wieder in der 30-Kilometer-Zone wüten, besonders gefährlich.
    Denn das Holz, das da brennt, ist verstrahlt und wenn der Wind die Asche und Bodenpartikel fortweht, dann trägt er verseuchte Asche und verseuchten Sand weiter.
    Bisher ist allerdings nicht bekannt, ob sich solch eine radioaktive Wolke gebildet hat, die ja weit über die Ukraine hinaus Unheil anrichten würde.
    Die jetzt ausgebrochenen Waldbrände sollen jedenfalls allesamt bereits unter Kontrolle sein.
    Sicher ist allerdings, dass jeder dieser Waldbrände die Radioaktivität in der Zone selbst sprunghaft ansteigen lässt.
    Und immerhin arbeiten auch heute noch mehr als 10.000 Menschen in diesem Gebiet.
    Susanne Scholl hat berichtet, die Folgen von Tschernobyl sind quantitativ noch immer schwer zu erfassen, aber sie sind nicht zu übersehen.
    Erhöhte Anfälligkeit für Schilddrüsenkrebs und Leukämie bei Kindern sind ein deutliches Alarmsignal.
    Außerdem kommen immer noch verseuchte Nahrungsmittel auf den Markt.
    Eines der unzähligen Probleme, mit denen die Ukraine zu kämpfen hat.
    Edith Bachkönig über diesen Aspekt der Langzeitfolgen des Atomunglücks von Tschernobyl.
    Die tödliche Strahlung hat Jahre gebraucht, bis sie in alle Poren eingedrungen ist.
    Heute ist das Grundwasser rund um Tschernobyl hoch radioaktiv verstrahlt und die Böden sind mit dem hochgiftigen Cesium-137 durchsetzt.
    15 Prozent der ukrainischen Landfläche, südliche Teile der russischen Föderation und zwei Drittel der nördlich der Ukraine gelegenen Republik Belarus sind verseucht.
    Die Menschen sind gezwungen mit der schleichenden Versäuchung zu leben.
    Vor allem die ländliche Bevölkerung.
    Sie kann sich die teuren Nahrungsmittel aus den Staatsbetrieben nicht leisten und die Menschen müssen essen, was auf dem verstrahlten Boden wächst.
    Wie die 70-jährige Bäuerin Anna aus Weißrussland.
    Wir bauen alles selbst an, Erdäpfel, Karotten, Rüben, einfach alles.
    Es bleibt mir nichts anderes übrig.
    Ich kann mir in der Stadt nicht einmal einen Laib Brot leisten.
    Strahlung hin oder her, wir sind ja schon alt.
    Auch in den weniger belasteten Gebieten haben Epidemiologen hohe Strahlendosen in Nahrungsmitteln gemessen, die weit über den zulässigen Grenzwerten liegen.
    Der Grund ist, die Pflanzen werden nicht gedüngt und als Ersatz saugen sie das giftige Cesium-137 aus der Erde auf.
    Die Kühe fressen fast ausschließlich cesiumbelastetes Gras, was dazu führt, dass die Kontamination der Kühe und der Milch ständig zunimmt.
    Deutsche Wissenschaftler haben in Dörfern, wo viele Milchkühe gehalten werden, auch bei Menschen hohe Strahlendosen gemessen.
    Manche Menschen tragen mehr als 20.000 Becquerel Strahlung in sich.
    Und das auch in Gebieten, wo der Boden nur niedrige Strahlenwerte aufweist.
    Die strahlenden Jod- und Cesiumisotope, die beim Reaktorunfall freigesetzt wurden, verursachen bei den Menschen auch genetische Schäden.
    Schon in den ersten Jahren nach dem Unglück wurden Missbildungen bei Babys und eine vermehrte Anzahl von Schilddrüsenkrebs und Leukämie-Erkrankungen festgestellt.
    Die kanadische Ärztin Rosalie Bertel hat viele Familien in dem verstrahlten Gebiet besucht.
    Ich kenne eine Familie mit zwei Buben, die von der Strahlung betroffen sind.
    Sie haben zwar überlebt, aber der Dreijährige hat Knochenkrebs und der Siebenjährige leidet an Leukämie.
    Man kann sich eine solche Tragödie für eine Familie kaum vorstellen.
    Dem Dreijährigen musste ein Bein amputiert werden.
