Matinee am Sonntag [2019.05.26]

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Matinee

Katalogzettel

Titel Matinee am Sonntag [2019.05.26]
Titelzusatz Anl. 150 Jahre Wiener Staatsoper
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2019.05.26 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Reportage ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-16911
Gesamtwerk/Reihe Matinee

Information

Inhalt

Wunderwelt Staatsoper

Die Wiener Staatsoper feiert heuer ihren 150. Geburtstag – und die 'matinee' feiert mit! Rolando Villazón führt in einer Dokumentation durch das Haus am Ring und zeigt es auch aus ungewöhnlichen Perspektiven. Danach erläutert Christian Thielemann, der am 25. Mai ebendort die Festpremiere von Richard Strauss' "Frau ohne Schatten" dirigieren wird, seine Sicht auf den widersprüchlichen Komponisten.

Zum großen 150-Jahrjubiläum der Wiener Staatsoper entstand eine kurzweilige Dokumentation, bei der mit Rolando Villazón ein gleichsam beliebter wie berühmter Tenor durch das Haus am Ring und seine wechselvolle Geschichte führt. Dabei schöpft er auch aus seinen eigenen Erfahrungen mit dem ehrwürdigen Haus und blickt mit Humor und Dankbarkeit hinter die Kulissen der Staatsoper. Er begegnet vielen Kollegen - Sängern, Orchestermitgliedern, Direktoren, Tänzern und Bühnenarbeitern, die zum Geburtstag des weltbekannten Hauses originelle wie berührende Geschichten zum Besten geben.

Mit den Bühnenarbeitern tritt auch der Perkussionist Sebastian Brugner in Aktion und gestaltet mit einem Teil von ihnen eine Schlagwerkkomposition, die unter dem Motto "Umbau-Pause" den Beifall der Kollegen findet.

Was wäre die Wiener Oper ohne ihre kritischen Stehplatzbesucher? Sie werden in der Dokumentation zu ihren Vorlieben und Abneigungen, zu bevorzugten Sängern und Inszenierungen befragt und sie stellen sich auch ohne Umschweife einer Konfrontation mit den Wiener Philharmonikern, wenn es um das Erraten von Opernzitaten geht.

Viele Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur geben sich ein Stelldichein, wenn es um die Bekräftigung ihrer geradezu unveräußerlichen Liebe zu dem Haus am Ring geht – darunter sind natürlich der Staatsopern-Direktor Dominique Meyer, der Doyen unter den Regisseuren Otto Schenk, der rund 30 mal an der Staatsoper inszeniert hat, sowie "operntaugliche" Schauspieler wie Cornelius Obonya und Peter Matic.

Auf magische Weise mit der Staatsoper verbunden fühlen sich der Dramaturg und Buchautor Christoph Wagner-Trenkwitz ebenso wie die SängerInnen Maria Nazarova, Clemens Unterreiner, Stephanie Houtzeel und viele andere.
Christian Thielemann - Mein Strauss

Der 1959 in Berlin geborene Christian Thielemann hat bekanntermaßen ein Faible für das deutsche Musikrepertoire. In der Dokumentation spricht der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden über die musikalischen Grenzgänge seines Lieblingskomponisten Richard Strauss, von dem er sagt, "er ist der einzige Komponist, den ich gerne kennengelernt hätte".

Strauss, dessen 70. Todestages heuer gedacht wird, ist Ton gewordener Widerspruch, komponierter Gegensatz von scheinbar Unvereinbarem. Sein Werk wird bis heute kontrovers diskutiert, dennoch gilt er als einer der bedeutendsten Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Christian Thielemann hat die Strauss-Villa im oberbayrischen Garmisch-Partenkirchen, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, schon mehrfach besucht und erzählt: "Da hat sich bis heute nichts verändert. Da stehen die Bierkrüge, hier wohnte ein gutbürgerlicher Mensch, schlief in gestärkter Bettwäsche, spielte Skat, und es gab einen anständigen Sonntagsbraten – das alles atmet diese Atmosphäre. Und dass dieser Mann dann in solche abseitigen Milieus wie "Elektra" und "Frau ohne Schatten" abdriftete, das spricht ja Bände."

Wie Richard Strauss lebt auch Christian Thielemann ein "bürgerliches" Leben mit einer großen Liebe zur deutschen Kultur, einer stattlichen Villa am Griebnitzsee und einer umfangreichen Kunstsammlung. "Ich bekenne mich dazu", sagt er, "ich finde einfach, dass das schön ist. Guter Wein, gute Musik, tolle Orchester."



Auf unnachahmliche Weise lotet Thielemann die Widersprüchlichkeiten in der Musik von Strauss aus - zwischen bürgerlichem Leben und künstlerischem Exzess, zwischen Bewahrung der Tradition und klarer Überschreitung der Grenzen.
Die Kulturwoche

Die Highlights in der Woche vom 26. Mai bis 2. Juni 2019

Große Oper – Richard Strauss‘ "Frau ohne Schatten" zum 150 Jahr-Jubiläum an der Wiener Staatsoper |
Gehört gesehen – ein filmischer Blick hinter die Kulissen des Radiosenders Ö1 |
Rotes Wien – eine Ausstellung zum sozialdemokratischen Reformprogramm vor 100 Jahren im MUSA |

OpernTIPP: Frau ohne Schatten / Wiener Staatsoper

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