Unser täglich Brot: Tiroler Kirchenhandwerk mit Zukunft

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Matinee

Katalogzettel

Titel Unser täglich Brot: Tiroler Kirchenhandwerk mit Zukunft
Urheber/innen und Mitwirkende Traxl, Martin [Moderation] [GND]
Fröhlich, Helena [Gestaltung]
Dornauer, Ludwig [Sprecher/in]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2019.10.27 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Handwerk und Gewerbe ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-16982
Gesamtwerk/Reihe Matinee

Information

Inhalt

Eine 'matinee' mit Tirol-Schwerpunkt bietet Einblicke in traditionelle Handwerks-Berufe, die hauptsächlich für die Kirche tätig sind, wie Orgelbauer, Glasmaler oder Kirchturmdachdecker. Nach der Übertragung des evangelischen Gottesdienstes aus Jenbach widmet sich ein Porträt dem "letzten Ritter": dem habsburgischen Kaiser Maximilian I., dessen 500. Todestages heuer gedacht wird.

Die katholische Kirche trägt Verantwortung für die Entstehung vieler Handwerksberufe. Heute noch ist die Kirche hauptsächlicher Auftraggeber einiger Handwerker, auch wenn sich diese Berufe im Wandel der Zeit stets weiterentwickelt haben. Drei davon werden in dieser Dokumentation genauer betrachtet.

Der Osttiroler Kirchturmdachdecker Martin Berger arbeitet zwischen Himmel und Erde. Seit mehr als 16 Jahren deckt er in rund 20 bis 30 Meter Höhe Kirchtürme, wie jenen in St. Pankraz in Fügen im Zillertal. Und das ganz ohne Gerüst. Eine atemberaubende, aber auch gefährliche Tätigkeit, die viel Präzision verlangt.

Auch den Orgelbau und die Kirche verbindet eine untrennbare Geschichte. Der Zillertaler Orgelbauer Christian Erler arbeitet seit mehr als 40 Jahren in seinem Beruf und ist damit einer der Letzten. Mehr als 20 Orgeln hat er selbst gebaut - für Kirchen in ganz Österreich, wie jene in der Innsbrucker Allerheiligenkirche. Zu seinem sonstigen Tagesgeschäft gehören Restaurationsarbeiten und Wartungsarbeiten von alten Instrumenten.

Nach dem Tod ihres Mannes hat Natascha Mader die Innsbrucker Glasmalerei übernommen. Diese wurde 1861 gegründet und hatte um die Jahrhundertwende nicht nur mehr als 100 Mitarbeiter, sondern auch eine Zweigstelle in New York. Mehr als 4000 Kathedralen weltweit und viele profane Gebäude wurden mit Fenstern aus der Kunsthandwerksfirma ausgestattet. Heute arbeiten dort fünf Angestellte, die vornehmlich Restaurationsarbeiten alter Fenster durchführen. Mit neuen künstlerischen Angestellten stößt die Glasmalerei aber auch in die moderne Kunst vor.