    Er versucht jetzt, mit einem künstlichen Bein zu gehen, aber es muss immer wieder erneuert werden, weil er ja weiterwächst.
    Dem siebenjährigen Buben mit Leukämie fallen die Haare aus und es ist ihm ständig übel.
    Nach Untersuchungen einer britisch-russischen Forschergruppe sind die Ursache der Erbgutschäden nicht nur die radioaktiven Strahlenmengen, sondern auch Schwermetalle und andere chemische Elemente, die beim Reaktorunfall in die Umwelt gelangten.
    Aus Anlass des 10.
    Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl hören Sie heute Abend eine gemeinsame Sendung von Journal Panorama und Dimensionen mit dem Titel Das tödliche Experiment ab ca.
    18.20 Uhr in Österreich 1 und um 12.43 Uhr nach Spanien.
    Nach fast zwei Monaten Verhandlungen konnten dort die beiden letzten, die bei den Parlamentswahlen als stimmenstärkste Partei hervorgegangene Volkspartei, ein Regierungsbündnis mit den katalanischen Nationalisten schließen.
    Am kommenden Dienstag könnte also dann der Obmann der Volkspartei, José María Aznar, mit absoluter Mehrheit zum neuen spanischen Premierminister gewählt werden, Josef Manola.
    Die seit fast zwei Monaten laufenden Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer Regierung unter der Führung des Obmanns der konservativen Volkspartei José María Aznar wurden von den Zeitungskarikaturisten liebevoll gedeutet.
    Einmal als runde, kettenrauchende Pokerspieler, die mit versteinerten Gesichtern immer höhere Einsätze über den Tisch schieben.
    Dann als Szene aus einem orientalischen Bazar, in dem Tourist und Verkäufer endlos um den Preis eines Teppichs feilschen.
    Und wie in einem Bazar schwebte immer wieder die Drohung, eines der beiden Verhandlungspartner im Raum die Gespräche mangels Konzessionsbereitschaft des anderen abzubrechen, was in die Sprache der Politik übertragen so viel wie Neuwahlen bedeutet hätte.
    Dass es gestern gerade in der Hochzeitssuite eines Fünf-Sterne-Hotels in Barcelona zum Durchbruch bei den Koalitionsgesprächen kam, verleitet zum naheliegenden Bild von einer Vernunft-Ehe zwischen zwei ungleichen Partnern.
    Das Wahlergebnis vom 3.
    März, die knappe relative Mehrheit für die Volkspartei, ließ deren Obmann Jose Maria Fennar von Anfang an keine andere Wahl, als die ihm auf die Mehrheit fehlenden Parlamentssitze bei den katalanischen Nationalisten zu suchen.
    Ein schwerer Schritt für den Mann, der während des Wahlkampfs gerade den Katalanen und deren Präsidenten Jordi Pujol als gefährliche Separatisten und Gefahr für die Einheit des spanischen Staates dargestellt hatte.
    Mit nur 16 Abgeordneten wird Pujol auch in der kommenden Legislaturperiode das Zünglein an der Waage der parlamentarischen Mehrheitsverhältnisse spielen.
    Wie schon in den letzten drei Jahren, als er Felipe González und seine sozialistische Minderheitsregierung unterstützte, hat er einen langen Katalog an Forderungen an die Madrider Regierung gestellt.
    Offenbar mit Erfolg.
    Asnar hat sich in den letzten zwei Monaten vom Verfechter eines starken Zentralismus in einen geradezu verständnisvollen Partner der Minderheiten verwandelt.
    In einem noch immer geheimen Papier, das erst am Wochenende von den zuständigen Parteigremien abgesegnet werden soll,
    dürften sich die Verhandler auf folgende Punkte geeinigt haben.
    Statt bisher nur 15 Prozent werden die Regionalverwaltungen in Zukunft 30 Prozent der Steuereinnahmen einheben und eigenständig verwalten dürfen.
    Statt in einen gemeinsamen Steuertopf in Madrid einzuzahlen und von dort je nach Bedarf wieder versorgt zu werden, werden die autonomen Regionen in Zukunft ein Drittel ihres Steueraufkommens selbst verwalten.
    Eine Maßnahme, die bereits heftige Proteste der ärmeren Regionen wie Andalusien oder Extremadura ausgelöst hat.
    Diese sozialistisch regierten Autonomien befürchten, dass sich als Folge des schnelleren Wirtschaftswachstums in Katalonien das Nord-Süd-Gefälle die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößern wird.
    Josef Manola informierte aus Madrid über die nun fix stehende Regierungskoalition.
    12.46 Uhr, Kultur im Mittagsjournal.
    Am Sonntag hat am Opernhaus Zürich Schlafes Bruder Premiere.
    Die erste Oper des 40-jährigen Vorarlberger Komponisten Herbert Willi, entstanden nach Motiven des bereits auch als Film erfolgreichen Bestsellers des Vorarlberger Autors Robert Schneider.
    Inszeniert hat Cesare Llevi, die Bühnenbilder schuf Erich Wonder.
    Schlafes Bruder ist ein Auftragswerk des Zürcher Opernintendanten Alexander Pereira zum Jubiläum 1000 Jahre Österreich.
    Die Oper Zürich wird damit am 19. und 20.
    Mai im Theater an der Wien im Rahmen der Wiener Festwochen gastieren.
    Fritz Juhrmann vom Landesstudio Vorarlberg berichtet von der gestrigen Hauptprobe in Zürich.
    Das Projekt Schlafes Bruder hat schon vorab enormes Echo im deutschsprachigen Feuilleton ausgelöst.
    In Zürich waren gestern zahlreiche Fernsehteams und Fotografen vor Ort.
    Die Creme der Kritiker hat sich für die Premiere am Sonntag angesagt.
    Vor allem Herbert Willi ist derzeit in aller Munde.
    Der Komponist, der in der Abgeschiedenheit der Montafoner Bergwelt Musik aus der Stille schreibt.
    Während der Komposition der Oper gab es für mich ein zentrales Erlebnis, als ich wieder einmal unterwegs war in die Alpe.
    Plötzlich spürte ich, dass ich nicht mehr alleine unterwegs war.
    Die Figuren, ob das ein Elsbeth oder die Heinzin, Sefin, wer auch immer war, ich hatte das Gefühl, sie sind mit mir unterwegs.
    Das Hörwunder des Elias Aldar in der Romanvorlage ist auch die Geschichte des Herbert Willi.
    Auch er hört seine Musik zuerst, bevor er sie zu Papier bringt.
    Willi hat Robert Schneiders Alpensaga »Schlafes Bruder« in die Hand bekommen, lange bevor der Roman zum internationalen Bestseller wurde.
    Schneider unterscheidet sich in seinem Opern-Libretto freilich deutlich von der Ausdrucksweise im Buch.
    Er hat dafür eine Art Kunstsprache erfunden.
    Ich wollte ein Libretto schreiben, wo jemand auf der Suche nach dem Ort seiner Sehnsucht ist.
    Und bei Elias ist es ja die Liebe und bei irgendjemand anderem ist es der Erfolg oder was weiß ich.
    Also hier sind immer Menschen, die irgendwas suchen, aber auch dann meinen, es zu finden und dann es dann doch nicht finden.
    Nicht in dem Moment, in dem Elias Elsbeth findet, fährt die Bühne auseinander.
    Sie können sich nicht mehr berühren.
    Der Ort der Sehnsucht.
    Willi und Schneider wollen ihre Oper »Schlafesbruder« trotz der Romanvorlage als durchaus neues und eigenständiges Werk verstanden wissen.
    So kommt zum Beispiel in der Oper kein einziger Orgelton vor, obwohl dieses Instrument als Symbol im Buch ein dominierendes Element darstellt.
    Der Orgelwettbewerb wird ersetzt durch eine Sprechkantate mit dem Schauspieler Udo Saml.
    Robert Schneider?
    Also ich möchte diese Dinge untereinander nicht vergleichen und ich möchte sie auch nicht werten, weil
    das Ballett, der Film und die Oper ganz eigene Kategorien haben.
    Wenn Filzmaier so einen Film gemacht hätte, hätte er wahrscheinlich 500 Zuschauer gehabt.
    Ich möchte aber trotzdem ganz ehrlich sagen, ich fühle mich in der Oper von Herbert Willi sehr, sehr zu Hause.
    Und auch in der Inszenierung von Lievi übrigens, die auch das ironische Moment hat, dass dem Film leider manchmal fehlt.
    Diese Oper, mir ging es unglaublich gut.
    Ich hatte ein tolles Gefühl heute und dachte, Willi hat sehr viele Tonarten meines Textes wunderbar transponiert in die Oper.
    In Zürich hat man sich der Vorlage der beiden jungen Verallberger mit sehr viel Engagement angenommen.
    Herbert Willi?
    Es gab Probleme und die wurden gelöst und es war nie das Gefühl, dass es irgendwie ein Alibi ist, dass man auch noch eine neue Oper irgendwo in Zürich hat, sondern sie wurde behandelt.
    Ich würde meinen, egal ob Mozart-Oper oder Strauss, jetzt war es eine Willi-Oper und es war schon schön zu erfahren, welcher Einsatz von allen Seiten da war.
    Das Zürcher Opernhaus wird mit des Schlafes Bruder, also bei den Wiener Festwochen, gastieren, die heute in 14 Tagen am 10.
    Mai eröffnet werden und zwar zum letzten Mal vom Intendanten Klaus Bachler programmiert sind.
    Heute Vormittag stellte er den Katalog der Festwochen vor, präsentierte einige wichtige Künstler und gab einige Programmänderungen bekannt.
    Gernot Zimmermann informiert.
    Drei Schwestern in der Inszenierung des litauischen Regisseurs, ein munters Nekrosius, hat in dem dicht gedrängten Festwochenprogramm ebenso Platz wie die Danaiden des Rumänen Silvio Porcarete oder die achtstündige Marathonversion von The Seven Streams of the River Ota des gefeierten Kanadiers Robert Lepage.
    Meine Damen und Herren, der Kunstkoffer ist tatsächlich zu voll geworden in diesem Jahrhundert und Aufgabe einer Veranstaltung wie der Festwochen ist es, quasi eine schmale Aktenmappe von wirklich wesentlichen Inhalten zu präsentieren.
    meinte Festwochenpräsidentin Ursula Pasterk heute Vormittag.
    Schmal ist das Angebot der Festwochen jedoch wahrlich nicht.
    Es soll Lupe und Mikroskop der zeitgenössischen Szene sein.
    Im Mittelpunkt steht heuer natürlich 1000 Jahre Österreich, dem das Programm mit Produktionen wie Raimundsbauer als Millionär in der Inszenierung
    des Ehepaars Hermann oder mit Hans Neuenfels Produktion der Clarisse-Komplex aus Musils »Mann ohne Eigenschaften« Rechnung trägt.
    Klaus Bachler?
    Wir haben eine Fülle an Stücken, wir haben eine Fülle an Aufführungen, wie wir es nie hatten bei den Festwochen.
    Wir haben, und das ist der andere Teil der Medaille, wir haben jetzt schon eine Antwort des Publikums, die sich nun einfach simpel im Kartenverkauf ausdrückt, der ebenfalls so groß ist wie nie zuvor.
    Die Ausstellung Fremdgänge wird Doderer und die Strudelhofstiege thematisieren.
    Und was wären Millenniumsfestwochen ohne Grillparzer?
    Nikolaus Prieger inszeniert Sappho.
    Wenn ausgerechnet dann ein Norddeutscher, ein Berliner, irgendwie sich an einen Österreicher traut in einem 1000-Jahr-Juweläum, könnte man das ja schon irgendwie eine Art von Gotteslästerung nennen.
    Klaus Bachler gab heute nur einige wenige Programmänderungen bekannt.
    Die Mozart-Oper Il Re Pastore in der Regie von Michael Kreisel wird wegen dem Ausfall des Co-Produzenten Burgtheater nur als Schülerprojekt im Jugendstiltheater verwirklicht.
    Hinzugekommen sind noch das Joshua-Sobbold-Stück über Alma Mahler in der Inszenierung Paulus Mankers im Sanatorium Purkersdorf,
    ein Wiener Liederabend mit Karl Markowitsch und Wolf Bachofner, sowie ein monarchistischer Abend mit der Schauspielerin Ortrud Beginnen im Schönbrunner Schlosstheater.
    Titel?
    Ein Zacken aus der Krone.
    Das Schauspielhaus widmet sich auch dem Millennium unter dem Titel Tausend Jahre Paralyse mit Stücken von Wolfi Bauer, Werner Schwab und Franz Obel.
    Dramaturg Helmut Schödl.
    Dieser Untergang hat verschiedene Gesichter.
    Größenwahn, Stumpfsinn, Enthemmung, also sehr interessante Zustände.
    Untergang wörtlich genommen auch beim Serapionstheater.
    Es hat den interessantesten Spielort gefunden, die Kavernen der Wienflussüberbauung beim Stadtpark.
    Seltsame Unruhe nennt Erwin Piplitz sein Projekt.
    Und wir kommen zum Schluss kurz noch einmal ins Nachrichtenstudio.
    Österreich.
    Die Bergung von amerikanischen Waffenlagern in Österreich ist angelaufen.
    Michael Sieker, der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, kündigt für morgen früh eine weitere Bergung in Oberösterreich an.
    Gestern war ein Lager in der Nähe von Weißbach bei Lofa in Salzburg geöffnet worden.
    Deutschland.
    In Bonn sind die Gespräche über das Sparpaket abgeschlossen worden.
    Die Spitzen der deutschen Koalitionsparteien einigten sich auf Einsparungen von umgerechnet 175 Milliarden Shilling für das Budget 1997 sowie auf weitere Kürzungen im Sozialbereich.
    Insgesamt sollen umgerechnet 350 Milliarden Shilling eingespart werden.
    Ungeachtet der Gewerkschaftsproteste will die deutsche Regierung die Lohnfortzahlungen für Kranke und den Kündigungsschutz einschränken.
    Außerdem soll die geplante Erhöhung des Kindergeldes verschoben werden.
    In Stuttgart haben die Gehaltsverhandlungen für die 3,2 Millionen Beschäftigten im deutschen öffentlichen Dienst begonnen.
    Die Gewerkschaft lehnt die von der Regierung geforderte Null-Runde ab und droht mit Streik.
    Das Wetter am Nachmittag fast durchwegs bewölkt.
    Es gehen einige Regenschauer nieder.
    Am Abend beginnt es dann von Süden her teils intensiv zu regnen.
    Die Temperaturen liegen heute zwischen 13 und 19 Grad.
    Mit diesem kurzen Nachrichtenüberblick haben wir das heutige Mittagsjournal geschlossen.
    Technisch verantwortlich war Manfred Bauer, sendungsverantwortlicher Regisseur Werner Löw und als Moderatorin verabschiedet sich Ursula Stenzel.

    Beiträge dieses Journals

    Nachrichten
    Mitwirkende: Wehrschütz, Christian [Gestaltung] , Hnatek, Josef Wenzel [Sprecher/in]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wetter
    Mitwirkende: Kartas, Herbert [Gestaltung]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Natur ; Klima und Wetter ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Vranitzky kritisert Schüssel-Äußerungen über Slowakei
    Außenminister Schüssel absolviert einen Besuch in der Slowakei. Im Vorfeld kam es zu Dissonanzen zwischen ihm und Bundeskanzler Vranitzky. Schüssel bezweifelte, dass die Slowakei die Voraussetzungen zur Aufnahme in die EU erfüllt. Interview: Bundeskanzler Franz Vranitzky.
    Mitwirkende: Stoppacher, Robert [Gestaltung] , Vranitzky, Franz [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Außenpolitik ; Diplomatie ; Regierung ; Parteien / SPÖ ; Parteien / ÖVP ; EU ; Verhandlung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich ; Slowakei
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Das deutsche Sparpaket und die Tarifverhandlungen Öffentlicher Dienst
    Der Chef des deutschen Gewerkschaftsbundes sprach von einem Bündnis gegen die Arbeit und verließ die deutsche Kanzlerrunde in Bonn. Bundeskanzler Kohl und die FDP schafften dennoch vollendete Tatsachen und stellten das Sparpaket fertig. Allein im kommenden Jahr sollen damit fast 180 Milliarden Schilling eingespart werden. Umstritten ist die Verschiebung der Erhöhung des Kindergeldes, die Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die Lockerung des Kündigungsschutzes.
    Mitwirkende: Werth, Wolfgang [Gestaltung]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Regierung ; Finanzpolitik ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Wirtschaftspolitik ; Arbeitsbedingungen ; Arbeitslosigkeit ; Parlament ; Opposition ; Widerstand ; Sozialpartnerschaft ; Arbeitnehmerverbände ; Arbeitgeberverbände ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Bundesrepublik Deutschland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Gespräche Jelzins in China
    Im russischen Wahlkampf sucht der russische Präsident außenpolitische Verbündete. Nach dem Besuch von US-Präsident Clinton und der G7-Gruppe in der Vorwoche ist Jelzin nun auf Visite in China. Dabei konnte Jelzin die chinesische Führung offensichtlich nicht davon überzeugen, sich an einem weltweiten Atomteststopp zu beteiligen. Dafür spricht sich China gemeinsam mit Russland gegen eine Osterweiterung der NATO aus.
    Mitwirkende: Belde, Klaus [Gestaltung]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Atomenergie ; Außenpolitik ; Diplomatie ; Regierung ; Verhandlung ; NATO ; Sicherheit ; Wahlen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; China ; Russland
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Wahlparteitag der israelischen Arbeiterpartei
    Der Krieg zwischen der islamistischen Hisbollah und Israel hält weiter an. Ein Ende ist nicht absehbar. Unterdessen läuft in Israel der Wahlkampf auf vollen Touren. Ministerpräsident Peres beweist harte Hand und will dadurch die Chancen seiner regierenden Arbeiterpartei nicht schmälern. Die Arbeiterpartei veranstaltet ihren Wahlparteitag.
    Mitwirkende: Segenreich, Ben [Gestaltung]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Wahlen ; Regierung ; Opposition ; Politische Veranstaltung ; Vorschau ; Krisen und Konflikte ; Terror ; Krieg ; Friede ; Außenpolitik ; Diplomatie ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Israel ; Regionen / arabische Welt ; Libanon
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Konsumenteninformation auf "Wohnungssuche in Wien"
    Der Verein für Konsumenteninformation hat sich in die Rolle von Wohnungssuchenenden in Wien versetzt und versuchsweise die Dienste von Immobilienmaklerbüros in Anspruch genommen. Laut dieser Studie arbeiten 3/4 der Büros ordentlich. Einblendung: Rechtsexperte Peter Kolber.
    Mitwirkende: Schweinzer, Josef [Gestaltung] , Kolber, Peter [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Pressekonferenz ; Reportage ; Interessensvertretungen ; Bauen ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich ; Bundesland / Wien
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Pressekonferenz der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit zu US-Waffenlager
    Die Bergung von Waffenlagern, die von amerikanischen Besatzungssoldaten nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Österreich angelegt wurden, ist angelaufen. Der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit kündigte eine zweite Bergung in Oberösterreich an. Einblendung: Generaldirektor Michael Sika, Einblendung: Entminungsexperte Willibald Berenda.
    Mitwirkende: Fuchs, Wolfgang [Gestaltung] , Sika, Michael [Interviewte/r] , Berenda, Willibald [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Pressekonferenz ; Kalter Krieg ; Militär ; Exekutive ; Rückblick ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Strukturwandel im Fremdenverkehr
    Das Gastgewerbe und die Hotellerie nehmen in der österreichischen Insolvenzstatistik den ersten Platz in der Reihung der Branchen ein. Die Strukturprobleme sind offensichtlich gravierend. In Pichl bei Schladming beginnt ein zweitägiges Symposium zum Thema "Strukturbereinigung in der österreichischen Tourismuswirtschaft". Interview: Konkursrichter Otto Trinks.
    Mitwirkende: Guldenschuh, Karin [Gestaltung] , Trinks, Otto [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Tourismus ; Interview ; Kongress ; Finanzwesen und Kreditwesen ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Flexible Arbeitszeit in der österreichischen Bekleidungsindustrie
    Die Bekleidungsindustrie hat mit der zuständigen Fachgewerkschaft ein Modell zu flexiblen Arbeitszeiten ausgehandelt. Bis zu 48 Stunden können Dienstnehmer pro Woche ohne Überstundenaufzahlung beschäftigt werden. Einblendung: Fachverbandvorsteher Wilhelm Ehrlich, Einblendung: Geschäftsführer Christoph Haidinger.
    Mitwirkende: Hunger, Christian [Gestaltung] , Ehrlich, Wilhelm [Interviewte/r] , Haidinger, Christoph [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik Österreich ; Industrie ; Handwerk und Gewerbe ; Justiz und Rechtswesen ; Arbeitgeberverbände ; Pressekonferenz ; Bekleidung und Mode ; Arbeitnehmerverbände ; Sozialpartnerschaft ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Brände in Tschernobyl
    10 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl wüten in der näheren Umgebung des AKWs Brände. Über die Ursache ist so gut wie nichts bekannt. Dadurch ist erhöhte radioaktive Strahlung freigeworden.
    Mitwirkende: Scholl, Susanne [Gestaltung]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Ort: Moskau
    Schlagworte: Politik ; Atomenergie ; Jubiläum ; Naturkatastrophen ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Medizin ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Ukraine
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Tschernobyl - verseuchte Nahrungsmittel in der Ukraine
    Die Folgen von Tschernobyl sind quantitativ schwer zu fassen. Erhöhte Anfälligkeit für Schilddrüsenkrebs und Leukämie bei Kindern sind allerdings ein deutliches Alarmsignal. Wieterhin kommen verseuchte Nahrungsmittel auf den Lebensmittelmarkt. Interview: anonyme wießrussische Bäuerin, Interview: Ärztin Roselyn Purtell.
    Mitwirkende: Bachkönig, Edith [Gestaltung] , Anonym, Bäuerin [Interviewte/r] , Purtell, Roselyn [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Medizin ; Reportage ; Kinder und Jugend ; Interview ; Ernährung ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Ukraine
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Inoffizielle Einigung der neuen spanischen Regierung
    Nach fast zwei Monaten Verhandlungen konnten in Spanien die stimmstärkste Volkspartei eine Regierungsbündnis mit den katalanischen Nationalisten schließen. Der konservative Obmann Aznar könnte damit in der folgenden Woche mit absoluter Mehrheit das Amt des Premierministers antreten.
    Mitwirkende: Manola, Josef [Gestaltung]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Regierung ; Parlament ; Opposition ; Ethnie ; Wahlen ; Konservative ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Spanien
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Uraufführung der Oper "Schlafes Bruder" in Zürich
    Am Opernhaus Zürich hat mit "Schlafes Bruder" die erste Oper des 40-jährigen Vorarlberger Komponisten Herbert Willi. Es ist dies ein Auftragswerk des Züricher Opernintendanten auf Grund der Feierlichkeiten zu 1000 Jahre Österreich. Einblendung: diverse Szenenausschnitte "Schlafes Bruder", Interview: Komponist Herbert Willi, Interview: Autor Robert Schneider.
    Mitwirkende: Jurmann, Fritz [Gestaltung] , Willi, Herbert [Interviewte/r] , Schneider, Robert [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Ort: Zürich
    Schlagworte: Kultur ; Interview ; Vokalmusik - Oper ; Jubiläum ; Reportage ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Schweiz
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Programm der Wiener Festwochen
    Die Wiener Festwochen werden am 10. Mai das letzte Mal vom Intendanten Klaus Bachler eröffnet. Nun wurde der Katalog der Festwochen präsentiert. Einblendung: Szenenausschnitt "3 Schwestern", Einblendung: Festwochenpräsidentin Ursula Pasterk, Einblendung: Intendant Klaus Bachler, Einblendung: Regisseur Nicolas Brieger.
    Mitwirkende: Pasterk, Ursula [Interviewte/r] , Zimmermann, Gernot [Gestaltung] , Bachler, Klaus [Interviewte/r] , Brieger, Nicolas [Interviewte/r]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Kultur ; Kulturveranstaltung ; Festakte ; Pressekonferenz ; Vorschau ; Drama ; Kulturpolitik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; Österreich ; Bundesland / Wien
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten
    Kurzmeldungen
    Mitwirkende: Hnatek, Josef Wenzel [Sprecher/in]
    Datum: 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte: Politik ; Radiosendung-Mitschnitt ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ: audio
    Inhalt: Nachrichten

    Katalogzettel

    Titel Mittagsjournal 1996.04.25
    Spieldauer 00:55:43
    Mitwirkende Stenzel, Ursula [Moderation] [GND]
    ORF [Produzent]
    Datum 1996.04.25 [Sendedatum]
    Schlagworte Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt
    20. Jahrhundert - 90er Jahre
    Typ audio
    Format DAT [DAT-Kassette]
    Sprache Deutsch
    Signatur Österreichische Mediathek, jm-960425_k02
    Medienart Mp3-Audiodatei
    Gesamtwerk/Reihe Mittagsjournal

    Information

    Inhalt

    Nachrichten

    Verortung in der digitalen Sammlung

    Schlagworte

    Gesellschaft , Radiosendung-Mitschnitt